Wacholder aus dem Beet
Wacholder aus dem Beet
Hallo,
ich hätte da noch einen Wacholder (Blaauw) der kommt aus einem Beet und war ca. 1,50 m hoch. Ich habe ihn bisher nur in eine Holzkiste gesetzt und soweit reduziert, daß wieder Licht ins Innere kommt und damit auch bereits wieder etwas Rückknospung erreicht. In der Mitte war er vollkommen kahl und z.T. auch tot.
Für die künftige Gestaltung wollte ich ihn noch viel kleiner machen und eine Kandelaberform gestalten.
Er hat m.E. relativ klar 2 gute Seiten (Vorder- und Rückseite) welche was ist, ist noch offen.
Das erste Problem sind die noch vorhandenen inneren Äste, ich würde eigentlich sagen - alle weg - oder doch was lassen für Totholz? Ist aber eigentlich alles zu dünn dafür.
Wenn ich jetzt mit allen Hauptästen arbeiten würde ergäbe sich somit Links eine dominante Doppelspitze, rechts und hinten 2 fast gleichstarke und vorne eine rel. kleine. Macht der Kandelaber mit so vielen Armen Sinn oder würdet ihr deutlich stärker reduzieren?
Ich wollte im Frühjahr noch weiter reduzieren auf die wesentlichen Äste, die schon ein bissel stellen und ihm dann nochmal Zeit geben für den Rücktrieb.
ich hätte da noch einen Wacholder (Blaauw) der kommt aus einem Beet und war ca. 1,50 m hoch. Ich habe ihn bisher nur in eine Holzkiste gesetzt und soweit reduziert, daß wieder Licht ins Innere kommt und damit auch bereits wieder etwas Rückknospung erreicht. In der Mitte war er vollkommen kahl und z.T. auch tot.
Für die künftige Gestaltung wollte ich ihn noch viel kleiner machen und eine Kandelaberform gestalten.
Er hat m.E. relativ klar 2 gute Seiten (Vorder- und Rückseite) welche was ist, ist noch offen.
Das erste Problem sind die noch vorhandenen inneren Äste, ich würde eigentlich sagen - alle weg - oder doch was lassen für Totholz? Ist aber eigentlich alles zu dünn dafür.
Wenn ich jetzt mit allen Hauptästen arbeiten würde ergäbe sich somit Links eine dominante Doppelspitze, rechts und hinten 2 fast gleichstarke und vorne eine rel. kleine. Macht der Kandelaber mit so vielen Armen Sinn oder würdet ihr deutlich stärker reduzieren?
Ich wollte im Frühjahr noch weiter reduzieren auf die wesentlichen Äste, die schon ein bissel stellen und ihm dann nochmal Zeit geben für den Rücktrieb.
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Tschüß Micha
- Klaudia u. Martin
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- Wohnort: Lemförde
Re: Wacholder aus dem Beet
Hallo Micha
Ich habe eine sehr ähnlich gewachsene Eibe. Ich suche in einem solchen "Bild" dann eher eine Halbkaskade. Ich mache aber nichts an dem Baum bis er wirklich gut wächst.
Danach (beim Umtopfen) zeigt sich dann auch ob es eine besser bewurzelte Seite gibt.
In diesem Moment gibt der Baum dann vielleicht eine Richtung vor.
Wegschneiden...auch das Totholz....kannst du immer noch.
Nette Grüße
Martin
Ich habe eine sehr ähnlich gewachsene Eibe. Ich suche in einem solchen "Bild" dann eher eine Halbkaskade. Ich mache aber nichts an dem Baum bis er wirklich gut wächst.
Danach (beim Umtopfen) zeigt sich dann auch ob es eine besser bewurzelte Seite gibt.
In diesem Moment gibt der Baum dann vielleicht eine Richtung vor.
Wegschneiden...auch das Totholz....kannst du immer noch.
Nette Grüße
Martin
Re: Wacholder aus dem Beet
Hallo Martin,
Danke für Deine Antwort. An eine Halbkaskade hätte ich bei dem nicht gedacht.
