Neues Bonsai-Buch?

Für ungeklärte(!) Fragen zum Bonsai-Einstieg und den Anfangsjahren. SUCHEN, LESEN, DENKEN und nur POSTEN,
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Helmut Edlmayer

Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von Helmut Edlmayer »

Kanna hat geschrieben:
Aber er will hier mehr darauf raus, das der Wurzelballen schon ausgetrocknet ist und die Wurzeln es nicht mehr schaffen Wasser aufzunehmen.



Gruß

:lol: :lol: :lol: wirkt wohl wie ein defibrillator. sorry muste sein ! 8)


lg
helmut
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manuu29
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Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von manuu29 »

Ich bin mal sprühen :)


Ich sprühe seit Jahren mehrmals täglich und den bäumen gefaellts

Gruss manuu
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
Kanna
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Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von Kanna »

Also überbrausen und sprühen tue ich auch. Werde ich so wie ihr auch nicht abstellen.


Ich merke aber schon, das man wohl diese Passage aus dem Buch streichen oder zumindest überfliegen kann ^^


Grüße
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akamazu
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Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von akamazu »

In einfacher Gärtnersprache.
Da verbrennt gar nix.
Der Autor hat jedoch insoweit recht wenn er sagt das wenn die Wurzeln vertocknet sind.
Je geringer die Luftfeuchte desto größer ist die Transpiration, bei gleicher oder größerer Temperatur und Lichtintensität. Je höher die Luftfeuchte desto geringer ist die Verdunstung. Dies hat mit dem Druckgefälle zu tun.
Mal von der Thermodynamik des Energieflusses und des Wasserpotentials Blatt-Athmosphäre-Tugordruck abgesehen.
Wenn der Wurzelballen ausgetrocknet ist dann hilft auch kein sprühen mehr.
Wenn eine Pflanze einem Wasserstress ausgesetzt wird, dann reagiert sie mit schließen der Stomata (Spaltöffnungen) und das geht ganz fix. Gesteuert wird das über Phytohormone. Den Pflanzen steht zu wenig Wasser in geeignetem thermodynamischen Zustand zu Verfügung.
Die Pflanze merkt, da unten kommt nix also mach ich oben zu. Die Photosynthese funktioniert dann auch nicht mehr zu 100% da kein CO2 durch die Stomata aufgenommen wird und es verdunstet auch nichts mehr aus dem Blatt. Diesen Stressmodus in der sich die Pflanze nun befindet kann sie nicht unbegrenzt aushalten. Dies habt ihr schon mal gemerkt wenn die Blätter etwas runterhängen, nach dem gießen geht’s je nach Größe der Pflanze innerhalb 30-60min wieder besser. Nach zu langem Warten (wie lange weiß ich nicht, hängt auch von der jeweiligen Pflanze ab) geht nichts mehr und die Pflanze ist stark geschädigt.
Wenn ein Wurzelballen ausgetrocknet ist muß gegossen werden und zwar ordentlich und evtl. hat ein Standortwechsel in den Schatten (beim Outdoor) zu erfolgen, ein gleichzeitiges einsprühen hat durchaus zur Folge das der Wassersog wieder in Gang kommt, da sich die Stomata öffnen
Dies geht jedoch nur hand in hand mit intakten Wurzeln und genügender Substratfeuchte.
Also wenn die Wurzeln versagen funktioniert nichts mehr, auch kein Sprühen.
Was mich etwas stört das gesagt wird die Stomata wären sehr träge beim schließen und das dann auf alles verallgemeinert wird, da hätte ich schon gerne den Beweis dazu.
Ich denke das war wohl eins der Missverständnisse.

