In diesem Frühjahr hab ich bei uns in der Baumschule eine Sal-Weide gerettet (wuchs als Unkraut im Container einer anderen Pflanze). Hab sie dann erstmal in einen 3l-Topf getopft und mich gefreut wies wächst (was für eine Kunst bei einer Weide
Nun habe ich zufällig entdeckt, dass es durchaus Bonsaiweiden gibt und da hat mich natürlich schon die Neugierde gepackt, ob ich das auch schaffe. Problem: Ich war eine Woche im Urlaub und konnte nicht gießen. Das Ergebnis waren umfangreiche Vertrocknungserscheinungen am Austrieb. Nun habe ich die Weide ein bisschen zurückgeschnitten und zwar auf Außenauge (kenne das so von Ziergehölzen und Obst). Ist das bei Bonsai richtig?
Die Pflanze ist jetzt etwa 40cm hoch, die Teile vom Austrieb die noch dran sind, sind ungefähr 10cm lang. Die Pflanze hat mit starkem Austrieb aus allen Rohren reagiert (fast jede verfügbare Knospe treibt jetzt neu durch). Bringt das jetzt schon gesteigertes Dickenwachstum? So wie ich das vertsehe muss ich ja zuerst versuchen, dass der Stamm und die Äste dicker werden, bevor ich überhaupt ans drahten denken kann, oder? (Sorry, dass die Bilder so räudig aussehen, habe zur Zeit nur ne 2megapixel Kamera zur Verfügung -.-)
Mein Traum wäre es, aus ihr einen Bonsai zu gestalten mit so einem schönen, mehrstämmigen V-förmigen Habitus wie so eine alte Weide (siehe unten). Glaubt ihr, das ist möglich? Kann ich sie erstmal im 3l-Topf lassen oder ist das zu großzügig? Habe gelesen, dass so ein Sämling erst nach 10-12 Jahren in eine Bonsaischale gesetzt wird, stimmt das?
Würde mich freuen, wenn jemand was weiß