Zum Thema gut wachsen - der Wacholder hat sich dieses Jahr ganz gut gemacht, ich habe ihn jedoch bereits wieder stark zurückgeschnitten. Die Peitschen bis zum Grün waren ursprünglich doppelt so lang. Ich konnte aber bereits auf neue Triebe zurücknehmen, das ist aber immer noch zu weit außen. ußerdem habe ich altes Streßlaub entfernt. Deshalb sieht er so nackig aus. Ich dachte nur, so erkennt man vielleicht auch besser die einzelnen Stämme.
Die Bilder die ich eingestellt habe, sind allerdings auch nicht ganz ideal. Ich habe mal noch einen Ausschnitt der Basis ohne Verkleinern gemacht.
Danke für Deine Antwort. An eine Halbkaskade hätte ich bei dem nicht gedacht.
Zum Thema gut wachsen - der Wacholder hat sich dieses Jahr ganz gut gemacht, ich habe ihn jedoch bereits wieder stark zurückgeschnitten. Die Peitschen bis zum Grün waren ursprünglich doppelt so lang. Ich konnte aber bereits auf neue Triebe zurücknehmen, das ist aber immer noch zu weit außen. ußerdem habe ich altes Streßlaub entfernt. Deshalb sieht er so nackig aus. Ich dachte nur, so erkennt man vielleicht auch besser die einzelnen Stämme.
Die Bilder die ich eingestellt habe, sind allerdings auch nicht ganz ideal. Ich habe mal noch einen Ausschnitt der Basis ohne Verkleinern gemacht.
Tschüß Micha
Re: Wacholder aus dem Beet
hm, erweckt den eindruck eines uralten baumes, dessen innere krone am absterben ist. ich weiß nicht genau, ob es sich lohnen würde hier eine solche gestaltungsform anzustreben. möglich scheints in dem fall. ein normaler baum wirds offensichtlich nicht mehr.
was das kürzen der langen äste anbelangt: bin mir nicht sicher. aber ausgehend von den ersten bldern, so mein eindruck, könnte man die länge einiger äste fast um 2/3 kürzen und hätte immer noch mehr als genug material für totholzgestaltungen.
ansonsten brauchts halt viel geduld und auch ruhe (pflege), bis sich wieder entsprechendes grün gebildet hat. wie gesagt, ich würde bei dem wacholder eher in richtung "im grunde schon tot, aber sich irgendwie doch noch am leben haltend" gehen. vielleicht auch eher in die breite gestalten als in die höhe. wie man das "ding" dann am ende nennt, wäre mir wurscht. ist ja nun nicht so wichtig.
gruß marius
was das kürzen der langen äste anbelangt: bin mir nicht sicher. aber ausgehend von den ersten bldern, so mein eindruck, könnte man die länge einiger äste fast um 2/3 kürzen und hätte immer noch mehr als genug material für totholzgestaltungen.
ansonsten brauchts halt viel geduld und auch ruhe (pflege), bis sich wieder entsprechendes grün gebildet hat. wie gesagt, ich würde bei dem wacholder eher in richtung "im grunde schon tot, aber sich irgendwie doch noch am leben haltend" gehen. vielleicht auch eher in die breite gestalten als in die höhe. wie man das "ding" dann am ende nennt, wäre mir wurscht. ist ja nun nicht so wichtig.
gruß marius
Re: Wacholder aus dem Beet
Hallo Marius,
so etwa sind auch meine Gedanken.
Im ersten Betrag im letzten Bild ist links der Mitte das Totholz auf die von mir angestrebte Maximalhöhe zurückgenommen. Bei dem Rest warte ich noch, da einfach noch mehr Rücktrieb nötig ist, deshalb stehen da noch so viele Peitschen.
Ich war da eigentlich nur unschlüssig ob ich nicht doch lieber die Mitte ausräume, damit dort auch wieder Licht hinkommt für Neues.
so etwa sind auch meine Gedanken.
