Hallo Freune,
Bei einem Besuch unserer lokalen Baumschule war ich am Wochenende sehr überrascht doch auch einmal etwas zu finden, was in meinen Augen Bonsaigeeignet ist. einen Acer Palmatum Kiohyme welcher nach zähen Preisverhandlungen mit zu mir nach hause durfte.
Angesprochen fühlte ich mich vom sternförmig ausstrahlenden Wurzelansatz, der Verjüngung des Stammes, bis hin zur ersten Vergabelung und dem gesunden Wuchs.
Vonwegen Gestaltung habe ich an eine Besenform gedacht, was sich laut bisheriger Internetrecherche für Kiohymes anbietet, mir gut gefällt und mit diesem Material wohl auch gut machbar ist.
Da dies meine erste Gestaltung zur Besenform wäre, möchte ich euch bitten, Ratschläge, Tips und Kniffe mit mir zu teilen.
Laut meinem Verständniss rege ich die besenartige Verzweigung durch harten Rückschnitt, im nächsten Frühjahr, an.
In einem Beitrag hier im Forum zu einer Besenzelkove habe ich etwas über John Naka, V-förmigem Einschnitt und einer Plastikschelle um die Schnittstelle gelesen. Da ich keinen Zugang zu "Naka, Bonsaitechniques1" habe, könnte das bitte jemand noch einmal erklären?
Schneide ich genau kurz über einem Nodium, da hier die Knospen entspringen oder bildet der Baum Knospen am Ende des Stummels, egal wo ich ihn schneide? Pinziere ich den allerersten Austrieb, bevor dieser sich streckt, um kurze Internodien zur nächsten Gabel zu erhalten? Was kann ich jetzt noch tun, um Sicherzustellen, dass der Baum im nächsten Jahr nach dem Rückschnitt austreibt, wo ich es gebrauchen kann?
Dann noch speziell zum Kiohyme Ahorn: Ich habe hier im Forum gelesen, dass der Kiohyme eher langsam wächst, und man vor allem oben vorsichtig mit dem Schneiden sein muss. Das wiederspräche natürlich dem Vorhaben Ihn radikal zu kürzen. Kann man beim Wurzelschnitt ähnlich radikal vorgehen wie bei normalen Fächerahornen?
Ich freue mich auf euren Input.
sonnige Grüße
Marius
Fragen zur Besenform allgemein und A.P.Kiohyme speziell
Re: Fragen zur Besenform allgemein und A.P.Kiohyme speziell
Oh, und ist es ratsam die Besenform mit den drei vorhandenen unteren Ästen aufzubauen, oder bekomme ich in diesem Bereich eine unschöne Verdickung, wenn ich nicht auf einen Stamm selektiere?
- heinz leitner
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- Registriert: 05.04.2006, 19:21
- Wohnort: Wien
Re: Fragen zur Besenform allgemein und A.P.Kiohyme speziell
Hallo Marius
Ich habe auch einen Palm. Kiohyme der ganz und gar nicht schwachwüchig ist.
Das Bild habe ich vor einen Monat gemacht, nach dem ich den Kronenumfang von 110 auf 90 cm reduziert habe.
Der ist jetzt wieder voll da.
Ob ein harter Rückschnitt jetzt noch möglich ist kann ich nicht sagen.
Sicherer bist du meines Erachtens aber wenn du so Ende Mai Anfang Juni einen harten Rückschnitt machst.
Und danach so richtig durchwachsen lassen.
Die Internodien werden dann automatisch mit der zunehmenden Verzweigung kürzer.
Pinzieren kannst du dann in der Verfeinerungsphase,aber bis dahin vergehen noch ein paar Tage.
Hoffe ich habe dir geholfen.
Gruss Heinz
Ich habe auch einen Palm. Kiohyme der ganz und gar nicht schwachwüchig ist.
Das Bild habe ich vor einen Monat gemacht, nach dem ich den Kronenumfang von 110 auf 90 cm reduziert habe.
Der ist jetzt wieder voll da.
Ob ein harter Rückschnitt jetzt noch möglich ist kann ich nicht sagen.
Sicherer bist du meines Erachtens aber wenn du so Ende Mai Anfang Juni einen harten Rückschnitt machst.
Und danach so richtig durchwachsen lassen.
Die Internodien werden dann automatisch mit der zunehmenden Verzweigung kürzer.
Pinzieren kannst du dann in der Verfeinerungsphase,aber bis dahin vergehen noch ein paar Tage.
Hoffe ich habe dir geholfen.
