Chin.-Ulme 2

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
Antworten
Benutzeravatar
muellevo
Beiträge: 24
Registriert: 31.07.2006, 17:07

Chin.-Ulme 2

Beitrag von muellevo »

hallo liebe bonsaifreunde, *schulter zuck*

hier ein weiteres exemplar aus meiner sammlung eine Chin.-Ulme ca.80cm hoch.
die habe ich 2007 preiswert erstanden. die ulme stand in einem schrecklichen substrat (blumenerde). leider handelt es sich um einen baum der extrem zurückgeschnitten wurde.
alle äste waren auf stummel ( 5cm ) gekürzt und der hauptstamm brutal abgeschnitten. das ist natürlich kein qualitätsbonsai aber ich hab
trotzdem mal versucht ihn einigermaßen zu gestalten.
um die aststummel zu kaschieren musste ich die äste entsprechend gestalten (formgehölz) da diese sonst sehr unansehnlich aussehen würden.
die starke schnittstelle vom stamm habe ich mit jinmittel behandelt.
vom letzten bild habe ich mal ein virtual erstellt, so kann man mal sehen wie die ulme zukünftig aussehen wird.

für anregungen bin ich dankbar!

m.f.g. volker
Dateianhänge
1-08.01.07.jpg
1-08.01.07.jpg (125.53 KiB) 704 mal betrachtet
4-17.04.09.jpg
4-17.04.09.jpg (123.37 KiB) 704 mal betrachtet
7-06.03.12.JPG
11-28.08.12.JPG
11-28.08.12.JPG (49.27 KiB) 704 mal betrachtet
13-10.08.13.JPG
14-10.08.13.JPG
Benutzeravatar
MarcelD
Beiträge: 685
Registriert: 04.02.2010, 14:58
Wohnort: Annaberg-Buchholz
Kontaktdaten:

Re: Chin.-Ulme 2

Beitrag von MarcelD »

Hallo Volker,

du hast aus einem "Stumpf" innerhalb recht kurzer Zeit einen sehr eleganten und im Stil chinesischen Bonsai gestaltet.
Ich persönlich bin kein großer Freund der strengen "Puschel", allerdings passen die gut zu Deiner Ulme.

Das einzige, dass mir ins Auge fällt, ist die Krone, die zu stark nach links abhaut.
Wäre vielleicht ein Kürzen der Krone für dich eine Überlegung wert?
14-10.08.13-Kopie.jpg
Liebe Grüße
Marcel
Eva Warthemann
Beiträge: 3378
Registriert: 11.01.2004, 18:10
Wohnort: Kleinstadt in Sachsen/Anhalt
Kontaktdaten:

Re: Chin.-Ulme 2

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Volker!
Nimm mir es nicht übel, Dein Hang zu dem Ponpom- Stil ist schlimm, wenn nicht gar schrecklich. Ich weis, es ist eine Geschmackssache, aber bitte lass doch diese Ulme ein Baum sein und nicht nur ein Formgehölz, so wie ich sie hier in den Gärten meiner Umgebung ständig zu sehen bekomme. Jeder Eibe, jeder Wacholder und jeder Zypresse werden solche Puschel verpasst und die Leute glauben auch noch, das sie nun einen Bonsai haben.
Ich denke Marcel war auch nur höflich zu Dir, um Dich nicht zu entmutigen.
Dieser Gestaltungsstil ist in meinen Augen total veraltet und unmodern geworden.
Verzeih mir bitte meine ehrliche Meinung, aber ich kann nicht etwas loben, wenn es mir gar nicht gefällt.
Liebe Grüße Eva Warthemann


Vieleicht hätt ich auch nichts schreiben sollen
An Mitgift ist noch keiner gestorben
Benutzeravatar
muellevo
Beiträge: 24
Registriert: 31.07.2006, 17:07

Re: Chin.-Ulme 2

Beitrag von muellevo »

hallo eva, :o

vielen dank für deine einschätzung !

aber hast du meinen text nicht gelesen ? hier habe ich doch erklärt, dass die ulme stark zurechtgestutzt wurde. sicherlich eine schande !
aus so einen baum wird nie ein guter bonsai und man muß versuchen bei der gestaltung diesen mangel auszugleichen.
aber so schlimm finde ich das garnicht. du kannst ja mal googeln (bonsai bilder) hier werden viele spitzenbäume gezeigt die so gestaltet sind wie meiner.

sind das aus deiner sicht auch nur formgehölze ?

ich bin der meinung leben und leben lassen


m.f.g. volker
Eva Warthemann
Beiträge: 3378
Registriert: 11.01.2004, 18:10
Wohnort: Kleinstadt in Sachsen/Anhalt
Kontaktdaten:

Re: Chin.-Ulme 2

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Volker!
Ich hab mal unter dem von Dir genannten Suchbegriff gegoogelt.
Aber auch da findet man diese vermeintlichen Bonsai ( Formgehölze).
Man braucht ja gar nicht so weit zu suchen, allein hier in der Galerie findet man ein gutes Beispiel der vergleichbaren Ulmus japonika, die wesentlich natürlicher herüber kommt.
Deine Ulme hätt ich nach dem Rückschnitt längere Zeit (es können auch Jahre sein) durchtreiben lassen und sie dann wieder auf kurze Stummel des Neutriebes gekürzt, so das es auch in des Ästen und später in den Zweigen zu glaubhafter Verjüngung der Äste und Zweige kommt. Das ist ein langwieriger Prozess, aber mit dieser Methode kann man tolle Ergebnisse erzielen.
Lass ihn doch mal 2-3 Jahre wachsen ohne zu schneiden. Dann selektierst Du die Triebe für das Grundgerüst, die für die weitere Gestaltung in Frage kommen. In den nachfolgenden Jahren wird dann an der Feinverzwigung gearbeitet.
Ich wollte Dich nicht verletzen, konnte aber auch nicht mit meiner ehrl. Meinung zurückhalten.
Liebe Grüße Eva Warthemann
An Mitgift ist noch keiner gestorben
Antworten