Im ersten Betrag im letzten Bild ist links der Mitte das Totholz auf die von mir angestrebte Maximalhöhe zurückgenommen. Bei dem Rest warte ich noch, da einfach noch mehr Rücktrieb nötig ist, deshalb stehen da noch so viele Peitschen.
Ich war da eigentlich nur unschlüssig ob ich nicht doch lieber die Mitte ausräume, damit dort auch wieder Licht hinkommt für Neues.
Tschüß Micha
Re: Wacholder aus dem Beet
hm, nur aufgrund der bilder kann man hier kaum verläßliche tipps geben. tendenziell würde ich die eher starken äste bis auf passende verjungung zurücksetzen, um mehr licht ins innere zu lassen. aber das müßte man insgesamt ehe live sehen.Ich war da eigentlich nur unschlüssig ob ich nicht doch lieber die Mitte ausräume, damit dort auch wieder Licht hinkommt für Neues.
das passt schon soweit, denke ich.Im ersten Betrag im letzten Bild ist links der Mitte das Totholz auf die von mir angestrebte Maximalhöhe zurückgenommen. Bei dem Rest warte ich noch, da einfach noch mehr Rücktrieb nötig ist, deshalb stehen da noch so viele Peitschen.
gruß marius
- Klaudia u. Martin
- Beiträge: 446
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- Wohnort: Lemförde
Re: Wacholder aus dem Beet
Hallo Micha
Hier mal ein schnelles Virtual. Ausgehend vom letzten Bild habe ich den Baum nach links gekippt.
Die grauen Striche sollen Totholz darstellen.
Was wirklich gehen könnte kann man nur live beurteilen.
Nette Grüße
Martin
Hier mal ein schnelles Virtual. Ausgehend vom letzten Bild habe ich den Baum nach links gekippt.
Die grauen Striche sollen Totholz darstellen.
Was wirklich gehen könnte kann man nur live beurteilen.
Nette Grüße
Martin
Re: Wacholder aus dem Beet
Hallo,
Danke für´s Virtual. Das muß ich mir am Baum nochmal genauer ansehen, ob das mit der Kaskade geht. Wenn dann sicher nur mit Mondaschale, bis rum zur klassischen Kaskadenschale wird das wohl nix. Oder irgendwie als entwurzelt mit toten Wurzel nach oben?
Danke für´s Virtual. Das muß ich mir am Baum nochmal genauer ansehen, ob das mit der Kaskade geht. Wenn dann sicher nur mit Mondaschale, bis rum zur klassischen Kaskadenschale wird das wohl nix. Oder irgendwie als entwurzelt mit toten Wurzel nach oben?
Tschüß Micha
- Klaudia u. Martin
- Beiträge: 446
- Registriert: 21.06.2007, 20:23
- Wohnort: Lemförde
Re: Wacholder aus dem Beet
Das braucht einfach Zeit .... tiefer einpflanzen und dann Schritt für Schritt anheben.bis rum zur klassischen Kaskadenschale wird das wohl nix. Oder irgendwie als entwurzelt mit toten Wurzel nach oben?
Hier ist die Fichte von Hartmut Münchebach, von der EBA, aus dem Post von Thierry, da ist das sicherlich ähnlich gemacht worden.
Ich selber habe ne Eiche und ne Kirsche auf diesem Weg.
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... ch#p310842
Nette Grüße
Martin
Re: Wacholder aus dem Beet
Hallo Micha,
ich finde deinen Wachholder interessant und schwierig.
Bei der Nadelbaumgestaltung bin ich nicht besonders stark, aber als erstes sehe ich einen sehr kompakten Baum, ohne viel Totholz. Totholzpeischen, fände ich persönlich hier nicht sehr schön.
Er wächst ja bisher schon besenförmig wie ein Laubbaum. Stellt sich erstmal die Frage "darf" man einen Wachholder in Besenform gestalten?
