Dieser Acer-Rohling ist immer Sommer von einem Rotpustelpilz? befallen worden.
Alle befallene Rinde hatte ich entfernt und bis in die "vermeintlich" saubere Rinde geschnitten.
...jetzt hatte ich irgendwo (im "Netzt" steht leider auch sehr viel Unsinn ) gelesen,
das dieser Pilz nur totes Material befällt und Gesundes in Ruhe lässt! Schaut selbst
Kann mir jemand genauere Informationen geben?
Ins Winterquartier wollte ich mir eigentliche keine "Pilzkulturen" stellen.
Normalerweise befällt der Pilz auch wirklich nur totes Material. Die Rinde, auf der der Pilz zu sehen ist, ist längst abgestorben - was der Totholzbereich darüber beweist. Entferne einfach alle Rinde vom Totholz, behandle mit Jin-Mittel und der Pilz sollte weg sein.
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
Vielen Dank.
Stimmt, der Pilz ist auch wirklich nur im unteren Bereich, rechts und links vom Totholz,
wo die Rinde intakt ist, sind auch keine Spuren vom Pilz zu sehen. Hätte ich auch drauf
kommen können. Vielen Dank für die schnelle Hilfe.
Von solchen kleinen Dreispitzrohlingen mit diesem Pilz habe ich kürzlich auch 3 bekommen.
Die befallenen Teile habe ich entfernt und auch mit Jinmittel nachgepinselt. Dazu noch die Kallusränder mit Wundknete abgedeckt um weiteres zurücktrocknen zu verhindern, denn neues totes Holz ist wieder anfällig für den Pilz.
Am wichtigsten sehe ich jetzt eine geschützte Überwinterung und im kommenden Jahr den Baum möglichst gut zu stärken und durchtreiben lassen.
Ein kräftiger Baum schafft es seine lebenden Berreiche so abzuschotten, daß der Pilz keinen weiteren Schaden anrichtet.
ich habe seit dem diesjährigen Frühling Probleme mit diesem Pilz bei meiner grossen chinesischen Ulme, aber auch nur in einem begrenzten Bereich (siehe Foto). Wenn ich giesse, tritt der Pilz verstärkt auf. Im nächsten Frühjahr werde ich umtopfen und wohl gleich diese Wurzel mitentfernen. Sie müsste ja eigentlich tot sein oder?
Ja, davon kannst Du ausgehen. Bei dem massiven Befall dürfte da kein Leben mehr drinnen sein. Die kleine kreuzende Wurzel sieht aber noch fit aus. Das kannst Du aber ja leicht feststellen wenn Du vorsichtig die Rinde abschälst und kein Kambium mehr findest.
Die Wurzel würde ich jetzt schon abschneiden so weit Du rankommst.
Bei Feuchtigkeit ist klar, da gefällts dem Pilz besonders gut, denn da zersetzt sich das tote Holz leichter.
Der Annahme, dass der Rotpustelpils nur tote Holzbereiche befällt möchte ich nur ungern aber deutlich widersprechen.
Richtig ist, dass der Pils von sehr gesunden Bäumen mit einer guten Immunabwehr abgeschottet werden kann. Das ist immer dann schön zu sehen, wenn der Pils bis zu einem Internodium vordringt und dann am abgeschotteten gesunden Gewebe scheitert.
Die Phase des Spätherbstes und des Winters einschließlich Vorfrühling bis der Baum seine volle Vitalität wieder erlangt, ist für den Pils aber eine gute Möglichkeit weiter in das noch scheinbar gesunde Gewebe vorzudringen. Besonders dann, wenn eine Infektion erst spät im Jahresverlauf erfolgte und der Baum bei entsprechend nachlassender Vitalität nicht mehr ganz das Gewebe abschotten konnte.
Wer die letzten Jahre in Enger war, konnte gut beobachten, die der Pils in den hinteren Reihen der größeren Weißbuchen nach und nach ganze Bäume befallen hat.
Absolut vitale Haltung ist das beste gegen Pilze jeder Art, da das Auftreten der Pilze immer ein Zeichen von Schwäche an den Pflanzen ist. Das es auch an der Intensität des Befalldrucks liegt ist unstrittig, hebt die Richtigkeit der Aussage aber nicht auf.
Da kann ich leider in Bezug auf meine jap. Ahorne ein Lied von singen.
Pils befallene Bäume kommen bei mir nicht in das gemeinsame Winterlager mit den anderen Pfleglingen.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924