Wacholder
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Eva Warthemann
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Wacholder
Hallo !
Mit diesem Wacholder komme ich nicht so richtig vorwärts. Er hat meiner Meinung nach zu viele Äste, die in unterschiedliche Richtungen gehen.
Ursprünglich waren noch die unteren Äste grün, aber nachdem der Austrieb immer spärlicher wurde, habe ich diese Äste entlaubt und entrindet.
Wie würdet Ihr ihn gestalten?
Liebe Grüße Eva Warthemann
Mit diesem Wacholder komme ich nicht so richtig vorwärts. Er hat meiner Meinung nach zu viele Äste, die in unterschiedliche Richtungen gehen.
Ursprünglich waren noch die unteren Äste grün, aber nachdem der Austrieb immer spärlicher wurde, habe ich diese Äste entlaubt und entrindet.
Wie würdet Ihr ihn gestalten?
Liebe Grüße Eva Warthemann
An Mitgift ist noch keiner gestorben
Re: Wacholder
Hallo Eva
Auf der Grundlage von nur einem Bild ist es natürlich sehr schwer.
Wenn man den Baum über den 2 Ästen am Stamm kappt wird das zu wenig Baum sein.
Ein Literat sehe ich, wenn dazu der Stamm mit einer Drehung GEGEN den Uhrzeigersinn nach oben gerichtet wird.
Eine andere Alternative könnte eine Kaskade sein,wenn der Stamm wieder GEGEN den Uhrzeigersinn stark nach unten gebogen wird
und zwar VOR das linke Totholz.Mit Raffia, Fahradschlauch und Spanndraht kein Problem.
mfg
Bodo.P.
Auf der Grundlage von nur einem Bild ist es natürlich sehr schwer.
Wenn man den Baum über den 2 Ästen am Stamm kappt wird das zu wenig Baum sein.
Ein Literat sehe ich, wenn dazu der Stamm mit einer Drehung GEGEN den Uhrzeigersinn nach oben gerichtet wird.
Eine andere Alternative könnte eine Kaskade sein,wenn der Stamm wieder GEGEN den Uhrzeigersinn stark nach unten gebogen wird
und zwar VOR das linke Totholz.Mit Raffia, Fahradschlauch und Spanndraht kein Problem.
mfg
Bodo.P.
Re: Wacholder
Hallo Eva,
ich würde dir folgendes empfehlen :
Im Moment einfach nicht an das vorhandene Laub denken. Das Laub lässt sich ändern/plazieren. Eventuell kann man auch Äste pfropfen wo welche benötigt werden. Wichtig sind im Moment: Wurzelnansatz/Nebari und Stammbewegung. Laub kommt erst später.
Also würde ich zuerst den Wurzelansatz/Nebari vorsichtig freilegen (bis du die Haupwurzeln erreichst, Faserwurzeln sind in diesem Bereich unwichtig, die werden einfach weggeschnitten).
Dann würde ich schauen, wie passen Nebari und untere Stammbewegung zusammen. Welche Vorderseiten sind möglich.
Um das Zusammenpassen von Nebari u. untere Stammbewegung zu bestimmen, kann/sollte man den Baum in alle Richtungen drehen, also dreidimensional (schräg, usw.).
Ein Teil des Stammes im mittleren Bereiches kann man auch noch biegen (ist ja ein Wachholder und der Stamm im mittleren Bereich scheint auf dem Bild noch nicht zu dick zu sein).
Um den Kronenaufbau würde ich mich noch nicht kümmern.
Also würde ich schauen, wie man den interessanten Knick (rechts auf deinem Bild) in eine Gestaltung integrieren könnte.
Bei der Überlegung zur Vorderseite würde ich auch gleich die Totholzbereiche mitintegrieren/einbeziehen (mit dem Hintergedanken: Jins kann man immer verkürzen u. anders gestalten, also wenn die Totholzbereiche derzeit noch recht dominant wirken, ist das im Moment nicht schlimm).
Am Ende der Überlegung Vorderseite-Nebari-UntereStammbewegung, auch noch einfach kontrollieren ob die Verjüngung auch passt (ist die Verjüngung schön von der gewählten Vorderseite).
