Völlig richtig! Das würde ich sofort unterschreiben.bonsaiheiner hat geschrieben: Der unterirdischen Bearbeitung des Ahorn beim Umtopfen wird idR deutlich zu wenig Beachtung geschenkt.
Zunächst einmal haben wir hier aber die Situation, dass ein vernachlässigter Ahorn aus schlechtem Substrat befreit werden musste, nicht wie bei dir, das ein über Jahre gepflegter Ahorn übersichtlich bearbeitet werden soll und dazu das Substrat, dass du dir selbst ausgesucht hast gründlich entfernt werden soll.
Dein Vorgehen scheint sicherlich nicht so verkehrt zu sein, wenn man sich mal das Ergebnis anschaut. Du hast dich für das Ausspülen entschieden, das ist deine Sache. Wenn der Baum irgendwann mal eingeht (das hoffen wir natürlich nicht), könnte man sich die Frage stellen ob es vielleicht am Ausspülen lag. Spült man nicht aus, dann kommt diese Frage erst gar nicht auf. Vielleicht geht es bei dem Substrat, dass du verwendest nicht anders. Großartig auskämmen wird bei so dichten Wurzeln sicherlich schwierig. Aber ohne das Substrat auch innen gründlich zu entfernen bekommt man keinen wirklichen Überblick über den Wurzelballen. Gerade die Wurzeln, die innen nach unten wachsen muss man ja finden und entfernen.
Aber bei Walter im Garten gibt es auch großartige Nebari, der spült aber nicht aus. Wie macht er das dann?
Ganz einfach, ich arbeite seit einigen Jahren mit dem selben Substrat wie er. Ausspülen ist da überhaupt nicht nötig. Man schüttelt den Wurzelballen einfach kurz aus. Kämmen muss man da fast nicht, ich verwende den Wurzelhaken eher um mit der Krümmung noch leicht drauf zu klopfen. Dann rieselt das ganze Substrat raus und man hat genau so einen schönen Überblick wie auf deinem Bild oben.
Ich kann nur jedem raten das mal auszuprobieren, ihr werdet erstaunt sein.
Viele Grüße,
Andy


