neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Alles andere was zu Bonsai passt.
Benutzeravatar
voma
Beiträge: 213
Registriert: 25.08.2012, 10:37
Wohnort: Schwarzwald

neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von voma »

Hallo zusammen,

Wie findet ihr mein neues Bonsairegal? :-D

Für den Winter dachte ich mir, das ich eine art Gewächshaus daraus machen.
Von allen vier Seiten baue ich Rahmen die mit Folie bespannt sind und ein Dach.
So sind sie vor Wind und Wetter geschützt.
Das ganze stelle ich an die Hauswand und die einzelnen Bonsai werde ich noch etwas mit styroporboden und Laub schützen.

Ist das für den Winter ausreichend?
Was muss ich beachten wenn ringsum Folie ist?
Oder wäre es besser wenn oben immer etwas offen ist damit die Luft zirkulieren kann?
Wäre für eure Tips sehr dankbar!
Lg Matthias
Dateianhänge
Foto.JPG
Manche Menschen spüren den Regen, andere werden nur nass.
Benutzeravatar
MichaelHX
Beiträge: 135
Registriert: 11.06.2013, 14:44
Wohnort: Höxter

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von MichaelHX »

Guten Morgen,

grundsätzlich sollte das wohl so klappen.

Es sollte allerdings kein Sonnenlicht einfallen da sonst die Erwärmung unterhalb der Folie doch zu stark ist.

An halbwegs milden Tagen (Temperaturen um oder knapp über 0 Grad würde ich allerdings tagsüber lüften.

Viele Grüsse

Michael
Benutzeravatar
Heike_vG
Beiträge: 24206
Registriert: 04.09.2005, 20:30
Wohnort: Norddeutschland
Kontaktdaten:

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Matthias,

noch einfacher ist es, wenn Du die Bäume dann unter Dein Regal stellst und nur für die vier Seiten Folienrahmen baust. Die kannst Du mit Haken und Ösen z.B. oben an den Regalkanten einhängen und zum Lüften unten anheben, einen Keil dazwischen stecken, oder an sehr milden Tagen die Seitenrahmen aushängen.
Wenn die Bäume auf dem Boden stehen sind sie noch etwas geschützter als auf dem Regal obendrauf.

Ein schattiger Platz für das Ganze ist wichtig, da hat Michael recht.

LG, Heike

P.S. Einen wunderschönen Blick hast Du von Deinem Grundstück! :-D
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Benutzeravatar
raga
Moderator
Beiträge: 2031
Registriert: 28.04.2011, 16:13

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von raga »

Heike_vG hat geschrieben:noch einfacher ist es, wenn Du die Bäume dann unter Dein Regal stellst und nur für die vier Seiten Folienrahmen baust. ...
...
P.S. Einen wunderschönen Blick hast Du von Deinem Grundstück! :-D
und es geht noch einfacher ;) mit einer Abdeckplane für 5 - 6 € aus dem Baumarkt die über dein Regal legst uns am Boden mit Steinen beschwerst.

Die Aussicht ist wirklich klasse :) .
Mors est quies viatoris
Fines est omnis laboris
Benutzeravatar
voma
Beiträge: 213
Registriert: 25.08.2012, 10:37
Wohnort: Schwarzwald

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von voma »

Hallo zusammen,

danke für Eure schnellen Antworten!

Ja die Aussicht ist herlich! Ist aber bei den Schwiegereltern...:)
Fast 180° Panorama mit Blick auf den Rhein. ;)
Darum habe ich auch meine Bonsai hier her verlagert, weil es hier perfekt für meine Bäumchen ist!

@Heike: Du hast mich auf eine gute Idee gebracht! Ich kann unten noch ein Brett reinlegen für den Winter und dort alle Bonsai drauf stellen und ringsum mit Folie zu machen!
Und im Sommer einfach das Brett raus und Bonsai nach oben stellen! Reicht das aber wenn die Folie "nur" da hängt? Muss man es nicht so gut es geht dicht machen?
Hier oben ist es ziemlich windig im Winter...
Schatten sollte passen. Wenn die Sonne nicht zu tief steht. Sollte aber gehen...