Als nächster Schritt würde ich dann den Baum komplett ausputzen. Alles was nicht ins "Konzept" passt, einfach wegschneiden. Im Zweifelsfall den einen o. anderen Ast temporär belassen.
Der nächste Schritt wäre dann die Totholzgestaltung (die immer vor der Platzierung der Äste gemacht sein sollte - denn da machen viele Bonsaianer/innen einen grossen Fehler und drahten u. platzieren die Äste bevor sie sich ans Totholz ranmachen - genau umgekehrt ist es aber). Also Totholz gestalten.
Dann, als nächster Schritt, wird die Stammbewegung korrigiert (Raffia, Fahrradschlauch, dicker Draht, usw.). Gucken, dass man den Stamm in die gewünschte Biegung bekommt (also entsprechend mit dem Konzept den man sich vorhin überlegt hat).
Das wäre so ungefähr was ich dir empfehlen würde.
Manche machen gleich noch Drahten der einzelnen Äste und platzieren sie. Ich mach das meisten etwas später um den Baum nicht unnötig zu stressen. Und auch weil nach der Totholzgestaltung man meistens an der "lebenden Ader" des Stammes gearbeitet hat, und man also dem Baum seine Zeit lassen muss bis er uns zeigt welche Äste er behalten will. Erst später sieht man wo der Saftfluss am stärksten ist. Und man kann dann sagen: ok, Saftfluss ist am stärksten hier und da, also benutze ich die und die Äste für den Aufbau. Die Äste zu früh zu drahten u. platzieren wäre keine gute Idee.
Wenn du diese ersten Schritte jetzt machst, dann würde ich (wenn er gut drauf reagiert) ihn dann im Herbst in ein besseres Substrat umtopfen (aber dann oben nix machen, nur unten).
Viele Probleme (spärlicher Austrieb, usw.) kommen einfach von den Wurzeln...
Du kannst es auch umgekehrt machen : erst umtopfen, und später gestalten.
Mein Lehrer/Meister macht das umgekehrt. Er gestaltet nie einen Baum der nicht relativ lange (je nach Sorte u. Alter vom Baum natürlich) in gutes Substrat stand und wo also die Wurzeln extrem kräftig sind. Dann macht aber auch manchmal extreme Gestaltungen (wie "Kleiderwechsel" zum Beispiel, also komplettes Laub ersetzen). Aber da die Wurzeln extrem kräftig/gesund sind, macht der Baum das auch problemlos mit.
Es gibt, wie man sagt, viele Wege die nach Rom führen. Es kommt auch drauf an worin du dich am sichersten fühlst.
Viele Grüsse,
Thierry
ich würde dir folgendes empfehlen :
Im Moment einfach nicht an das vorhandene Laub denken. Das Laub lässt sich ändern/plazieren. Eventuell kann man auch Äste pfropfen wo welche benötigt werden. Wichtig sind im Moment: Wurzelnansatz/Nebari und Stammbewegung. Laub kommt erst später.
Also würde ich zuerst den Wurzelansatz/Nebari vorsichtig freilegen (bis du die Haupwurzeln erreichst, Faserwurzeln sind in diesem Bereich unwichtig, die werden einfach weggeschnitten).
Dann würde ich schauen, wie passen Nebari und untere Stammbewegung zusammen. Welche Vorderseiten sind möglich.
Um das Zusammenpassen von Nebari u. untere Stammbewegung zu bestimmen, kann/sollte man den Baum in alle Richtungen drehen, also dreidimensional (schräg, usw.).
Ein Teil des Stammes im mittleren Bereiches kann man auch noch biegen (ist ja ein Wachholder und der Stamm im mittleren Bereich scheint auf dem Bild noch nicht zu dick zu sein).
Um den Kronenaufbau würde ich mich noch nicht kümmern.
Also würde ich schauen, wie man den interessanten Knick (rechts auf deinem Bild) in eine Gestaltung integrieren könnte.
Bei der Überlegung zur Vorderseite würde ich auch gleich die Totholzbereiche mitintegrieren/einbeziehen (mit dem Hintergedanken: Jins kann man immer verkürzen u. anders gestalten, also wenn die Totholzbereiche derzeit noch recht dominant wirken, ist das im Moment nicht schlimm).
