Junge Rosskastanie - wie weiter?

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MarionS
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Junge Rosskastanie - wie weiter?

Beitrag von MarionS »

Hi, @all!

Das hier ist meine kleine Rosskastanie. 8 Jahre jetzt, 24cm hoch (insgesamt) und 4 Jahre in Pflege.
Heuer habe ich sie zum zweiten Mal umgetopft und einen vielversprechenden Wurzelteller herausarbeiten können.
2014-02-23_Rosskastanie02.jpg
2014-02-23_Rosskastanie02.jpg (28.06 KiB) 1246 mal betrachtet
2014-02-23_Rosskastanie01.jpg
Bislang habe ich die Kastanie hart an der Kandare gehalten, damit sie nicht zu hoch hinausschießt, habe mich eigentlich nicht getraut, sie durchtreiben zu lassen, nachdem ich gelesen habe, dass sie ungebremst innerhalb eines Jahres einen Meter groß würde. So wie die bislang wächst, vermutlich mit ellenlangen Internodien. Ich fürchtete, die würde mir gnadenlos verwachsen und über das hinausschießen, was man für Bonsai brauchen kann.
Jetzt habe ich eine gewisse Basis und frage mich, ob ich jetzt mal die Zügel schießen lassen kann? Womöglich sogar an einem Vollsonneplatz? Bislang habe ich sie im Halbschatten.
Gruß,
MarionS

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Norbert_S
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Re: Junge Rosskastanie - wie weiter?

Beitrag von Norbert_S »

Halbschattig ist für die meisten Laubbäume nicht verkehrt, Marion.
Bei der Kastanie würde ich es sogar empfehlen, denn sie mag in der Schale absolut keine heißen Füße.

Ob du sie durchtreiben lässt, ist von deinem Gestaltungsziel anhängig. Wenn sie filigran bleiben soll, dann wohl lieber nicht.
Aber ist die Kastanie ein filigraner Baum?
Ich halte die Kastanie da eher für einen groben Klotz, einen massigen kräftigen Baum mit starkem Stamm, dicken aufstrebenden Ästen und entsprechend kräftigem Wurzelwerk.
Wenn du so etwas willst, dann kannst du druchtreiben lassen. Allerdings nicht den ersten Trieb, zumindest mache ich es so.
Den Erstrieb schneide ich wenn sich die ersten vier Blätter entwickelt haben auf das erste kurze Internodium zurück. Den Zweitaustrieb lasse ich dann um den Baum nicht zu schwächen wachsen.
Wenn du vor dem Austrieb die jeweiligen Spitzenknospen ausbrichst, lenkst du die Kraft schon in die darunter liegenden zwei schlafenden Knospen.
Ich breche die Spitzenknospen immer erst aus, wenn sie so richtig klebrig sind im Frühjahr. Dann geht es ganz leicht und die schalfenden Augen werden nicht beschädigt.
Norbert

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MarionS
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Re: Junge Rosskastanie - wie weiter?

Beitrag von MarionS »

Norbert_S hat geschrieben:