es gibt schon seltsame Wesen auf der Welt.
Mein Nachbar hat vergangene Woche (Mittwoch) seinen Rasen gesprengt und dabei auch meine Bonsais mitgewässert. Daß er das Abends gemacht hat und am nächsten Morgen die Bäume in direkter Grundstücksgrenze dank Nachtfrost Eisbedeckt und eingeforen waren, hat dazu geführt daß zumindest diverse Acer palmatums nun Frostschäden haben, derer 7 Stück. Da schleppt man die 3 Nächte vorher die Bäume jeden Abend in die Hütte, weil -3 Grad angesagt sind, entschliesst sich bei um/bei 0 Grad in besagter Nacht bewusst die Bäume draussen zu lassen und dann das. Ich wollte extra morgens giessen, damit die Bäume nicht nachts im nassen und der Kälte stehen. Man weiß ja nie. Das die Bäume das eigentlich abkönnen, auch die japanischen Ahörner, ist klar. Denn diverse andere jap. Ahörner die einen Schritt weiter entfernt von der Grunstücksgrenze waren haben alles prima überstanden.
Wer giesst denn seinen Rasen wenn Nachtfrost angesagt ist ? Ich verstehe es nicht. Sämtliche sachlichen und unsachlichen Argumente sind nun mit der angrenzenden Belegschaft ausgetauscht, aber vor allem ausgeschöpft. "Nicht unsere Schuld, wenn dann nur zum Teil. Für das Wetter können wir nichts ... Wenn es nachts geregnet hätte hättest du dich bei Petrus beschweren können ... Da warst du wohl nicht aufmerksam genug ... Dann gehört doch eigentlich ein Dach über die Pflanzen ... Unsere Pflanzen haben auch Frostschäden usw. usw." Unbelievable. Neben einem ideellem Wert (habe 2 Bäume davon schon 12 Jahre) steht natürlich auch ein finanzieller Wert im Raum. Da kommt kein Vorschlag zur Schadensregulierung, auch auf Nachforderung nicht.
Soviel zur Vorgeschichte. Blick nach vorne. Es scheint nun so zu sein, daß die Bäume nur an den Blättern Schäden haben, denn Teile der Bäume sind noch OK. Die Triebe mit den kaputten Blättern haben auch noch Saft.
Zumindest Drei sind umgetopft worden und ich habe nun ein wenig Sorge daß aufgrund der angefroreren Schalen/Erdballen auch die Wurzeln Schaden genommen haben. Würde man das später erst erkennen, vermutlich oder ?
Ich habe die Bäume nun von den kaputten Blättern befreit, sieht tlw. sehr spiddelig aus. Nun habe ich zwei Fragen zum weiteren Rückschnitt. Die Triebe hatten zum Teil 3-4 Blattpaare, nun sind aber einige Triebe komplett ohne Blätter. Ist es jetzt schlau die Triebe auf 1-2 Augen zurückzunehmen oder sollte ich erstmal abwarten? Ausserdem denke ich darüber nach, den Rest der Blätter in den kommenden 2 Wochen auch noch abzunehmen, sozusagen ein erzwungener Blattschnitt. Ich mache denke daß die Ahörner sonst nicht richtig austreiben wenn der Baum noch halb im Blattbestand ist. Ist der Blattschnitt jetzt schlau bzw. sinnvoll wg. zusätzlichem "Stress zum Nachtfrost-Gartensprenger-Terror", zumal drei der Bäume vor 2 Monaten gerade umgetopft worden. Eigentlich topfe ich entweder um oder ich mache in dem Jahr einen Blattschnitt, wenn überhaupt. Mit beidem habe ich keinen Erfahrung.
Für ein paar hilfreiche Infos und nette Worte würde ich mich freuen.
Anbei ein paar Fotos und vielen dank schon mal.
Gruß aus Hamburger Raum
menfisz