Am Ende der Überlegung Vorderseite-Nebari-UntereStammbewegung, auch noch einfach kontrollieren ob die Verjüngung auch passt (ist die Verjüngung schön von der gewählten Vorderseite).
Als nächster Schritt würde ich dann den Baum komplett ausputzen. Alles was nicht ins "Konzept" passt, einfach wegschneiden. Im Zweifelsfall den einen o. anderen Ast temporär belassen.
Der nächste Schritt wäre dann die Totholzgestaltung (die immer vor der Platzierung der Äste gemacht sein sollte - denn da machen viele Bonsaianer/innen einen grossen Fehler und drahten u. platzieren die Äste bevor sie sich ans Totholz ranmachen - genau umgekehrt ist es aber). Also Totholz gestalten.
Dann, als nächster Schritt, wird die Stammbewegung korrigiert (Raffia, Fahrradschlauch, dicker Draht, usw.). Gucken, dass man den Stamm in die gewünschte Biegung bekommt (also entsprechend mit dem Konzept den man sich vorhin überlegt hat).
Das wäre so ungefähr was ich dir empfehlen würde.
Manche machen gleich noch Drahten der einzelnen Äste und platzieren sie. Ich mach das meisten etwas später um den Baum nicht unnötig zu stressen. Und auch weil nach der Totholzgestaltung man meistens an der "lebenden Ader" des Stammes gearbeitet hat, und man also dem Baum seine Zeit lassen muss bis er uns zeigt welche Äste er behalten will. Erst später sieht man wo der Saftfluss am stärksten ist. Und man kann dann sagen: ok, Saftfluss ist am stärksten hier und da, also benutze ich die und die Äste für den Aufbau. Die Äste zu früh zu drahten u. platzieren wäre keine gute Idee.
Wenn du diese ersten Schritte jetzt machst, dann würde ich (wenn er gut drauf reagiert) ihn dann im Herbst in ein besseres Substrat umtopfen (aber dann oben nix machen, nur unten).
Viele Probleme (spärlicher Austrieb, usw.) kommen einfach von den Wurzeln...
Du kannst es auch umgekehrt machen : erst umtopfen, und später gestalten.
Mein Lehrer/Meister macht das umgekehrt. Er gestaltet nie einen Baum der nicht relativ lange (je nach Sorte u. Alter vom Baum natürlich) in gutes Substrat stand und wo also die Wurzeln extrem kräftig sind. Dann macht aber auch manchmal extreme Gestaltungen (wie "Kleiderwechsel" zum Beispiel, also komplettes Laub ersetzen). Aber da die Wurzeln extrem kräftig/gesund sind, macht der Baum das auch problemlos mit.
Es gibt, wie man sagt, viele Wege die nach Rom führen. Es kommt auch drauf an worin du dich am sichersten fühlst.
Viele Grüsse,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
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Eva Warthemann
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Re: Wacholder
Im Anhang neue Bilder von heute.
Ich kann schon verstehen, das von einer Seite her nicht viel zu sagen gibt.
Zum Wacholder kann ich folgendes erzählen: Er wurde vor 6 Jahren in meinem Ort im Herbst ausgegraben und kam zunächst mit noch sehr viel alter Erde in eine große Pflanzschale. Dort habe ich ihn zwei Jahre wachsen lassen.
2007 habe ich ihn mit nach Mockrehna zu Detlef Goroll genommen. Hans R. half mir bei ersten Gestaltungsarbeiten. Da wurde diese überhängende Form gewählt, er hatte aber zu diesem Zeitpunkt noch einen grünen Ast, der sich unter dem überhängenden Ast befand. Das sah ziemlich gut aus, jedoch der erhoffte Zuwachs an Grünmasse am unteren Ast blieb aus, er starb sogar ab.
So stehe ich nun vor diesem Problemkind und hadere mit mir, wie die zukünftige Baumform mal aussehen könnte.
Der Wacholder hat ein geschätztes Alter von 35-45 Jahren.
Im unteren Bereich ist er nicht mehr biegbar. Erst ab der Gablung der zwei mit Algen bewachsenen Jins wäre es möglich ihn zu biegen.