Gruß Ralf
(Angehender Bonsaigärtner)
Helmut Edlmayer

Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von Helmut Edlmayer »

akamazu hat geschrieben:In einfacher Gärtnersprache.
Da verbrennt gar nix.
Der Autor hat jedoch insoweit recht wenn er sagt das wenn die Wurzeln vertocknet sind.
Je geringer die Luftfeuchte desto größer ist die Transpiration, bei gleicher oder größerer Temperatur und Lichtintensität. Je höher die Luftfeuchte desto geringer ist die Verdunstung. Dies hat mit dem Druckgefälle zu tun.
Mal von der Thermodynamik des Energieflusses und des Wasserpotentials Blatt-Athmosphäre-Tugordruck abgesehen.
Wenn der Wurzelballen ausgetrocknet ist dann hilft auch kein sprühen mehr.
Wenn eine Pflanze einem Wasserstress ausgesetzt wird, dann reagiert sie mit schließen der Stomata (Spaltöffnungen) und das geht ganz fix. Gesteuert wird das über Phytohormone. Den Pflanzen steht zu wenig Wasser in geeignetem thermodynamischen Zustand zu Verfügung.
Die Pflanze merkt, da unten kommt nix also mach ich oben zu. Die Photosynthese funktioniert dann auch nicht mehr zu 100% da kein CO2 durch die Stomata aufgenommen wird und es verdunstet auch nichts mehr aus dem Blatt. Diesen Stressmodus in der sich die Pflanze nun befindet kann sie nicht unbegrenzt aushalten. Dies habt ihr schon mal gemerkt wenn die Blätter etwas runterhängen, nach dem gießen geht’s je nach Größe der Pflanze innerhalb 30-60min wieder besser. Nach zu langem Warten (wie lange weiß ich nicht, hängt auch von der jeweiligen Pflanze ab) geht nichts mehr und die Pflanze ist stark geschädigt.
Wenn ein Wurzelballen ausgetrocknet ist muß gegossen werden und zwar ordentlich und evtl. hat ein Standortwechsel in den Schatten (beim Outdoor) zu erfolgen, ein gleichzeitiges einsprühen hat durchaus zur Folge das der Wassersog wieder in Gang kommt, da sich die Stomata öffnen
Dies geht jedoch nur hand in hand mit intakten Wurzeln und genügender Substratfeuchte.
Also wenn die Wurzeln versagen funktioniert nichts mehr, auch kein Sprühen.
Was mich etwas stört das gesagt wird die Stomata wären sehr träge beim schließen und das dann auf alles verallgemeinert wird, da hätte ich schon gerne den Beweis dazu.
Ich denke das war wohl eins der Missverständnisse.

Gruß Ralf
(Angehender Bonsaigärtner)

hi

gärtner haben es gerne einfach mit den pflanzen, deshalb schreiben manche von ihnen bücher, pflanzenportraits in zeitschriften halten vorträge usw. achja meist beschäftigen sie sich mit pflanzen weil sie diese lieben nicht wegen des ungeheuer hohen gehaltes :lol:.
zu unterscheiden wäre noch ausgetrocknen und vertrocknet. denn wenn die wurzeln vertrocknet sind .............

akamazu ich kenne deine botanische ausbildung nicht, aber scheinbar dürftest du eine ausgeprägte "gärtnerphobie" haben *ironie* .
wenn du den text deines posts ohne zu googeln verfasst hast, gratuliere ich dir, verneige mich und verstumme in zu dir aufblickender erfurcht. :oops: :oops: :oops:

lg
helmut
Kanna
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Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von Kanna »

