ich schreibe diesen beitrag, weil ich mir vorstellen kann, dass viele von euch, gerade die anfänger, vielleicht ähnliches material zuhause haben und die eine oder andere anregung mitnehmen können.
im herbst 2008 hat mir eine bekannte ein kleines geschenk mitgebracht, einen "minibonsai" für nen fünfer aus dem baumarkt.

(ligustrum sinensis)
ok. soweit, so gut. weil mir von anfang an klar war, dass das bestimmt kein wirklich guter baum werden könnte, habe ich beschlossen, dran einmal den "chinese-hackback"-style auszuprobieren, d.h. die gestaltung komplett ohne draht. die ersten jahre habe ich das bäumchen nur gepflegt, in form geschnitten und untere äste zwecks verdickung frei wachsen lassen. jeweils im frühjahr 2009 und 2010 wurde umgetopft, dabei nach und nach das gesamte alte substrat entfernt. zur langsamen verbesserung des wirklich schlechten wurzelansatzes habe ich eine schicht spaghnum aufgelegt. abmoosen tu ich mir bei dem baum nicht an.
im frühjahr 2012 sind mir leider durch einen pflegefehler die meisten innerern zweige abgestorben. daher wurde nur etwas pinziert und gut gedüngt, um den baum wieder zu kräften zu bringen. seit ende april steht er draussen und sah am 29.06.2012 so aus:
durch die innere verkahlung wurde klar, das nun der zeitpunkt für einen starken rückschnitt gekommen war.
ich habe dabei versucht, immer nur
- kreuzende äste
- astquirle
- zu lange gerade abschnitte
zu entfernen.
einiges habe ich noch stehen lassen, um zu sehen, wo der baum neu austreibt. das wird dann später noch zurückgenommen. dann gabs noch eine ladung saidung und jetzt geht es wieder ab in die sonne
...to be continued...