Hallo liebe Forumsschreiber und natürlich auch Leser,
eigentlich wollte ich ja nicht gleich mit der Tür ins Haus (Forum) fallen und mich zuerst über die Vorstellungsrunde melden, aaaaber ich habe ein kleines Problem bei dem Ihr mir (hoffentlich) helfen könnt. Ich habe letztes Jahr eine Blutberberitze geschenkt bekommen, die jahrelang bei meinem Vater in einem Kübel stand. Letzten Oktober habe ich sie mit Wurzelschnitt umgetopft (große Schale, Friedhofsschale eben) in Lava, Sand, Humusgemisch. Desweiteren habe ich die arg verwilderte Krone ausgelichtet um mir einen Überblick für die weiter Gestaltung im Frühjahr 2005 zu verschaffen. Als Anfänger hatte ich natürlich Bammel ob sie den Winter übersteht, aber, mitte März öffneten sich die Kospen und sie fing gut an zu treiben. Doch leider bemerkte ich vor ca. 3 Wochen, das ein Stamm des Doppelstammes in der Entwicklung stark zurückblieb bis die Blätter 2-3 Tage später anfingen zu vertrocknen. Darauf hin habe sie gründlich untersucht aber weder Schädling noch Pilz konnte ich entdecken. Habe dann die vertrockneten Teile bis auf den Stamm zurückgeschnitten und getreu dem Motto "ich bin ja noch jung und habe Zeit" gehofft, dass am Stamm sich noch Triebe bilden. Die Triebe kamen auch und ich dachte als sie schon weiter waren wie beim ersten mal, dass die Kriese überstanden ist. Doch Pustekuchen. Gestern waren alle neuen Triebe wieder am absterben und sind es noch. Der andere Stamm entwickelt prächtig und zeigt keinerlei Schäden. Nun zu meiner eigentlichen Frage. Über die Suchfunktion habe ich ein Post von Gary gefunden, bei dem er einen Befall durch einen Schlauchpilz schildert. Das Schadbild an meiner Berberitze deckt sich mit dem beschriebenen. Nur war in dem Post nur von Ahornarten die befallen werden die Rede.
Könnte das bei mir auch so ein Schlauchpilz sein?
Es wäre toll wenn Ihr eine Antwort finden könntet.
Vielen Dank schon mal fürs lesen meiner etwas langatmigen Bitte.
Gruß Frank
PS: Vorstellen werde ich mich genauer in der Vorstellrunde.
Schlauchpilz oder Pflegefehler?
Hallo an alle,
ich möchte wirklich nicht ungeduldig erscheinen aber jetzt haben 93 Leute mein Post gelesen und keinem fällt was dazu ein?
Ein "keine Ahnung" oder "noch nie davon gehört" würde mir auch schon ein bischen weiterhelfen. Wenn denn dann meine weiteren Bemühungen (drastischer Rückschnitt, umtopfen, Chemiekeule usw.) keinen Erfolg zeigen, könnte ich wenigstens bei der anschliesenden Trauerfeier sagen: "Ich habe alles versucht und du hast tapfer gekämpft"
Ich möchte das Bäumchen auf keinen Fall verlieren, deshalb meine Ungeduld.
Mit noch hoffenden Grüßen
Frank
ich möchte wirklich nicht ungeduldig erscheinen aber jetzt haben 93 Leute mein Post gelesen und keinem fällt was dazu ein?
Ein "keine Ahnung" oder "noch nie davon gehört" würde mir auch schon ein bischen weiterhelfen. Wenn denn dann meine weiteren Bemühungen (drastischer Rückschnitt, umtopfen, Chemiekeule usw.) keinen Erfolg zeigen, könnte ich wenigstens bei der anschliesenden Trauerfeier sagen: "Ich habe alles versucht und du hast tapfer gekämpft"
Ich möchte das Bäumchen auf keinen Fall verlieren, deshalb meine Ungeduld.
Mit noch hoffenden Grüßen
Frank
Re: Schlauchpilz oder Pflegefehler?
