Stellplatz ist ein Südwest-Fensterbrett im Freien. Der Baum steht seit Anfang Mai draußen und wird alle 2 Tage „getaucht“.
Das Moos habe ich zur besseren Wasserstands Kontrolle komplett entfernt.
Den Stamm habe ich bis zum Wurzelteller „freigelegt“ und somit einen besseren Wurzelansatz erhalten und zudem ca. 3 bis 4 cm an Höhe gewonnen. (Gesamthöhe: ca.: 25 cm vom Schalenrand)
Die neue, ovale, glasierte, rot-schwarz gesprenkelte Schale mit Untersetzer korrespondiert mit den tiefgründen, ledrigen Blättern, gibt die Aussage des Baumes wieder und unterstreicht die Natürlichkeit der Gestaltung. Ich habe Sie gegen die typische Baumarkt-Schale ausgetauscht.
Das neue Substrat besteht aus Akadama, Blähton und Weißtorf-Baumschulsubstrat. Akadama und Blähton sorgen für eine lockere, körnige Struktur im Substrat, Weißtorf sorgt für die ausreichende Wasserspeicherung. Als Drainageschicht habe ich harten, gebrannten Pflanzenton (für Hydrokulturen) auf den Schalenboden gestreut. Wie weit bekannt, bestand das ursprüngliche Substrat aus festem Lehm und musste dringendst gewechselt werden.
Durch den festen Lehm und dem längst überfälligen Wurzelschnitt habe ich den Baum kaum aus der Schale bekommen. (Ich war schon fast davor die Schale zu zerbrechen.) Viele Wurzeln wurden beim Heraushebeln beschädigt. Ich musste viele Wurzeln wegschneiden und es hatte sich, durch die Pflanztiefe, eine ca. 1 cm dicke Schicht Wurzeln über dem Stammansatz gebildet, die ich ebenfalls entfernt habe. Ich hoffe, dass ich nicht zu viel weggeschnitten habe.
Am Baum selbst habe ich sämtliche Äste entfernt, die frontal auf den Betrachter hinlaufen oder weglaufen. Die Äste im unteren Bereich, rechts und links, habe ich minimal durch Garn harmonischer gebogen bzw. gezogen.
Die Spitze die in der Ausgangsform völlig senkrecht war, habe ich durch massiven Kraft- und Drahteinsatz um ca.: 40-45° gebogen. Somit wirkt der Baum wesentlich, in einer Art windgepeitscht, natürlicher. Dabei ist mir allerdings die Wundstelle ein wenig mehr aufgegangen.
