Larixtanuki #2

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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avicenna
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Larixtanuki #2

Beitrag von avicenna »

Bei einer Lärchenyamadoriaktion aus einer ca. 50 Jahre alten Lärchenhecke überlebten naturgemäß nicht all zu viele. Aus einer Stammpartie einer leider gehimmelten Lärche schnitt ich einen Tanukibereich, fräste eine Leitrinne und setzte eine junge Lärche hinein. Im mittlerweile jetzt 3 Jahr stehenden Tanuki wurden die ersten Drahtungen gemacht.
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Eva Warthemann
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Dietmar!
Hast Du den toten Lärchenstamm nicht von der Rinde befreit? Wenn ja, warum nicht?
Was meinst Du, wie lange wird es noch dauern, bis die junge Lärche fest mit dem alten Stamm verwachsen ist, so das die Bindungen entfernt werden können?
Liebe Grüße Eva Warthemann
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avicenna
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von avicenna »

Hallo Eva,
die alte Rinde habe ich nicht entfernt.Sie zeigt wunderbare Strukturen und Borkenlamellen und solange sie noch fest am Stamm sind belasse ich sie dort.
Ich habe jetzt bemerkt, dass wenn ich das Totholz vorher bereits komplett bearbeitet gehabt hätte, ich mir Flämmarbeiten etc. massiv erleichtert hätte. Jetzt wo ich lebende Teile in der Nähe habe, ist alles um ein Vielfaches schwieriger.
Zur Bindung an den Tanuki... Ich habe damals keine Schrauben eingesetzt, weil der Stamm den ich angesetzt habe recht dünn war und ich alleine herumhantiert habe. Besser wäre es gewesen, wenn man kleine Schrauben benutzt hätte und sie durch den Stamm getrieben hätte. Die Wundstellen überwachsen sehr schnell. Ich werde jetzt die Bänder lösen und das mit den Schrauben nachholen. Das Verwachsen selbst ist abhängig von der Wüchsigkeit und der Düngung. Ich habe die Rinde unterhalb der Einlassfuge am lebenden Baum nicht entfernt ( meintest du das mit Rinde entfernen? merke ich gerade beim Schreiben...?).
Thierry hat da eine andere Vorgehensweise. Er entrindet bei Wacholdern immer die Auflagestellen um ein echtes Verwachsen zu gewährleisten. Die Kallusstellen schieben sich dann wohl richtig über die Totholzzonen und das Ergebnis könnte authentischer aussehen ... vermute ich mal. Hier bei der Lärche beobachte ich an eingen , kleinen Stellen, dass ein Verwachsen auch abläuft ... die Zeit wird zeigen welche Vorgehensweise letztlich besser ist und authentischere Ergebnisse erzielt. Ich vermute mal, dass Thierrys Methode da klar im Vorteil sein wird ;-) aber natürlich wesentlich kompliziertere handwerkliche Fertigkeiten voraussetzt und man den Ansatzbaum wesentlich mehr beeinträchtig als bei meiner Methode.

saludos
avicenna
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avicenna
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von avicenna »

Jetzt steht er im Grün ... geht gut weiter ...
saludos
avicenna
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avicenna
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von avicenna »

Heute in eine Schale gesetzt. Die Wurzeln waren super, größere hab ich nah ans Totholz des Tanuki gezogen, den Pflanzwinkel bestimmt und alles wieder festgezurrt. Im nächsten Frühjahr wird er dann nochmal vollständig durchgedrahtet usw.
saludos
avicenna
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Heike_vG
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von Heike_vG »

Sieht gar nicht schlecht aus, Dietmar.
Aber jetzt kurz vor dem Winter umtopfen und im Frühjahr schon wieder durchdrahten, wird das nicht etwas viel in kurzer Zeit?

