mein 10 Punkte- Vorschlag:
1. grösseren Topf wählen
2. Umtopfen: Akadama nicht zu grob(2-4mm)70%, Bims feinkörnig 20% Blumenerde 10%, dabei
3. die zu langen Wurzeln bis Stammnähe einkürzen, wobei die Schnittstellen unten liegen sollen. Kleine Stichverletzungen setzen, da wo bisher keine Wurzeln waren
4. die Krone radikal kürzen und somit den Baum als Steckling ansehen und so behandeln, alles wegschneiden, was Dir nicht behagt.
5. etwas tiefer eintopfen, das Nebari muss bedeckt sein, kann sich sonst nicht entwickeln.
6. den Stamm gut fixieren, damit er sich ungestört bewurzeln kann.
7. Sich über den Neuaustrieb freuen, der überall stattfinden wird.
8. Mit dem Neuaustrieb düngen (Dünger vom Discounter reicht).
9. Triebe selektieren, besonders im Top nicht zu dicht werden lassen
10. das Ergebnis im Oktober updaten
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Du scheinst eine klassische Besenform anzustreben.
Hierbei besonders, bei Jadebäumen aber allgemein gilt es, ein möglichst fehlerfereies Nebari zu schaffen.
Bei den Fotos 1 und 3 haben wir es wohl an der Kronenbasis mit gegenständigen Ästen zu tun. Hier wäre die Überlegung, das zu beseitigen, gilt natürlich auch für gegenständige Verzweigung weiter oben, falls vorhanden.
Setze die Stammlänge mit 1 an, dann kannst Du Dir bei einer Krone, die mit dem Faktor etwa 3.3 da noch oben drauf kommt die ungefähre Endgrösse schon mal ausrechnen.
Auf den Fotos 1 und 2 ist das Kronentop etwas einseitig ausgebildet, hier würde ich auch zurückschneiden. Wenn ich mit meiner Vermutung "klassische Besenform" richtig liege, kannst Du ja mal meinen Thread "Eine Lanze für den Jadebaum" hervorkramen. Da zeige ich, wie in 15 - 20 Jahren aus bescheidenerem Anfangsmaterial als bei Dir ein ganz ansehnlicher Baum herangezogen wurde, wobei die Fortschritte in den letzten 3 Jahren mir selber fast unheimlich sind. Im Baumportrait sind aber auch hervorragende andere Gestaltungslösungen ( von Karl-Heinz G., nur um ein Beispiel zu nennen) gefunden worden.
Die Gestaltung der Krone ist relativ easy, aber das mit dem Nebari ist nicht so einfach, deshalb hacke ich ja auch dauernd drauf herum.
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
da könnte durchaus was dran sein.
Würde auch mit der Aussage übereinstimmen, dass man frisch geschnittene Stecklinge erst nach einem Tag (in nicht zu grobes Substrat) stecken soll, weil dann die Bewurzelung schneller in Gang kommen soll.
Persönliche Erfahrungen mit der beschriebenen spärlichen bezw. fehlenden Bewässerung nach dem Umtopfen habe ich nicht, wohl habe ich aber beobachtet, dass in der Winterruhe die Wassergaben doch etwas höher ausfallen sollten als oft beschrieben wird. 10 oder 14 Tage der Trockenheit wird er überleben, ob er sich dabei wohl fühlt, möchte ich bezweifeln.
Wenn nach den Eisheiligen bei guter Düngung und nicht zu spärlichen Wassergaben das Wachstum explodiert, gibt es für den Gestalter gute Möglichkeiten, bereits in einer Wachstumsperiode seinem Gestaltungsziel deutlich näher zu kommen. Allerdings sind diese Triebe weicher, "saftiger", weil schneller aufgebaut und bedürfen öfter der Drahtunterstützung, um die Form zu halten.
Wenn Du mich fragst, wie ich es mache: Ich vermeide gern Extreme. Moderate Bewässerung nach dem Umtopfen hat ihm bis jetzt nicht geschadet. Aus Dauerregen nehme ich meine Jadebäume aber generell heraus, nicht nur nach dem Umtopfen.
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
den Wurzelballen hast Du gut aufgelöst und der Rückschnitt geht in Ordnung, hätte noch radikaler sein können.
Auf dem vor-vorletzten Foto ist das Nebari links durch eine zu hoch ansetzende Wurzel noch verbesserungsfähig. Auf dem vorletzten Foto rechts ist diese Situation nochmals dargestellt. Diese Wurzel hätte ich noch entfernt.
Gruss,
Heiner
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