SOS beim Wacholder
SOS beim Wacholder
Hallo Liebe Bonsaifreunde,
dieses Jahr scheint mir das Glück mit Pflanzen nicht sehr hold zu sein.
Ich durfte mitte März einen Wacholder bergen. Er stand in recht dichter Erde und der Wurzelballen war nicht all zu groß, aber trotzdem recht kompakt. Da er über Jahre im Formschnitt gehalten wurde habe ich ca. die Hälfte der äußeren Blattmasse entfernt um Licht ins kahle Innere zu lassen. Ich habe ihn in eine große Mörtelthese gesetzt, das Substrat aber warscheinlich nicht durchlässig genung gewählt. Jedenfalls stand er ne ganze Weile scheinbar recht feucht und der Neuaustrieb hat auch gestoppt. Ich habe ihn 1-2 mal die Woche mit Waldleben und Orus eingesprüht, aber langsam macht es mir den Anschein das ich etwas unternehmen muß.
Ist es ratsam in Not-umzutopfen? Kleineres Gefäß und grobes Substrat?
Da es mein erster Wacholder ist bin ich über Ratschläge was Wacholder eventuell wieder aufpäppelt sehr dankbar...
dieses Jahr scheint mir das Glück mit Pflanzen nicht sehr hold zu sein.
Ich durfte mitte März einen Wacholder bergen. Er stand in recht dichter Erde und der Wurzelballen war nicht all zu groß, aber trotzdem recht kompakt. Da er über Jahre im Formschnitt gehalten wurde habe ich ca. die Hälfte der äußeren Blattmasse entfernt um Licht ins kahle Innere zu lassen. Ich habe ihn in eine große Mörtelthese gesetzt, das Substrat aber warscheinlich nicht durchlässig genung gewählt. Jedenfalls stand er ne ganze Weile scheinbar recht feucht und der Neuaustrieb hat auch gestoppt. Ich habe ihn 1-2 mal die Woche mit Waldleben und Orus eingesprüht, aber langsam macht es mir den Anschein das ich etwas unternehmen muß.
Ist es ratsam in Not-umzutopfen? Kleineres Gefäß und grobes Substrat?
Da es mein erster Wacholder ist bin ich über Ratschläge was Wacholder eventuell wieder aufpäppelt sehr dankbar...
Re: SOS beim Wacholder
Hier noch 2 Bilder von Anfang der Woche. Man sieht das, meiner Meinung nach, zu feine feuchte Substrat und nochmal die Ansicht im Ganzen
Re: SOS beim Wacholder
Hallo Bertram
Das Substrat sieht erst mal gut aus.
Die Frage ist ,was hast du mit dem Wurzelballen gemacht,wieviel Wurzeln sind beim ausgraben entfernt worden.
Pflanzgefäß nicht größer als der Ballen.
Die Wurzeln werden über das Laub versorgt deshalb entferne ich bei frisch ausgegrabenen immergrünen Bäumen wenig bis gar kein Grün.
Giessen wenn das Substrat abtrocknet, so oft als möglich das Grün übersprühen.
mfg
Bodo.P.
Das Substrat sieht erst mal gut aus.
Die Frage ist ,was hast du mit dem Wurzelballen gemacht,wieviel Wurzeln sind beim ausgraben entfernt worden.
Pflanzgefäß nicht größer als der Ballen.
Die Wurzeln werden über das Laub versorgt deshalb entferne ich bei frisch ausgegrabenen immergrünen Bäumen wenig bis gar kein Grün.
Giessen wenn das Substrat abtrocknet, so oft als möglich das Grün übersprühen.
mfg
Bodo.P.
Re: SOS beim Wacholder
Hallo Bodo,
Danke für die schnelle Antwort. Den Wurzelballen habe ich nur leicht mit der Wurzelkralle aufgelockert und versucht abgestorbene Wurzeln zu entfernen. Das Problem ist, denke ich, das der Ballen nur etwa 1 Fünftel des Gefäßes ausfüllt und das Substrat deshalb nicht richtig abtrocknen kann. Ich hatte die Blattmasse entfernt da ich dachte, das der kleine Wurzelballen nicht so viel Grün versorgen kann.
Was denkst du? Notumtopfen in ein kleineres Gefäß? Eventuell in einen Teichpflanzkorb?
