zu achim73: Er schrieb : "... Die Pflanze ist vollversorgt. Ob jetzt mit Mykhorrhiza ... ist ihr doch völlig egal.
@ Chris :
Was sagt uns das ? Eigentlich nur , das die japanischen zweinadeligen Arten Pinus densiflora und Pinus thunbergia sowie auch Pinus parviflora im Klima Japans bei organischer Düngung phantastisch wachsen. Wir kennen ja alle die Meisterwerke von Kimura, Kobayashi, Daizo Iwasakis etc.
Aus diesem Grund ziehe ich eine unserem Klima angepasste einheimische Art nämlich Pinus sylvestris.
Dein "wissenschaftliches Faktum" ist ja der Grund dafür, das es bei organischer Düngung nicht zur Überdüngung kommt.
Unter 12 Grad werden auch nur sehr geringe Mengen N von unserer deutschen Kiefer gebraucht, da ihre Stoffwechsel /Wachstumsrate noch gering ist. Die japanischen Arten haben gewiss noch niedrigeren N Bedarf bei solch niedrigen Temperaturen. Deshalb versagen sie ja regelmäßig in unsrem kälteren Klima, besonders wenn sie dem "Bonsaistress" unterworfen werden. Die Kälte resistente deutsche Waldkiefer kann also in Deutschland ganz ähnlich hervorragende Ergebnisse mit rein organischer Düngung liefern wie die japanischen Kiefern in Japan.
@ Achim:
Die Mykhorrhiza ist eben nicht entbehrlich. Es ist eben nicht völlig egal ob sie da ist. Ihr Vorhandensein liefert ja gerade die beschriebene Resistenz gegen Schädlinge, Dürre, Hitze, Kälte. Die aktive Wurzeloberfläche ist um ein vielfaches größer wenn sie vorhanden ist. Sie ist nicht ohne Grund im Laufe der Evolution entstanden. Das Substratgefüge wird sehr wohl von der Düngung beeinflusst, nämlich durch das Bodenleben. Bei org. D. positiv und bei min. D negativ.
@Dirk K : In Japan darf ein Azubi und späterer Gärtner erst nach Jahren alle Arbeiten an Niwaki Kiefern selbst durchführen. Das die Japaner die Kultur der Kiefer im japanischen Garten sowie im Bonsai perfektioniert haben wird wohl kaum jemand bestreiten können. Da als Europäer ebenbürtig oder gar überlegen sein zu wollen möchte ich ein wenig in Frage stellen.
Mineralische Düngung ist unverzichtbar und im wahrsten Sinne überlebenswichtig für die Menschheit. Im gewachsenen Boden und bei Eintrag von organischer Masse ist sie auch nachhaltig und "alternativlos". Bei der Kultur in geschlossenen Systemen (offene wären eine Umweltkatastrophe
Ich finde den Austausch von Informationen, auch in Wiederholung, jedenfalls sehr spannend.
Gruß
Joseph