Der Wurzelansatz ist noch nicht völlig freigelegt, da befindet sich immer noch ein Teil alter Erde, die sich nur schwer entfernen lässt. Diese Wacholderart bildet sowieso kein besonders schönes Nebari aus. Das hatte ich an zwei anderen gleicher Art, die mir eingegangen sind, mal komplett freigelegt, und feststellen müssen.
So nun zu den Bildern.
Manche sind etwas dunkel, ich hoffe Ihr könnt dennoch alles sehen.
Liebe Grüße Eva Warthemann
Ich kann schon verstehen, das von einer Seite her nicht viel zu sagen gibt.
Zum Wacholder kann ich folgendes erzählen: Er wurde vor 6 Jahren in meinem Ort im Herbst ausgegraben und kam zunächst mit noch sehr viel alter Erde in eine große Pflanzschale. Dort habe ich ihn zwei Jahre wachsen lassen.
2007 habe ich ihn mit nach Mockrehna zu Detlef Goroll genommen. Hans R. half mir bei ersten Gestaltungsarbeiten. Da wurde diese überhängende Form gewählt, er hatte aber zu diesem Zeitpunkt noch einen grünen Ast, der sich unter dem überhängenden Ast befand. Das sah ziemlich gut aus, jedoch der erhoffte Zuwachs an Grünmasse am unteren Ast blieb aus, er starb sogar ab.
So stehe ich nun vor diesem Problemkind und hadere mit mir, wie die zukünftige Baumform mal aussehen könnte.
Der Wacholder hat ein geschätztes Alter von 35-45 Jahren.
Im unteren Bereich ist er nicht mehr biegbar. Erst ab der Gablung der zwei mit Algen bewachsenen Jins wäre es möglich ihn zu biegen.
Der Wurzelansatz ist noch nicht völlig freigelegt, da befindet sich immer noch ein Teil alter Erde, die sich nur schwer entfernen lässt. Diese Wacholderart bildet sowieso kein besonders schönes Nebari aus. Das hatte ich an zwei anderen gleicher Art, die mir eingegangen sind, mal komplett freigelegt, und feststellen müssen.
So nun zu den Bildern.
Manche sind etwas dunkel, ich hoffe Ihr könnt dennoch alles sehen.
Liebe Grüße Eva Warthemann
An Mitgift ist noch keiner gestorben
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jupp
Re: Wacholder
Liebe Eva
Damals in Mockrehna hatte ich schon geraten Dich für eine Stammline zu entscheiden und den Stamm aufzurichten, um einen Literaten drauß zu machen. Genau so wie Bodo sehe ich das auch noch heute.
Du glaubst garnicht was alles zu biegen ist.....
Von diesen Jins im unteren Bereich würde ich mich auch trennen oder stark einkürzen und das Totholz bearbeiten. Das Wichtigste ist aber den Baum in gutes Substrat zu stellen und dann 1 bis 2 Jahre richtig zu Kräften kommen lassen. Auch wenn da noch viel Lehmboden im Ballen ist, dann muss der eben gereinigt werden.
Damals in Mockrehna hatte ich schon geraten Dich für eine Stammline zu entscheiden und den Stamm aufzurichten, um einen Literaten drauß zu machen. Genau so wie Bodo sehe ich das auch noch heute.
Du glaubst garnicht was alles zu biegen ist.....
Von diesen Jins im unteren Bereich würde ich mich auch trennen oder stark einkürzen und das Totholz bearbeiten. Das Wichtigste ist aber den Baum in gutes Substrat zu stellen und dann 1 bis 2 Jahre richtig zu Kräften kommen lassen. Auch wenn da noch viel Lehmboden im Ballen ist, dann muss der eben gereinigt werden.
Re: Wacholder
Ich würde ihn aufrichten (daraus kann ein schöner Literat werden!) und eine Harmonie zwischen dem (mächtigen) unteren Jin an der Basis und der kleineren Jin in etwa mittlerer Höhe des Baumes zu schaffen (diese Harmonie wäre schön). Ich hab' jetzt eine genaue Vorstellung, wie er aussehen könnte. Ich versuche dir eine Zeichnung zu machen (du musst mir aber Zeit lassen...
denn ich zeichne nicht sehr schnell...).