@Raga: Das ganze muss auch noch gut aussehen.. Die Schwiegereltern legen da viel Wert drauf ;) haha aber danke für den Tip!

Ok, ich werd mir was einfallen lassen!
Danke Euch!!!!

lg Matthias
Manche Menschen spüren den Regen, andere werden nur nass.
Benutzeravatar
Heike_vG
Beiträge: 24206
Registriert: 04.09.2005, 20:30
Wohnort: Norddeutschland
Kontaktdaten:

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von Heike_vG »

voma hat geschrieben:Reicht das aber wenn die Folie "nur" da hängt? Muss man es nicht so gut es geht dicht machen? Hier oben ist es ziemlich windig im Winter...
Nein, nicht zu dicht machen! Das würde Aufheizen und Schädlings- / Pilzbefall zu stark begünstigen.
voma hat geschrieben:Schatten sollte passen. Wenn die Sonne nicht zu tief steht. Sollte aber gehen...
Leg unbedingt ein Thermometer mit rein (kann ruhig so ein billiges für 1,-€ sein), damit Du immer gucken kannst, wie die Temperatur ist. Selbst bei tiefstehender Sonne hast du mit Pech in so einem kleinen Foliengebilde leicht 20°C, auch wenn sonst draußen 0°C ist. Vielleicht noch eine Schattierungsmatte einplanen, wenn die Sonne ein Problem wird.

Ich gehe mal davon aus, dass Du nur winterharte Bonsai da hineinstellst, die auch stärkeren Frost vertragen, richtig?

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Benutzeravatar
voma
Beiträge: 213
Registriert: 25.08.2012, 10:37
Wohnort: Schwarzwald

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von voma »

Ah, ok! Um so besser! Dann mach ich das glaub so wie du gemeint hast...
Ja das mit dem Thermometer ist eine gute Idee! Hab mir auch so was gedacht...
Guter Tip!

Jo, alles winterhart! Meine Azaleen kommen in kühlen Keller...

Jetzt kommen nur noch rollen drunter das man das gut weg schieben kann wenn der Schwiegervater mal putzen will' ;)

Wenn ich das gemacht hab? Stell ich noch paar Bilder rein wie es dann fertig aussieht...

Danke viel Mals!!!

Lg Matthias
Manche Menschen spüren den Regen, andere werden nur nass.
Benutzeravatar
Heike_vG
Beiträge: 24206
Registriert: 04.09.2005, 20:30
Wohnort: Norddeutschland
Kontaktdaten:

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von Heike_vG »

Ja, zeig dann unbedingt Bilder, ich bin gespannt! :-D

Nochmal kurz zum Verständnis, bei einem (größeren) Häuschen, das geheizt wird, möchte man es natürlich einigermaßen dicht machen, um Heizkosten zu sparen. Man muss dann aber trotzdem genügend lüften. In Deinem Fall ist es besser, wenn mehr Luftaustausch stattfindet.

Liebe Grüße und fröhliches Basteln,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Benutzeravatar
voma
Beiträge: 213
Registriert: 25.08.2012, 10:37
Wohnort: Schwarzwald

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von voma »

Ja ok, verstehe! Danke!!!
Super, dann weiß ich jetzt was ich machen muss.

Alles klar, sobald es fertig ist mach ich paar Bilder! :)

Danke!
Lg Matthias
Manche Menschen spüren den Regen, andere werden nur nass.
Benutzeravatar
Bonsai-Abbing
Beiträge: 2685
Registriert: 30.12.2012, 14:31
Wohnort: Münsterland
Kontaktdaten:

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von Bonsai-Abbing »

Und immer so bauen, dass du noch giessen kannst. Auch im Winter dürfen die Schalen nie austrocknen... :)
Liebe Grüße
Frank *up*

Meine Bonsai-Video's
Kanna
Beiträge: 1915
Registriert: 30.03.2011, 20:53

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von Kanna »

Wieso denn die Arbeit mit dem "Gewächshaus"? Ich stell einige Pflanzen zusammen an einen geschützen Platz und Schaufel ordentlich Laub darüber, andere buddel ich ein und wieder andere stehen am selben Standort wie das ganze Jahr über nur mit etwas Laub bedeckt. Hatte noch nie Probleme mit dem Winter. Und das obwohl ich ein Teil der Pflanzen an der, nach durchgehender Literatur und Meinung ungünstigsten Position habe die es gibt. Sonnig und nicht windgeschützt.

