Acer campaestre wie geht es weiter?

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gbi
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Acer campaestre wie geht es weiter?

Beitrag von gbi »

und nochmal Hallo,

zu dem abgebildeten Feldahorn würde ich gerne Eure Ansicht hören und wissen wie ihr mit dem langen Seitenast umgehen würdet.
Dieser Ast hat nahezu keine Verjüngung. Ich stelle daher gerade Überlegungen an den Asz radikal zurückzunehmen sprich eventuell komplett abschneiden oder aber, alternativ den Pflanzwinkel des Ahorn beim umtopfen (bei mir muß das dann "umkisten" heißen) so zu verändern das ich den lange Seitenast als Stammverlängerung nutze. Dem scheinen mir jedoch die Stelzenwurzeln entgegenzustehen (rein "Winkeltechnisch")

Was meint ihr welchen Weg sollte ich einschlagen.

Gruß
Gerhard
Acer camp I.JPG
Acer camp II.JPG
Acer camp III.JPG
Acer camp IV.JPG
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Barbara
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Re: Acer campaestre wie geht es weiter?

Beitrag von Barbara »

Hallo Gerhard,

ich würde Bild A als Vorderseite nehmen, den dicken Ast ganz abschneiden und nur mit dem linken weiterarbeiten. So hast Du eine schöne Bewegung und zugleich auch eine gute Verjüngung. Wenn Du die Stelzwurzeln abschneidest, sieht auch das Nebari noch ganz brauchbar aus.

Liebe Grüße,
Barbara
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gbi
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Re: Acer campaestre wie geht es weiter?

Beitrag von gbi »

Danke Barbara,

so habe ich das noch nicht gesehen. Mir fehlt wohl auch noch das virtuelle Auge.
Kannst du vielleicht Deinen Vorschlag noch etwas konkretisieren?
Würdest Du besagten Ast direkt am Stamm entfernen oder eher die zwei (oder einen von Beiden) Seitenäste die an dem langen Ast nahe am Stamm entspringen behalten?

Viele Grüße
Gerhard
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camaju +
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Re: Acer campaestre wie geht es weiter?

Beitrag von camaju + »

das würde ungefähr so aussehen
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Gruß Jürgen *wink*

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gbi
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Re: Acer campaestre wie geht es weiter?

Beitrag von gbi »

...oh, Klasse camaju :)
Das hilft mir sehr dabei mein fehlendes virtuelles auge zu ersetzen.

Liebe Grüße
Gerhard
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SteSt
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Re: Acer campaestre wie geht es weiter?

Beitrag von SteSt »

Servus Gerhard,

meine ersten Schnitte am Baum würden ca. so ausfallen.

lg Stefan
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migo
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Re: Acer campaestre wie geht es weiter?

Beitrag von migo »

Nach dem Motto: "Abschneiden kann ich immer noch", mal eine ander Perspektive von Stefans Idee.
Von den Astenden habe ich die Quirle entfernt, die bei Feldahorn schnell zu unschönen Verdickungen führen.
Die Schnittstellen werden beim Feldahorn recht schnell überwallen, da ist er hart im nehmen. 8)
Die freischwebenden Wurzeln beim nächsten Umtopfen abnehmen.
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Acer%20camp%20Iabc.jpg
Tschüüss, Michael

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Barbara
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Re: Acer campaestre wie geht es weiter?

Beitrag von Barbara »

So wie Jürgen es virtuell zeigt, hatte ich es mir ungefähr vorgestellt.Ich würde vielleicht die Spitze noch tiefer absetzen. Durch Drahten kann man die Astverteilung verbessern. Es werden sich aber sicher auch noch neue Triebe am Stamm bilden.

Den Vorschlag von Stefan -also C als Vorderseite- hatte ich auch erst in Erwägung gezogen. Wenn man sich jedoch die Seitenbilder anschaut, sieht man, dass der Ast, der als Stammverlängerung fungiert, extrem stark nach vorne zeigt, während der Stamm selbst nach hinten weggeht. Wenn der besagte Ast jedoch noch biegbar ist, sprich, sich mehr aufrichten lässt, wäre C auch eine gute Möglichkeit. Allerdings würde ich schauen, von welcher Seite der Wurzelansatz besser aussieht. Das lässt sich auf den Bildern nicht so gut erkennen.

Liebe Grüße,
Barbara
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jupp

Re: Acer campaestre wie geht es weiter?

Beitrag von jupp »

Für mich ist Jürgens Virtual nach Barbaras Vorschlag ok :wink: . Der Knoten mit den vielen Spitzenästen sollte noch aufgelöst werden, damit nur eine Spitze da ist. Der Baum ist noch jung und ein Ast/Kronenaufbau wird bei guter "Fütterung" kein Problem sein.
Lieber einmal konsequent geschnitten, als immer wieder kleine Verbesserungen. Wie schon geschrieben, der A.campestre überwallt so ne Wunde recht schnell.
Zuletzt geändert von jupp am 13.02.2011, 12:26, insgesamt 1-mal geändert.
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camaju +
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Re: Acer campaestre wie geht es weiter?

Beitrag von camaju + »

ich hab doch nur ungefähr versucht umzusetzen, was barbara vorgeschlagen hat. in die richtung hab ich auch gedacht

Wenn man sich jedoch die Seitenbilder anschaut, sieht man, dass der Ast, der als Stammverlängerung fungiert, extrem stark nach vorne zeigt, während der Stamm selbst nach hinten weggeht.
Gruß Jürgen *wink*

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gbi
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Re: Acer campaestre wie geht es weiter?

Beitrag von gbi »

....so die Würfel sind gefallen.
Danke nochmal an alle.

Dank Jürgens "virtuellem" Bild zu Barbara´s Vorschlag brauch ich ja jetzt kein Bild mehr einzustellen.
Ich habe Barbara´s Vorschlag gerade 1zu 1 umgesetzt und jetzt sieht der Feldahorn eben so aus wie Jürgen das vorweggenommen hat.
Letzlich hat mir Dein Kommentar, Jupp,den letzten Kick gegeben. Die Sache mit der Konsequenz fällt schon schwer auch wenn es einleuchtet.
Ich habe dann auch die Spitze "vereinzelt" d.h. mich von dem Astwirrwarr an der spitze des verbleiben astes verabschiedet.
Die hoch ansetztende Stelzwurzel habe ich auch gleich geschnitten. Einfach nur abgeschnitten steckt noch im Substrat.
Ich denke das schadet nich da der Baum sehr gut eingewurzelt ist. Mit dem umtopfen in Kürze werde ich die Reste der Wurzel rauspuhlen.

Ich werde es jetzt wie Jupp beschreibt halten und gut füttern. Zu gegebener Zeit zeige ich dann mal wie sich der Baum entwickelt hat.

Nochmal Danke euch allen

Gerhard
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