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
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Re: Wacholder
Ohje ohje... man sieht, daß ich schon sehr lange nicht mehr gezeichnet habe...
Eva, ich hoffe, du bist geduldig...
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Viele Grüße,
Thierry
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Thierry
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Re: Wacholder
Hallo Eva,
es tut mir Leid, aber ich höre lieber auf, ich bin heute 'ne echte Niete im Zeichnen...
Das wäre die Richtung : Ich versuche heute Abend trotzdem noch ein paar Erklärungen zu schreiben, damit man die Gestaltungsidee besser versteht/nachvollziehen kann.
Liebe Grüße,
Thierry
es tut mir Leid, aber ich höre lieber auf, ich bin heute 'ne echte Niete im Zeichnen...
Das wäre die Richtung : Ich versuche heute Abend trotzdem noch ein paar Erklärungen zu schreiben, damit man die Gestaltungsidee besser versteht/nachvollziehen kann.
Liebe Grüße,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry
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- Klaudia u. Martin
- Beiträge: 446
- Registriert: 21.06.2007, 20:23
- Wohnort: Lemförde
Re: Wacholder
Hallo Eva
Ich persönlich würde auf das Totholz nicht verzichten; so was findet man nicht so oft!
Ich sehe in Deinem Baum eine tolle (...wie auch immer gestaltete) Kaskade!
ALLERDINGS müßte dann wahrscheinlich die komplette obere Krone fallen.......
In den nächsten 5 Jahren würde ICH den Baum dann nur pflegen und drehen!
Der "Wiederaufbau" und die Gesamtgestaltung bräuchten dann natürlich sehr lange!
ABER WAS IST SCHON ZEIT....
Anbei zwei Virtuals....ganz grob....
Nette Grüße
Martin
Ich persönlich würde auf das Totholz nicht verzichten; so was findet man nicht so oft!
Ich sehe in Deinem Baum eine tolle (...wie auch immer gestaltete) Kaskade!
ALLERDINGS müßte dann wahrscheinlich die komplette obere Krone fallen.......
In den nächsten 5 Jahren würde ICH den Baum dann nur pflegen und drehen!
Der "Wiederaufbau" und die Gesamtgestaltung bräuchten dann natürlich sehr lange!
ABER WAS IST SCHON ZEIT....
Anbei zwei Virtuals....ganz grob....
Nette Grüße
Martin
Re: Wacholder
Hallo Eva,
auf Kaskaden steh ich nicht so unbedingt, deshalb war mein erster Gedanke auch aufrichten.
Ich habe mal den Gedankengang von Bodo - also gegen den Uhrzeigersinn nach oben verdrehen - in eine ganz grobe Skizze umgesetzt. Dann würde der jetzige rechte und tiefste Ast zur Spitze und die jetzige Spitze wäre dann auf der rechten Seite über dem Totholz plaziert.
Auf weiter Gestaltung die nächsten zwei Jahre verzichten, nur gut füttern und sehen, wie er das annimmt.
Würde meinem Geschmack am besten entsprechen...
auf Kaskaden steh ich nicht so unbedingt, deshalb war mein erster Gedanke auch aufrichten.
Ich habe mal den Gedankengang von Bodo - also gegen den Uhrzeigersinn nach oben verdrehen - in eine ganz grobe Skizze umgesetzt. Dann würde der jetzige rechte und tiefste Ast zur Spitze und die jetzige Spitze wäre dann auf der rechten Seite über dem Totholz plaziert.
Auf weiter Gestaltung die nächsten zwei Jahre verzichten, nur gut füttern und sehen, wie er das annimmt.
Würde meinem Geschmack am besten entsprechen...
Tschüüss, Michael
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
Re: Wacholder
Guten Morgen Eva,
die versprochenen Erklärungen und eine zweite Idee :
Die Erklärungen :
Durch das Aufrichten des Stammes oberhalb des zweiten Jins auf der linken Seite, könnte man einen schönen Literaten daraus gestalten. Man könnte dann den ersten Ast rechts als Sashi-Eda anwenden ("dominante Ast"). Oberhalb könnte man die anderen vorhandene Äste (die sich derzeit weit rechts befinden) benutzen um eine Krone aufzubauen.