Gruss Heinz
Re: Fragen zur Besenform allgemein und A.P.Kiohyme speziell
sollte meines wissens nach egal sein. das ausbilden neuer knospen sollte kein problem darstellen. (bin aber kein experte. also erstmal mit vorsicht genießen.Schneide ich genau kurz über einem Nodium, da hier die Knospen entspringen oder bildet der Baum Knospen am Ende des Stummels, egal wo ich ihn schneide?
im übrigen schönes und auch lohnenswertes "material". das wird!
den ersten teil der frage würde ich mit ja beantworten. (substämme) allerdings nicht alle auf die gleiche höhe zurückschneiden. den zweiten teil der frage würde ich mit einem nein beantworten.Oh, und ist es ratsam die Besenform mit den drei vorhandenen unteren Ästen aufzubauen, oder bekomme ich in diesem Bereich eine unschöne Verdickung, wenn ich nicht auf einen Stamm selektiere?
ansonsten viel spaß mit den baum.
gruß marius
Re: Fragen zur Besenform allgemein und A.P.Kiohyme speziell
Hallo Heinz, Hallo Marius,
danke für eure Meinungen. Heinzs Kiohyme ist natürlich ein wunderbares Vorbild und eine tolle Anregung. Vielen Dank fürs zeigen.
Natürlich juckt es in den Fingern jetzt gleich noch etwas am Baum zu machen, ich kann aber mit ruhigem Gewissen bis zum nächsten Jahr warten. Er soll ja bestmöglich austreiben, nachdem er stark reduziert wurde.
Heinz schlägt den Rückschnitt im Mai-Juni 2012 vor, ich bin mir jetzt nicht ganz sicher warum nicht schon im Februar/März, damit dann (Frostfreiheit vorausgesetzt) die allerersten Knospen, direkt an den gewünschten Stellen austreten können? Den Vorteil des Rückschnitts im Sommer habe ich darin verstanden, schnellen Wundverschluss zu erziehlen, was hier gar nicht so super wichtig ist.
Des weiteren steht der Baum in Baumschulerde, die zwar gute Blumenerde, aber nicht entspreched durchlässig ist.
Zu Umtopfen und stark zurückschneiden würden mir 3 Möglichkeiten einfallen:
1) im März/April nach starkem Wurzelschnitt in grobes Substrat in Anzuchtsschale setzten und gleichzeitig radikal kappen (weniger verbleibende Wurzeln haben weniger neue Triebe zu versorgen)
2)im März/April nach starkem Wurzelschnitt in grobes Substrat in Anzuchtsschale setzten und dann im Juni radikal zurückschneiden (viele Triebe fördern viel Wurzelwachstum im Frühjahr und der Baum hat sich vom Umtopfen erholt, wenn dann später die Schnitte gesetzt werden)
3) In Baumschulerde stehenlassen (in der es ihm bis jetzt gar nicht so schlecht ging) und dann im März oder Juni radikal kürzen. (volle Energie aus der gesamten Wurzelmasse um dann neu auszutreiben. Suboptimales Substrat, verzögert den Prozess, da Wurzelarbeiten für gewöhnlich zuerst unternommen werden)
Ich bin mir gerade nicht sicher, was hier der Königsweg ist. Ich kann mir aber denken, dass ihr da gute Erfahrungen mit dem einen oder anderen Weg gemacht habt und ich würde mich freuen wenn ihr mich daran teilhaben lasst.
danke für eure Meinungen. Heinzs Kiohyme ist natürlich ein wunderbares Vorbild und eine tolle Anregung. Vielen Dank fürs zeigen.
Natürlich juckt es in den Fingern jetzt gleich noch etwas am Baum zu machen, ich kann aber mit ruhigem Gewissen bis zum nächsten Jahr warten. Er soll ja bestmöglich austreiben, nachdem er stark reduziert wurde.
Heinz schlägt den Rückschnitt im Mai-Juni 2012 vor, ich bin mir jetzt nicht ganz sicher warum nicht schon im Februar/März, damit dann (Frostfreiheit vorausgesetzt) die allerersten Knospen, direkt an den gewünschten Stellen austreten können? Den Vorteil des Rückschnitts im Sommer habe ich darin verstanden, schnellen Wundverschluss zu erziehlen, was hier gar nicht so super wichtig ist.
Des weiteren steht der Baum in Baumschulerde, die zwar gute Blumenerde, aber nicht entspreched durchlässig ist.
