Über Jahre verwahrloster Fächerahorn

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AlexDuerr
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Über Jahre verwahrloster Fächerahorn

Beitrag von AlexDuerr »

Hallo miteinanader,

Ich bräuchte Entscheidungshilfe bei einem Acer Palmatum, den ich 1994 im Bonsaizentrum Heidelberg kaufte.
Von ca. 2000-2008 wurde der Baum nur sporatisch geschnitten, durch fehlende Pflege verdickten sich die oberen Äste und der Stamm im Kronenebereich. Untere Äste starben z. T. ab und der ganze Baum wirkt einfach nicht mehr harmonisch.
Im letzten Jahr habe ich schon ein erstes mal zu dicke Äste im oberen Bereich entfernt. Zufrieden bin ich aber immer noch nicht. vor allem mit der Verdickung am oberen Stammende.
Ich denke, das er in 10 Jahren wohl immer noch ähnliche Mängel hat wie heute.
Meine Idee wäre jetzt, da er momentan die meisten Äste nur links hat eine Floßform aus ihm zu gestalten. Oder würde es sich lohnen mit der momentane Form weiterzuarbeiten?
Über Vorschläge würde ich mich sehr freuen.
viele Grüße
Alex
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so würde ich den Baum ins substrat legen
so würde ich den Baum ins substrat legen
Zuletzt geändert von AlexDuerr am 19.01.2011, 21:36, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße Alex
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Volker aus Graz
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Re: Über Jahre verwahrloster Fächerahorn

Beitrag von Volker aus Graz »

Hallo,
also eine Floßform würde ich (!) nicht machen, wäre m.M. zu Schade um den
an sich ganz guten Baum.
Allerdings hast Du recht, dass die Spitze durch den Knubbel nicht schön ist.
Ich würde entweder eine Bohrpfropfung versuchen, die geht bei A. p. ganz gut, oder
auf einen kleineren Ast weiter unten absetzten ( das sehe ich aber nicht so gut, ob sich da einer anbieten
würde).
Du könntest auch die Spitze wegschneiden und auf neuen Austrieb auf dem langen,
uninteressanten Teil hoffen.
Auf jeden Fall würde ich :!: die Spitze abschneiden.
liebe Grüsse!

Volker
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Heike_vG
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Re: Über Jahre verwahrloster Fächerahorn

Beitrag von Heike_vG »

Das sehe ich genauso wie Volker. Keine Floßform machen, dabei würde man ja den guten unteren Teil des Stammes vergeuden. Lieber den Spitzenknubbel wegscheiden. Auf dem letzten, liegenden Bild ist auch ein junges Ästchen zu sehen, das sich als neue Spitze eignen würde. :wink:

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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joseph
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Re: Über Jahre verwahrloster Fächerahorn

Beitrag von joseph »

So aus der ferne und vom PC aus würde ich das obere fette Teil komplett rausschneiden und mit den darunter liegenden zweigen versuchen eine neue Krone aufzubauen. Darunter den Knubbel würde ich wahrscheinlich auch mit einer Konkaven Schnitt etwas versuchen zu entschärfen. Hast du schon einmal solche Schnitte gesetzt? Den so ein Schnitt muss sitzen und man darf da nicht zu wenig schneiden da die Narbe am ende noch grösser sein kann wie es jetzt schon ist aber auch nicht zu viel den die darüber liegenden Äste möchten ja noch weiter leben :D . Ansonsten mal etwas aufräumen und die Äste schneiden da wird der was :wink: .
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MfG Joseph / Tilo
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SteSt
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Re: Über Jahre verwahrloster Fächerahorn

Beitrag von SteSt »

Hallo Leute,

ich würde ihn ein paarmal abmoosen, und einfach ein paar draus machen, denn viel Arbeit wird dir sowieso nicht erspart bleiben.


lg Stefan
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Thierry
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Re: Über Jahre verwahrloster Fächerahorn

Beitrag von Thierry »

SteSt hat geschrieben:ich würde ihn ein paarmal abmoosen, und einfach ein paar draus machen, denn viel Arbeit wird dir sowieso nicht erspart bleiben.
Das, finde ich, ist eine sehr gute Idee! Man könnte daraus mehrere Shohin machen (abmoosen bei Palmatums ist auch relativ einfach). Sehr gute Idee, Stefan. *daumen_new*
Viele Grüße,
Thierry

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Bodo.P.
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Re: Über Jahre verwahrloster Fächerahorn

Beitrag von Bodo.P. »

Hallo Name ?

