Hallo,
ich habe in diversen Threads gelesen, dass der Baum gemästet wurde oder wird, damit er einen dickeren Stamm bekommt. Ich habe dazu nichts gefunden, deshalb hier die Frage.
Ich habe einige Jungbäume, die auch einen dickeren Stamm bekommen sollen. Aber wie mache ich das am besten? Bis zum Frühjahr könnte ich das ja dann vorbereiten.
Gibt es Unterschiede zwischen Lab und Nadelbäumen?
Was hat gute Erfolge erzielt?
Lg
Julian
Bäume Mästen, wie mache ich das richtig?
Re: Bäume Mästen, wie mache ich das richtig?
Hallo Julian,
es wundert mich, das du nix gefunden hast.
Das geht "mästen" geht am besten im Freiland. Dann gibt es noch die "Pallsche" Methode.
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =8&t=21294
oder
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... ieb#p41230
Zum mästen sollte dann ein TPK (Teichpflanzkorb)und grobes Susbtrat verwendet werden . Such mal danach
es wundert mich, das du nix gefunden hast.
Das geht "mästen" geht am besten im Freiland. Dann gibt es noch die "Pallsche" Methode.
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Zum mästen sollte dann ein TPK (Teichpflanzkorb)und grobes Susbtrat verwendet werden . Such mal danach
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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-
sylvan_spirit
- Beiträge: 243
- Registriert: 20.11.2012, 22:22
Re: Bäume Mästen, wie mache ich das richtig?
Hallo Julian,
Dichenwachstum hängt stark mit Längenwachstum zusammen. Bei jungen Bäumen, in der Erziehungsphase läst man einen oder mehrere Opfertriebe eine ganze Wachstumsphase/ Jahr austreiben und schneidet den Opfertrieb danach ab. Wie schnell der Opfertrieb sich entwickelt hängt stark von dem Wurzelraum und Düngung ab. Im Freiland geht es am Schnellsten, weil die Wurzeln sich weit strecken können. Es bilden sich aber oft zu dicke Wurzeln. Aufzucht in einem Teichkorb unterstützt die Versorgung der Wurzel mit Sauerstoff. Sie wachsten aber nur bis zum Gittter. Nach meiner persönlichen Erfahrung erreicht man das beste Ergebnis mit einem durchlässigen Substrat und einem grösseren Tontopf. Hier wickeln sich die Wurzeln noch in Kreisen an den Wänden und Boden lang und können bis zum Herbst den Baum sogar etwas anheben... und durch den begrnzten Wurzelraum bildet sich ein schöner Wurzelansatz.
Gruß, Waldgeist
Dichenwachstum hängt stark mit Längenwachstum zusammen. Bei jungen Bäumen, in der Erziehungsphase läst man einen oder mehrere Opfertriebe eine ganze Wachstumsphase/ Jahr austreiben und schneidet den Opfertrieb danach ab. Wie schnell der Opfertrieb sich entwickelt hängt stark von dem Wurzelraum und Düngung ab. Im Freiland geht es am Schnellsten, weil die Wurzeln sich weit strecken können. Es bilden sich aber oft zu dicke Wurzeln. Aufzucht in einem Teichkorb unterstützt die Versorgung der Wurzel mit Sauerstoff. Sie wachsten aber nur bis zum Gittter. Nach meiner persönlichen Erfahrung erreicht man das beste Ergebnis mit einem durchlässigen Substrat und einem grösseren Tontopf. Hier wickeln sich die Wurzeln noch in Kreisen an den Wänden und Boden lang und können bis zum Herbst den Baum sogar etwas anheben... und durch den begrnzten Wurzelraum bildet sich ein schöner Wurzelansatz.
Gruß, Waldgeist
Re: Bäume Mästen, wie mache ich das richtig?
