Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

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Roman-1
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Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von Roman-1 »

Hallo,
ich habe im Wald eines Bekannten zwei junge Bäumchen
entdeckt und würde gerne daraus zwei Bonsais gestallten.
Die Bäumchen sind ca 50 cm hoch und sind über den Winter
im Garten eingepflanzt. Ich Frühjahr würde ich gerne die Bäumchen in
größere Kübel Pflanzen und noch einige Zeit wachsen lassen.
Bei der Hainbuche, sehe ich da kein so großes Problem, aber die Eiche
werde ich irgendwie schneiden müssen. Leider ist meine erfahrung mit Bonsai
nicht so besonders groß. Hab zwar ein paar Bücher zum nachlesen, aber lesen ist
halt lesen und schneiden ist halt dann ab :(
Deshalb bin ich um Tips und Ideen sehr dankbar.

Schon mal vielen Dank
Roman

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manuu29
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von manuu29 »

Hast du sie jetzt ausgegraben?


Gruß manuu
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
Roman-1
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von Roman-1 »

Hallo Manuu,
vor ca. drei Wochen. Hab sie dann gleich wieder
eingegraben und gut angegossen.

Roman
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MarionS
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von MarionS »

Du solltest sie heuer besser frostfrei überwintern, würde ich sagen.
Stand in deinen Büchern nichts über den besten Zeitpunkt zum Ausgraben? Die Eiche speichert ihre Energie über den Winter in der Pfahlwurzel, die jetzt vermutlich weg ist...
Gruß,
MarionS

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Norbert Jäger
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von Norbert Jäger »

Roman, die Eiche eignet sich nicht zur Bonsaigestaltung und wird wahrscheinlich im Frühjahr "eingehen"
Schade um den Baum...

Norbert
Roman-1
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von Roman-1 »

Hallo,
in den Büchern steht nichts davon, das man ende November, nach den
ersten Frösten und dem Blattwurf keine Bäume umpflanzen kann.
Die Baumschulen, habe ja auch die Bäumchen schon gerodet,
warum soll das dann nicht bei mir klappen? Ausserdem ist die
Pfahlwurzel zu fast 100% erhalten.


Gruß
Roman
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AlexDuerr
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von AlexDuerr »

Hallo,
sind das nicht Rotbuchen, also Fagus sylvatica?
Viele Grüße Alex
Roman-1
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von Roman-1 »

Hallo Alex,
ich glaube das Du da Recht hast. Anscheinend hat die Hainbuche
gezackte Blätter und die Rotbuche eher einebn glatten Rand.
Zumindest sieht das in meinen Büchern so aus.
Ich habe die Bücher
Bonsai aus heimischen Gehölzen von Wolfgang Kohlhepp
und Bonsai aus heimischen Bäumen und Sträuchern. von Werner M. Busch

Hatte diese Bücher schon vor ein paar Jahren gelesen und dann auch eine Eiche und
einen Ahorn zu gestallten versucht. Ist mir aber irgendwie nicht so richtig gelungen.
Mit hatten die Bäumchen damals schon gefallen, wurde dann aber nach einem Besuch
bei Bonsaifreunden eines anderen belehrt. Die Bäumchen wurden dann radikal geschnitten
und sahen für mich furchtbar aus. :?
Danach hatte ich dann die Lust verloren und die Bäumchen weitergeschenkt.
Deshalb habe ich ja auch hier mal nachgefragt, damit ich vom Anfang an nicht wieder Fehler
beim ersten mal schneiden mache.

Gruß
Roman
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MarionS
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von MarionS »

Roman-1 hat geschrieben:Die Bäumchen wurden dann radikal geschnitten und sahen für mich furchtbar aus. :?
Ja, das ist bekanntes Anfängerschicksal. Bis man durch Erfahrung gelernt hat, was so ein Schnitt bringt und dass es gut ist, ist es eine furchtbare OP.
Das Forum hat aber den Vorteil, dass man jeden Schnitt erst mal als Virtual ausführen und sich die Meinungen der anderen erst mal in Ruhe anschauen kann. Das habe ich bei meiner Blutbuche so gemacht.

