Eine alte Schwarzkiefer
Eine alte Schwarzkiefer
Hallo Leute,
heute möchte ich euch meine erste Schwarzkiefer vorstellen.
Zuerst einmal zum Baum, der wurde ca. 2000 in den Bergen gesammelt, und durfte fünf Jahre anwachsen, bevor er den Weg in meinen Garten fand.
Die Kiefer war uralt, was die rissige Borke verriet. Ich fand eine Schnittstelle von 2cm durchmesser, an der ich 80 Jahresringe zählte!
Bei der ersten Analyse hab ich festgestellt, das viele brauchbare Äste vorhanden sind, aber diese ja sehr alt und brüchig sind, und ich nicht wusste, ob ich sie in die Position bringen könnte. Das nächste was mir auffiel, wer ein sehr einseitiges Nebari, das es zu verbessern galt, indem ich den Baum ca. 45 Grad nach links kippte, um den dicken Wurzelansatz-knubbel unter der Erde zu verstecken. Dadurch ergab sich ein anders Problem, und zwar dass auf der gegenüberliegenden Seite ein Stammstück an die Oberfläche kahm, dass Jahre lang unter der Erde war, und dadurch keine Borke mehr hatte. Um dieses zu kaschieren hab ich einfach Rindenstückchen angeklebt, was ein wahnsinns Nebari ergab.
Um die alten Äste biegen zu können, hab ich den rat von Karl Thier befolgt, und alles sehr sehr fest mit Fahrradschlauch umwickelt, da der momentan höchste Ast nach ganz unten gebracht werden musste! Dieser entsprang sehr weit unten am Stamm, und wuchs Sichelförmig über den restlichen Baum hinweg, und bildete die Spitze. Ich hab ihn blau gekennzeichnet, um seinen Weg zu verfolgen, und ja, das wird der erste Ast auf der linken Seite!
Nach der Erstgestaltung blieb der Baum zwei Jahre eingedrahtet, und wurde anschliessend jedes Jahr neu eingedrahtet und ausgerichtet.
Am Hauptast ließ ich die Nadeln frei wachsen, um ihn zu stärken, da er ja jetzt weniger Licht abbekam. 2008 bekam sie ihre erste Schale, die wie ich denke, gar nicht so schlecht passt.
Der Baum hat glaub ich eine Zukunft als Bonsai! Was meint ihr?
lg Stefan
heute möchte ich euch meine erste Schwarzkiefer vorstellen.
Zuerst einmal zum Baum, der wurde ca. 2000 in den Bergen gesammelt, und durfte fünf Jahre anwachsen, bevor er den Weg in meinen Garten fand.
Die Kiefer war uralt, was die rissige Borke verriet. Ich fand eine Schnittstelle von 2cm durchmesser, an der ich 80 Jahresringe zählte!
Bei der ersten Analyse hab ich festgestellt, das viele brauchbare Äste vorhanden sind, aber diese ja sehr alt und brüchig sind, und ich nicht wusste, ob ich sie in die Position bringen könnte. Das nächste was mir auffiel, wer ein sehr einseitiges Nebari, das es zu verbessern galt, indem ich den Baum ca. 45 Grad nach links kippte, um den dicken Wurzelansatz-knubbel unter der Erde zu verstecken. Dadurch ergab sich ein anders Problem, und zwar dass auf der gegenüberliegenden Seite ein Stammstück an die Oberfläche kahm, dass Jahre lang unter der Erde war, und dadurch keine Borke mehr hatte. Um dieses zu kaschieren hab ich einfach Rindenstückchen angeklebt, was ein wahnsinns Nebari ergab.
Um die alten Äste biegen zu können, hab ich den rat von Karl Thier befolgt, und alles sehr sehr fest mit Fahrradschlauch umwickelt, da der momentan höchste Ast nach ganz unten gebracht werden musste! Dieser entsprang sehr weit unten am Stamm, und wuchs Sichelförmig über den restlichen Baum hinweg, und bildete die Spitze. Ich hab ihn blau gekennzeichnet, um seinen Weg zu verfolgen, und ja, das wird der erste Ast auf der linken Seite!
Nach der Erstgestaltung blieb der Baum zwei Jahre eingedrahtet, und wurde anschliessend jedes Jahr neu eingedrahtet und ausgerichtet.
Am Hauptast ließ ich die Nadeln frei wachsen, um ihn zu stärken, da er ja jetzt weniger Licht abbekam. 2008 bekam sie ihre erste Schale, die wie ich denke, gar nicht so schlecht passt.
Der Baum hat glaub ich eine Zukunft als Bonsai! Was meint ihr?
lg Stefan
- Dateianhänge
-
- Der Rohling, der mit seiner Borke beeindruckte!
