Frage an die Ahorn Spezialisten......
Würde die Überwinterung meines Acer Palmatum Seigen in einem ungeheizten Kellerraum am gekippten oder geschlossenen Ost-Kellerfenster reichen ?
Wäre ein Kippen des Fensters besser oder sollte es eher wegen dem Zug geschlossen bleiben - Blätter wären zu der Zeit ja schon keine mehr am Baum.
Keine Ahnung, welche Temperaturen dort im Winter herrschen, unter Null jedenfalls nicht und auch eher nicht über 10 Grad plus.
Lasst mich doch an eurem fundiertem Wissen bitte teilhaben.
Überwinterung Acer Seigen
Re: Überwinterung Acer Seigen
Hi!
Meine Erfahrung mit Räumen mit einem offenen Fenster sind eher durchwachsen:
Auf sehr engem Raum können, je nach Wetterlage ganz unterschiedliche Temperaturen vorkommen. Direkt am Fenster bei Frost und Wind herschen nahezu die gleichen Temperaturen wie draußen und bereits einen Meter vom Fenster entfernt, vieleicht 10 oder 15° mehr, je nachdem.
...aber immer noch besser, als bei - 20° C erfrieren zu lassen!
Meine Erfahrung mit Räumen mit einem offenen Fenster sind eher durchwachsen:
Auf sehr engem Raum können, je nach Wetterlage ganz unterschiedliche Temperaturen vorkommen. Direkt am Fenster bei Frost und Wind herschen nahezu die gleichen Temperaturen wie draußen und bereits einen Meter vom Fenster entfernt, vieleicht 10 oder 15° mehr, je nachdem.
...aber immer noch besser, als bei - 20° C erfrieren zu lassen!
Grüße aus Hamburg!
Thomas L.
Thomas L.
Re: Überwinterung Acer Seigen
Hallo,
nach meinen Erfahrungen (habe zwei A.p. "Seigen", den einen seit 1991, den anderen seit 2008) kann diese Fächerahornsorte durchaus einigen Frost vertragen. Was der Seigen nur gar nicht aushält, sind Spätfröste, wenn der Austrieb bereits begonnen hat.
Diese Keller-Überwinterung würde ich nicht empfehlen. Gleichmäßig um 10°C ist schon zu warm (in den meisten Kellern wird es zwischenzeitlich sogar noch einiges wärmer), da wird der Ahorn mit hoher Wahrscheinlichkeit schon im Januar austreiben und dann hat man den Salat und kann sehen, wie man den bereits ausgetriebenen Baum bei viel zu wenig Licht durchbekommt, bis man ihn rausstellen kann. Und mit Nachtfrösten ist bis Ende Mai jederzeit zu rechnen.
Als ich noch kein Gewächshaus hatte (das habe ich erst seit 2007), habe ich den Seigen wie auch die anderen Outdoors an einem geschützten, schattigen Platz draußen überwintert. Wenn man mag, kann man ja eine Styroporkiste oder sonst irgendein sinnvolles Konstrukt verwenden, um etwas zusätzlichen Schutz zu bieten.
Wichtig ist, dass die Bäume über den Winter nicht unbemerkt austrocknen und dass sie nicht in der Sonne stehen, damit sie weder gefriergetrocknet werden noch zu früh austreiben.
Hat im Frühjahr der Austrieb begonnen, man kann nur hoffen nicht vor Ende März / Anfang April, dann muss man noch bis etwa zu den Eisheiligen gut auf die Wettervorhersagen achten und notfalls den Baum über Nacht reinholen, damit der frische, weiche, rote Austrieb auch nicht den geringsten Frost bekommt.
Bei dem kalten Frühling dieses Jahr habe ich meine Seigen sogar beide für etwa 2 Wochen komplett ins Haus geholt und am Südfenster in Ruhe austreiben lassen, weil sie draußen nicht mehr vorankamen. Ungewöhnliche Maßnahme, zweifellos, aber hat den Bäumen gut getan.
Die Austriebszeit ist für den Seigen einfach die kritischste Zeit des Jahres. Der normale grüne Fächerahorn z.B. lacht darüber.
LG, Heike
nach meinen Erfahrungen (habe zwei A.p. "Seigen", den einen seit 1991, den anderen seit 2008) kann diese Fächerahornsorte durchaus einigen Frost vertragen. Was der Seigen nur gar nicht aushält, sind Spätfröste, wenn der Austrieb bereits begonnen hat.
