Sanierung eines Fächerahorns

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Heike_vG
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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von Heike_vG » 09.11.2018, 14:45

Danke, Fips und Barbara! :-D Ja, diese Saison hat das Wetter uns und die Bäume ganz schön verwöhnt und das sieht man auch an den Farben. Die halten dieses Jahr auch recht lange, da bisher noch kein starker Regen und Wind das Laub heruntergerissen hat. 8)

Lieber Heiner,
nun habe ich auch mal zurückgeblättert und selbst auch im Vergleich gesehen, dass der Unterschied zwischen 2015 und 2018 recht deutlich ist. Ist schon schön, wenn es in die richtige Richtung geht. :wink:
Tatsächlich habe ich mir die gleichen Gedanken wie Du über die Schale auch schon öfter gemacht. Ich glaube, des Rätsels Lösung ist die im Detail ganz besonders gelungene Form von Peters Schale, die trotz ihrer Flachheit einen sehr harmonischen Bogen mit nach oben zunächst weiter werdender Wand beschreibt, ehe die Biegung nach innen ansetzt, die sich auch nicht zu weit hineinzieht. Dadurch wirkt die Schale nicht einengend. :idea:
Als ich sie vor Jahren von Peter bekam, war ich von dieser speziellen Schale sofort ganz fasziniert und mein erster Gedanke war, dass ich dafür einmal einen schönen Mehrfachstamm haben wollte. Umso erstaunlicher, dass ich den dann später in passender Größe bekam und das auch noch durch Peters Vermittlung, weil unser AK damals den Nachlass von Peters verstorbener Bonsaifreundin Jutta aufkaufen durfte, zu dem dieser Ahorn gehörte. Das ist nun auch schon wieder 7 Jahre her... :shock:

Liebe Grüße,
Heike
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bonsaiheiner
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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von bonsaiheiner » 09.11.2018, 23:42

Danke Heike, für diese Erklärung
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Norbert_S
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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von Norbert_S » 10.11.2018, 08:36

Ich denke, dass durchaus noch zwei weitere Aspekte dazukommen könnten.
Zum einen ist der Negativraum vom Schalenrand/Substratoberfläche bis zum Grün ausreichend hoch. Der rundum freie Durchblick ist hier sehr wichtig.
Und Heike hat den Baum so in die Schale gesetzt, als wäre es eine Taschenschale, also etwas höher ans sonst üblich. Dadurch wird eine durchlaufende ansteigende Linie erzeugt, die die nach innen ziehende Wölbung optisch auflöst.
Norbert

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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von Heike_vG » 08.12.2018, 19:32

Danke, Norbert, da hast Du auf jeden Fall recht! *daumen_new* Vielen Dank für diese Ergänzung.
Hier kommen ein paar neue Bilder, jetzt ohne Laub natürlich. Zwei - drei Jahre noch, dann werden die letzten Schnittstellen zu und unauffälliger und die Verzweigung so entwickelt sein, dass man den Baum vielleicht auch mal im Winter irgendwo vorzeigen kann...

Liebe Grüße,
Heike
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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von espanna » 08.12.2018, 19:49

Toller Baum!
Gruß!

László

RoyF.
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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von RoyF. » 08.12.2018, 20:04

Hallo Heike,

der Baum gefällt mir. So einen Ahorn hätte ich auch gerne.
Könntest du dir vorstellen, an dem rechten Stamm noch einen Ast durch Bohrpfropfung anzufügen?
Hier mal ein Bild, wie ich es etwa meine. Wie genau der dann aussieht ist ja erstmal egal, aber so ungefähr auf die Schnelle :-) Ich weiß, das würde nochmal locker acht Jahre dauern, aber vielleicht ist es ja eine Idee, über die man nachdenken kann.

Lg Roy
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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von Heike_vG » 08.12.2018, 20:24

Hallo Roy,

vielen Dank für Deine Anregung, eine Überlegung ist das sicherlich wert! Im belaubten Zustand ist die Asymmetrie der rechts und links unterschiedlich hoch ansetzenden Äste eigentlich immer ganz schön, aber in kahlem Zustand könnte man sich so einen zusätzlichen Ast durchaus wünschen. Mal sehen... *kopfkratz*

Liebe Grüße,
Heike
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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von Norbert_S » 09.12.2018, 11:36

Wenn man sich das letzte Detaillbild genauer ansieht, muss da evtl. gar nicht gebohrt und gepfropft werden.
Etwas Geduld/ Glück und Licht im Frühjahr und es bildet sich rechts der noch nicht ganz verheilten Schnittstelle von allein ein neuer Trieb.

Es macht Spaß die Entwicklung zu sehen.
Norbert

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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von Roland.O » 13.12.2018, 22:21

Hallo Heike.

Danke für deine veranschaulichen und hilfreichen Dokumentationen, die du uns hier zeigst und Mut machst, was möglich ist. Die Veränderung, die der Baum gemacht hat, ist sensationell. Möchte mich bedanken und dir noch viele schöne solche Herbstbilder wünschen.

Schöne Grüße, Roland.

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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von Walter Pall » 13.12.2018, 22:37

Ganz toll.

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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von Heike_vG » 14.12.2018, 10:08

Danke, Ihr Lieben! *kiss* Ich werde weiter berichten.

Liebe Grüße,
Heike
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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von mydear » 21.12.2018, 00:02

Hallo Heike,

im direkten Vergleich zeigt sich was du an Feinverzweigung aufgebaut hast *daumen_new*

Grüße
Rainer
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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von Heike_vG » 21.12.2018, 08:06

Vielen Dank, Rainer, für diese schöne Gegenüberstellung der beiden Fotos! Da sieht man den Verzweigungszuwachs sehr gut, aber auch die Entwicklung des Stammansatzes, des Nebari und die Borkenbildung der Stämme. Da hat sich wirklich eine Menge getan, stelle ich gerade fest! :-D

Liebe Grüße,
Heike
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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von Marco_H » 21.12.2018, 10:36

Hallo Heike,
deine beharrliche und konsequente Weiterentwicklung des Fächerahorns finde ich sehr beeindruckend!

Manchmal denke ich so, lange Internodien gibt es wohl nur in meinem Garten? :oops: :lol:
Gruß aus dem Westerwald

Marco

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Re: Sanierung eines Fächerahorns

Beitrag von Heike_vG » 21.12.2018, 17:52

Hallo Marco,

danke Dir! :-D Lange Internodien treten keinesfalls nur in Deinem Garten auf! Es kommt nur darauf an, sie konsequent wegzuschneiden. Was zu lang ist, wird ja nicht mehr kürzer. Ahorne, die überwiegend und ausdauernd zu lange Internodien machen, sollten einen Blattschnitt im Juni bekommen, bei dem dann auch schon wieder die zu langen Internodien weggeschnitten werden. Dann wird es mit der Zeit besser.
Aber das macht man natürlich nur bei Bäumen, wo die Aststruktur schon aufgebaut ist und es um die Verzweigung geht. Die Düngung muss natürlich auch angemessen erfolgen (nicht zu viel Stickstoff), viel Sonnenlicht ist günstig und die Bäume sollten nicht unnötig viel Wasser kriegen (z.B. vor Dauerregen schützen, Bewässerungsanlage nicht übertrieben laufen lassen).

Liebe Grüße,
Heike
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