Hallo Frank,Frank E hat geschrieben:Nun zu meiner eigentlichen Frage. Über die Suchfunktion habe ich ein Post von Gary gefunden, bei dem er einen Befall durch einen Schlauchpilz schildert. Das Schadbild an meiner Berberitze deckt sich mit dem beschriebenen. Nur war in dem Post nur von Ahornarten die befallen werden die Rede.
Könnte das bei mir auch so ein Schlauchpilz sein?
Gary , und ein paar andere die dir da vielleicht gut weiterhelfen können sind zur Zeit außer Landes und deshalb nicht anwesend im Forum.
Leider kann ich dir auch nicht sagen was mit deiner Berberitze ist, kann mir aber vorstellen, dass die Wurzeln die für den kränkelnden Teil "zuständig" sind möglicherweise zu sehr beschädigt wurden (Wurzelschnitt stellenweise zu stark?).
Also, tut mir leid
monika
Hallo Monika,
danke für deine Antwort. Das mit den Wurzeln war auch mein Hintergedanke hab mich nur nicht getraut nachzuschauen, um den Baum nicht noch mehr zu stressen oder aber es war einfach die Vogelstrauss-Taktik. Werde heute abend mal nachschauen.
Nochmals vielen Dank für deine Antwort. Es freut mich ganz besonders, dass gerade du mir geantwortet hast, da du sozusagen unter Dreifachbelastung stehst (Kind, Mann, Forum). Deshalb auch von mir noch alle guten Wünsche für deine kleine Familie!!!
Gruß Frank
danke für deine Antwort. Das mit den Wurzeln war auch mein Hintergedanke hab mich nur nicht getraut nachzuschauen, um den Baum nicht noch mehr zu stressen oder aber es war einfach die Vogelstrauss-Taktik. Werde heute abend mal nachschauen.
Nochmals vielen Dank für deine Antwort. Es freut mich ganz besonders, dass gerade du mir geantwortet hast, da du sozusagen unter Dreifachbelastung stehst (Kind, Mann, Forum). Deshalb auch von mir noch alle guten Wünsche für deine kleine Familie!!!
Gruß Frank
Hallo Frank,
etwas spät zwar meine Antwort, da zwischenzeitlich "bonsaigucken" in Amerika angesagt war und erst jetzt wieder Zeit fürs Forum ist. Da Du mich aber schon zitiert hast will ich auch mal versuchen Dir zu helfen.
Eine wirklich direkte Hilfe kann ich Dir vielleicht garnicht geben. Doch soviel glaub ich zu wissen ...
a) Schlauchpilze sind mir bei Berberitzen völlig unbekannt, bei Ahorn um so vertrauter.
b) Meine persönlichen Erfahrungen mit Berberitzen beschränken sich allerdings auf gut 20 Jahre. (s. mein Exemplar in der Forum-Ausstellung)
Und nach dieser Erfahrung sind Berberitzen nicht nur stachelig sondern können auch sonst richtige "Biester" sein. zB. machen sie kaum anstalten sich zu verzweigen. Allerdings berappeln sie sich auch oft wieder und können einiges überleben.
Was Dein geschildertes Symptom betrifft tippe ich ganz stark auf Wurzelschaden einhergehend (daraus folgernd) mit Wasserversorgungsproblemen. Berberitzen machen ein sehr feinfaseriges, dichtes Wurzelsystem ganz ähnlich wie Buchs. Dennoch vertragen sie einen stärkeren Wurzelrückschnitt manchmal nur sehr schlecht. Das beste in diesem Fall ist schattig aufstellen, nicht zuviel gießen und in Ruhe lassen. Probleme mit Wurzelfäule gibt es dennoch kaum.
Hoffe Du hast Deine Pflanze wurzeltechnisch in Ruhe gelassen und drücke Dir die Daumen. Habe selbst auch gerade eine recht schöne Rohpflanze mit den selben Problemen und hoffe auf Besserung bzw. ihr pures Überleben.
etwas spät zwar meine Antwort, da zwischenzeitlich "bonsaigucken" in Amerika angesagt war und erst jetzt wieder Zeit fürs Forum ist. Da Du mich aber schon zitiert hast will ich auch mal versuchen Dir zu helfen.