Zu Umtopfen und stark zurückschneiden würden mir 3 Möglichkeiten einfallen:
1) im März/April nach starkem Wurzelschnitt in grobes Substrat in Anzuchtsschale setzten und gleichzeitig radikal kappen (weniger verbleibende Wurzeln haben weniger neue Triebe zu versorgen)
2)im März/April nach starkem Wurzelschnitt in grobes Substrat in Anzuchtsschale setzten und dann im Juni radikal zurückschneiden (viele Triebe fördern viel Wurzelwachstum im Frühjahr und der Baum hat sich vom Umtopfen erholt, wenn dann später die Schnitte gesetzt werden)
3) In Baumschulerde stehenlassen (in der es ihm bis jetzt gar nicht so schlecht ging) und dann im März oder Juni radikal kürzen. (volle Energie aus der gesamten Wurzelmasse um dann neu auszutreiben. Suboptimales Substrat, verzögert den Prozess, da Wurzelarbeiten für gewöhnlich zuerst unternommen werden)
Ich bin mir gerade nicht sicher, was hier der Königsweg ist. Ich kann mir aber denken, dass ihr da gute Erfahrungen mit dem einen oder anderen Weg gemacht habt und ich würde mich freuen wenn ihr mich daran teilhaben lasst.
- heinz leitner
- Beiträge: 1022
- Registriert: 05.04.2006, 19:21
- Wohnort: Wien
Re: Fragen zur Besenform allgemein und A.P.Kiohyme speziell
Hallo Marius
Ich an deiner Stelle würde im Frühjahr die alte Erde auswaschen.
Auf keinen Fall einen groben Wurzelschnitt.
Nur die zu langen Wurzeln kürzen und dann im Mai einen Formschnitt machen.
Du bist nur dann auf der sicheren Seite, wenn der Baum in voller Fahrt ist.
Gruss Heinz
Ich an deiner Stelle würde im Frühjahr die alte Erde auswaschen.
Auf keinen Fall einen groben Wurzelschnitt.
Nur die zu langen Wurzeln kürzen und dann im Mai einen Formschnitt machen.
Du bist nur dann auf der sicheren Seite, wenn der Baum in voller Fahrt ist.
Gruss Heinz
Re: Fragen zur Besenform allgemein und A.P.Kiohyme speziell
Hallo Marius
Neues Bäumchen, vielleicht mal mit einer Bestandsaufnahme anfangen.
Von hinten aufgezäumt -
Du möchtest eine Besenform - also Form klar
Doch welcher Stil - klassisch oder frei
Machen wir´s einfach - klassisch fängt mit einer 2er Gabelung an
Frei ist freier -verteilt also die Substämme um den Baum
Da der 3te Substamm eher mickrig ist und sich kein Hauptstamm entwickelt hat
geht´s wohl in den Bereich klassisch.
Klassisch heisst 2er Gabelung, daraus ergeben sich 4 mögliche Vorderseiten.
Um sich für eine der Seiten zu entscheiden sollte der Wurzelansatz betrachtet werden.
Wenn ich das so durchlese, könnte ich schlussfolgern
Den 3ten Substamm sauber abschneiden und Knete drauf (jetzt).
Bis zum Herbst gut düngen und im Frühjahr ordentliche Wurzelarbeiten,
gutes Substrat, recht flache Schale.
Bliebe noch zu erwähnen das das Bäumchen eine kreuzgegenständige Knospenstellung hat.
mfG Dieter
Neues Bäumchen, vielleicht mal mit einer Bestandsaufnahme anfangen.
Von hinten aufgezäumt -
Du möchtest eine Besenform - also Form klar
Doch welcher Stil - klassisch oder frei
Machen wir´s einfach - klassisch fängt mit einer 2er Gabelung an
Frei ist freier -verteilt also die Substämme um den Baum
Da der 3te Substamm eher mickrig ist und sich kein Hauptstamm entwickelt hat
geht´s wohl in den Bereich klassisch.
Klassisch heisst 2er Gabelung, daraus ergeben sich 4 mögliche Vorderseiten.
Um sich für eine der Seiten zu entscheiden sollte der Wurzelansatz betrachtet werden.
Wenn ich das so durchlese, könnte ich schlussfolgern
Den 3ten Substamm sauber abschneiden und Knete drauf (jetzt).
Bis zum Herbst gut düngen und im Frühjahr ordentliche Wurzelarbeiten,
gutes Substrat, recht flache Schale.
Bliebe noch zu erwähnen das das Bäumchen eine kreuzgegenständige Knospenstellung hat.
mfG Dieter
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