Besprüht wird er 2 - 3 mal die Woche mit Waldleben und Orus um zu versuchen ihm oberirdisch Nahrung zu geben
Danke für die schnelle Antwort. Den Wurzelballen habe ich nur leicht mit der Wurzelkralle aufgelockert und versucht abgestorbene Wurzeln zu entfernen. Das Problem ist, denke ich, das der Ballen nur etwa 1 Fünftel des Gefäßes ausfüllt und das Substrat deshalb nicht richtig abtrocknen kann. Ich hatte die Blattmasse entfernt da ich dachte, das der kleine Wurzelballen nicht so viel Grün versorgen kann.
Was denkst du? Notumtopfen in ein kleineres Gefäß? Eventuell in einen Teichpflanzkorb?
Besprüht wird er 2 - 3 mal die Woche mit Waldleben und Orus um zu versuchen ihm oberirdisch Nahrung zu geben
Re: SOS beim Wacholder
Teichpflanzkorb kann, muss aber nicht unbedingt. Das Wichtigste hast du bereits schon gesagt. Wacholder nehmen in dieser Phase fast all ihre Feuichtigkeit und Nahrung über die Blätter auf, daher ist es ungeheuer wichtig in so oft wie möglich feucht zu halten über das Laub und vielleicht auch Blattdüngung zu veranlassen. Ich mache dies mit Pferdemistsud vermischt mit Brennesselnjauche. Das hat offensichtlich diejenigen Nährstoff und stabilisierungsanteile, die dem Baum helfen ... viel Sprühen !!!Bertram hat geschrieben:Besprüht wird er 2 - 3 mal die Woche mit Waldleben und Orus um zu versuchen ihm oberirdisch Nahrung zu geben
saluidos
avicenna
Re: SOS beim Wacholder
Moin
Wenn du den Baum statt 2-3mal die Woche jeden Tag 2-3 mal übersprühst ist das die beste Medizin für ihn.
Waldleben und Orus ist ja ganz schön und gut, aber beides ist kein Dünger und in dieser Anwendungshäufigkeit auch nicht erforderlich. Aus Sorge um einen Baum ist auch schnell einmal zuviel des Guten getan.
Solange de Baum nicht wirklich etabliert ist wie oben geschrieben die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Nadelbereich das oberste Gebot.
Wenn du unbedingt düngen willst, dann nur mit sehr sehr stark verdünnter Lösung bis erste Wachstumszeichen am Baum zu sehen sind.
Wenn du den Baum statt 2-3mal die Woche jeden Tag 2-3 mal übersprühst ist das die beste Medizin für ihn.
Waldleben und Orus ist ja ganz schön und gut, aber beides ist kein Dünger und in dieser Anwendungshäufigkeit auch nicht erforderlich. Aus Sorge um einen Baum ist auch schnell einmal zuviel des Guten getan.
Solange de Baum nicht wirklich etabliert ist wie oben geschrieben die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Nadelbereich das oberste Gebot.
Wenn du unbedingt düngen willst, dann nur mit sehr sehr stark verdünnter Lösung bis erste Wachstumszeichen am Baum zu sehen sind.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Re: SOS beim Wacholder
Hallo Bertram
2-3 mal pro Woche ist genau so gut wie garnicht, wie Norbert ja schon bemerkt hat.
Wenn der Baum grün war und nur so einen kleinen Wurzelballen hatte, bedeutet das doch, daß der Wurzelballen das Grün versorgen konnte.
mfg
Bodo.P.
2-3 mal pro Woche ist genau so gut wie garnicht, wie Norbert ja schon bemerkt hat.
Wenn der Baum grün war und nur so einen kleinen Wurzelballen hatte, bedeutet das doch, daß der Wurzelballen das Grün versorgen konnte.
mfg
Bodo.P.
Re: SOS beim Wacholder
Da werde ich morgen wenn ich zuhause bin in ein kleineres Gefäß umtopfen und etwas durchlässigeres Substrat wählen um der übermäßigen Feuchtig entgegen zu wirken sowie halbschattig aufstellen. Da wird sich zeigen wie es um die Wurzeln bestellt ist. Das mit der reduzierten Blattmasse war ein Schritt zu viel auf einmal, wohl ein klassischer Anfängerfehler. Ich würde sehr gern mehrmals am Tag besprühen, unser Garten ist aber etwa ne halbe Stunde von der Wohnung entfernt und ich bin beruflich viel unterwegs, von daher leider nicht möglich. Ich kann aber schauen das ich in der Früh vor der Arbeit hinfahren kann.