Ich denke das kann man machen, dann würde ich, mit der Zeit, die Peitschen soweit kürzen wie es nur geht und erstmal anzahlmäßig alle behalten, wenn diese alle von den 3 Hauptstämmen abgehen.
Oder du entscheidest dich für ein ganz anderes Konzept. Z.B. kannst du überlegen wie es wäre, nur EINEN Hauptstamm zu behalten und suchst für diesen die beste Stammlinieenfortführung. Aus den anderen beiden kannst du dann Totholz machen wie es dir gefällt.
Für die 2. Variante spricht, das eine sehr gute Verjüngung möglich wäre,bei dem ein kompakter freiaufrechter Baum mit einem beeindruckendem Wurzelfuß entstünde.
Als 3. Möglichkeit fällt mir ein, dass du aus den drei Hauptstämmen, drei eigenständige Baumkronen gestalten könntest, angelehnt an einen Mehrfachstamm. Gute Anlagen, wenn auch nicht klassisch bring dieser Baum dafür mit.
Für alles weitere Vorgehen ist es wohl nötig, dass du dich erstmal für eine Sache konkret entscheidest. Welche Richtung am vielversprechendsten ist kann st d nur am lebenden Objekt stück für Stück überprüfen.
Mit Sicherheit ist dieser Baum auch ein guter Kandidatfür eine Baumbesprechung in natura.
ich finde deinen Wachholder interessant und schwierig.
Bei der Nadelbaumgestaltung bin ich nicht besonders stark, aber als erstes sehe ich einen sehr kompakten Baum, ohne viel Totholz. Totholzpeischen, fände ich persönlich hier nicht sehr schön.
Er wächst ja bisher schon besenförmig wie ein Laubbaum. Stellt sich erstmal die Frage "darf" man einen Wachholder in Besenform gestalten?
Ich denke das kann man machen, dann würde ich, mit der Zeit, die Peitschen soweit kürzen wie es nur geht und erstmal anzahlmäßig alle behalten, wenn diese alle von den 3 Hauptstämmen abgehen.
Oder du entscheidest dich für ein ganz anderes Konzept. Z.B. kannst du überlegen wie es wäre, nur EINEN Hauptstamm zu behalten und suchst für diesen die beste Stammlinieenfortführung. Aus den anderen beiden kannst du dann Totholz machen wie es dir gefällt.
Für die 2. Variante spricht, das eine sehr gute Verjüngung möglich wäre,bei dem ein kompakter freiaufrechter Baum mit einem beeindruckendem Wurzelfuß entstünde.
Als 3. Möglichkeit fällt mir ein, dass du aus den drei Hauptstämmen, drei eigenständige Baumkronen gestalten könntest, angelehnt an einen Mehrfachstamm. Gute Anlagen, wenn auch nicht klassisch bring dieser Baum dafür mit.
Für alles weitere Vorgehen ist es wohl nötig, dass du dich erstmal für eine Sache konkret entscheidest. Welche Richtung am vielversprechendsten ist kann st d nur am lebenden Objekt stück für Stück überprüfen.
Mit Sicherheit ist dieser Baum auch ein guter Kandidatfür eine Baumbesprechung in natura.
Viele Grüße
monika
monika
-
jupp
Re: Wacholder aus dem Beet
Diesen Wacholder würde ich als Baum gestalten, nicht als Bonsai im klassischen Sinn. Der Wacholder bringt alle Voraussetzungen dazu mit, über den "Substämmen" eine schöne Krone aufzubauen. Vorderseite gibt es dann keine, da er von allen Seiten Wirkung zeigt. Man sollte sich das nur mal bildlich vorstellen, was bei diesem "Ausgangsmaterial" wirklich nicht schwerfällt. Alles Andere sieht m.M. nach gekünstelt aus......
Re: Wacholder aus dem Beet
jepp, sehe ich genau so.Man sollte sich das nur mal bildlich vorstellen, was bei diesem "Ausgangsmaterial" wirklich nicht schwerfällt. Alles Andere sieht m.M. nach gekünstelt aus......
gruß marius


