Ulmus minor Feldulme yamadori

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avicenna
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Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von avicenna »

Diese mächtige Feldulme ist ein yamadori aus dem Frühjahr. Ein mächtiger zurückgeschnittener Stamm trieb wohl an seinem Standort kräftig aus, bildete neue Triebe und einer dieser Triebe wuchs zu einem neuen Stamm neben dem alten Stamm. Ich habe ihn das ganze Jahr frei wachsen lassen um Masse an den Trieben zuzulegen und jetzt wurde er zurückgeschnitten. Bislang habe ich noch keine rechte Idee wie einmal die Gestaltung ausschauen soll.
Wenn einer Virtualkünsteler ist und sich die Mühe machen möchte , Gestaltungsvorschläge zu machen, wäre ich sehr dankbar :D .
In meiner Vision sollte er eine größere Masse an Totholzarealen bekommen um auch den toten Stammkern des ursprünglichen Stammes zur Geltung zu bringen.
Meine Neigung liegt sowieso eher bei Bäumen mit hohen Totholzanteilen ... auch bei Laubbäumen ...Das weichere Holz unterliegt zwar schneller der Zersetzung durch Bakterien und Pilzen, verleiht dem Baum aber sicher eine sehr interessante Geschichte.
Der aufgelegte Bambus zeigt die Wurzelanteilfläche unter der Erde. Die Trainingsschale ist sehr groß, passte aber gerade für diesen Brummer.

saludos
avicenna
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bonsaiheiner
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Dietmar,
da hast Du Dir ja etwas zugelegt! Viel Arbeit wird auf Dich zukommen, aber Spaß wird´s machen.

Ein Virtual-Künstler bin ich überhaupt nicht, aber einen Vorschlag hätte ich dennoch als erstes mal zu machen:
Auf den ersten vier Fotos legt sich, ausgehend vom schwächeren linken Teil ein Mordsast nach rechts und scheint
schwächereTriebe unter sich erdrücken zu wollen. Den würde ich komplett entfernen. Kleinere Triebe in Font davor werden
helfen, die Wunde zu schliessen.

Alles weitere wird man sehen!

Beste Grüsse,
Heiner
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avicenna
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von avicenna »

Hallo Heiner,
welchen meinst Du ? den ganz dicken der berreits korkleisten gebildet hat ? oder denjenigen der sich darunter befindet ?

Danke ersteinmal für den Tipp, ich sehe auch ne Menge Arbeit in diesem Baum, vor allen aufbauarbeit ... immer nach dem Motto, wo ist der kleinste Baum .... aber irgendwie scheue ich mich auch, berreits schon dicke Äste zu kappen weil ich weiß, wielange es dauert, bis eine solche Dicke wieder erreicht wird... und vielleicht kann man ja durch carving, reißen, ausmeißeln etc. noch was von der Masse retten ... :D

saludos
avicenna
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bem_0
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von bem_0 »

Hallo Namensvetter,
deine Ulme hat das typische Yamadori-Problem. Die relativ dicken, aber sehr geraden Hauptäste.
Unabhängig von der gewählten späteren Stilform, stellt sich für dich die Frage: Weiterentwicklung mit den vorhandenen dicken Ästen. Dadurch schneller Aufbau der Etagen und der Gesamtgestaltung.
Besser wäre aber, weg mit den störenden, geraden, unschönen Dingern und Neuaufbau mit den neuen Austrieben.
d.h. du stehst vor der Endscheidung, schneller Baum mit Problemzonen oder der Endlos lange Weg mit dem Top-Baum am Ende.
Solche Dinge diskutiere ich an liebsten in unserem Arbeitskreis, da fällt die Entscheidung leichter. Manchmal gibts sogar noch eine dritte Möglichkeit.

mfG
Dietmar
Mei klane Bem,
made em Westerwald
http://www.klanebem.de
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bonsaiheiner
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Dietmar,
es geht mir wie Dir, vorschnell abgeschnitten kann einem hinterher Bauchweh machen!

Ich meine den allerdicksten Ast der Gruppe, der kleinere, den er zu erschlagen droht ,hat ebenfalls schon Korkleisten. Beide wirst Du wohl nicht erhalten können, da wäre meine Wahl der dickere, der zudem auch noch viel zu gerade ist.

Beste Grüsse,
Heiner
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avicenna
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von avicenna »

Ich hab jetzt mal "klar Schiff" gemacht ... immer diese herumgedruckse ;-) ... Mit der Makita hab ich den dicken , alles unter sich begrabenden Stammteil, abgefräst. Weiterhin das ganze Totholz aus dem Stammrumpf und damit das ganze Wasser auch abfließen kann eine Spalte in den Baum geschlagen.

