Miniermotte auf meiner Kastanie?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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EmanuelG
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Miniermotte auf meiner Kastanie?

Beitrag von EmanuelG »

Hallo,
ich habe irgendeinen Befall an meiner schönen und alten Kastanie beobachtet.
Daraufhin habe ich mich im Internet erkundigt über die Miniermotte, konnte das Krankheitsbild nicht eindeutig der Miniermotte zuordnen. Mehltau ist es meiner Meinung nach auch nicht.

Ich hoffe einer von euch kann mir helfen.

ich füge mal Fotos von den befallenen Blättern an.

Grüße
Emanuel
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Miniermotte?
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Erwin
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Re: Miniermotte auf meiner Kastanie?

Beitrag von Erwin »

Wollläuse

Erwin
EmanuelG
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Re: Miniermotte auf meiner Kastanie?

Beitrag von EmanuelG »

Vielen Dank! :)
Dann schaumamal wie wir die Burschen weg bekommen :)

p.s.
welches Mittel hilft da zuverlässig? Irgendwie traue ich dem "Knoblauchzeh in die Erde stecken" und der "Tabackmischung" nicht so ganz....
und stärkere Chemicalien will ich eigentlich nicht benutzen, da ich der Kastanie nicht schaden möchte.
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manuu29
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Re: Miniermotte auf meiner Kastanie?

Beitrag von manuu29 »

Lizetan Stäbchen


Gruss manuu
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
EmanuelG
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Re: Miniermotte auf meiner Kastanie?

Beitrag von EmanuelG »

So ich habe mich jetzt doch kurzfristig entschieden, ein Mittel zu spritzen und zu gießen.... ich hab noch das "Compo Axoris Insekten-frei".... habs mir vor Jahren mal gekauft.... warum weiß ich nicht mehr.

Da der Baum knapp 35 Jahre alt ist(also 10 Jahre älter als ich), will ich kein Risiko eingehen, die Kastanie zu verlieren....
Mal schaun obs seine Wirkung tut..... ich berichte sobald ich Ergebnisse habe, wie es den Läusen und meinem Baum ergeht...

Sollte ich die umliegenden Bonsai auch vorsorglich mit dem Mittel besprühen? Sollte ich die Kastanie vorsorglich etwas abseits stellen?

Grüße
Manu aus München
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akamazu
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Re: Miniermotte auf meiner Kastanie?

Beitrag von akamazu »

EmanuelG hat geschrieben:Vielen Dank! :)
Dann schaumamal wie wir die Burschen weg bekommen :)

p.s.
welches Mittel hilft da zuverlässig? Irgendwie traue ich dem "Knoblauchzeh in die Erde stecken" und der "Tabackmischung" nicht so ganz....
und stärkere Chemicalien will ich eigentlich nicht benutzen, da ich der Kastanie nicht schaden möchte.
Hallo Emanuel

Diese Hausmittelchen sind ja schön und gut, eher vorbeugend......und wirklich was für Öko Freaks.....
Wenn du diese Wollläuse schon mal hast hilft nur was "vernünfiges".
Der Begriff stärkere Chemikalien ist auch leicht irreführend.
Im Haus und Gartenbereich zugelassene Präparate sind lange nicht so konzentriert wie professionel verwendete,
für die man einen Sachkundigenschein braucht.
Giftig ist das alles.
Der Chemiker sagt immer die Konzentration ist maßgebend.
Das heißt wenn du einen Liter irgendwas giftiges in den Rhein kippst passiert nichts, kippst du das in deinen Teich ist alles hin.
So sind auch die Dosierangaben der Hersteller zu beachten.
Heute kam in den Nachrichten die Meldung das die EU 3 Pestizide verboten hat und zwar der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide.
Der Wirkstoff der Lizetan Stäbchen gehört übrigens auch dazu, wobei diese für den Hausbereich nicht verboten sind.
Merkst du was? Es kommt immer darauf an wo und wie man was einsetzt.
Willst du ein "naturnahes" Produkt einsetzen wäre Spruzit ideal, dies ist jedoch nur wirksam wenn es direkt auf die Viecher gespritzt wird, ein Kontaktgift also. Der Wirkstoff in den Lizetanstäbchen wirkt systemisch.

Gruß Ralf
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akamazu
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Re: Miniermotte auf meiner Kastanie?

Beitrag von akamazu »

Jetzt hat sich das überschnitten
Axoris ist eine gute Wahl.
Gehört auch zu der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide.
Wenn du das einsetzt hast du Ruhe. Es sollte jedoch vorzugsweise 1 Tag nicht regnen.
Auch wenn das weiße Zeugs noch eine Zeit lang kleben bleibt .
Abseits stellen brauchst du nichts, die Pflanzen vertragen das alles vorzüglich und da geht auch nichts kaputt.
Trotzdem sollte man die Vorsichtsmaßnahmen nicht auf die leichte Schulter nehmen und bei Gebrauch einhalten (Anleitung lesen).

