Zwei eher selten als Bonsai gestaltete Pflanzen!?

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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jost
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Zwei eher selten als Bonsai gestaltete Pflanzen!?

Beitrag von jost »

Hallo zusammen,

ich möchte Euch mal zwei meiner Pflanzen vorstellen, die man (ich) sehr selten als Bonsais sieht und die oft auch als ungeeignet beschrieben werden (Sambucus).
Nun, sie stehen noch am Anfang der Gestaltung/Entwicklung und entsprechen nur sehr wenig den gängigen Gestaltungsregeln, mir aber gefallen sie, v.a. jetzt während der Blüte und ich werde mich bemühen, über die Jahre etwas richtig vorzeigbares daraus zu machen.

Die Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) habe ich im letzten Frühjahr (2004) als Bonsai-Jungware :!: für 2,50 € in der Baumschule gekauft und auf eine Basaltplatte gesetzt. Sie blüht jetzt zum ersten mal. Als Unterpflanzung Luzula sylvatica (z.Zt. radikal gestutzt). Im Freien ohne Schutz überwintert!! Werde versuchen, die Verzweigung gerade im Mittelteil zu fördern.

Den Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) habe ich im Frühjahr 2003 als Baumschul-Containerpflanze gekauft und radikal gestutzt. Im letzten Jahr stand er noch in viel zu nassem Substrat (hoher Humusanteil) und entwickelte sich eher bescheiden, Teile der Basis und viele Wurzeln verfaulten. Nachdem ich ihn umgepflanzt und in gut durchlässiges Substrat gesetzt habe, treibt er momentan wie verrückt und blüht einfach traumhaft. Früchte bleiben lange haften. Aufgrund der großen gefiederten Blätter ist die Gestaltung recht schwierig. Die Rinde ist beeindruckend, mal sehen, wie er sich entwickelt.

Gruß, Joachim
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Gruß, Joachim
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hallo Joachim,
da hast Du recht, diese Sorten sind wirklich selten in der Bonsaigestaltung.
Zumindest von der Felsenbirne weiß ich, dass sie nur schwer zum Blühen zu bringen ist, als Bonsai. Sie muß wohl nach der Blüte zurückgeschnitten werden und muß dann das ganze Jahr treiben dürfen. Nur an den Trieben des letzten Jahres blüht sie dann wieder. Vornehmlich nur in den Spitzenbereichen. Also, schwer in eine Bonsaiform zu bringen.
Aber, Versuch macht kluch :wink: . Du kannst uns ja auf dem Laufenden halten, wie sie sich so entwickelt.
Reiner
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Kränzle S.
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Beitrag von Kränzle S. »

Hallo Joachim,
das werden bestimmt mal schöne Bäumchen .......
Ich will Dir mal meinen Holunder zeigen den ich 2003 ausgegraben hatte weil er im Garten störte.
Bild 3:Leider mußte ich neulich feststellen, dass wegen der großen Schnittstelle, die Rinde wahrscheinlich auf Dauer nicht zu retten ist.
Oder hat jemand eine :idea: :?:
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Rindenschaden.......schaaaaaade
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April 2005
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jost
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Beitrag von jost »

Hallo Stefan,

mächtiges Teil, hoffentlich bekommst Du ihn durch!!

Ich glaube, das empfindliche Holz ist das große Problem. Rinde und Holz faulen sehr leicht, besonders an Schnittstellen. Ich versuche meine Pflanze so trocken wie möglich zu halten, damit die Basis nicht anfault. Auf der Rinde bildet sich auch schnell Moos, ein Zeichen dafür dass sie schlecht abtrocknet.

Gruß, Joachim
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Gary
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Beitrag von Gary »

Hallo Stefan,

wie Joachim schon schrieb, fault Holunder sehr leicht, ähnlich wie bei der Weide.
Ein weiteres Problem ist das markstammartige Holz, oft mit Loch in der Mitte.

Ich selbst habe noch keinen wirklichen Holunder-Bonsai gesehen - was aber nicht noch kommen kann. :wink:
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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Gary
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Beitrag von Gary »

Hallo Joachim,

das Problem bei der Felsenbirne mit dem Blühen hat Reiner ja schon geschrieben. Doch das gibt es ja bei anderen blühenden Sorten auch (zB. Potentilla). Insgesamt geben die aber hübsche Bonsai, besonders wenn die Rinde noch etwas älter ist.

Die gekürzte Waldmarvel würde ich allerdings gänzlich entfernen bevor sie Dir den Baum zuwächst / totdrückt. Die ist schon etwas wie "Unkraut".
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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