In einfacher Gärtnersprache.
Da verbrennt gar nix.
Der Autor hat jedoch insoweit recht wenn er sagt das wenn die Wurzeln vertocknet sind.
Je geringer die Luftfeuchte desto größer ist die Transpiration, bei gleicher oder größerer Temperatur und Lichtintensität. Je höher die Luftfeuchte desto geringer ist die Verdunstung. Dies hat mit dem Druckgefälle zu tun.
Mal von der Thermodynamik des Energieflusses und des Wasserpotentials Blatt-Athmosphäre-Tugordruck abgesehen.
Wenn der Wurzelballen ausgetrocknet ist dann hilft auch kein sprühen mehr.
Wenn eine Pflanze einem Wasserstress ausgesetzt wird, dann reagiert sie mit schließen der Stomata (Spaltöffnungen) und das geht ganz fix. Gesteuert wird das über Phytohormone. Den Pflanzen steht zu wenig Wasser in geeignetem thermodynamischen Zustand zu Verfügung.
Die Pflanze merkt, da unten kommt nix also mach ich oben zu. Die Photosynthese funktioniert dann auch nicht mehr zu 100% da kein CO2 durch die Stomata aufgenommen wird und es verdunstet auch nichts mehr aus dem Blatt. Diesen Stressmodus in der sich die Pflanze nun befindet kann sie nicht unbegrenzt aushalten. Dies habt ihr schon mal gemerkt wenn die Blätter etwas runterhängen, nach dem gießen geht’s je nach Größe der Pflanze innerhalb 30-60min wieder besser. Nach zu langem Warten (wie lange weiß ich nicht, hängt auch von der jeweiligen Pflanze ab) geht nichts mehr und die Pflanze ist stark geschädigt.
Wenn ein Wurzelballen ausgetrocknet ist muß gegossen werden und zwar ordentlich und evtl. hat ein Standortwechsel in den Schatten (beim Outdoor) zu erfolgen, ein gleichzeitiges einsprühen hat durchaus zur Folge das der Wassersog wieder in Gang kommt, da sich die Stomata öffnen
Dies geht jedoch nur hand in hand mit intakten Wurzeln und genügender Substratfeuchte.
Also wenn die Wurzeln versagen funktioniert nichts mehr, auch kein Sprühen.
Was mich etwas stört das gesagt wird die Stomata wären sehr träge beim schließen und das dann auf alles verallgemeinert wird, da hätte ich schon gerne den Beweis dazu.
Ich denke das war wohl eins der Missverständnisse.
Vielen Dank für die ausführlichen Worte.


Grüße
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MarionS
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Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von MarionS »

Robert S. hat geschrieben:Oder mal ganz doof-provokant formuliert. Regen (= übers Blatt Gießen) hat noch keinem Baum geschadet.
Hmjaaa, nun ist aber bei Regen die Luft in der Regel auch was feuchter, da es in einem gewissen Umkreis ebenfalls regnet.

Ich muss sagen, ich finde den Gedanken auch eigenartig, dass man überbrausen vermeiden solle.
Gerade mit dem Einsprühen habe ich die besten Erfolge mit Stecklingsbewurzelung gemacht, die so gesehen ja den ultimativen "Wurzelschaden" haben.
Ein geborgener Ahorn, der auch kaum mehr mitbrachte, reagierte mit seinen verbliebenen Blättern auf das Einsprühen immer ganz deutlich: ließ er die Blätter vorher hängen, so stellte er sie nach dem Einsprühen wieder auf und blieb auch den halben Tag so. Dem tat das richtig gut.
Gruß,
MarionS

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Helmut Edlmayer

Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von Helmut Edlmayer »

MarionS hat geschrieben:
Robert S. hat geschrieben:Oder mal ganz doof-provokant formuliert. Regen (= übers Blatt Gießen) hat noch keinem Baum geschadet.
Hmjaaa, nun ist aber bei Regen die Luft in der Regel auch was feuchter, da es in einem gewissen Umkreis ebenfalls regnet.

Ich muss sagen, ich finde den Gedanken auch eigenartig, dass man überbrausen vermeiden solle.
Gerade mit dem Einsprühen habe ich die besten Erfolge mit Stecklingsbewurzelung gemacht, die so gesehen ja den ultimativen "Wurzelschaden" haben.
Ein geborgener Ahorn, der auch kaum mehr mitbrachte, reagierte mit seinen verbliebenen Blättern auf das Einsprühen immer ganz deutlich: ließ er die Blätter vorher hängen, so stellte er sie nach dem Einsprühen wieder auf und blieb auch den halben Tag so. Dem tat das richtig gut.

schaden wird das überbrausen nicht, obs hilft ? wogegen ? wofür ? wenn du jedoch 2 bäume in gleichem substrat under gleichen bedingungen gleich hängenden blättern usw..... hernimmst einen davon nur von oben giesst und den anderen in wasser tauchst siehst du sofort welchen von den beiden es schnell besser geht.
ich giesse täglich ca 30 minuten volle kanne mit dem gartenschlauch über die ganzen bäume und fertischhh :lol: :lol: :lol: .

lg
helmut
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Andreas R.
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Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von Andreas R. »