Ich bin lieber zurückhaltend damit, einem Begeisterten zu sagen: das Material da taugt nichts, bzw erst in einem Jahrzehnt, und wenn mans kann, da was draus zu machen. Du wirst davon lernen können, selbst wenn das nie was wird. Ich hab im Hof einen Eichenschößling, der muss gar nicht schön werden (den müsste ich abmoosen, was als unmöglich gilt), aber er lehrt mich, zuzuschauen und zu schneiden.
Gruß,
MarionS

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AlexDuerr
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von AlexDuerr »

Hallo Roman,
Die Bücher sind beide gut, aber wirklich lernen kann man Bonsai m.E. erst durch sehen und lernen von jemand der es wirklich kann.
Falls du die Kontakte zu deinen Bonsaifreunden noch pflegst, renn ihnen die Tür ein, und/oder saug dir Wissen hier aus dem Forum.
Bücher sind für mich nur noch die Bett- oder Schlechtwetterlektüre um mich auch hier noch mit dem schönsten Hobby der Welt zu befassen :o)
Viele Grüße Alex
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Bodo.P.
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von Bodo.P. »

Hallo Roman

Vielleicht hatte dein Bonsi-Freund ja Recht wenn man nach Bonsairegeln arbeitet.
Völlig falsch war der Schnitt aber weil DIR der Baum nicht mehr gefallen hat.

Baumschulpflanzen werden öfter verschult und deshalb ist das für die Bäume fast nur ein umsetzen.
In der freien Natur ist der Wurzelbereich fast dem Kronenbereich vergleichbar. Du kannst selber abschätzen wieviel % des Wurzelapparates
du geborgen hast.

mfg
Bodo.P.
Roman-1
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von Roman-1 »

Sicherlich hatten die Leute vom Bonsaiclub recht, die Bäumchen
so zu schneiden, die haben ja schließlich auch ihre Erfahrungen.
Nur ich war halt von dem Ergebniss des Besuchs schon sehr enttäuscht.
Zuerst hat man was, was einem eigentlich gefällt und dann halt nur
noch einen Stamm mit ein paar Ästen und vielen Wunden dran.
Ich hab dann ja auch nicht die Lust an diesen Bäumchen verloren, sondern
ganz einfach die Lust an der Bonsaipflege selber. Ausserdem konnte ich mir
nicht vorstellen, das ich aus diesen Rest von Bäumchen noch etwas machen sollte.
Also hab ich dann die Bäumchen weggegeben.

So, und jetzt werde ich an der Eiche und Rotbuche mal nichts machen und
das Frühjahr abwarten.
Dann werde ich an der Eiche die Spitze kürzen und den
Baum nächsten Sommer im Garten richtig durchtreiben lassen.
Die Rotbuche werde ich nur in einen größeren Topf pflanzen und mal
sehen wie sie sich entwickelt.
Eiche
Roman
Zuletzt geändert von Roman-1 am 11.12.2011, 12:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Anja M.
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von Anja M. »

Also beide Bäume sehen mir sehr jung aus, insofern mag das Ausgraben vielleicht von Erfolg gekrönnt sein. Aber das ist auch das Problem bei der Gestaltung.

Ein Bonsai wirkt umso besser, je dicker der Stamm im Verhältniss zur Baumhöhe ist. Wir reden hier von Verhältnissen von ca 1:10 bis runter zu 1:2 Stammdurchmesser zu Baumhöhe. Ausnahme sind Literaten und bei Wälder ist auch etwas schlankeres möglich. Dies ist zumindest Pi mal Daumen die Hausnummer zum Ende hin.

Hätt mir jemand diese beiden Teile vor die Tür gelegt, wäre meine vorgehensweise folgende: Beide einpflanzen und über den Winter bringen und radikal kappen, insbesonder die Eiche mit ihren kerzengeraden Stelzen.


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In der Tat hat der ein oder andere Baum bei mir so begonnen.
73 Anja
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MarionS
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von MarionS »

Roman-1 hat geschrieben:Dann werde ich an der Eiche die Spitze kürzen und den
Baum nächsten Sommer im Garten richtig durchtreiben lassen.
Der von dir gezeigte Schnitt ist ein guter Anfang, würde ich sagen. Damit hat der Baum bessere Chancen und du kannst auch damit leben.
Jetzt muss der Baum erst mal selber sein Gleichgewicht wiederfinden.
Gruß,
MarionS

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Roman-1
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Re: Findling. Eiche und Hainbuche als Bonsai

Beitrag von Roman-1 »

Hallo,
bevor ich jetzt noch ein paar fehler mache, habe ich zwei Fotos von den Bäumchen gemacht
und würde mich über ein paar Hinweise freuen, was ich jetzt machen soll.
Danke
Roman
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