Da das untere Teil des Stammes wegen dem mächtigen Totholz auf der rechten Seite sehr dominant wirkt, könnte man versuchen, alle Totholzbereiche (die drei Jins oberhalb, also im mittleren Stammbereich, mit dem großen Jin unten) miteinander zu harmonieren. Die Harmonie wäre m.E. sehr schön.
Damit der Ansatz/Nebari stabil und ehrwürdig wirkt, könnte man den Pflanzwinkel leicht ändern (ugf. 15° im Uhrzeigersinn).
Die Bearbeitung des Totholzes im unteren Bereich würde auch den Gesamteindruck des Stammes verbessern : es würde das Gewicht dieses Jins reduzieren und würde besser harmonieren mit dem schmalen Stamm im oberen Bereich des Baumes.
Und zuletzt, für den Aufbau der Krone und des Apex, könnte man die vorhandenen Äste (die sich derzeit weit rechts befinden) so biegen, daß sie die "kurvige" Bewegung des Stammes bis in die Spitze weiterverfolgen, mit einem wichtigen Detail: der letzte Ast für die Spitze ginge dann nach links (nach rechts würde es den Baum zu unstabil wirken lassen).
Für die Schale könnte man in diesem Fall sowohl eine klassische rechteckige Schale anwenden (wie auf meiner Zeichnung), genauso wie eine schöne runde Schale. Der Baum ließe sowas zu (bei dieser Gestaltungsidee).
Mit dem Ältern des Baumes wird der obere (schmale) Bereich besser mit dem unteren harmonieren und dem Baum einen noblen Eindruck verleihen.
Ich hoffe, dir damit ein bisschen bei deinen Überlegungen zur Gestaltung geholfen zu haben.
Liebe Grüße,
Thierry
die versprochenen Erklärungen und eine zweite Idee :
Die Erklärungen :
Durch das Aufrichten des Stammes oberhalb des zweiten Jins auf der linken Seite, könnte man einen schönen Literaten daraus gestalten. Man könnte dann den ersten Ast rechts als Sashi-Eda anwenden ("dominante Ast"). Oberhalb könnte man die anderen vorhandene Äste (die sich derzeit weit rechts befinden) benutzen um eine Krone aufzubauen.
Da das untere Teil des Stammes wegen dem mächtigen Totholz auf der rechten Seite sehr dominant wirkt, könnte man versuchen, alle Totholzbereiche (die drei Jins oberhalb, also im mittleren Stammbereich, mit dem großen Jin unten) miteinander zu harmonieren. Die Harmonie wäre m.E. sehr schön.
Damit der Ansatz/Nebari stabil und ehrwürdig wirkt, könnte man den Pflanzwinkel leicht ändern (ugf. 15° im Uhrzeigersinn).
Die Bearbeitung des Totholzes im unteren Bereich würde auch den Gesamteindruck des Stammes verbessern : es würde das Gewicht dieses Jins reduzieren und würde besser harmonieren mit dem schmalen Stamm im oberen Bereich des Baumes.
Und zuletzt, für den Aufbau der Krone und des Apex, könnte man die vorhandenen Äste (die sich derzeit weit rechts befinden) so biegen, daß sie die "kurvige" Bewegung des Stammes bis in die Spitze weiterverfolgen, mit einem wichtigen Detail: der letzte Ast für die Spitze ginge dann nach links (nach rechts würde es den Baum zu unstabil wirken lassen).
Für die Schale könnte man in diesem Fall sowohl eine klassische rechteckige Schale anwenden (wie auf meiner Zeichnung), genauso wie eine schöne runde Schale. Der Baum ließe sowas zu (bei dieser Gestaltungsidee).
Mit dem Ältern des Baumes wird der obere (schmale) Bereich besser mit dem unteren harmonieren und dem Baum einen noblen Eindruck verleihen.
Ich hoffe, dir damit ein bisschen bei deinen Überlegungen zur Gestaltung geholfen zu haben.
Liebe Grüße,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Re: Wacholder
Diese Skizze gefällt mir sehr Thierry!
Hier wird meiner Meinung nach das Beste aus Evas Wacholder hervorgebracht.