Eine wirklich direkte Hilfe kann ich Dir vielleicht garnicht geben. Doch soviel glaub ich zu wissen ...
a) Schlauchpilze sind mir bei Berberitzen völlig unbekannt, bei Ahorn um so vertrauter.
b) Meine persönlichen Erfahrungen mit Berberitzen beschränken sich allerdings auf gut 20 Jahre. (s. mein Exemplar in der Forum-Ausstellung)
Und nach dieser Erfahrung sind Berberitzen nicht nur stachelig sondern können auch sonst richtige "Biester" sein. zB. machen sie kaum anstalten sich zu verzweigen. Allerdings berappeln sie sich auch oft wieder und können einiges überleben.
Was Dein geschildertes Symptom betrifft tippe ich ganz stark auf Wurzelschaden einhergehend (daraus folgernd) mit Wasserversorgungsproblemen. Berberitzen machen ein sehr feinfaseriges, dichtes Wurzelsystem ganz ähnlich wie Buchs. Dennoch vertragen sie einen stärkeren Wurzelrückschnitt manchmal nur sehr schlecht. Das beste in diesem Fall ist schattig aufstellen, nicht zuviel gießen und in Ruhe lassen. Probleme mit Wurzelfäule gibt es dennoch kaum.
Hoffe Du hast Deine Pflanze wurzeltechnisch in Ruhe gelassen und drücke Dir die Daumen. Habe selbst auch gerade eine recht schöne Rohpflanze mit den selben Problemen und hoffe auf Besserung bzw. ihr pures Überleben.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe
AK-Treffen jeden 1. Samstag im Monat
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe
AK-Treffen jeden 1. Samstag im Monat
Hallo Garry,
vielen Dank für deine Hilfe. Ich hatte von Monika ja schon gehört dass einige von euch übern großen Teich gehüpft sind. Wurzeltechnisch habe ich sie völlig in Ruhe gelassen (seit dem Umopfen). Standort müsste ok sein (Nur Morgensonne, sonst Halbschatten).
Ich dachte halt an einen Pilz weil der Austrieb an beiden Stämmen gleichmäßig begonnen hat und erst dann beim einen zurückblieb. Also "schau mer mal". Werde sie jetzt ein bischen hätscheln und im nächsten Jahr, wenn alles gut geht, den toten Stamm operativ entfernen.
Wünsche Dir und Deinem "Sorgenkind" alles gute und hoffe auf Besserung.
@ Martin
Viele Grüße
Frank
** geht mir da wie bei meiner kleinen Tochter (7 J.). Die ist auch manchmal "zickig", hab sie aber trotzdem lieb.

vielen Dank für deine Hilfe. Ich hatte von Monika ja schon gehört dass einige von euch übern großen Teich gehüpft sind. Wurzeltechnisch habe ich sie völlig in Ruhe gelassen (seit dem Umopfen). Standort müsste ok sein (Nur Morgensonne, sonst Halbschatten).
Ich dachte halt an einen Pilz weil der Austrieb an beiden Stämmen gleichmäßig begonnen hat und erst dann beim einen zurückblieb. Also "schau mer mal". Werde sie jetzt ein bischen hätscheln und im nächsten Jahr, wenn alles gut geht, den toten Stamm operativ entfernen.
Wünsche Dir und Deinem "Sorgenkind" alles gute und hoffe auf Besserung.
@ Martin
Danke auch für deine Antwort. Hast schon recht: Berberitzen sind vieleicht zickig** und stachelig aber trotzdem gehören sie zu meinen Favoriten. Wenn sie "fertig" vor einem stehen sind die Stiche und Kratzer vergessenDas mit dem Verzweigen stimmt schon. Das machen die nicht gerne,,,,
EGAL!
Schauen trotzdem gut aus!
Viele Grüße
Frank
** geht mir da wie bei meiner kleinen Tochter (7 J.). Die ist auch manchmal "zickig", hab sie aber trotzdem lieb.