- beim Kauf 2005.jpg (69.78 KiB) 1166 mal betrachtet
-
- In meinem Garten, vorm Nadelschneiden
- im Rohzustand 2006.jpg (69.93 KiB) 1166 mal betrachtet
-
- nach dem Nadelschnitt.jpg (68.82 KiB) 1166 mal betrachtet
-
- andere Seite.jpg (69.85 KiB) 1166 mal betrachtet
-
- vor der Erstgestaltung
- zukünftige Vorderseite.jpg (69.7 KiB) 1166 mal betrachtet
-
- Erstgestaltung, Herbst 2006.jpg (68.09 KiB) 1166 mal betrachtet
-
- Herbst 2007.jpg (69.82 KiB) 1166 mal betrachtet
-
- Herbst 2008 mit erster Schale.jpg (69.47 KiB) 1166 mal betrachtet
-
- Herbst 2009.jpg (68.84 KiB) 1166 mal betrachtet
-
- Herbst 2010.jpg (69.33 KiB) 1166 mal betrachtet
Stillstand ist Rückschritt
Re: Eine alte Schwarzkiefer
Gratuliere Stefan, du hast was schönes draus gemacht.SteSt hat geschrieben:Der Baum hat glaub ich eine Zukunft als Bonsai! Was meint ihr?
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Re: Eine alte Schwarzkiefer
Servus Stefan,
würde ich lediglich die Bilder aus 2005 und 2006 kennen, hätte ich mir niemals vorstellen können, dass es einmal so ein wahnsinns Knüller wird
Hut ab für die tolle Arbeit
würde ich lediglich die Bilder aus 2005 und 2006 kennen, hätte ich mir niemals vorstellen können, dass es einmal so ein wahnsinns Knüller wird
Hut ab für die tolle Arbeit
Re: Eine alte Schwarzkiefer
Man Stefan... Das war deine Erste?! Echt klasse Teil...
Na los zeig schon die anderen her...
Gruß
Arkadius
Na los zeig schon die anderen her...
Gruß
Arkadius
グルッス
アルカディウス
アルカディウス
Re: Eine alte Schwarzkiefer
ich finde den baum auch gut gestaltet, lediglich der trick mit der rinde wirkt in diesem fall auf mich nicht glaubwürdig. vielleicht könnte man ihn durch einen stein ersetzen ?
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Re: Eine alte Schwarzkiefer
Hallo Stefan,
ich finde ehrlich gesagt auch, dass die angeklebte Rinde nicht passt. Ein passendes Totholzstück anfügen könnte auch eine gute Option sein. Das hattest Du doch in einem anderen Thread, bei einem anderen Baum so gelungen gezeigt.
Liebe Grüße,
Heike
ich finde ehrlich gesagt auch, dass die angeklebte Rinde nicht passt. Ein passendes Totholzstück anfügen könnte auch eine gute Option sein. Das hattest Du doch in einem anderen Thread, bei einem anderen Baum so gelungen gezeigt.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Eine alte Schwarzkiefer
hallo stefa,
beim drittletzten bild hatte ich das gefühl, der baum würde aus der schale kippen aber im letzten bild war ich dann völlig überzeugt. ganz anderer eindruck plötzlich. super entwicklung!
grüße fritze
beim drittletzten bild hatte ich das gefühl, der baum würde aus der schale kippen aber im letzten bild war ich dann völlig überzeugt. ganz anderer eindruck plötzlich. super entwicklung!
grüße fritze
liebe grüße
christian
christian
Re: Eine alte Schwarzkiefer
Hallo Bonsaigemeinde,
erstmal danke für eure Antworten!
Heike und achim, ihr werdet es mir kaum glauben, aber ich habe im Herbst nach einer anderen Option wegen des fehlerhaften Nebari gesucht, und dabei nach einigen Jahren einmal unter die Rindenteile geschaut! Und siehe da, es haben sich ein paar Wurzeln gebildet! Ich denke, das die aufgeklebten Rindenteile, die die Erde berührten, langsam zu verrotten begannen, und dadurch eine Wurzelbildung anregten!
Also nur noch ein paar Jährchen abwarten, und schon hat sich die Kiefer selbst "geheilt".
lg Stefan
erstmal danke für eure Antworten!
Heike und achim, ihr werdet es mir kaum glauben, aber ich habe im Herbst nach einer anderen Option wegen des fehlerhaften Nebari gesucht, und dabei nach einigen Jahren einmal unter die Rindenteile geschaut! Und siehe da, es haben sich ein paar Wurzeln gebildet! Ich denke, das die aufgeklebten Rindenteile, die die Erde berührten, langsam zu verrotten begannen, und dadurch eine Wurzelbildung anregten!
Also nur noch ein paar Jährchen abwarten, und schon hat sich die Kiefer selbst "geheilt".
lg Stefan
Stillstand ist Rückschritt
Re: Eine alte Schwarzkiefer
Hi Stefan,
das war dann ja so ein ähnlicher Effekt wie mit dem Fahrradschlauch. Durch diesen wurde ja auch bei den gezeigten Bäumen die Wurzelbildung angeregt, wobei dieses auf das Temperatur-Feuchte-Milieu zurück zuführen war...
Gruß
Arkadius
das war dann ja so ein ähnlicher Effekt wie mit dem Fahrradschlauch. Durch diesen wurde ja auch bei den gezeigten Bäumen die Wurzelbildung angeregt, wobei dieses auf das Temperatur-Feuchte-Milieu zurück zuführen war...
Gruß
Arkadius
グルッス
アルカディウス
アルカディウス
Re: Eine alte Schwarzkiefer
Das ist ja eine feine Sache! Ich freue mich schon auf Updates.
Liebe Grüße,
Heike
Liebe Grüße,
Heike