Gruß Ralf
EmanuelG
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Re: Miniermotte auf meiner Kastanie?

Beitrag von EmanuelG »

Grias eich!
Erstmal vielen Dank für die schnellen und kompetenten Antworten!

So wie es jetzt aussieht, habe ich den "Kampf" mit den Motten gewonnen. Die Motten sind fast ganz weg und was noch "dranhängt", hat die Farbe gewechselt(ich nehme an die Dinger sind tot). Trozdem werde ich den ganzen Baum täglich genau beobachten.

Ich habe das Mittel laut Anweisung angewendet. Die Blätter von oben und unten besprüht und auch das Gieswasser für den Baum mit dem Mittel versetzt.(Da habe ich aber eine deutlich weniger Mittel als auf der Vorgabe stand dem Wasser beigegeben).
Heute (5 Tage nach der ersten Behandlung), habe ich die Blätter nochmals besprüht.... aber weniger intensiv und gegossen wurde auch nicht mehr mit dem Mittel(ich denke es ist nicht notwendig, außerdem regnets hier sowieso ununterbrochen)

Ich werde in ein paar Tagen nochmal berichten, ob ich die Wollläuse auch wirklich los bekommen habe mit dieser "Kur".

Grüße
Manu
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xistsixt
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Re: Miniermotte auf meiner Kastanie?

Beitrag von xistsixt »

akamazu hat geschrieben: Axoris ist eine gute Wahl.
Gehört auch zu der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide.

Sehr schlechte Wahl meiner Meinung nach... eines der schlimmsten Bienenkiller die es gibt!


Neudorff hat auch Präparate auf Rapsölbasis... Man muss ja nicht gleich mit Kanonen auf Fliegen schiessen---


Gruss Vali
"Character is like a tree and reputation like a shadow.
The shadow is what we think of it; the tree is the real thing."

- Abraham Lincoln
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Georg
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Re: Miniermotte auf meiner Kastanie?

Beitrag von Georg »

Wollläuse sind nicht so dramatisch, wenn man sein Bäume immer wieder kontrolliert, was ja automatisch beim täglichen Gang durch die Pretiosen automatisch geschieht.
Ich hatte dieses Jahr auch Wollläuse an der meiner Sylvestris. Rechtzeitig erkannt und mit Holzstäbchen entfernt. Täglich kontrolliert und weg waren sie.
Ich bin zwar nicht so komptent bezüglich Insektiziden wie Vali, aber das Prinzip so wenig wie Möglich können wir uns alle für uns alle zueigen machen.
Das soll jetzt keine Kritik sein, aber ein Hinweis darauf, daß a) tägliche Kontrolle vieles an Umweltbelastung reduziert und b) ein gutes Grundwissen ( das Du jetzt ja auch weiter ausbaust) in Sachen Krankheitsschutz bzw. Schutz vor Insektenbefall das gleiche tut.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
EmanuelG
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Re: Miniermotte auf meiner Kastanie?

Beitrag von EmanuelG »

Georg hat geschrieben: Ich hatte dieses Jahr auch Wollläuse an der meiner Sylvestris. Rechtzeitig erkannt und mit Holzstäbchen entfernt. Täglich kontrolliert und weg waren sie.
Wie hast du die mit Holzstäbchen entfernt? Ich habe zuerst auch versucht die Läuse mit einer sehr feinen Pincette abzusammeln, hat aber nicht funktioniert.... eher wären die Blätter kaputt gegangen.
Ich denke, wenn ich die Läuse früher gesehen hätte, hätt ich nicht soviel spritzen müssen.
Georg hat geschrieben:a) tägliche Kontrolle vieles an Umweltbelastung reduziert und b) ein gutes Grundwissen ( das Du jetzt ja auch weiter ausbaust) in Sachen Krankheitsschutz bzw. Schutz vor Insektenbefall das gleiche tut.
Nun habe ich wieder was dazugelernt und jetzt weiß ich auch genau, auf was man achten muss, z.B. die Blätter regelmäßig von unten betrachten.
Ich war gestern noch im Gartencenter Seebauer(issn Riesen Pflanzenladen in München bei mir in der Nähe) und die ham mir auch empfohlen mit dem Mittel, das ich benutzt habe die Läuse zu bekämpfen.
Trotz allem, falls ich das nächste mal wieder Probleme habe, versuche ich zuerst umweltverträglichere Lösungen zu finden...
Wenn´s alles nix hilft kann man ja immer noch spritzen....
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