Ganz Unrecht hat der Autor nicht. Genau wie er es beschreibt ist es so, dass bei Trockenstress die Spaltöffnungen zu machen damit die Blätter weniger Wasser an die Umgebung verlieren. Dann kann der Baum allerdings keine Photosynthese mehr betreiben.
Wenn man jetzt die Blätter überbraust bzw. besprüht steigt die Luftfeuchtigkeit kurzzeitig, die Spaltöffnungen öffnen sich. Es geht dann aber gerade an heißen Tagen recht schnell dass das Wasser wegverdunstet ist und schon nach einer halben Stunde oder so hat der Baum erneut Trockenstreß bis er eben seine Spaltöffnungen wieder geschlossen hat. Bäume sind ja nicht gerade für blitzschnelle Reaktionen bekannt, also könnt ihr euch sicher vorstellen, dass es einige Zeit dauert bis das passiert ist. Im Endeffekt dauert der Trockenstreß also länger bzw. tritt mehrmals auf als wenn man kein Wasser auf das Laub gibt. Dafür kann der Baum aber dann an heißen Tagen tagsüber keine Photosynthese machen.

Fragt ein paar Leute die Ahnung haben und ihr werdet von jedem eine andere Antwort erhalten. Gab es da nicht mal einen Artikel in Bonsai Art zu genau diesem Thema? Ich glaube da wurden mehrere große Meister gefragt und jeder hat sinnvoll begründet warum er das Laub überbraust und warum nicht.

Ich denke man muss zunächst mal unterscheiden. In den Buch ist, so wie ich das verstanden habe die Rede von Bäumen mit Problemen im Wurzelbereich, d.h. die Wurzeln tun sich schwer den Baum ausreichend mit Wasser zu versorgen. Da kann es sehr wohl kontraproduktiv sein den Baum einzusprühen und dann wieder komplett abtrocknen zu lassen.
Wenn man so einen Baum etwa nur einmal täglich und dann auch noch zur Mittagszeit einsprüht schadet man ihm vielleicht tatsächlich mehr als dass es nützt. Sinnvoll wäre den Baum so oft einzusprühen, dass er nie ganz abtrocknet und immer noch ein bisschen feucht ist wenn man wieder sprüht. Ein schattiger, windgeschützter Standort erleichtert das natürlich.
So mache ich persönlich es bei frisch ausgegrabenen Bäumen.

Ein fitter, vitaler Baum mit intaktem Wurzelapparat ist da ganz was anderes. Seine Wurzeln können ihn ja dann auch noch mit Wasser versorgen wenn das Laub wieder abgetrocknet ist. Der freut sich auf jeden Fall wenn er beim Gießen, am späten Nachmittag oder frühen Abend überbraust wird, weil er dann noch 2-3 Stunden Photosynthese machen kann. Die Blätter "merken" viel schneller dass es jetzt wieder genug Wasser gibt wenn man sie beim Gießen mit überbraust. Besonders bei Bäumen die es nicht anregnet halte ich das für wichtig, damit der ganze Dreck der in unserer Luft ist auch mal abgewaschen wird.
doodoo
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Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von doodoo »

Wieso sollten die Blätter verbrennen an der Sonne wenn man sie mit Wasser besprüht, das ist doch gut für die Abkühlung und bewirkt doch logischerweise das Gegenteil vom verbrennen der Blätter.
Das kühlt den Baum und die Blätter ab, so wie wir uns auch kalt abduschen und danach sind wir wieder fit und frischer. :)
Ich besprühe meine Blätter auch mit flüssig Dünger und einmal im Monat mit Biogold Vital, das kann den Blättern und der Farbgebung nur positiv beeinflussen.
Grüße Andreas *wink*
Kanna
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Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von Kanna »

