Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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achim73
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Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von achim73 »

danach wurde von wem auch immer ein mir vieles beantwortender link gelöscht, warum auch immer??? scheinbar passte er in die angriffslust mancher nicht. für mich war meine frage mit dem link beantwortet.
also. bevor hier irgendwelche verschwörungstheorien aufkommen:

HIER WIRD GRUNDSÄTZLICH NIX GELÖSCHT; WEIL ES IRGENDWEM NICHT "IN DEN KRAM PASST". *nono*
wenn sachen wg. verstoß gegen die nb´s oder auf eigenen wunsch der autoren gelöscht werden, wird dies vermerkt.
darüberhinaus wurden alte beiträge aus der anfangszeit wg. datenoptimierung teilweise geprunt.

und nochmal zum thema : meiner meinung (nach ausgiebiger lektüre der diskussionen darüber) nach ist der einzige grund, diesen wundverschluß zu praktizieren, die etwas schnellere und bessere überwallung der schnittstellen durch die erhöhte feuchtigkeit. gemessen hat diesen effekt aber m. w. noch niemand. darüberhinaus macht es frische schnittstellen optisch unauffälliger.

mit der baumgesundheit hat das ganze NIX zu tun. nur ist es i.d.r. baumpflegern herzlich egal, wie die schnittstellen aussehen. deshalb gibt es dort keinen grund für solche behandlung.
Gruss, Achim
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Totoro

Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von Totoro »

Hallo zusammen,

mit dem japanischen Knetwundverschlussmitteln kann man halt eine optimale Kallusbildung mit fast unsichtbaren Narben erzeugen. Ohne Wundverschlußmittel trocknen einem die Wundränder halt ein und es kommt oft , besonders bei größeren Wunden über 1 cm, zu gar keiner Kallusbildung oder nur einer eingeschränkten. Ich schätze das hängt mit der meist geringeren Wuchsleistung als Bonsai zusammen. Ein Baum in Garten oder Natur kann auch großflächige, glattrandige Schnittwunden ohne Hilfe überwallen. Kann man leicht mit einer beliebigen Hainbuche ausprobieren. Eine Pflanze in Bonsai-Kultur braucht aber unbedingt Hilfe. Da ist sogar das berühmt berüchtigte Lac-balsam besser als ohne. Es sei denn man liebt Totholz an Laubbäumen :lol:

Grüße

Dirk
simpleking

Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von simpleking »

achim73 hat geschrieben:
mit der baumgesundheit hat das ganze NIX zu tun. nur ist es i.d.r. baumpflegern herzlich egal, wie die schnittstellen aussehen. deshalb gibt es dort keinen grund für solche behandlung.
oweh ! da liegst du aber soetwas von falsch (ich spreche für Ö) strenge regeln, baumkataster hohe verantwortung um nur einiges zu nennen.
gelernte baumpfleger sind stolz auf ihre arbeit, und würden niemals pfuschen, ich rede von baumpflegern, die ihr handwerk gelernt haben !


lg
helmut
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achim73
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Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von achim73 »

was gibt es denn in österreich für regeln, wie schnittwunden auszusehen haben (abgesehen davon, dass sie fachmännisch ausgeführt sein sollten) ?
du hast doch selbst gesagt, dass wundverschluß überflüssig ist.

also, was willst du eigentlich sagen ? *schulter zuck*
Gruss, Achim
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simpleking

Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von simpleking »

hi


alle meine fagen sind beantwortet. kleine kranke/schwache bäume brauchen wundknete damit sie schneller gesund werden, bei grossen bäumen is es egal wie sie aussehen.

lg
helmut
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Heike_vG
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Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von Heike_vG »

Nimm es mir nicht übel, Helmut, aber irgendwie bist Du eine männliche Zicke. :roll:
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
simpleking

Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von simpleking »

hi,

liebe heike :-) du hast natürlich recht, ich bin eine dumme zicke.

lg
helmut
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achim73
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Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von achim73 »

das problem ist nur, dass hier ausser dir, helmut, noch jede menge andere leute, auch anfänger, mitlesen.

und um in dieser hinsicht mißverständnissen vorzubeugen, hier nochmal in aller deutlichkeit :
1. kein baum, ob groß oder klein, braucht wundverschluß.
2. der grund, warum er im bonsaibereich trotzdem von einigen angewendet wird, liegt im optischen bereich, einmal unmittelbar (kaschierung der frischen schnittstelle) und zum zweiten im hinblick auf die zukunft - die überwallung (die wiederum aus optischen gründen erwünscht ist) geht manchmal besser/schneller.
3. der grund, warum das ganze bei großen bäumen nicht angewendet wird, ist derselbe:
bei einem straßen-oder parkbaum interessiert es keinen menschen, ob man die schnittstelle jetzt oder in 10 jahren noch sieht. wenn ein ast weg muss, muss er weg. punkt. hauptsache, der baum bleibt gesund. und das tut er von allein.
Gruss, Achim
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Totoro

Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von Totoro »

Hallo Achim,

das Bonsai keinen wundverschluss brauchen ist aber deine persönliche Meinung. Willst du einen narbenfreien, perfekt überwallten Kallus gibt es keine Alternative zur jap. Wundknete. Jeder der Gehölze UND Bonsai in seinem Garten zieht kann das leicht nachprüfen. Etwas ganz anderes ist es dagegen, wenn man aus gestalterischen Gründen ( Uro, Shari etc.) bewusst darauf verzichtet.


