heute habe ich mich mal durchgerungen um ein paar Fotos von einer meiner Lärchen zu machen.
Den Baum habe ich bei uns in einer Kiesgrube ausgegraben (2009), leider ist mir letzten Frühjahr die Spitze dürr geworden-hab dann einen Jin drausgemacht.
Gedrahtet wurde sie letzten Herbst, nur irgendwie gefällt sie mir noch nicht wirklich und die Äste stehen alle parallel zu einander...
Vielleicht wisst ihr ja wies weitergehen soll.
Entschuldigt der Fotos halber, gelobe Besserung!
Mfg, Manuel
Zuletzt geändert von Haubitzn am 11.02.2012, 23:43, insgesamt 1-mal geändert.
vom durchkommen her mache ich mir überhaupt keine Sorgen-Lärchen kommen extrem gut mit der Kälte klar (siehe Hochgebirge).
Leider wie Achim und du erwähnst sind die Äste genau gegenüber, also jeden 2 rausmachen-welche?
Ja, das Material ist nicht gerade das beste, eine meiner vielen, vielen Anfangssünden. Betreibe das Hobby ja auch erst 5 Jahre.
Aber ich hänge an dem Baum und würde irgendwie doch noch ein wenig was draus machen.
Stammdicke wäre gut 4 cm und dieses Jahr kriegt er Hühnermist....
@ Achim
Du schreibst die Äste sollten am Ansatz mehr nach unten gezogen werden (leuchtet mir ein)-hast du bei Lärchen Erfahrungen bezügl. Keilschnitt, oder geht das nur gut bei Laubbäumen so gut?
Habe mir gedacht, ich mache den oberen rechten Ast ebenfalls einem Jin!?
Mfg, Manuel
P.s. Natürlich gehts erst im Frühjahr weiter, bzgl. gestalten...
Haubitzn - wenn avicenna das empfiehlt, ist das eine Stimme im Chor. Andere empfehlen den «undercut», also den Keilschnitt von unten. Die Bedenken, so würde die Saftbahn irgendwie beschädigt, sind m.E. akademischer Natur. Praktisch hat sich das nicht bestätigt, bei mehreren Autoren nicht und bei mir auch nicht. Ich finde den «undercut» im Endresultat schöner, mit den «Schulter-Skrofeln» (auf avicennas Bildern gut zu sehen) kann ich mich nicht so anfreunden.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
Hallo,
ich würde aus sicherheitsgründen zunächst mal alle 6 Äste herunterbrechen. Vielleicht auch Testzwecken drei mit Einschnitt oben und drei mit Einschnitt unten?
Wenn nach einigen Monaten klar ist welche Äste die Prozedur überstanden haben, kannst du immer noch die übrigen gegenständigen Äste entfernen.
achim73 hat geschrieben:hmm..interessant. wie weit schneidest du den keil ein ?
Nicht immer gleich natürlich, aber durchaus bis zur Hälfte oder sogar etwas drüber. Wichtig ist der Winkel, den muss man abschätzen. Es ist ziemlich egal, solange nicht alles kaputtgemacht wird: Ein Teil der Rinde durchtrennt, der Rest zerrissen. Was die Saftbahnen angeht, wird im andern Thema ängstlich übertrieben. Eine Lärche ist kein Wacholder.
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(Thoreau)
Habs nicht vergessen: So sieht eine dieser Stellen aus. Beim roten Pfeil habe ich den Ast ziemlich stark eingeschnitten und mit dickem Draht in den gewünschten Winkel gebracht. Nach einer Saision hält sowas. Die Lärche ist wahrscheinlich eine decidua x kaempferi, spielt aber keine grosse Rolle.
larix_undercut1.jpg (19.91 KiB) 1281 mal betrachtet
Blick von zwei Seiten auf die «Naht». Wie man sieht, sieht man nicht viel. Lärchenborke verhält sich fast wie Ulmeborke in der Beziehung.
larix_undercut2.jpg (28.74 KiB) 1281 mal betrachtet
Und ja - der starke Ast nach unten ist ein Problem. Weiss ich. Nicht das einzige an diesem Ding.
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(Thoreau)