Fuchsie: Wollläuse bekämpft -> Rußtaupilz zurückgeblieben?

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Sergio89
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Fuchsie: Wollläuse bekämpft -> Rußtaupilz zurückgeblieben?

Beitrag von Sergio89 »

Hallo zusammen,
ich lese hier schon seit ein paar Monaten und dies ist jetzt mein erster Post in diesem Forum. :) Allerdings ist der Anlass nicht so schön und zwar habe ich zwei Probleme. :( Fotos habe ich gemacht.

Ich bin jetzt seit circa einem dreiviertel Jahr im Besitz eines Ficus. Habe ihn bei Ikea gekauft :oops: und mich dann langsam in das Thema Bonsai eingelesen. Nach einiger Zeit habe ich mir den Rat zu Herzen genommen mir noch ein paar "Bonsai" zuzulegen um den Ficus nicht totzupflegen. Es folgten also eine Duranta und vor kurzer Zeit eine Fuchsie. Seitdem haben die Fuchsie und ich ein paar Probleme.

Als ich die Duranta gekauft habe, habe ich schon überlegt mir eine von den Fuchsien zuzulegen. Da die aber etwas schlapp aussahen habe ich es damals gelassen. Weil meine Freundin die Fuchsien so schön fand und ich mir gedacht habe, dass ich die bestimmt wieder aufpäppeln könnte, habe ich mir dann doch die fitteste von denen die da standen vor zwei Wochen gekauft.

Im Laden habe ich schon gesehen dass alle drei Fuchsien von irgendwas, eine Gärtnerin hat mir gesagt dass es Wollläuse waren, befallen waren. Nachdem die befallenen Blätter abgenommen und die noch auffindbaren Läuse entfernt wurden, sah die die ich mir ausgesucht habe aber ziemlich fit aus. Ich habe die Fuchsie also trotzdem mitgenommen, 10 Euro günstiger bekommen und zuhause hatte ich eh noch das systemisch wirkende "Schädlingsfrei Careo" von Celaflor stehen. Ich habe die Fuchsie jetzt schon zweimal damit behandelt und es sieht aus als hätten sich die Viecher tatsächlich verzogen.
Ich habe aber gelesen dass die Eier von (manchen?) Wollläusen im Boden sitzen, muss ich die Fuchsie jetzt also immernoch umtopfen? Soll heissen einfach alte Erde entfernen und neue dran? Oder sollte die zweite Behandlung - ca. 10 Tage nach der ersten, eher mehr - auch die nach dem Schlüpfen gekillt haben?


Das andere Problem ist dringender: langsam aber sicher "vertrocknen" die Blätter und fallen ab, es sind kaum noch welche da. Ich dachte wegen den Läusen dass es sich um Rußtaupilz handeln könnte, also habe ich die kaputten Stellen der Blätter (meistens die Spitzen) abgeschnitten um zu verhindern dass das Zeug sich ausbreitet, an den Schnittstellen sehen die Blätter einen Tag später aber genauso aus wie vorher. Da ich noch wenig Ahnung auf diesem Gebiet habe weiß ich nicht ob das wirklich ein Pilz ist oder die Blätter einfach vertrocknen. Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht aber vielleicht bringt es mehr sich einfach die Bilder anzuschauen die ich gemacht habe. :)

Für den Rußtaupilz könnte sprechen dass ich auf den Blättern auch weiße Ablagerungen gefunden habe, ähnlich Kalk- bzw. Salzablagerungen vom Besprühen mit Wasser. Da ich aber schon länger auf destilliertes Wasser aus dem Supermarkt umgestiegen bin kann ich mir nicht vorstellen dass es wirklich vom Besprühen kommt. Mist, mir fällt grad ein dass ich die Fuchsie ab und zu leicht abgeduscht habe um Läuse, die evtl noch überlebt und ich übersehen habe, abzuspülen. :shock:

Gegen den Pilz spricht folgendes: Ich habe die Fuchsie in letzter Zeit wenig gegossen weil der Boden noch feucht war, auch der Wurzelballen ist nie wirklich trocken geworden. Kann es trotzdem sein dass ich die Fuchsie zu wenig gegossen habe? Allerdings sieht der Wurzelballen ziemlich "braun" aus, auch wenn er nicht moderig riecht sondern ganz normal nach Erde. Seit zwei Wochen steht sie in ca. einem Meter Entfernung von dem Fenster im Halbschatten, hat sie zu wenig Licht bekommen? Die letzten Tage war es bei uns außerdem extrem warm (25 bis 30 °C) und ich habe gelesen dass die Fuchsie es eher kalt mag.
Blöderweise habe ich vor zwei Tagen gedacht dass die Fuchsie alles überstanden hat und sie eingedrahtet. Als ich mit dem drahten fertig war habe ich gesehen dass einige Blätter nicht mehr so gut aussehen...