Irgendwie gefällt er mir nun besser nur hadere ich noch, ob noch weitere zu grade Astpartien fallen müssen. Mein Namensvetter hat recht gehabt, zu lange warten und mit zu geraden Ästen jahrelang herumarbeiten und aufbauen bringts auch nicht, also lieber gleich ein Grundgerüst schaffen und dann klappts auch. Das erste Jahr nach yamadori sehe ich nun mal als Anwachszeit an. Wurzeln hat er super gebildet und das Wachstum während der Vegetationzeit war auch nett. Er wird das Ganze überleben ...
saludos
avicenna
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bonsaiheiner
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Dietnar,

na also, geht doch! Der ganz linke ist auch zu gerade, aber jetzt laß die ganze Abteilung erst mal in Ruhe und schau wie der Austrieb ausfällt.

Beste Grüsse,
Heiner
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avicenna
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von avicenna »

bonsaiheiner hat geschrieben:Der ganz linke ist auch zu gerade
Beim Carven hab ich auch die ganze Zeit gedacht ... nimmst du ihn jetzt auch mit runter oder nicht ... aber ich habs nicht gemacht ... jetzt schwimme ich schon wieder und denke, jetzt ist es auch egal :D . Einmal aufs Grundgerüst runter und keine halben Sachen ... Morgen wird der ganz linke Ast auch fallen ... Dann kann er ruhen und sich auf den Winter vorbereiten ;-)
saludos
avicenna
RoyF.
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von RoyF. »

Hallo avicenna,
ich habe immer gedacht, es sei besser, wenn man Todholzgestaltungen an Laubbäumen im Frühjahr durchführt. Da könnte es doch sicher Probleme geben, da der Baum durch langsamere Stoffwechselprozesse und keiner Photosyntheseleistung auch keine großen Wunden abschotten kann, oder seh ich das falsch?
mfg roy
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avicenna
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von avicenna »

Hallo Roy,
recht hast Du ... aber mir war danach :oops: .
Sicher ist es besser wenn man solche massiven Rückschnitte im Frühjahr macht, aber wenn ich nach einem Argument suchen wollte könnte ich anführen, dass jetzt natürlich der Saftdruck geringer ist und weniger verloren geht. Morgen werde ich die Stellen noch abflämmen, nachdem ich den linken großen Ast auch eingekürzt habe und dann sind die Zellen geschlossen. In den Zellen befinden sich auch Eiweiße und bei Hitzeeinwirkung werden sie gerinnen und ein äußeres Abschlußgewebe bilden, eine verbrannte Schutzhülle sozusagen und dann werden auch nicht mehr so viele Pilzsporen aktiv sein können. Auch die niedrigen Temperaturen lassen eine Infektionsanfälligkeit jetzt wohl nicht mehr so wahrscheinlich sein.
Bei Ulmen bin ich mir relativ sicher, dass sie im nächsten Jahr ganz unbekümmert wieder ausschlagen wird, z.T sogar unter der Rinde direkt an Schnittstellen.

saludos
avicenna
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Norbert_S
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von Norbert_S »

Sprühpflaster auf die offenen Wunden, dann kann nichts verdunsten. Der Sprühverbund ist farblos und schließt die Poren.
Norbert

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Sullivan, 1924
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avicenna
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von avicenna »

Auch hier hat sie den Sommer gut überstanden und viele neue, feine Wurzeln gesetzt. Im frühjahr werd ich mich dem Totholz noch ein wenig widmen und die Astpartien in eine Form drahten.

saludos
avicenna
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heinz leitner
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von heinz leitner »

Hallo Dietmar
Die Ulme wird gut.
Die würde sich eine schöne Schale schon verdienen.
Was mir bei deinen Bäumen immer wieder auffällt ist dein Substrat.
Schaut aus wie Blumenerde.
Was verwendest du da?
Gruss Heinz
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avicenna
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von avicenna »

Nein Heinz, das ist Lavagrannulat ohne feste Körnung, d.h. auch Feinstoffe sind noch beinhaltet und nicht ausgesiebt. Das hält die Feuchtigkeit gaz gut und trocknet nicht so schnell ab wie Lavagranulat pur.

saludos
avicenna
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avicenna
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Re: Ulmus minor Feldulme yamadori

Beitrag von avicenna »

heinz leitner hat geschrieben:Die würde sich eine schöne Schale schon verdienen.
Heute hab ich sie in eine Schale gesetzt, Heinz :) .Macht schon gleich 'nen ganz anderen Eindruck - hast Recht :) saludos avicenna
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