Literat würde ich das so nicht mehr nennen, eher eine frei aufrechte Form. Und eine weicher geformte Schale würde ich zu so einem kurvigen Design wählen.
Ansonsten: Top!
Liebe Grüße,
Heike
Hier wird meiner Meinung nach das Beste aus Evas Wacholder hervorgebracht.
Literat würde ich das so nicht mehr nennen, eher eine frei aufrechte Form. Und eine weicher geformte Schale würde ich zu so einem kurvigen Design wählen.
Ansonsten: Top!
Liebe Grüße,
Heike
Re: Wacholder
Hallo Eva ,
ich würde mehr ins biegen gehen
und die gegebene Richtung mitziehen
um in der Gesamtspannung
weiter zu treiben .
Alles Gute !
Hans W.
ich würde mehr ins biegen gehen
und die gegebene Richtung mitziehen
um in der Gesamtspannung
weiter zu treiben .
Alles Gute !
Hans W.
- Dateianhänge
-
- A-1KIF_3420.JPG (24.42 KiB) 990 mal betrachtet
,,die Schönheit "eines Baumes einzufangen ,
fordert das Auge und die Geduld ,
alles liegt in der Wiege dieser Zeit ,
,,dem Weg das Ganze , der Einheit die Zeit"
fordert das Auge und die Geduld ,
alles liegt in der Wiege dieser Zeit ,
,,dem Weg das Ganze , der Einheit die Zeit"
Re: Wacholder
Danke Heike. :DHeike_vG hat geschrieben:Diese Skizze gefällt mir sehr Thierry!
Hier wird meiner Meinung nach das Beste aus Evas Wacholder hervorgebracht.
Literat würde ich das so nicht mehr nennen, eher eine frei aufrechte Form. Und eine weicher geformte Schale würde ich zu so einem kurvigen Design wählen.
Ansonsten: Top!![]()
Dann bin ich doch nicht so ganz aus der Übung, mit dem zeichnen...
Das freut mich!
Liebe Grüße,
Thierry
P.S.: Du hast recht, Literat kann man das nicht mehr nennen, ich hatte seit gestern nur noch dieses Wort im Kopf...
Viele Grüße,
Thierry
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Thierry
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Eva Warthemann
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Re: Wacholder
Wow, so viele Vorschläge.
Ich möchte mich bei allen Beteiligten erstmal recht herzlich bedanken.
Wenn ich erst jetzt antworte, dann bitte verzeiht mir . Es ging mir ein paar Tage nicht gut und ich lag flach. Aber ich habe mich wieder erholt und kann mich nun mit allen Vorschlägen auseinandersetzen.
Nachdem der erste Vorschlag von Bodo kam, versuchte ich diese Idee aufzugreifen und erstellte ebenfalls ein Virtual. Dazu nahm ich die ersten zwei Äste. Eigentlich kann man gar nicht Äste dazu sagen, eher Zweige. Das würde aber den Wacholder um mindestens 10 Jahre zurückwerfen.
Ich bin aber nicht mehr die Jüngste und ob ich in 10 Jahren noch Bonsai betreiben kann, sei dahin gestellt.
Deshalb würde ich gern mehr Laub belassen und damit arbeiten.
Hierzu Hänge ich mal dieses Virtual an.
Ich möchte mich bei allen Beteiligten erstmal recht herzlich bedanken.
Wenn ich erst jetzt antworte, dann bitte verzeiht mir . Es ging mir ein paar Tage nicht gut und ich lag flach. Aber ich habe mich wieder erholt und kann mich nun mit allen Vorschlägen auseinandersetzen.
Nachdem der erste Vorschlag von Bodo kam, versuchte ich diese Idee aufzugreifen und erstellte ebenfalls ein Virtual. Dazu nahm ich die ersten zwei Äste. Eigentlich kann man gar nicht Äste dazu sagen, eher Zweige. Das würde aber den Wacholder um mindestens 10 Jahre zurückwerfen.
Ich bin aber nicht mehr die Jüngste und ob ich in 10 Jahren noch Bonsai betreiben kann, sei dahin gestellt.
Deshalb würde ich gern mehr Laub belassen und damit arbeiten.
Hierzu Hänge ich mal dieses Virtual an.
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