Grüße

Dirk
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Robert S.
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Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von Robert S. »

*troll*
simpleking

Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von simpleking »

hi,

@ achim "brauchen" wird ihm kein baum, jedoch wundverschluss geht mit mittel schneller (erwünscht beim bonsai) soweit klar.

was bleibt ist die nichtmöglichkeit des trocknens und des damit verbundenen problems des fäulnissherdes, weder beim grossen baum noch beim kleinen erwünscht.
die gefahr des von ihnen verfaulens ist sehr gross. dieser prozess ist von aussen sehr lange nicht zu sehen, und unter umständen birgt das eine grosse gefahr. deshalb gibt es ja auch baumchirugie usw. schon mal mit dem endoskop in einen kranken baum geguckt, der vor jahrzehnten mit wundverschluss zugekleister wurde? die bäume sehen manchmal sogar gesund aus aber in wirklichkeit birgen sie eine riesige gefahr. vor jahren wurde in Ö ein baumpfleger wegen vernachlässigung angezeigt, verurteilt und ist nun vorbestraft. er hat halt nicht IN den baum gesehen.


@ robert S

Der Begriff Troll wird in der Netzkultur für eine Person verwendet, die mit ihren Beiträgen in Diskussionen oder Foren unter Umständen stark provoziert. Mutmaßliches Ziel des Trolls ist das Stören der ursprünglich an einem Sachthema orientierten Kommunikation und das Erlangen von Aufmerksamkeit.

trifft alles auf dein bildchen zu.


lg
helmut
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Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von achim73 »

helmut,
ich hoffe, wir sind uns einig, dass wir hier nicht von lac-balsam reden, oder ?

wenn du sagst, die gefahr der fäulnisbildung ist "sehr groß" - kannst du das belegen ? hat irgendein bonsaizüchter bitte mal ein bildbeispiel von durch jap. wundknete verursachten fäulnisschaden ?
Gruss, Achim
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simpleking

Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von simpleking »

hi,

kann ICH natürlich nicht belegen!
deshalb war meine frage gaaaaanz am anfang "Wundverschlussmittel ja oder nein" ? warum macht man es bei grossen bäumen nicht, bei kleinen aber schon.

lg
helmut
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Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von Heike_vG »

Kluge Bonsaianer verwenden bei größeren Schnittstellen die Wundknete nur an den Rändern, wo das Abdecken und die Feuchtigkeit die Bildung eine schönen, gleichmäßigen Kallus fördert, aber nicht in der Mitte auf dem bloßen Holz, eben um Fäulnis zu vermeiden. :!:
Kleine Schnittstellen (bis ca. 3 cm) schließen sich bei wüchsigen Baumarten und guten Bedingungen innerhalb von ca. zwei bis drei Jahren, so dass hier gewöhnlich kein besonderes Fäulnisproblem auftritt. Sollten Wunden dieser Größe ganz abgedeckt sein und sich nicht zusehens schließen, sollte man alle paar Monate den Wundverschluss zur Kontrolle entfernen und ggf. nacharbeiten.
Mit dem Wachstum des Kallus hebt sich die Wundknete an und fällt ab, wenn sie nicht mehr gebraucht wird.
Meiner Erfahrung nach (nicht dass die für andere unbedingt ausschlaggebend sein muss...) ist die Kallusbildung bei Laubbäumen unter der Knete besser als ohne sie. Ich habe ohne Knete oft erlebt, dass die Wundränder eintrockneten oder dass der Kallus sich nur schwach oder ungleichmäßig ausbildete und träge wurde, also nicht mehr weiterwuchs. Es half dann, wenn er erneut angeschnitten wurde, um das Kambium wieder zu aktivieren, und dann mit Wundknete abgedeckt wurde. *schulter zuck*

LG, Heike
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raga
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Re: Wundverschlussmittel ja oder nein ?

Beitrag von raga »

Vorweg, ich habe nicht den ganzen Tread gelesen. Der war zwischendurch echt nervig.
simpleking hat geschrieben:warum macht man es bei grossen bäumen nicht, bei kleinen aber schon.

Ich denke der Grund ist ziehmlich trivial. Wundverschussmittel (egal ob für große oder kleine Bäume) kosten Geld, sie aufzubringen Zeit, der Baum braucht sie nicht wirklich also lassen Gartenbauunternemen sie einfach weg. Dem Bonsaianer sind Zeit und Kosten an dieser Stelle egal und wenn er denkt es ist sinnvoll sie einzusetzen wird es sie verwenden.

Alle anderen Begründungen sind meiner Meinung nach aus Einzelfällen und Übertreibung geborene Ausreden.

Gruß raga
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