http://ibonsaiclub.forumotion.com/t8980 ... -of-nature
Wenn ein Baum nach Jahr(hundert) und Tag sich dem Gleichklang seiner Artgenossen durch Zufall und gegen alle Intention seines Gestalters entzieht, ist die Individualität dann noch eine Frage der Gestaltung? Kann man sie dann als Argument für diese Gestaltungsidee heranziehen, wenn sie deren Ansatz ad adsurdum führt?du tust diesen von mir beschriebenen jap.Kiefernbonsai Unrecht.
Sie sind sehr wohl individuell. Zur "Individualisierung" reichen die Unwägbarkeiten der Natur während der 30-50 Jahre dauernden Anzucht zum "reifen" Bonsai völlig aus. (genetisch unterschiedliche Veranlagung, überstandene Krankheiten,Pflegefehler,Unglücke etc.) Nach diesen Jahrzehnten sind die Überlebenden alle Individuen und garantiert nicht langweilig.
Ist das ein Grund, an deren Vorlagen hängenzubleiben? Sind die Dinge, die wir Europäer mit den Japanern gemeinhaben, wirklich gerade die erstrebenswertesten Eigenarten? Wissen wir überhaupt genug über die asiatischen Völker, um so eine These in die Welt zu setzen? Sind Nüchternheit und Sparsamkeit nicht vielleicht nur eine Mode des letzten Jahrhunderts oder vielleicht nur Äußerlichkeiten, die mit einer wiklichen Ähnlichkeit wenig zu tun haben?Noch ähneln wir doch eher Japan als dem übrigen Asien. (Nüchternheit,Sparsamkeit etc.)