Wenn die Pflanzen das Jahr über keine Probleme gemacht haben dann werden sie auch den Winter überstehen. Ja selbst Yamadoris aus dem selben Jahr schütze ich nicht anders als die anderen. Bisher hats geklappt.

Bis auf die Pflanzen die Frostsicher überwintert werden müssen halte ich von den ganzen Folienzeug nichts. Es haben schon Leute geschrieben das sie ihre Pflanzen auf den Regalen stehen lassen und da passiert auch nichts. Ich lass die Pflanze Pflanze sein. Was sie in der Natur auf einen kargen Stein aushält das wird sie dann wohl auch im Topf aushalten - denke ich zumindest.

Jeder macht und muss halt seine eigenen Erfahrungen machen und komischerweise funktioniert es bei jedem, obwohl jeder was anderes macht :P...

Grüße
Benutzeravatar
Tofufee
Freundeskreis
Beiträge: 2383
Registriert: 03.11.2011, 11:11
Wohnort: Göttingen

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von Tofufee »

Hallo Mathias,
so pauschal, wie Kanna die schutzlose Überwinterung propagiert, würde ich das nicht machen.
Es gibt durchaus deutliche Unterschiede bei der Empfindlichkeit und Schutzbedürftigkeit, je nach Baumart, örtlichem Klima, Größe von Baum und Schale, Gesundheitszustand der Pflanzen, wie streng Winter und Frühjahr werden und und und...
Es hat schon seine Gründe, warum Bonsaianer z.T. erheblichen Aufwand für den Winterschutz betreiben und jedes Frühjahr gibt es zahlreiche Berichte über Ausfälle. Ich denke, die Kunst besteht darin, das richtige Maß zu finden. So hat es Kannna vielleicht auch gemeint.
Grüße
Monika
Benutzeravatar
Heike_vG
Beiträge: 24206
Registriert: 04.09.2005, 20:30
Wohnort: Norddeutschland
Kontaktdaten:

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von Heike_vG »

Kanna hat geschrieben:Es haben schon Leute geschrieben das sie ihre Pflanzen auf den Regalen stehen lassen und da passiert auch nichts. Ich lass die Pflanze Pflanze sein. Was sie in der Natur auf einen kargen Stein aushält das wird sie dann wohl auch im Topf aushalten - denke ich zumindest.

Jeder macht und muss halt seine eigenen Erfahrungen machen und komischerweise funktioniert es bei jedem, obwohl jeder was anderes macht :P...
Also das ist doch deutlich zu einfach gedacht! :wink: Hast Du vergessen, was für ein großes Gejammer es jeden Frühling hier im BFF gibt, wenn die winterlichen Verluste bilanziert werden? Es ist im Grunde zum Heulen, wie viele Bonsai jeden Winter sterben, weil sie nicht geschützt bzw. nicht an einen günstigen Winterplatz gestellt werden.
Tiefwurzler, die als Bonsai der tiefen Pfahlwurzel beraubt sind und keine Wurzeln in frostfreie Tiefen treiben können (Buchen, Eichen u.a.), haben hohe Ausfallraten bei ungeschützter Überwinterung.
Bäume, die auf den Regalen den ganzen Winter allem Niederschlag ausgesetzt sind, können Wurzelprobleme kriegen. Gefriert ein klatschnasser Wurzelballen, kann die frostfesteste Schale platzen, den Wurzeln wird die Quetschung auch nicht immer gut tun.
Bei Frost mit Sonne und Wind kann es Trockenschäden geben. Auch Astbrüche durch ungeahnt große Schneemengen, Dachlawinen etc. werden vermeldet.
Manchmal weiß man nicht genau, wieso der Baum im Winter ausgerechnet diesen oder jenen Ast verliert oder warum er einen schlechten Start ins Frühjahr hinlegt.
Wenn ich jahrelang akribisch am Astaufbau arbeite und jeden kleinen Trieb gestalte, habe ich keine Lust, im Winter ein Risiko einzugehen, dass meine Arbeit zu nichte gemacht wird.
In den ersten 20 Jahren meiner Bonsaierfahrung ist fast jeden Winter irgendetwas passiert, manchmal nur Kleinigkeiten, aber die waren auch schon ärgerlich.

