Blätter von Buchen entfernen
Blätter von Buchen entfernen
Hallo,
mir ist vorhin so spontan die Frage gekommen, ob man die trockenen Blätter von Buchen
entfernen "darf"? Die Fallen ja erst ab, wenn die neuen austreiben. Würden die Äste schneller
kaputtfrieren, wenn man die Blätter entfernt? Die bieten ja schon einen gewissen Windschutz.
LG, Julian
mir ist vorhin so spontan die Frage gekommen, ob man die trockenen Blätter von Buchen
entfernen "darf"? Die Fallen ja erst ab, wenn die neuen austreiben. Würden die Äste schneller
kaputtfrieren, wenn man die Blätter entfernt? Die bieten ja schon einen gewissen Windschutz.
LG, Julian
Re: Blätter von Buchen entfernen
Hallo Julian
Der hauptsächliche Grund für das "Behalten" der Blätter
dürfte eher in der Nährstoffversorgung des Neuaustriebs liegen.
Beobachte Buchen im Freistand und in welchem Bereich noch Blätter dran sind.
mfG Dieter
Der hauptsächliche Grund für das "Behalten" der Blätter
dürfte eher in der Nährstoffversorgung des Neuaustriebs liegen.
Beobachte Buchen im Freistand und in welchem Bereich noch Blätter dran sind.
mfG Dieter
cogito ergo pups
Re: Blätter von Buchen entfernen
@zopf,
meinst du, als Dünger?
Ich lass die Blätter auch als Windschutz über den Winter dran und "frisiere" die Buche erst im Frühjahr, wenns so langsam an die Gestaltung geht und ich was sehen muss.
meinst du, als Dünger?
Ich lass die Blätter auch als Windschutz über den Winter dran und "frisiere" die Buche erst im Frühjahr, wenns so langsam an die Gestaltung geht und ich was sehen muss.
Gruß,
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
MarionS
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Re: Blätter von Buchen entfernen
So wie Marion mache ich das auch.
Tschüüss, Michael
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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Re: Blätter von Buchen entfernen
Bei Reichholf habe ich kürzlich die Erklärung gelesen, die trockenen Blätter sollten das Wild davon abhalten, die Knospen abzufressen.
- Herbert A
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Re: Blätter von Buchen entfernen
Servus Julian
wenn Du die Buche im Freien überwinterst kannst Du die Blätter bis zum Frühjahr dranlassen. Falls Du den Baum frostfrei überwinterst nimm die Blätter ab, weil darauf auch Schädlinge überwintern.
ciao
Herbert Aigner
wenn Du die Buche im Freien überwinterst kannst Du die Blätter bis zum Frühjahr dranlassen. Falls Du den Baum frostfrei überwinterst nimm die Blätter ab, weil darauf auch Schädlinge überwintern.
ciao
Herbert Aigner
Schön dass es dieses Forum gibt.
- heinz leitner
- Beiträge: 1022
- Registriert: 05.04.2006, 19:21
- Wohnort: Wien
Re: Blätter von Buchen entfernen
Hallo Julian
Die trockenen Blätter schützen die Knospen vor Wind und Wetter(und Sonne)
Wenn du die Buche geschützt überwinterst (was bei den Buchen besser wäre)dann mach sie runter.
Ist sauberer und Schädlinge haben keinen Unterschlupf.
Gruss Heinz
Die trockenen Blätter schützen die Knospen vor Wind und Wetter(und Sonne)
Wenn du die Buche geschützt überwinterst (was bei den Buchen besser wäre)dann mach sie runter.
Ist sauberer und Schädlinge haben keinen Unterschlupf.
Gruss Heinz
Re: Blätter von Buchen entfernen
Hallo,
danke für die Antworten, das habe ich mir schon gedacht
Die Buche(n) stehen auf meinem Balkon nicht sonderlich geschützt, dann lasse ich die
Blätter auf jeden Fall drann. Wer weiß, ob der Winter hier nicht doch noch
mal reinbricht
LG, Julian
danke für die Antworten, das habe ich mir schon gedacht
Die Buche(n) stehen auf meinem Balkon nicht sonderlich geschützt, dann lasse ich die
Blätter auf jeden Fall drann. Wer weiß, ob der Winter hier nicht doch noch
mal reinbricht
LG, Julian
- Martin_S
- Beiträge: 11766
- Registriert: 05.01.2004, 20:26
- Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'
Re: Blätter von Buchen entfernen
heinz leitner hat geschrieben:....Die trockenen Blätter schützen die Knospen vor Wind und Wetter(und Sonne)
....
