Satsuki umtopfen
Satsuki umtopfen
Hallo,
nachdem mir nun schon die zweite Satsuki nach dem Umtopfen das Zeitliche gesegnet hat, nehme ich stark an, dass das an meiner Technik liegt. Was mache ich falsch?
Ich glaube mich zu erinnern, dass ich hier schon gelesen habe, man solle beim Umtopfen mit dem Wuzelschnitt etwas zurückhaltend sein. Kann es sein, dass ich doch etwas zu viel abgeschnitten habe?
nachdem mir nun schon die zweite Satsuki nach dem Umtopfen das Zeitliche gesegnet hat, nehme ich stark an, dass das an meiner Technik liegt. Was mache ich falsch?
Ich glaube mich zu erinnern, dass ich hier schon gelesen habe, man solle beim Umtopfen mit dem Wuzelschnitt etwas zurückhaltend sein. Kann es sein, dass ich doch etwas zu viel abgeschnitten habe?
Re: Satsuki umtopfen
Hallo Rolf,
damit wir Dir in dieser Angelegenheit helfen können, wirst Du uns noch viel mehr Informationen geben müssen!
Wann hast Du Deine Azaleen umgetopft?
Wie bist Du vorgegangen?
Welches Substrat hast Du verwendet und worin standen die Azaleen vorher?
Wie lange waren sie nicht umgetopft worden?
Wie alt waren Deine Azaleen?
Übrigens ist eine typische Gefahr nach dem Umtopfen, dass man hinterher zu wenig gießt. Das noch nicht wieder durchwurzelte Substrat bleibt länger feucht, während der alte Kernballen in Stammnähe schnell unbemerkt trocknet. Wartet man, bis das neue Substrat außen trocken wird, kann der Baum inzwischen schon einen Schaden bekommen.
Liebe Grüße,
Heike
damit wir Dir in dieser Angelegenheit helfen können, wirst Du uns noch viel mehr Informationen geben müssen!
Wann hast Du Deine Azaleen umgetopft?
Wie bist Du vorgegangen?
Welches Substrat hast Du verwendet und worin standen die Azaleen vorher?
Wie lange waren sie nicht umgetopft worden?
Wie alt waren Deine Azaleen?
Übrigens ist eine typische Gefahr nach dem Umtopfen, dass man hinterher zu wenig gießt. Das noch nicht wieder durchwurzelte Substrat bleibt länger feucht, während der alte Kernballen in Stammnähe schnell unbemerkt trocknet. Wartet man, bis das neue Substrat außen trocken wird, kann der Baum inzwischen schon einen Schaden bekommen.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Satsuki umtopfen
Hallo Heike,
danke für die fixe Antwort.
Umgetopft habe ich sie im März, nachdem ich hier gelesen habe, dass das besser sei und auch die Blüte nicht beinträchtigt werde.
Die eine stand in durchlässigem Substrat, die andere in Kanuma. Neu getopft habe ich beide in Kanuma.
Sie standen drei Jahre im alten Substrat. Alter ca. 10 bzw. 6 Jahre.
Ich muss noch dazu sagen, dass sie beide nicht sehr kraftstrotzend aus der Überwinterung kamen.
Kann es sein, dass ich im Winter zu viel gegossen habe (ca. alle 10 Tage)? Sie haben im Winter diesmal extrem viele Blätter verloren.
danke für die fixe Antwort.
Umgetopft habe ich sie im März, nachdem ich hier gelesen habe, dass das besser sei und auch die Blüte nicht beinträchtigt werde.
Die eine stand in durchlässigem Substrat, die andere in Kanuma. Neu getopft habe ich beide in Kanuma.
Sie standen drei Jahre im alten Substrat. Alter ca. 10 bzw. 6 Jahre.
Ich muss noch dazu sagen, dass sie beide nicht sehr kraftstrotzend aus der Überwinterung kamen.
Kann es sein, dass ich im Winter zu viel gegossen habe (ca. alle 10 Tage)? Sie haben im Winter diesmal extrem viele Blätter verloren.
Re: Satsuki umtopfen
Hallo Rolf,
das hört sich erstmal alles nicht verkehrt an.
Wenn die Bäume nicht sehr groß sind, was ich bei so jungen Exemplaren vermute, würde ich aber lieber alle zwei Jahre umtopfen.
Zu viel Nässe im Winter kann schon mal ungesund sein. Wie hast Du die Azaleen überwintert, standen sie draußen oder waren sie im Kalthaus?
Der Winter war ja recht problematisch, erst so mild und im Februar dann starker Frost.
Meine Azaleen haben diesen Winter trotz Kalthaus auch viele Blätter verloren, sich aber im Frühjahr schnell wieder regeneriert.
LG, Heike
das hört sich erstmal alles nicht verkehrt an.
Wenn die Bäume nicht sehr groß sind, was ich bei so jungen Exemplaren vermute, würde ich aber lieber alle zwei Jahre umtopfen.
Zu viel Nässe im Winter kann schon mal ungesund sein. Wie hast Du die Azaleen überwintert, standen sie draußen oder waren sie im Kalthaus?
