bonsaiheiner hat geschrieben:stammt das Totholz aus dem Asco-Tal vom Mt. Cinto-Gebiet?
Hallo Heiner,
nein ... dort oben war ich natürlich auch ... einfach wunderbar urtümlich. Das Totholz ist von Aiguilles de Bavella Richtung Solenzara , aus einem der Flußtäler dort. Dort sind riesige Granitbadewannen und links und rechts gehen die Felswände hoch bewachsen mit Wacholder, Korkeiche, Steineiche , Erica aborea ... einfach atemberaubend... aber du kennst es ja selbst

).
Urikawa hat geschrieben:Heisst dies das du in jedenfall den Leidtrieb schneiden wirst um so damit einen sehr compacten Baum aufzubauen damit die Apikal Domnianz nicht deine arbeit zerstört?
Hallo Urikawa, die angesetzte Itoigawa-Rute ( Ast mit Seitenverzweigungen)stammt aus einer Abmoosung. Vor 4 Monaten hab ich den Zweig vorbereitet und jetzt "geerntet" ... das geht viel schneller als Stecklinge aus langen Ästen zu machen. Den abgetrennten Ast (Rute) mit seinem kleinen voll bewurzelten Abmoosbeutel hätte ich auch zunächst in einen seperaten Topf setzen können um ihm einen guten Start zu verschaffen. Dies habe ich aus den oben genannten Gründen nicht getan sondern ( in meinem mir eigenen Aktionismus

) habe ich ihn gleich zu einem Tanuki gesetzt. Durch Fräsen einer Höhlung im Totholz und zweier Leitfugen habe ich lediglich den sich in zwei "Stämme" verzweigenden Ast in diese Fugen gesetzt. Beschnitten habe ich noch garnichts, weil ich die Theorie vertrete, dass das Grün von Immergrünen in besonderem Maße zur Wurzelbildung nötig ist und sie unterstützt.
Also Apikaldominanz und Verzweigung steht jetzt als Problem noch garnicht an, sondern lediglich ein gesundes Einwachsen des "Großstecklings".
Mittels dünner Schrauben ( ... mein oben erwähnter Aktionismus

) hab ich die Leitäste am Totholz verschraubt. Wenn vielleicht am Ende des nächsten Jahres der J.Itoigawa gut eingewachsen ist, werde ich im Winter oder zeitigem Frühjahr versuchen, die Rinde der Äste die mit den Totholzfugen verwachsen sollen zu entfernen und mittels Schraubzwingen und weiteren Schrauben einen engen Schluß zu erreichen und ein dichtes anwachsen zu erzielen. Ich wähle dafür das zeitige Frühjahr weil der Saftfluß in der Rinde dann verringert ist und durch ein Biegen die Rinde sich so leicht vom Holz löst.
Aber bis dahin soll er erst einmal sfatig anwachsen und viel Zuwachs machen ...
saludos
avicenna