Ich hoffe ihr könnt mir und der Fuchsie helfen!

Liebe Grüße aus Aachen,
Sergio

Edit: Vielleicht muss die Fuchsie sich ja auch erstmal eingewöhnen, wirft deshalb die Blätter ab und ich mache hier einen auf "Bonsai-Hypochonder". :D
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Ein Blatt mit entfernter Spitze
Ein Blatt mit entfernter Spitze
Ein "normales" Blatt
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Eva Warthemann
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Re: Fuchsie: Wollläuse bekämpft -> Rußtaupilz zurückgebliebe

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Sergio!
Wenn ich den Wurzelballen sehe, sieht er zu nass aus. Staunässe mögen die Fuchsien nicht. Wenn die Fuchsie kaum Blätter hat, sollte man weniger giessen. Die dickeren Wurzeln sehen ja noch recht frisch aus, aber die Faserwurzeln scheinen schon in Mitleidenshaft gezogen zu sein. Lass sie doch einfach mal einen Tag, ohne eingetopft zu sein, draussen stehen, so das der Wurzelballen schneller abtrocknen kann. Ganz trocken darf er nicht werden, aber eine Restfeuchte sollte vorhanden sein. Dann topfst Du sie wieder ein. Nun kannst Du nur hoffen, das sie wieder neu austreibt.
Nach meinen Erfahrungen könnte sie es schaffen. Ich pflege seit Jahren ein Dutzend Fuchsien und wenn diese von Schädlingen befallen sind, schneide ich schnell mal alle Blätter ab (Blattstiel bleibt stehen) und schneide die Triebe etwas zurück. Danach ist meist das Schädlingsproblem behoben, und wenn nicht nehme ich auch das Careo Schädlingsfrei.
Steht Deine Fuchsie im Zimmer? Meine stehen alle draußen.
Ich hoffe das hilft etwas weiter.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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camaju +
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Re: Fuchsie: Wollläuse bekämpft -> Rußtaupilz zurückgebliebe

Beitrag von camaju + »

Das auf dem Bild ist aber nicht der Orginalstandort ?
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

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Sergio89
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Re: Fuchsie: Wollläuse bekämpft -> Rußtaupilz zurückgebliebe

Beitrag von Sergio89 »

Hallo zusammen,
danke für die Antworten. Den Rat den Bonsai aus der Schale zu holen habe ich direkt umgesetzt.
@Eva:
Meine Pflanzen stehen alle bei mir im Zimmer, wir haben zwar einen kleinen Balkon aber der befindet sich leider auf der Nordseite. Wegen der Sorge mit dem Pilz habe ich sie auch nicht mehr mit Wasser besprüht. Ich habe die Fuchsie eigentlich immer nur wenig/gar nicht gegossen. Aber ich habe versucht das Moos leicht feucht zu halten, das Moos bei meiner Duranta wird richtig braun wenn es mal trocken wird. Bei der Fuchsie im Schatten mit viel weniger Blättern war das wahrscheinlich zu viel des guten. Naja, jetzt weiß ich wenigstens wodran es liegt. Vielen Dank!

@Jürgen:
Ich habe die Fuchsie erst seit 2 Wochen, die ersten 10 Tage habe ich sie tatsächlich da stehen lassen weil ich überall gelesen habe dass von irgendetwas befallene Pflanzen schattig stehen müssen/sollen. Außerdem wurde mir geraten die Fuchsie in Quarantäne zu stellen damit die Viecher nicht auf die anderen Pflanzen 'rüberwandern. Seit ein paar Tagen steht sie jetzt direkt neben dem Fenster sodass sie nicht direkt die pralle Sonne abbekommt. Durch das Giessen und dadurch dass ich sie zulang/zusehr im Schatten habe stehen lassen habe ich ihr zusätzlich geschadet? Wäre es besser gewesen sie von vornherein neben das Fenster zu stellen?


Sergio
Eva Warthemann
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Re: Fuchsie: Wollläuse bekämpft -> Rußtaupilz zurückgebliebe

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Sergio!
Fuchsien mögen den Halbschatten!
Das ist so meine Erfahrung. Ich denke die Nordseite ist für Fuchsien geeignet.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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