Diese Keller-Überwinterung würde ich nicht empfehlen. Gleichmäßig um 10°C ist schon zu warm (in den meisten Kellern wird es zwischenzeitlich sogar noch einiges wärmer), da wird der Ahorn mit hoher Wahrscheinlichkeit schon im Januar austreiben und dann hat man den Salat und kann sehen, wie man den bereits ausgetriebenen Baum bei viel zu wenig Licht durchbekommt, bis man ihn rausstellen kann. Und mit Nachtfrösten ist bis Ende Mai jederzeit zu rechnen.
Als ich noch kein Gewächshaus hatte (das habe ich erst seit 2007), habe ich den Seigen wie auch die anderen Outdoors an einem geschützten, schattigen Platz draußen überwintert. Wenn man mag, kann man ja eine Styroporkiste oder sonst irgendein sinnvolles Konstrukt verwenden, um etwas zusätzlichen Schutz zu bieten.
Wichtig ist, dass die Bäume über den Winter nicht unbemerkt austrocknen und dass sie nicht in der Sonne stehen, damit sie weder gefriergetrocknet werden noch zu früh austreiben.
Hat im Frühjahr der Austrieb begonnen, man kann nur hoffen nicht vor Ende März / Anfang April, dann muss man noch bis etwa zu den Eisheiligen gut auf die Wettervorhersagen achten und notfalls den Baum über Nacht reinholen, damit der frische, weiche, rote Austrieb auch nicht den geringsten Frost bekommt.
Bei dem kalten Frühling dieses Jahr habe ich meine Seigen sogar beide für etwa 2 Wochen komplett ins Haus geholt und am Südfenster in Ruhe austreiben lassen, weil sie draußen nicht mehr vorankamen. Ungewöhnliche Maßnahme, zweifellos, aber hat den Bäumen gut getan.
Die Austriebszeit ist für den Seigen einfach die kritischste Zeit des Jahres. Der normale grüne Fächerahorn z.B. lacht darüber.
LG, Heike
- bonsaiheiner
- Freundeskreis
- Beiträge: 3653
- Registriert: 24.05.2010, 15:30
- Wohnort: Mittelbaden
Re: Überwinterung Acer Seigen
Hallo,
bin 100%ig mit Heikes Kommentar einverstanden.
Aber den "Keller"-Gedanken will ich noch mal aufgreifen und erinnere mich dabei an die Zeit vor 30 Jahren als ich auch noch kein Kalthaus hatte.
Damals habe ich meine Pflanzen auf den Boden der Kellerlichtschächte, also draussen, überwintert. Mir standen 2-3- Lichtschächte zur Verfügung und ich hatte noch nicht so viele Pflanzen. Damals ging das. Meine blattlosen Laubbäume haben das ohne zu Mucken toleriert und ich hatte nie winterbedingte Ausfälle.
Hinter vielen Anfragen dieser Art steckt immer die Befürchtung, dass "unsere lieben Kleinen" es zu kalt haben könnten und sie vielleicht frieren und sich nicht wohl fühlen. Dabei ist es genau anders rum. Probleme mit Kränkeln kommen, wenn sie zu warm stehen.
Beste Grüsse,
Heiner
bin 100%ig mit Heikes Kommentar einverstanden.
Aber den "Keller"-Gedanken will ich noch mal aufgreifen und erinnere mich dabei an die Zeit vor 30 Jahren als ich auch noch kein Kalthaus hatte.
Damals habe ich meine Pflanzen auf den Boden der Kellerlichtschächte, also draussen, überwintert. Mir standen 2-3- Lichtschächte zur Verfügung und ich hatte noch nicht so viele Pflanzen. Damals ging das. Meine blattlosen Laubbäume haben das ohne zu Mucken toleriert und ich hatte nie winterbedingte Ausfälle.
Hinter vielen Anfragen dieser Art steckt immer die Befürchtung, dass "unsere lieben Kleinen" es zu kalt haben könnten und sie vielleicht frieren und sich nicht wohl fühlen. Dabei ist es genau anders rum. Probleme mit Kränkeln kommen, wenn sie zu warm stehen.
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Re: Überwinterung Acer Seigen
Ja, Kellerlichtschächte können eine sehr gute Überwinterungsmöglichkeit sein, jedenfalls wenn sie gut zugänglich und gut einsehbar sind!
Ich habe auch Lichtschächte als Überwinterungsplatz genutzt, als ich noch bei meinen Eltern wohnte und noch nicht so viele Bäume hatte. Bei besonders starkem Frost habe ich dann auch mal eine Riffelglasplatte über das Gitter gelegt.