Das letztere möchte ich fast bezweifeln. Dafür ist ja u.a. der TPK gedacht. Die Wurzeln kommen an den Rand (an's Licht) sterben ab und bilden nach innen weiter Feinwurzeln und dadurch einen kompakten Wurzelballen. Mit Meterlagen Wurzeln, die nur im Kreis wachsen, wirst du das nur mit viel Mühe und Arbeit erreichensylvan_spirit hat geschrieben: Nach meiner persönlichen Erfahrung erreicht man das beste Ergebnis mit einem durchlässigen Substrat und einem grösseren Tontopf. Hier wickeln sich die Wurzeln noch in Kreisen an den Wänden und Boden lang und können bis zum Herbst den Baum sogar etwas anheben... und durch den begrnzten Wurzelraum bildet sich ein schöner Wurzelansatz.
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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Re: Bäume Mästen, wie mache ich das richtig?
Hallo Ihr,
das sehe ich im Grunde auch so wie Jürgen. Ich halte zwar auch einige Jungpflanzen (Azaleen, Ilex serrata und einige weitere) in diesen runden, halbhohen Tokoname-Tontöpfen, worin sie auch sehr gut gedeihen, aber da muss ich an den Wurzeln sehr viel mehr (am besten jährlich) eingreifen als bei Bäumen in TPK.
Die im runden, tiefen Tontopf im Kreis gewachsenen und verwickelten Wurzeln können ansonsten das Nebari ziemlich verderben und sind auch später schwieriger passend zu machen für eine Bonsaischale.
Die Wurzelballen von Bäumen, die ich mehrere Jahre ohne Umtopfen im TPK hatte, konnte ich einfach mit der Säge passend schneiden, da waren kaum dickere Wurzeln vorhanden, fast alles war fein und dicht verzweigt.
Bei Baumarten, die es nicht vertragen können, hin und wieder auszutrocknen, wie z.B. die Sumpfzypresse oder eben Azaleen, verwende ich jedoch lieber geschlossene Töpfe als TPK.
Wer ein Freilandbeet zum "Mästen" nutzen kann, sollte das tun. Da gibt es aber auch eine Menge zu beachten, neben der Bodenaufbereitung und Pflege der Bäume dort im Beet muss auch Schutz vor Kaninchen und anderen Nagern, spielenden Kindern, Dachlawinen etc. gegeben sein.
LG, Heike
das sehe ich im Grunde auch so wie Jürgen. Ich halte zwar auch einige Jungpflanzen (Azaleen, Ilex serrata und einige weitere) in diesen runden, halbhohen Tokoname-Tontöpfen, worin sie auch sehr gut gedeihen, aber da muss ich an den Wurzeln sehr viel mehr (am besten jährlich) eingreifen als bei Bäumen in TPK.
Die im runden, tiefen Tontopf im Kreis gewachsenen und verwickelten Wurzeln können ansonsten das Nebari ziemlich verderben und sind auch später schwieriger passend zu machen für eine Bonsaischale.
Die Wurzelballen von Bäumen, die ich mehrere Jahre ohne Umtopfen im TPK hatte, konnte ich einfach mit der Säge passend schneiden, da waren kaum dickere Wurzeln vorhanden, fast alles war fein und dicht verzweigt.
Bei Baumarten, die es nicht vertragen können, hin und wieder auszutrocknen, wie z.B. die Sumpfzypresse oder eben Azaleen, verwende ich jedoch lieber geschlossene Töpfe als TPK.
Wer ein Freilandbeet zum "Mästen" nutzen kann, sollte das tun. Da gibt es aber auch eine Menge zu beachten, neben der Bodenaufbereitung und Pflege der Bäume dort im Beet muss auch Schutz vor Kaninchen und anderen Nagern, spielenden Kindern, Dachlawinen etc. gegeben sein.
LG, Heike
Re: Bäume Mästen, wie mache ich das richtig?
ok, danke für die vielen Infos.
damit kann ich jetzt erstmal arbeiten

nochmal zur Sicherheit: TPK sind die TeichPflanzKörbe?
damit kann ich jetzt erstmal arbeiten
nochmal zur Sicherheit: TPK sind die TeichPflanzKörbe?
Re: Bäume Mästen, wie mache ich das richtig?
Ja, genau! 