Sollte dann trotzdem Gedüngt werden? Ich war der Meihnung das bei gestressten Pflanzen Dünger eher nicht gut wäre. Ich nutze bei meinen Pflanzen Saidung Ultra.
Sollte dann trotzdem Gedüngt werden? Ich war der Meihnung das bei gestressten Pflanzen Dünger eher nicht gut wäre. Ich nutze bei meinen Pflanzen Saidung Ultra.
Re: SOS beim Wacholder
Wieso noch einmal Umtopfstress für den Baum???????
Das Substrat sieht doch nicht schlecht aus, du hast sicher zuviel des Guten mit dem Waldleben und den Orus getan.
Lass dem Baum seine Ruhe und besprühe ihn halt so oft du nur kannst, stelle, wenn du noch mehr machen willst ,Wasserschalen um den Topf um ein sehr feuchtes Mikroklima zu schaffen. Mehr ist m.M. nach nicht notwendig.
Das Substrat sieht doch nicht schlecht aus, du hast sicher zuviel des Guten mit dem Waldleben und den Orus getan.
Lass dem Baum seine Ruhe und besprühe ihn halt so oft du nur kannst, stelle, wenn du noch mehr machen willst ,Wasserschalen um den Topf um ein sehr feuchtes Mikroklima zu schaffen. Mehr ist m.M. nach nicht notwendig.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Re: SOS beim Wacholder
Ich habe anfang der Woche bei dem Wacholder eine Notumtopfung durchgeführt. Ich hatte, nachdem das Substrat nicht antrocknen wollte etwas die Wurzeln freigelegt und dann entschieden Ihn sofort in sehr grobes Substrat ( Lava, Blähschiefer und Splitt ) in einen Teichpflanzkorb umzusetzen.
Das Wurzelwerk ist in einem jämmerlichen Zustand, sehr viele tote Wurzeln, nur ein paar vereinzelte frische Haarwurzeln in Stammnähe...
Er hat einen Platz bekommen wo nur die Morgensonne hinscheint und Tagsüber etwas Sonne durch die Bäume fällt.
Nun fahre ich jeden Morgen hin und besprühe ihn mit Wasser in der Hoffnung das er noch zu retten ist.
Das Wurzelwerk ist in einem jämmerlichen Zustand, sehr viele tote Wurzeln, nur ein paar vereinzelte frische Haarwurzeln in Stammnähe...
Er hat einen Platz bekommen wo nur die Morgensonne hinscheint und Tagsüber etwas Sonne durch die Bäume fällt.
Nun fahre ich jeden Morgen hin und besprühe ihn mit Wasser in der Hoffnung das er noch zu retten ist.
Re: SOS beim Wacholder
Moin
Der gezeigte Wurzelballen sieht aber gar nicht danach aus, als wäre er unbeschnitten umgetopft worden.
Der gezeigte Wurzelballen sieht aber gar nicht danach aus, als wäre er unbeschnitten umgetopft worden.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Re: SOS beim Wacholder
Die vereinzelten dickeren Wurzeln sind schon beim Ausgraben enfernt worden. Sie waren sehr lang und an Ihnen nur wenige feine Wurzeln vorhanden. Die 2 Stümpfe die in Stammrichtung zeigen waren offenbar abgeschnittene Äste. Ich habe nun bei der Nottopfung noch ein paar wenige abgestorbene Wurzeln entfernt und hinterher die Fotos gemacht. Jedenfalls war beim Ausgraben der Ballen schon von sich aus recht Kompakt, bloß halt in besserem Zustand
Re: SOS beim Wacholder
Mich würde interessieren: Sind in dem Mörtelkübel irgendwelche Abzugslöcher oder Risse, so dass das Wasser ablaufen kann oder hat sich Gieß- und Regenwasser im Kübel gesammelt? Wie hat die Wurzel denn gerochen?