Der Winter war ja recht problematisch, erst so mild und im Februar dann starker Frost.
Meine Azaleen haben diesen Winter trotz Kalthaus auch viele Blätter verloren, sich aber im Frühjahr schnell wieder regeneriert.
LG, Heike
Re: Satsuki umtopfen
Hallo Heike,
über ein Kalthaus verfüge ich leider nicht, passt nicht in meinen Reihenhaus-Garten.
Im Kellerabgang habe ich mit einer Gittertür und Acrylplatten einen geschützten Raum von ca. 2 qm geschaffen.
Darin steht ein Gitterregal mit 4 Etagen für die Bonsai. Zusätzlich beleuchtet wird der Raum mit 4 Florasoft-Röhren für 14 Stunden am Tag.
In diesem Raum erreiche ich eine positive Temperaturdifferenz zur Außentemperatur von ca. 6-8 Grad. Bei extremen Temperaturen stelle ich eine oder zwei Petroleumlampen dazu und bleibe damit immer über der Frostgrenze.
über ein Kalthaus verfüge ich leider nicht, passt nicht in meinen Reihenhaus-Garten.
Im Kellerabgang habe ich mit einer Gittertür und Acrylplatten einen geschützten Raum von ca. 2 qm geschaffen.
Darin steht ein Gitterregal mit 4 Etagen für die Bonsai. Zusätzlich beleuchtet wird der Raum mit 4 Florasoft-Röhren für 14 Stunden am Tag.
In diesem Raum erreiche ich eine positive Temperaturdifferenz zur Außentemperatur von ca. 6-8 Grad. Bei extremen Temperaturen stelle ich eine oder zwei Petroleumlampen dazu und bleibe damit immer über der Frostgrenze.
Re: Satsuki umtopfen
Hallo Rolf,
das hört sich wirklich gut an, was Du Dir da gebaut hast.
Eigentlich würde ich denken, dass wenn Du keinen übertriebenen Wurzelschnitt gemacht hast und die Wurzeln auch nicht wild ausgekämmt hast o.ä., das Azaleenproblem am Gießen gelegen hat. Den Winter über vielleicht tatsächlich zu nass und / oder nach dem Umtopfen in Stammnähe zu trocken - das wäre eine Möglichkeit.
Liebe Grüße,
Heike
das hört sich wirklich gut an, was Du Dir da gebaut hast.
Eigentlich würde ich denken, dass wenn Du keinen übertriebenen Wurzelschnitt gemacht hast und die Wurzeln auch nicht wild ausgekämmt hast o.ä., das Azaleenproblem am Gießen gelegen hat. Den Winter über vielleicht tatsächlich zu nass und / oder nach dem Umtopfen in Stammnähe zu trocken - das wäre eine Möglichkeit.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Satsuki umtopfen
Danke Heike, ich fürchte, mein Wurzelschnitt war zu radikal.
Habe mir bei Enger zwei Jungpflanzen bestellt und versuche es nochmal.
Habe mir bei Enger zwei Jungpflanzen bestellt und versuche es nochmal.
Re: Satsuki umtopfen
Hallo Rolf
Ich denke der fehler liegt bei der überwinterung 14 stunden licht am tag, ist nicht wirklich winter.
SG
Uwe
Ich denke der fehler liegt bei der überwinterung 14 stunden licht am tag, ist nicht wirklich winter.
SG
Uwe
Re: Satsuki umtopfen
Hallo Heike,
eine Frage hätte ich noch an Dich in diesem Zusammenhang.
Wie ich schon sagte, kam meine Satsuki nicht sehr gesund aus der Überwinterung.
Nun denke ich dabei auch an Welkepilze. Könnte das sein?
Nun zu meiner Frage:
Kann man Aliette pilzfrei auch prophylaktisch anwenden, ohne dass die Pflanze dabei Schaden nimmt?
Wie siehst Du das?
Vielen Dank und Gruß
eine Frage hätte ich noch an Dich in diesem Zusammenhang.
Wie ich schon sagte, kam meine Satsuki nicht sehr gesund aus der Überwinterung.
Nun denke ich dabei auch an Welkepilze. Könnte das sein?
Nun zu meiner Frage:
Kann man Aliette pilzfrei auch prophylaktisch anwenden, ohne dass die Pflanze dabei Schaden nimmt?
Wie siehst Du das?
Vielen Dank und Gruß
- Josef Knieke
- BFF-Autor
- Beiträge: 2282
- Registriert: 25.08.2010, 21:19
- Wohnort: Niedersachsen
- Kontaktdaten:
Re: Satsuki umtopfen
runger hat geschrieben:Hallo Heike,
Nun zu meiner Frage:
Kann man Aliette pilzfrei auch prophylaktisch anwenden, ohne dass die Pflanze dabei Schaden nimmt?
Wie siehst Du das?
.....ich bin zwar nicht Heike, kann es dir aber auch beantworten! JA, kannst du!!