Daher bin ich eindeutig für einen guten, durchdachten Winterschutz. Und wie Frank sehr richtig betont hat, unbedingt immer die Feuchtigkeit gut kontrollieren, damit die Bäume nicht unbemerkt austrocknen. Ab Januar verbrauchen sie auch schon wieder mehr Wasser, da ist man manches Mal überrascht und erschrocken, wie schnell sie richtig trocken werden können.

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Benutzeravatar
Hans Peter
Beiträge: 1391
Registriert: 26.01.2009, 07:35
Wohnort: Hessenland

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von Hans Peter »

Hallo,

besonders das mit dem Austrocknen kann ich voll unterschreiben. Diese leidvolle Erfahrung habe ich in diesem Winter
mit meinen Azaleen gemacht. Ich dachte immer, daß einmal Gießen in der Woche reicht und hätte dadurch um ein Haar
vier schöne Azaleen verloren. Jetzt bin ich dank Jupp schlauer.............und gieße richtig!

Gruß

Hans Peter
Kanna
Beiträge: 1915
Registriert: 30.03.2011, 20:53

Re: neues Bonsairegal. Tips zum überwintern?

Beitrag von Kanna »

Das ist mir schon bewusst das es leider bei vielen in den letzten Jahren zu einigen Ausfällen in ihrer Sammlung gekommen ist. Ich habe nur meine Erfahrung niedergeschrieben und wollte dabei zeigen das der Standort egal ist - zumindest bei mir. Ich habe zwar selbst nicht so eine große Bandbreite an verscheidenen Baumarten, aber die gängisten wie Fichte, Buche, Hainbuche, Lärche sind schon dabei. Ich habe selbst schon Rotbuchen durch den Winter gebracht deren Pfahlwurzel gekappt wurde und wenig Feinwurzeln hatten. Ohne größere Schutzmaßnahmen durch Folientunneln oder ähnlichem. Bei Rotbuchen zeigt sich - bei mir zumindest - das sie willig viele neue Wurzeln nach dem Bergen bilden. Ich schreibe das mal den übermäßigen Düngegaben zu.

Gut, es kann natürlich sein dass das Hauptproblem vielleicht das Substrat ist, was bei manchen evtl. nicht durchlässig genug ist und es dann, wie du geschrieben hast, zu Staunässe bedingten Problemen kommt. Mit der Waltermischung fahre ich bisher ganz gut.

Ich denke auch das Ausfälle durch evtl. versäumtes Lüften der Gewächshäuser etc. kommt. Ein schöner sonniger Wintertag kann unter einer Folie oder in einem Gewächshaus schon zu erhöhten Temperaturen kommen. Wie ich das in den letzten Jahren mitbekommen habe wurden auch im zeitigen Frühjahr die Pflanzen raus geräumt als es schöner wurde bzw. als es in den Häuschen zu warm wurde. Bereits treibend aus der Winterruhe gerissene Pflanzen machen sich dann natürlich sehr sehr schlecht in einer erneuten Niedertemperaturphase.