Dort liegt des Pudels Kern.
Die Blätter bleiben, so habe ich das zumindest verstanden, am Baum (wie auch bei der Eiche) um einen vorzeitigen Austrieb zu verhindern. Die Knospe selber kann eigentlich kaum erfrieren, da ihre Salzfracht recht hoch ist. Das was sie aus dem Blatt an "Inhaltsstoffen" im Herbst zurückgezogen hat, schlummert dort und verhindert ein "Einfrieren" des ebenfalls enthaltenen Wassers und so die Zerstörung der Zellmembranen.
Wie Heinz sagt: wenn du sie geschütz überwinterst, dann passiert da nix.
M
Beste Grüße
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
Martin
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- kressevadder
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- Registriert: 05.07.2009, 14:02
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Re: Blätter von Buchen entfernen
Meinst du wirklich Salz?da ihre Salzfracht recht hoch
Soweit mir bekannt ist, sind auch Pflanzenzellen auf einen sehr konstanten Salzgehalt angewiesen. Als Frostschutzmittel kommt doch Zucker zum Einsatz!?
Gruß
Manfred
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- Martin_S
- Beiträge: 11766
- Registriert: 05.01.2004, 20:26
- Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'
Re: Blätter von Buchen entfernen
Hmmm?
Zucker nacht ja auch Sinn....aber ich kenne das mit dem Salz. Sollte man mal googlen.
M
Zucker nacht ja auch Sinn....aber ich kenne das mit dem Salz. Sollte man mal googlen.
M
Beste Grüße
Martin
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Martin
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- kressevadder
- Beiträge: 1580
- Registriert: 05.07.2009, 14:02
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Re: Blätter von Buchen entfernen
Man kann sie auch einfach mal zerkauen, ich kenn da nix. Muss eh noch die Spitzenknospen absammeln
Aber Sirup schmeckt im allgemeinen auch schon ehr suß als salzig.
Aber Sirup schmeckt im allgemeinen auch schon ehr suß als salzig.
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Re: Blätter von Buchen entfernen
Und, wie hat´s geschmeckt? 
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
- kressevadder
- Beiträge: 1580
- Registriert: 05.07.2009, 14:02
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Re: Blätter von Buchen entfernen
Am Start des Feldversuchts: Ahorn, Eiche, Buche, Linde.
Ergebnis: Es schmeckt einfach nur nach Blättern.
Fazit: Experiment war für die Katz! Vielleicht doch mal googlen
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Fazit: Experiment war für die Katz! Vielleicht doch mal googlen
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Re: Blätter von Buchen entfernen
Also hier mal das Ergebnis des googelns
, damit nicht alle jetzt ihre Knospen und Blätter probieren
Gefrierpunktserniedrigung und Unterkühlung .Eine Gefrierpunktserniedrigung ist eine Strategie, um ein Ausgefrieren des Wassers im Protoplasma bei Temperaturen von unter 0 °C zu verhindern. Gelöste Stoffe, die im Zellsaft aktiv angereichert werden, erniedrigen den Gefrierpunkt auf im Schnitt −1 bis −5 °C. Sie stellt einen mäßigen aber sicheren Frostschutz dar.
Eine Unterkühlung ist in wasserreichen, großzelligen Parenchymen und im Xylem labil (transiente Unterkühlung) und kann hier nur für einige Stunden aufrechterhalten werden. Zum Frostaufbruch kommt es, wenn der folgende Mechanismus nicht schnell genug greift.
Eine dritte Form des Schutzes ist die translozierte Eisbildung. Sie kommt immer im Xylem und bei manchen Samen, Knospen und in Rindengewebe vor und besteht darin, dass Wasser aus den Geweben in die Interzellularen oder andere Hohlräume, z.B. inaktive Xylemelemnte, transferiert wird und hier zu Eis gefriert. Der Zellsaft wird dadurch aufkonzentriert und so das intrazelluläre Gefrieren verzögert.
Bei einigen besonders frostharten Baumarten kommt es im Protoplasma zu einer Verglasung (Vitrifikation). Dies wird durch hohe Konzentrationen von Saccharose und anderer Zucker erreicht. In diesem Zustand können die Pflanzen auch Temperaturen in der Nähe des absoluten Nullpunktes überstehen.
Gefrierbeständigkeit.