Ich würde eine Bohrpfropfung vorziehen.
Triebe lang wachsen lassen. Eventuell den 3.Ast links auf deinem ersten Bild als neue Spitze nehmen.
Alle anderen Äste sauber abschneiden und die Bohrpfropfung an den gewünschten Stellen machen.
Also bis auf den einen Spitzenast alles neu aufbauen.

mfg
Bodo.P.
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fritze
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Re: Über Jahre verwahrloster Fächerahorn

Beitrag von fritze »

hab ich mir so ähnlich gedacht mit der spitze. man könnte doch nur den oberen teil abmoosen, den unteren teil etwas kippen und aus dem linken diagonalen eine neue spitze aufbauen. die dicke wurzel auf der linken seite würde dazu gut passen, oder? das ganze sähe meiner meinug nach auch elegant aus. wenn es denn zu machen ist.
grüße fritze

ist wieder schlecht gezeichnet. aber ich hoffe, man sieht, was ich meine.
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liebe grüße
christian
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bonsaiheiner
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Re: Über Jahre verwahrloster Fächerahorn

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo bonsaigreen,

Deinen Ahorn habe ich mir eine Weile lang angeschaut und mit Hilfe eines Meterzollstocks die Maße verglichen.
Da ich kein Virtual und auch nicht irgendwelche Linien in vorhandene Fotos einzeichnen kann, muß ich versuchen, meine Vorschläge zu beschreiben:

Wenn das jetzt vorhandene Nebari nicht wirklich hervorragend ist, würde ich den Stamm unterhalb der jetzt vorhandenen Stammverdickungen im oberen Teil schräg abmoosen. Diese Stammverdickungen sind Folge von abgeschnittenen Ästen. Rechts ist sie überwallt, links noch nicht ganz (daher für einen Abmoosversuch an der Stelle evtl. noch etwas früh). Die Abmooslinie würde damit tiefer liegen als Stefans untere rote Markierung und sie wäre auch schräger. Sie soll die Verdickungen im Stamm ausnutzen und die spätere Stammbasis andeuten. Der spätere Stamm würde eine ungefähre Länge von 7-8 cm bekommen, das wäre doch schon was!
Wie der spätere Aufbau weiter gehen soll, ist Zukunftsmusik. Ich würde ebenfalls den 2. Ast links wegnehmen und mit der Spitze auf dem letzten Foto weiter planen, wie fritze (Christian) es vorschlägt

Fazit:
Von dem jetzt vorhandenen Material bleibt nicht viel übrig. Ob die oberen Partien sich wirklich gut für weitere Abmoosungen eignen? M.E. eher nicht.

Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
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AlexDuerr
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Re: Über Jahre verwahrloster Fächerahorn

Beitrag von AlexDuerr »

Erst mal Danke an alle für die Bemühungen,

da ist es wohl doch so, dass ich mich zu sehr auf einen Geistesblitz mit meiner Floßform versteifte. Das einzige was mich wohl von der sofortigen Ausführung, schon im letzten Jahr abhielt, war die Tatsache, dass es sich hier um meinen letzten Baum aus der Anfangszeit handelt. So werde ich wohl auf viele eurer Vorschlägen eingehen (müssen) :wink: um in einigen Jahren wieder einen glaubhaften Baum vor mir stehen zu haben.
Ich werde auf jeden Fall die Verdickung in der Spitzte entfernen, vielleicht sogar abmoosen.
An Bohraplaktionen werde ich mich wohl auch mal versuchen müssen, falls von alleine nicht irgendwo noch was kommt.
Was ich wohl auf jeden Fall auch noch machen muss, ist, wie Heiner es vorschlägt, eine komplette Abmoosung um einen neuen schöneren Wurzelansatz zu bilden, und so auch den Stamm ein wenig zu kürzen.
Kann man denn gleichzeitig an mehreren Stellen eines Stammes übereinander abmoosen?
Und kennt jemand einen Thread im Forum mit einem Bild eines richtigen Konkavschnittes? Ich konnte da bisher leider nichts finden.
So werden wohl viele eurer Ideen in meinen "Methusalembaum" mit einfliesen um den Burschen ein neues Gesicht zu geben.
vielen Dank nochmal an alle.
Alex
Viele Grüße Alex
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