Gruß
Josef
PS: wenn deine Azalee sichtbar geschwächt aus dem Winterquartier kommt, lass es mit dem Umtopfen und verschieb es auf einen anderen Termin!!
http://www.bonsai-arbeitskreis-hildesheim.de/
AK-Treffen jeden 2. Samstag im Monat
AK-Treffen jeden 2. Samstag im Monat
Re: Satsuki umtopfen
Hallo Rolf,
Josef hat es auch schon geschrieben, Aliette kann man ruhig anwenden, wenn eine Azalee schwächelt. Laut Beipackzettel hat es auf Rhododendren sogar eine vitalisierende Wirkung und ich habe auch immer die Erfahrung gemacht, dass Azaleen sehr gut darauf ansprechen.
Gesunde Azaleen würde ich aber nicht damit behandeln, wozu auch.
Geschwächte Azaleen sollte man natürlich auf keinen Fall einem starken Wurzelschnitt unterziehen, das kann ja eigentlich nur schief gehen. Auch da bin ich mit Josef einig!
LG, Heike
Josef hat es auch schon geschrieben, Aliette kann man ruhig anwenden, wenn eine Azalee schwächelt. Laut Beipackzettel hat es auf Rhododendren sogar eine vitalisierende Wirkung und ich habe auch immer die Erfahrung gemacht, dass Azaleen sehr gut darauf ansprechen.
Gesunde Azaleen würde ich aber nicht damit behandeln, wozu auch.
Geschwächte Azaleen sollte man natürlich auf keinen Fall einem starken Wurzelschnitt unterziehen, das kann ja eigentlich nur schief gehen. Auch da bin ich mit Josef einig!
LG, Heike
Re: Satsuki umtopfen
Hallo,
da nun zwei Azaleen-Experten dabei sind, benutze ich die Gelegenheit, eine provokative Frage nachzuschieben:
Stimmt es denn, dass man beim Umtopfen von Azaleen nicht das ganze alte Substrat entfernen darf, sondern hier nur schrittweise vorgehen soll? Das würde im Klartext heißen, ein wurzelnacktes Umtopfen durch komplettes Ausspülen des alten Substrates ist möglicherweise tödlich.
Wenn ja, wie kann dann jemals die alte Erde im Ballenkern unter dem Stamm entfernt werden?
da nun zwei Azaleen-Experten dabei sind, benutze ich die Gelegenheit, eine provokative Frage nachzuschieben:
Stimmt es denn, dass man beim Umtopfen von Azaleen nicht das ganze alte Substrat entfernen darf, sondern hier nur schrittweise vorgehen soll? Das würde im Klartext heißen, ein wurzelnacktes Umtopfen durch komplettes Ausspülen des alten Substrates ist möglicherweise tödlich.
Wenn ja, wie kann dann jemals die alte Erde im Ballenkern unter dem Stamm entfernt werden?
-
jupp
Re: Satsuki umtopfen
In den meisten Fällen sind Azaleen aus Japan von klein auf in Kanuma getopft. Wird der kompakte Ballen nach unten vom Rand her gut ausgekämmt (mit Vorsicht vorher das Substrat mit Stäbchen gelockert), kann rundum segmentweise eingeschnitten werden. Das Ganze sollte möglichst im Frühjahr (März) passieren. Den Ballen dabei öfter einsprühen, damit die feinen Wurzeln nicht austrocknen. Ganz ausspülen würde ich solch einen Wurzelballen nie, sondern von unten her kürzen und an den Seiten nur das abschneiden was unbedingt weg kann. Wieder in Kanuma getopft und mit einem Azaleendünger gedüngt wird alsbald frischer Austrieb zu sehen sein. Nach der Blüte, so ca. Mitte bis Ende Juni werden die alten Blütenstände ausgezupft( mit Fruchtstände) und die Etagen in Form geschnitten. Nie austrocknen lassen und die Feuchtigkeit auch im Winter überprüfen, d.h. nicht nass sondern feucht. Mit Kanuma als Substrat ist das sehr leicht zu kontrollieren.
Re: Satsuki umtopfen
Ja, das ist so. Azaleenwurzeln entwickeln sich als ganz feiner Filz, den man eh nicht auseinander bekommt, ohne einiges kaputt zu machen, mit Ausspülen ist auch nicht viel möglich. Deswegen vorsichtig arbeiten, wie auch Jupp es schon geschildert hat.runger hat geschrieben:Stimmt es denn, dass man beim Umtopfen von Azaleen nicht das ganze alte Substrat entfernen darf, sondern hier nur schrittweise vorgehen soll? Das würde im Klartext heißen, ein wurzelnacktes Umtopfen durch komplettes Ausspülen des alten Substrates ist möglicherweise tödlich.
Ja, das kann man schon, aber dann muss man an den Seiten die Wurzeln intakt lassen. Wie Du schon schreibst, alles schön schrittweise, nicht zu viel auf einmal machen.runger hat geschrieben:Wenn ja, wie kann dann jemals die alte Erde im Ballenkern unter dem Stamm entfernt werden?
LG, Heike
Re: Satsuki umtopfen
Danke an Euch!