Für mich ein großer Nachteil war allerdings, dass die Bäume nicht gut genug zugänglich waren, um immer genau bei jedem Baum die Feuchtigkeit kontrollieren zu können.
Durch das Kellerfenster (auf Papas Werkbank gestiegen) konnte ich die hintersten Bäume nicht mit dem Finger erreichen, weil die Stämme und Kronen der vorderen im Weg waren. Genug Licht gab es im Schacht auch nicht, um richtig zu sehen, ob die Erde trocken aussah.
Von oben mit der Gießkanne durch's Gitter gegossen war es ein bisschen Glückssache, welcher Baum zu wenig oder zu viel Wasser bekam. So hatte ich leider in fast jedem Winter Ausfälle.
'Liebe Grüße,
Heike
Ich habe auch Lichtschächte als Überwinterungsplatz genutzt, als ich noch bei meinen Eltern wohnte und noch nicht so viele Bäume hatte. Bei besonders starkem Frost habe ich dann auch mal eine Riffelglasplatte über das Gitter gelegt.
Für mich ein großer Nachteil war allerdings, dass die Bäume nicht gut genug zugänglich waren, um immer genau bei jedem Baum die Feuchtigkeit kontrollieren zu können.
Durch das Kellerfenster (auf Papas Werkbank gestiegen) konnte ich die hintersten Bäume nicht mit dem Finger erreichen, weil die Stämme und Kronen der vorderen im Weg waren. Genug Licht gab es im Schacht auch nicht, um richtig zu sehen, ob die Erde trocken aussah.
Von oben mit der Gießkanne durch's Gitter gegossen war es ein bisschen Glückssache, welcher Baum zu wenig oder zu viel Wasser bekam. So hatte ich leider in fast jedem Winter Ausfälle.
'Liebe Grüße,
Heike
- Marc Berenbrinker
- Beiträge: 2592
- Registriert: 11.02.2007, 20:35
- Wohnort: OWL
- Kontaktdaten:
Re: Überwinterung Acer Seigen
mein Seigen, wie auch Arakawa, Deshoyo und weitere Ahornarten überwintern ohne Ausnahme draußen.
Diese stehen lediglich absonnig und windgeschützt an der Hauswand und werden, wenn vorhanden, mit einer Schneeschicht bedeckt.
Bislang hatte ich damit keine Probleme.
Diese stehen lediglich absonnig und windgeschützt an der Hauswand und werden, wenn vorhanden, mit einer Schneeschicht bedeckt.
Bislang hatte ich damit keine Probleme.
Re: Überwinterung Acer Seigen
meine Arakawas standen auch immer draussen ohne Probleme, bis -27°bis zu den Ästen mit Schnee eingepackt, zwar gehen die ab diesem Jahr auf dem Nordbalkon da ich es leid bin jedes Jahr durch Schneefall Äste zu verlieren. 
es kann sein das während einer Arbeitsschicht 50 cm Schnee vom Himmel rieseln!
Gruss
es kann sein das während einer Arbeitsschicht 50 cm Schnee vom Himmel rieseln!
Gruss
"Character is like a tree and reputation like a shadow.
The shadow is what we think of it; the tree is the real thing."
- Abraham Lincoln
The shadow is what we think of it; the tree is the real thing."
- Abraham Lincoln
Re: Überwinterung Acer Seigen
Hallo,
also ich grabe meine Bonsai immer draußen an einem geschützten Platz hinter einer Zypressenhecke mit Schale in die Erde ein, so dass nur noch der Stammmit den Ästen rausguckt, und gebe darauf noch eine Schicht abgefallener Blätter. Bis jetzt (ca. 30 Jahre) habe ich so gut wie keine Ausfälle.
LG Hanne
also ich grabe meine Bonsai immer draußen an einem geschützten Platz hinter einer Zypressenhecke mit Schale in die Erde ein, so dass nur noch der Stammmit den Ästen rausguckt, und gebe darauf noch eine Schicht abgefallener Blätter. Bis jetzt (ca. 30 Jahre) habe ich so gut wie keine Ausfälle.
LG Hanne
Re: Überwinterung Acer Seigen
Hallo Hanne,
und wie viele Seigen waren darunter? Die sind hier ja das Thema.
LG, Heike
und wie viele Seigen waren darunter? Die sind hier ja das Thema.
LG, Heike