In den Buch ist, so wie ich das verstanden habe die Rede von Bäumen mit Problemen im Wurzelbereich, d.h. die Wurzeln tun sich schwer den Baum ausreichend mit Wasser zu versorgen. Da kann es sehr wohl kontraproduktiv sein den Baum einzusprühen und dann wieder komplett abtrocknen zu lassen.
Gerade bei dieser Situation rät er zum besprühen und natürlich zum gießen des Substrates, da die geschädigten Haarwurzeln nur schwer Wasser aufnehmen können.
Im Buch steht der Punkt "Übersprühen des Laubes" zusammen mit der "Tauchmethode" unter der Überschrift "Nur für den Notfall" mit dem Beisatz, das man diese Methoden besser vermeiden sollte.
Wenn eine Pflanze einem Wasserstress ausgesetzt wird, dann reagiert sie mit schließen der Stomata (Spaltöffnungen) und das geht ganz fix. Gesteuert wird das über Phytohormone. Den Pflanzen steht zu wenig Wasser in geeignetem thermodynamischen Zustand zu Verfügung.
Die Pflanze merkt, da unten kommt nix also mach ich oben zu.
Wenn ich das in meinem Hirn jetzt mal zusammen kaue...
Wenn die Pflanze nun, aus welchem Grund auch immer, Probleme im Wurzelbereich hat und es somit zum Engpass kommt und dadurch zu dem von Dir (Ralf) beschriebenen schließen der Stomata - was ja eigentlich logisch ist, denn wieso soll die Pflanze weiter Wasser über die Blätter verdunsten - und ich dann komme und sie nur besprühe (natürlich bei knallender Hitze), wodurch die Stomata sich wieder öffnen, wird die Pflanzen dann ganz eingehen?

Also sollten man die Pflanze im ganzen gießen, bzw. nicht nur die Blätter berieseln. Vielleicht will der Autor darauf hinaus, das man nicht nur besprühen soll.

Wieso sollten die Blätter verbrennen an der Sonne wenn man sie mit Wasser besprüht
Das Wort verbrennen sollten wir vl verbannen und eher das Wort vertrocknen verwenden. Den Grund dafür habe ich oben versucht zusammen zu kauen ^^
Ich hoffe das ich das dann nun richtig verstanden habe.

Grüße
Toether
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Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von Toether »

Also ich besprühe und gieße immer Abends bei Dämmerung oder danach, um auf Nummer sicher zu gehen. Erstens haben die Bäume dann auch mehr vom Wasser und zweitens ist bei Sonnenaufgang alles wieder trocken und nichts könnte verbrennen/vertrocknen, wenn dem dann so sei. Und wenns ganz heiß is nochmal am Tag aber ohne übersprühen. Das hat man mir mal so vermittelt und den Bäumen gehts auch gut. Gedanken um Verbrennen der Blätter muss ich mir deshalb auch nicht machen.

Grüße,
Hans
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Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von Bonsai-Abbing »

Das Wort verbrennen sollten wir vl verbannen und eher das Wort vertrocknen verwenden.
Wassertropfen auf Blättern können diese tatsächlich verbrennen. Dabei wirken die Tropfen im schlechtesten Fall wie konkave Linsen, indem sie Lichtstrahlen bündeln und auf einen Punkt konzentrieren können. Den meisten Pflanzen schadet das allerdings nicht sonderlich, einige sind in der Beziehung aber recht empfindlich.
Wir reden hier über Giessen und Wässern in praller Mittagssonne bei sehr hohen Temperaturen. Davon würde ich eher abraten.
Einen Gewitter-Regenguss in der Natur lässt sich auch nicht vergleichen mit einem Einsprühen der Blätter ringsherum. Bei einem Guss steigt die Luftfeuchtigkeit stark an, beim Sprühen nicht wirklich. Das Sprühen lässt sich eher mit Nebel vergleichen, nur scheint dabei nicht die pralle Sonne.
Liebe Grüße
Frank *up*

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Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von camaju + »

Frabbing hat geschrieben: Wassertropfen auf Blättern können diese tatsächlich verbrennen. Dabei wirken die Tropfen im schlechtesten Fall wie konkave Linsen, indem sie Lichtstrahlen bündeln und auf einen Punkt konzentrieren können.
Das sagen viele, auch viele "Profis". Der Physiker sagt, das ist unmöglich, weil der Brennpunkt (verhältnusmässi) zu weit unter dem Blatt liegt. Die ersteren gehen von einer Vermutung aus, weil das schon immer so verbreitet wurde, die letzeren könnes es beweisen.
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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Re: Neues Bonsai-Buch?

Beitrag von Bonsai-Abbing »

Wo sagt "der Physiker" das?
Liebe Grüße
Frank *up*

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