Die künstlichen Schutzmaßnahmen durch Häuser bringen also einige Probleme mit sich und wenn man dabei nicht ständig auf der Hut ist und dem Thermometerverlauf folgt kann es eben leider Gottes schlimm ausgehen.
Vielleicht wird den heimischen Pflanzen auch zu wenig zugemutet, was die Frostbeständigkeit angeht. Je nach Substrat kann man den Standort ja variieren. Wenn es eben nicht so durchlässig ist dann stellt man sie halt lieber unter das Vordach oder bastelt sich eins.
Das einzgie was doch die Folie bewirken kann ist den Wind abzuhalten, mehr nicht. Der Frost wird keinen Bogen um die darin stehenden Pflanzen machen. Und den Wind kann man auch abhalten, wenn man die Pflanzen mit Steinen oder sonst was umzäunt.
Zu viel Schnee ist auch zu Beobachten, da hast Du recht. Allerdings finde ich das Schnee für den Winterschutz genauso mit verantwortlich ist wie das herabfallende Laub. Übermäßig feuchten Schnee kann man ja abschütteln und wer seine Pflanzen dort hinstellt wo evtl. eine Dachlawine runtersaust...!

Das mit dem Gießen ist auch so eine Sache. Ich glaube das man besser beurteilen kann ob eine Pflanze Wasser braucht oder nicht wenn sie im Beet oder hinter dem Haus steht als unter einem, mit Folie abgedeckten Tisch. Wie schnell fängt bei Sonneneinstrahlung die Verdunstung durch das perfekt geschaffene Treibhaus an? Mit dem Gedanken: Ich habe ja erst vorgestern gegossen kann man schon die ersten Fehler machen.
Ich kontrolliere die Pflanzen an den unterschiedlichen Standorten regelmäßig, wenn es längere Zeit trocken war. Ich konnte die Jahre immer nur eins feststellen: Gießen nicht notwendig. Durch die aufgehäuften Blätter bzw. das aufgehäufte Rindenmulch ist die Wasserverdunstung aus dem Substrat schon mal sehr gehemmt.

Es ist natürlich in meiner jetzigen Anfängerzeit ein ganz anderes umgehen mit den Pflanzen (was auf garkeinenfall bedeutet das mir die Pflanzen schnuppe sind). Ich besitze noch keine teuren und eindrucksvollen Pflanzen wie viele von euch. Das meiste ist bei mir noch Yamadori in der Aufbauphase. Und hier ist der evtl. Verlust einer Pflanze eben nicht ganz so tragisch wie bei vielen anderen und ich kann aus diesem Grund schon nachvollziehen das man natürlich alles Menschenmögliche versucht um den Winter um die Pflanze so angenehm wie möglich zu halten.
Wenn ich jahrelang akribisch am Astaufbau arbeite und jeden kleinen Trieb gestalte, habe ich keine Lust, im Winter ein Risiko einzugehen, dass meine Arbeit zu nichte gemacht wird.
Das glaube ich Dir aufs Wort. Das geht auch nicht nur dir so, bestimmt jedem. Aber vielleicht zeigt sich hier die Einstellung jedes Einzelnen zu Bonsai. Ist ein abgestorbener Ast jetzt schlecht für die jahrelange Gestaltung und ärgerlich für den Gestalter oder zeigt sich hier halt nur die wahre Natur, bei dem das nun mal dazu gehört und die Pflanze so mehr Baum als Bonsai ist.
Ich habe nur eine einzige Hainbuche. Die Verzweigung wird Jahr für Jahr feiner und in diesem verlor ich einen Ast. Im ersten Augenblick natürlich ärgerlich wieso jetzt ausgerechnet dort ein Loch entsteht, aber wie sich zeigt hilft sich hier die Natur selbst. An der selben Stelle entstand wieder eine neue Knospe. Klar, jetzt geht die Arbeit wieder von vorne los - aber geht es bei diesem Hobby nicht genau darum? Ein Bonsai ist halt nie fertig.

Lange Rede kurzer Sinn: Mit Folie und Co. kann man vl. mehr Schaden anrichten als ohne. Ich will keinen davon abbringen es zu versuchen, allerdings sollte dann auch auf die Gefahren hingewiesen werden.

Viele Grüße
Antworten