Hallo zusammen.
Irgendwie habe ich dieses Jahr die Seuche am Finger.
Vor etwas mehr als einen Monate habe ich mir beim Sponsor eine Potentilla vom Feld bestellt. Nach Ankuft der Pflanze habe ich den Wurzelballen grob ausgewaschen und in Splitt-Akadama Gemisch mit etwas beigemischtem Torf gepflanzt.
Soweit so gut. Die Potentilla hat sich auch gut gemacht, ist ausgetrieben und hat auch ein paar Blüten entwickelt.
Der Standort ist vollsonnig mit Schattierung bei praller Mittagshitze. Gegossen wird täglich abends, bei starker Hitze wird auch ab und zu mal getaucht. Das Wasser läuft wunderbar ab, weshalb ich eine Überwässerung ausschliesse.
Seit ein paar Tagen fängt die Pflanze aber an und wird welk. Warum auch immer....
Vielleicht habt Ihr den einen oder anderen Tip, was das sein könnte?
Kerry hat geschrieben:Der Standort ist vollsonnig mit Schattierung bei praller Mittagshitze. Gegossen wird täglich abends, bei starker Hitze wird auch ab und zu mal getaucht. Das Wasser läuft wunderbar ab, weshalb ich eine Überwässerung ausschliesse.
Überwässerung? Schätze eher zu trocken.
Bei diesem heißen Wetter momentan säuft meine ungeahnte Mengen. Als ich die von Chris P. gekauft habe, wurde ich gleich vorgewarnt, deshalb steht sie in einem ca. vier Zentimeter hohen Plastikuntersetzer. Ich habe nur ein mal pro Tag Gelegenheit zu gießen - mache ich auch ganz normal von oben auf das Substrat und fülle dann nach einigen Minuten den Untersetzer ganz auf. Komme ich dann am anderen Tag wieder, ist das Wasser völlig verschwunden
...und die sieht kernig aus!
Guten morgen zusammen und erstmal vielen Dank für eure Antworten.
@achim: Also wenn ich Abends gieße oder tauche, dann ist das Substrat oberflächlich angetrocknet. Im Substrat selbst, ist es noch etwas feucht, aber nicht nass.
@migo: Also Deine sieht echt kernig aus. Ich wollte ich könnte das von meiner so behaupten. die Idee mit dem Untersetzer hatte ich auch schonmal im Kopf. Habe sie aber dann wieder verworfen, weil ich Bedenken vor Staunässe hatte. Auch weil sie ja Mittags eher für 2-3 Stunden schattig steht.
Natürlich bin ich jetzt schon verunsichert, ob es nun ein Trocken- oder ein Feuchteschaden sein könnte?
ist der Schaden auf der Sonnenseite? Dann würde ich auch eher auf Hitzeschaden (zu trocken tippen) meine Poties sind auch mit die ersten die an heißen Tagen sich hängen lassen. Allerdings richten sie sich auch nach dem Gießen gleich wieder auf. Bei einer hatte ich das mal bissel verpaßt, da sind einige frische Triebe (die, die meiste Sonnne abbekamen) nicht wieder geworden.
Tja, gute Frage. da ich die Potti eigentlich regelmässig drehe, kann ich leider nicht genau sagen, ob der Schaden jetzt durch die Sonne entstanden ist oder nicht.
ich sehe hier in der gegend momentan viele potis mit trockenschäden (öffentlicher raum). aber das schadbild sieht irgendwie anders aus. die blätter werden nicht so schlaff und welk wie auf deinem foto, sondern vertrocknen regelrecht.
wenn du das alte substrat nicht vollständig entfernt hast, kann es gut sein, dass du innen immer zuviel wasser hast. ich persönlich habe mit dieser konstellation (innen altes, undurchlässiges , aussen neues, durchlässiges) immer nur probleme gehabt.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten" chinesische Weisheit
@achim: Ich komme gerade vom Aussendienst und kann das nur bestätigen. Wenn ich mich so umsehe, dann finde ich einige Pottis, die wohl Trockenschäden haben. Und das sieht doch anders aus als bei meiner.
Dann habe ich wohl das umgekehrte Porblem wie bei meiner Lärche, welche mit dem Wurzelballen komplett in durchlässiges Substrat gepflanzt wurde.
Dann wirds wohl innerhalb des Balles der Potti zu feucht gewesen sein. Und nun? Umtopfen ist ja jetzt nicht mehr. Sollte ich es dann mit der Holzstäbchenmethode versuchen?
Kerry hat geschrieben:...eine Potentilla vom Feld bestellt. Nach Ankuft der Pflanze habe ich den Wurzelballen grob ausgewaschen und in Splitt-Akadama Gemisch mit etwas beigemischtem Torf gepflanzt.
Nachdem was du da geschrieben hast, bin ich davon ausgegangen, dass der Wurzelballen keinen Klumpen mehr darstellt, sondern so ziemlich aufgelöst ist. Und das sollte reichen um keine Staunässe zu haben.
Oder war es dann doch noch ein kompakter Ballen?
Solltest du jetzt wirklich mit Fäulniss durch Staunässe rechnen, dann hilft nur nachsehen und bei Bedarf entsprechend handeln.
nachdem der "Verfall" an meiner Potti weiterging, habe ich gestern abend einfach mal die Pflanze aus der Schale genommen und mir die Wurzeln angeschaut.
Das war echt nicht so der Hit. Es waren wenig helle bzw. weisse Wurzeln zu sehen.
Das Substrat war zwar nicht nass, aber doch gut feucht.
Ich habe jetzt einfach die Potentilla in einen TPK gesetzt und sie halbschattig aufgestellt.
Die noch vorhandenen Blätter haben auch nicht mehr das volle Grün, sonder sehen eher blaß aus.
Ich denke jetzt kann ich nur noch warten, ob sich wieder was tut.
Oder was meint Ihr?
Mal ein kurzes Update meiner Potentilla.
Sie wird wohl heute Abend in die große braune Bonsaischale, sprich Biotonne gepflanzt werden. Der "Verfall" ging immer weiter und seit heute Morgen ist da nix mehr mit grünen Blättern.
Tja, was auch immer es jetzt war, sie hat dagegen verloren.
Ich danke Euch für eure Tipps und Ratschläge. Vielleicht habe ich ja mit der nächsten, falls es mal eine gibt, mehr Glück.
mal nicht so voreilig!
Auch wenn jetzt Nichts mehr grün dran ist, wenn in den Wurzeln noch etwas Leben war, dann schneide oben alles dürre weg und laß Dir Zeit. Hatte auch schon solche Pottis und die trieben nach einiger Zeit wieder überall neu aus, auch wenn Du am alten Stammholz keine Knospen sehen kannst!