Wer kennt ihn nicht den Almrausch. Nach der Bergtour ein paar gute Schnapserl und fertig ist der Almrausch.
Ganz so schnell geht es mit der Spezies Almrausch bzw. der Rostblättrigen Alpenrose nicht.
Dies ist mein 3. Versuch einen Almrausch erfolgreich in der Schale zu pflegen. Bisher wurde die Alpenrose jedes Jahr schwächer und ca im 3. Jahr haben sie sich verabschiedet. Darum habe ich auch so lange gewartet um die neue Alpenrose vorzustellen.
Gefunden habe ich sie im Oktober 2009. Es war ein aussergewöhnlich warmer Herbst und es war am 10. Oktober auf 1.800 m Höhe noch warm und vor allem Schneefrei. Gewachsen in einer Felsmulde mit selbst gebildeten Humus waren die Feinwurzeln direkt unter dem Grün. Lediglich eine lange Wurzel musste abgeschnitten werden. Normalerweise hat der Almrausch sehr lange Wurzeln und ist deshalb fast nicht zu bergen.
Der Ballen wurde nur auf reinem Kanuma aufgelegt und leicht niedergespannt. Der ursprüngliche Ballen blieb völlig unbearbeitet. 2011 wurde die gesamte Muttererde entfernt und der Baum in eine neue Schale gesetzt. Jetzt werden sich einige Fragen warum man so ein Gestrüpp überhaupt ausgräbt.
Naja, nur wegen einem kleinen Teil, der sich eventuell als aussergewöhnliche Beistellpflanze eignen könnte.
Hier ist der Winzling. Ganze 5cm hoch, aber einen fingerdicken kleinen Stamm.
Der Almrausch ist kräftig und hat für heuer das erste mal Blütenknospen angesetzt. Was würdet ihr mit der Pflanze machen? So wie sie ist auf eine Steinplatte setzen oder nur den kleinen Teil heraustrennen und als Shohin bzw. Beistellpflanze gestalten.
Ich sags gleich, ich habe noch keine Ahnung
ciao
Herbert Aigner