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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avicenna
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von avicenna »

Heike_vG hat geschrieben:Aber jetzt kurz vor dem Winter umtopfen und im Frühjahr schon wieder durchdrahten, wird das nicht etwas viel in kurzer Zeit?
Hallo Heike,
sicher ist das ein wenig viel ... aber ich hatte sie in sehr lockerem Lavagranulat stehen und konnte daher ohne wirklichen Wurzelverlust die Wurzeln einfach ausschütteln. Daher gehe ich davon aus, dass sie im Frühjahr,jetzt wird sie unter Laub gebettet, wieder normal austreibt und startet. Wenn das so sein sollte drahte ich durch ...

saludos
avicenna
Eva Warthemann
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Dietmar!
Die Schale steht der Lärche sehr gut.
Was ich Dir empfehlen möchte, wenn Du die Bindungen entfernst, solltest Du die junge Lärche doch noch an das Totholz mit dünnen Schrauben befestigen.
Denn mit jedem Dickerwerden des jungen Baumes, wird er sich auch vom Totholz wegdrücken. So entsteht keine richtige Verbindung der Beiden und das ist jedoch das Ziel einer Tanukigestaltung. Es wäre schade, wenn das geschehen würde, denn Deine Tanukigestaltung gefällt mir ansonsten richtig gut.
Liebe Grüße Eva Warthemann
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von Heike_vG »

avicenna hat geschrieben:...Daher gehe ich davon aus, dass sie im Frühjahr,jetzt wird sie unter Laub gebettet, wieder normal austreibt und startet. Wenn das so sein sollte drahte ich durch ...
Das heißt, Du drahtest Lärchen, die im Laub stehen? :shock: Das mache ich nie, ich drahte sie immer nur, wenn sie kahl sind, weil das viel einfacher ist und man keine Nadeln mit einwickelt. Man sieht dann auch viel besser, was man wie biegt und stellt. 8)

Liebe Grüße,

Heike
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von avicenna »

Heike_vG hat geschrieben:Du drahtest Lärchen, die im Laub stehen?
Nein Heike :-D ich machs genauso wie du. Die Astpatien sind bereits schon in diesem Jahr gedrahtet gewesen. Ich mache, wenn die Knospen zu schwellen beginnen noch einmal einen Styling-und Verzweigungsschnitt und drahte dann die feinen Äste ...das meinte ich damit.

saludos
avicenna
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Heike_vG
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von Heike_vG »

Ach so, alles klar. *daumen_new*
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xistsixt
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von xistsixt »

na die Lärche macht auch Fortschritte! Bin gespannt darauf wie sich die Verwachsung in Zukunft macht!
sie ist sicher auf einem guten Weg

gruss Vali
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- Abraham Lincoln
holgermueller
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von holgermueller »

Wie befestigt ihr denn bei einem solchen Tanuki das Todholz an der Schale??? Oder wickelt ihr das nur um den noch recht jungen Baum??? Gruß
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avicenna
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von avicenna »

Hallo Holger,
bei diesem Tanuki hab ich ein altes Stück Lärchenholz ausgesucht, bei dem im unteren Teil ein großer Anteil waagerecht zur Schalenoberfläche verläuft. In zum Schalenboden gelegenen Bereich wurde eine Nut gefräst in die der lebende Baum hineingebogen und verschraubt wurde. Dann hab ich eine Vertiefung teilweise in den Totholzteil gefräst und den lebenden Teil eingebettet und verschraubt. Eine Diskussion entflammte dann darüber, ob man nicht den zum Totholz gewandten Rindenbereich entfernen sollte um ein richtiges Einwachsen zu gewährleisten. Besser wäre das vielleicht ...ich habs hier nicht gemacht. Dennoch verwächst er zunehmend mit dem Totholz. In diesem Jahr hab ich diesen Tanuki einfach nur wachsen lassen um ein besseres Wachstum und eine bessere Verdickung des vitalen Teils zu erreichen. ...
Dieser Tanuki wird wohl der nächste sein den ich gestalte ;-)
Bei anderen Tanukis - ich hab noch einen 240 Jahre alten Juniperus oxycederus Totholzsockel mit einem Itoigawa verbunden - hab ich Eichenplatten unten am Totholz angeschraubt und sie mit dem Schalenboden verdrahtet. Das gibt vielleicht für die nächsten Jahre Halt und vielleicht trägt später der angeschraubte J. itoigawa den Stamm. Eine für alle Zeit haltbare Lösung ist das sicher nicht ...vielleicht sollte man zumindest den Sockel lange Zeit in Holzkonservierer baden und ihn gewissermaßen plastifizieren damit er hält ...

saludos
avicenna
holgermueller
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Re: Larixtanuki #2

Beitrag von holgermueller »

Danke für die Antwort. Sieht sehr schön aus, Dein Tanuki. Schönen Gruß
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