Gefrierbeständige (gefriertolerante) Pflanzen können das Gefrieren ihres Protoplasmas überleben. Diese Form der Frostresistenz ist in Gebieten mit strengem Frost nötig. Zur Erlangung der Gefrierbeständigkeit werden kältestabile Phospholipide in die Biomembranen eingebaut sowie im Cytoplasma lösliche Kohlenhydrate, Polyole ( wie etwa Glycol , kennt man doch noch ... damit haben einige Winzerjungs ihren Wein süßer gemacht
), niedermolekulare Stickstoffverbindungen (Aminosäuren, Polyamine) und wasserlösliche Proteine akkumuliert. Eine Rolle bei der Gefrierverhinderung spielen Frostschutzproteine (AFPs), hydrophile Proteine, die sich irreversibel an Eiskristalle binden und deren weiteres Wachstum verhindern. AFPs sind vor allem aus winterharten Nutzpflanzen (Roggen, Weizen, Gerste etc.) bekannt.
Eine weitere, mehr ökologische Erklärung für das Belassen der Blätter an z.B. Buchen bis in das Frühjahr hinein ist ... das Buchenlaub wird recht schnell von Mikroorganismen und Pilzen in den Biokreislauf zurückgeführt. Würde die Buche bereits im Herbst ihr Laub abwerfen, würde das Fallaub von den Herbstwinden mit höherer Wahrscheinlichkeit verdriftet werden und wäre nicht mehr für die Pflanze selbst im Recyclingprozeß nutzbar. Geschieht dies aber im Frühjahr zur Zeit der Knospenöffnung, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Fallaub unter dem Baum landet und verarbeitet und genutzt werden kann, bringt also Vorteile in Bezug auf Konkurrenz.
saludos
avicenna
Gefrierpunktserniedrigung und Unterkühlung .Eine Gefrierpunktserniedrigung ist eine Strategie, um ein Ausgefrieren des Wassers im Protoplasma bei Temperaturen von unter 0 °C zu verhindern. Gelöste Stoffe, die im Zellsaft aktiv angereichert werden, erniedrigen den Gefrierpunkt auf im Schnitt −1 bis −5 °C. Sie stellt einen mäßigen aber sicheren Frostschutz dar.
Eine Unterkühlung ist in wasserreichen, großzelligen Parenchymen und im Xylem labil (transiente Unterkühlung) und kann hier nur für einige Stunden aufrechterhalten werden. Zum Frostaufbruch kommt es, wenn der folgende Mechanismus nicht schnell genug greift.
Eine dritte Form des Schutzes ist die translozierte Eisbildung. Sie kommt immer im Xylem und bei manchen Samen, Knospen und in Rindengewebe vor und besteht darin, dass Wasser aus den Geweben in die Interzellularen oder andere Hohlräume, z.B. inaktive Xylemelemnte, transferiert wird und hier zu Eis gefriert. Der Zellsaft wird dadurch aufkonzentriert und so das intrazelluläre Gefrieren verzögert.
Bei einigen besonders frostharten Baumarten kommt es im Protoplasma zu einer Verglasung (Vitrifikation). Dies wird durch hohe Konzentrationen von Saccharose und anderer Zucker erreicht. In diesem Zustand können die Pflanzen auch Temperaturen in der Nähe des absoluten Nullpunktes überstehen.
Gefrierbeständigkeit.
Gefrierbeständige (gefriertolerante) Pflanzen können das Gefrieren ihres Protoplasmas überleben. Diese Form der Frostresistenz ist in Gebieten mit strengem Frost nötig. Zur Erlangung der Gefrierbeständigkeit werden kältestabile Phospholipide in die Biomembranen eingebaut sowie im Cytoplasma lösliche Kohlenhydrate, Polyole ( wie etwa Glycol , kennt man doch noch ... damit haben einige Winzerjungs ihren Wein süßer gemacht
Eine weitere, mehr ökologische Erklärung für das Belassen der Blätter an z.B. Buchen bis in das Frühjahr hinein ist ... das Buchenlaub wird recht schnell von Mikroorganismen und Pilzen in den Biokreislauf zurückgeführt. Würde die Buche bereits im Herbst ihr Laub abwerfen, würde das Fallaub von den Herbstwinden mit höherer Wahrscheinlichkeit verdriftet werden und wäre nicht mehr für die Pflanze selbst im Recyclingprozeß nutzbar. Geschieht dies aber im Frühjahr zur Zeit der Knospenöffnung, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Fallaub unter dem Baum landet und verarbeitet und genutzt werden kann, bringt also Vorteile in Bezug auf Konkurrenz.
saludos
avicenna