Gruß
Norbert
Gruß
Norbert
Viele Grüße
Norbert
Arbeitskreis Bonsaifreunde Ostalb
Norbert
Arbeitskreis Bonsaifreunde Ostalb
Re: SOS beim Wacholder
Ja der Mörtelkübel hatte Löcher, von Anfang an ca. 10 Stück an der Unterseite mit je 1cm Durchmesser. Zusätzlich hatte ich vor ca. 1 Monat noch welche hinzugefügt und auch an der Seitenwand im unteren Drittel des Kübels rundherum 20 - 30 Löcher gebohrt. In dem Kübel war auch im unteren Drittel eine Drainageschicht aus sehr groben Kies (Korngröße 10 - 15 mm)
erst danach fing das Substrat an in dem der Wacholder stand.
Da er aber noch mit viel alter lehmiger Erde vom Ausgrabungsort eingetopft habe und das Substrat auch einen größern Torfanteil hat sich im Substrat offenbar Staunäße gebildet und hat sich oberhalb der Drainageschicht gehalten.
Nun ja, wir werden sehen ob der arg geschädigte Ballen sich wieder aufrappeln kann.
Der Baum steht jedenfalls im Halb/Vollschatten und wird täglich einmal morgens mit Wasser übersprüht, auch die Wiese um den Baum wird gegossen um die Feuchtigkeit zu erhöhen.
erst danach fing das Substrat an in dem der Wacholder stand.
Da er aber noch mit viel alter lehmiger Erde vom Ausgrabungsort eingetopft habe und das Substrat auch einen größern Torfanteil hat sich im Substrat offenbar Staunäße gebildet und hat sich oberhalb der Drainageschicht gehalten.
Nun ja, wir werden sehen ob der arg geschädigte Ballen sich wieder aufrappeln kann.
Der Baum steht jedenfalls im Halb/Vollschatten und wird täglich einmal morgens mit Wasser übersprüht, auch die Wiese um den Baum wird gegossen um die Feuchtigkeit zu erhöhen.
Re: SOS beim Wacholder
Hallo Bertram,
ehrlich gesagt, sehe ich schwarz für deinen Juniperus.
Also :
Versuche die Bonsaiprofis aus deiner Gegend anzusprechen und zu fragen, ob sie deinen Baum zum "aufpäppeln" in ihr Gewächshaus aufnehmen könnten.
Sowas akzeptieren die meisten Profis (Kundenbäume einen Zeit lang in ihr GH aufzunehmen, aufzupeppeln und zu pflegen).
Natürlich gegen eine Gebühr für diesen Service.
Aber keine Sorge, die werden dir keine Tausend Euro dafür verlangen.
Die Gebühren für solche Services sind meistens im akzeptablen Rahmen (und richten sich meistens nach dem Aufwand der Pflegemassnahmen und nach der Grösse des Baumes).
In Leipzig u. der Umgebung gibt es ein paar Profis : Adressen findest du u.a. auf der "Bonsai-Links" Seite oder einfach googeln...
Wenn dir wirklich viel daran liegt, deinen Juniperus nicht zu verlieren, dann solltest du diese Möglichkeit probieren.
VG,
Thierry
ehrlich gesagt, sehe ich schwarz für deinen Juniperus.
Also :
Versuche die Bonsaiprofis aus deiner Gegend anzusprechen und zu fragen, ob sie deinen Baum zum "aufpäppeln" in ihr Gewächshaus aufnehmen könnten.
Sowas akzeptieren die meisten Profis (Kundenbäume einen Zeit lang in ihr GH aufzunehmen, aufzupeppeln und zu pflegen).
Natürlich gegen eine Gebühr für diesen Service.
Aber keine Sorge, die werden dir keine Tausend Euro dafür verlangen.
Die Gebühren für solche Services sind meistens im akzeptablen Rahmen (und richten sich meistens nach dem Aufwand der Pflegemassnahmen und nach der Grösse des Baumes).
In Leipzig u. der Umgebung gibt es ein paar Profis : Adressen findest du u.a. auf der "Bonsai-Links" Seite oder einfach googeln...
Wenn dir wirklich viel daran liegt, deinen Juniperus nicht zu verlieren, dann solltest du diese Möglichkeit probieren.
VG,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka


