Da man Eiben ja nicht ausgraben darf, musste ein Pflanzenmakt herhalten und ich kaufte einen etwa 130cm hohen Eibenbusch. Bisher habe ich erstmal eine grobe Richtung gegeben. Der linke untere Ast wird noch abgespannt. Ausserdem habe ich die Eibe vom Ballennetz befreit und 2 nach unten zeigende Stützwurzeln entfernt. Alle andere Wurzeln bleiben unangetastet. Allerdings steht das Teil in einer art Lehmpampe. Ich würde die Eibe gerne umsetzen. Dabei wollte ich wegen dem ggf. vorhandenen Mykorrhiza (sehen konnte ich aber nichts) einen gewissen Teil der Pampe trotzdem weiter verwenden. Was sollte ich denn Beimengen? Eigentlich hätte ich zu gleichen Teilen Akadama, Kiryu, Zeolith und Bims verwendet...
Was haltet ihr von der Richtung, in die es gehen soll? Macht es eigentlich Sinn, die noch grünen Äste zu drahten? Den Eiben-Beitrag von "Arakawa" hatte ich schon gelesen... wenn auch ein gewisser Teil nicht ganz bei mir angekommen ist. Mehr Grün wollte ich nicht entfernen, auch wenn ich viel von dem jetzt vorhandenen nicht brauchen kann. Ich würde jetzt erst mal wachsen lassen...die Jins werden noch weiter bearbeitet. Mit der Spitze bin ich mir auch noch unsicher. Jetzt ist die nur gerade abgeschnitten und etwas verdeckt. Ein Shari würde ich wenn erst später machen. Ich bin ja mehr oder wenig noch mitten drin, darum kann ich ggf. Vorschläge noch einfliessen lassen.
Gruss ANDI
Erstgestaltung, Meine 1. Eibe
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Tieftaucher
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Re: Erstgestaltung, Meine 1. Eibe
Hallo Andi,
da hast Du Dir leider Material ausgesucht, das so gar nicht geeignet ist.....mach erst mal nichts mehr dran und warte ab, ob die Eibe Dir verzeiht, was Du ihr bereits angetan hast. Wurzeln schneiden und so viel Grün entfernen mögen Eiben (und die meisten anderen Bäume auch) überhaupt nicht.
Einzig die "Stinkefinger" in der Mitte, die würde ich noch entfernen.
Erwin
Zur Auswahl einer Pflanze im Gartencenter schau doch mal hier: http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 51&t=20031
da hast Du Dir leider Material ausgesucht, das so gar nicht geeignet ist.....mach erst mal nichts mehr dran und warte ab, ob die Eibe Dir verzeiht, was Du ihr bereits angetan hast. Wurzeln schneiden und so viel Grün entfernen mögen Eiben (und die meisten anderen Bäume auch) überhaupt nicht.
Einzig die "Stinkefinger" in der Mitte, die würde ich noch entfernen.
Erwin
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Tieftaucher
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Re: Erstgestaltung, Meine 1. Eibe
Bevor ich mich bei (für mich) neuen Sorten an gutes Material mache, spiele ich mich lieber mal ein einfachen Material. Im Grunde wars nur eine einfache Eibenhecke. Ich hab lediglich die mit dem dicksten Stamm ausgesucht. Mal sehn, was draus wird. Welchen "Stinkefinger" meinst du? Einen der Jins? Die sind ja auch noch nicht fertig...
ANDI
ANDI
- Andreas R.
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Re: Erstgestaltung, Meine 1. Eibe
Servus Andi,
schön dass du jetzt auch eine Eibe hast, das sind tolle Bäume die wunderbar mitarbeiten und eigentlich recht pflegeleicht sind wenn man sich mal dran gewöhnt hat wie sie "ticken".
Hast du Bilder von vorher?
Ohne vorher-Bilder ist das immer schwierig aber mein erster Gedanke war ob es nicht besser gewesen wäre auf einen niedrigeren Baum hinzuarbeiten und die Krone aus dem zu basteln was jetzt der rechte Jin ist.
Eiben treiben ja gerne aus dem Stamm wieder aus, also ist so eine Option noch nicht verloren.
Aber mal schaun wie sie aussieht wenn wieder bissl was hin gewachsen ist.
Zu deinen Fragen:
Die von dir verwendete Substratmischung kannst du hier auch nehmen wenn du damit bei anderen Bäumen gut zurecht kommst, entsprechend deiner Gießgewohnheiten. Eiben mögen es überhaupt nicht wenn sie mal zu trocken stehen.
Zusätzlich kannst du etwas Gartenkalk oder Kalksplitt beimengen. Eiben lieben Kalk.
Die Mykorrhiza bei Eiben sieht man nicht, weil sie ausschließlich arbuskulär-vesikuläre Mykorrhiza haben.
Drahten würde ich jetzt noch nicht, frühestens nächstes Jahr und dann auch nur wenn sie während der kommenden Saison gut austreibt, Rückverknospung macht und fit aussieht. Es scheint so zu sein dass Eiben, die Probleme mit den Wurzeln haben lange Zeit überleben, grün bleiben, aber kaum bis überhaupt nicht treiben.
Dann kannst du auch die grünen Äste drahten. Alles ab etwa Bleistiftdicke hast du keine Chance mehr großartig zu biegen weil es zu hart ist. Es gibt nichts härteres als Eiben.
Was man noch wissen muss ist dass Eiben manchmal gerne Saftrückzug machen wenn man viel weg schneidet. Wenn man die so zurückscheidet wie es auf deinem Bild aussieht kann es schon passieren dass die sich ganz verabschieden. Kommt aber immer auch drauf an wie fit der Baum ist, was sonst noch so dran gemacht wurde usw.
Vom Standort her kannst du sie sonnig stellen (dann aber besonders aufpassen dass sie nie austrocknet) oder auch komplett schattig, das schadet Eiben überhaupt nicht, am natürlichen Standort wachsen sie auch im Schatten.
Viele Grüße,
Andy
schön dass du jetzt auch eine Eibe hast, das sind tolle Bäume die wunderbar mitarbeiten und eigentlich recht pflegeleicht sind wenn man sich mal dran gewöhnt hat wie sie "ticken".
Hast du Bilder von vorher?
Ohne vorher-Bilder ist das immer schwierig aber mein erster Gedanke war ob es nicht besser gewesen wäre auf einen niedrigeren Baum hinzuarbeiten und die Krone aus dem zu basteln was jetzt der rechte Jin ist.
Eiben treiben ja gerne aus dem Stamm wieder aus, also ist so eine Option noch nicht verloren.
Aber mal schaun wie sie aussieht wenn wieder bissl was hin gewachsen ist.
Zu deinen Fragen:
Die von dir verwendete Substratmischung kannst du hier auch nehmen wenn du damit bei anderen Bäumen gut zurecht kommst, entsprechend deiner Gießgewohnheiten. Eiben mögen es überhaupt nicht wenn sie mal zu trocken stehen.
Zusätzlich kannst du etwas Gartenkalk oder Kalksplitt beimengen. Eiben lieben Kalk.
Die Mykorrhiza bei Eiben sieht man nicht, weil sie ausschließlich arbuskulär-vesikuläre Mykorrhiza haben.
Drahten würde ich jetzt noch nicht, frühestens nächstes Jahr und dann auch nur wenn sie während der kommenden Saison gut austreibt, Rückverknospung macht und fit aussieht. Es scheint so zu sein dass Eiben, die Probleme mit den Wurzeln haben lange Zeit überleben, grün bleiben, aber kaum bis überhaupt nicht treiben.
Dann kannst du auch die grünen Äste drahten. Alles ab etwa Bleistiftdicke hast du keine Chance mehr großartig zu biegen weil es zu hart ist. Es gibt nichts härteres als Eiben.
Was man noch wissen muss ist dass Eiben manchmal gerne Saftrückzug machen wenn man viel weg schneidet. Wenn man die so zurückscheidet wie es auf deinem Bild aussieht kann es schon passieren dass die sich ganz verabschieden. Kommt aber immer auch drauf an wie fit der Baum ist, was sonst noch so dran gemacht wurde usw.
Vom Standort her kannst du sie sonnig stellen (dann aber besonders aufpassen dass sie nie austrocknet) oder auch komplett schattig, das schadet Eiben überhaupt nicht, am natürlichen Standort wachsen sie auch im Schatten.
Viele Grüße,
Andy
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Tieftaucher
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Re: Erstgestaltung, Meine 1. Eibe
Es ist ja nur ein Übungsobjekt... Drum habe ich einfach mal alles gemacht und einiges gelernt. Mühevoll hatte ich die einzelnen Fasern am Shari abgezogen um eine schöne Struktur zu erhalten. Dann habe ich wohl das Holz zu stark angekokelt, daß nach dem Bürsten die Oberfläche wieder ziemlich glatt war. Jetzt schauts aus wie angemalt. Das werde ich wohl irgendwann nochmal machen müssen. Bleicht Kohle auch aus?
Jetzt gefällt mir die Eibe zwar besser aber von gut noch weit entfernt. Mal sehen was passiert, wenn sie überlebt
ANDI
Jetzt gefällt mir die Eibe zwar besser aber von gut noch weit entfernt. Mal sehen was passiert, wenn sie überlebt
ANDI
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chris-git@rre
Re: Erstgestaltung, Meine 1. Eibe
Hallo ANDI,
vielleicht sieht die Eibe so besser aus?:
vielleicht sieht die Eibe so besser aus?:
- Dateianhänge
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- Eibe 1
- Eibe 1.jpg (73.25 KiB) 702 mal betrachtet
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- Eibe 2
- Eibe 2.jpg (64.37 KiB) 702 mal betrachtet
Re: Erstgestaltung, Meine 1. Eibe
- Bonsai-Abbing
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Re: Erstgestaltung, Meine 1. Eibe
Ich finde den Baum... nicht ansprechend. Da Eiben ziemlich meine Lieblingsbäume sind (in Natur, nicht als Bonsai) finde ich ein Üben daran auch nicht so dolle. Vielleicht besser an einem abgeschnittenen Tannenast oder so rumprobieren. 


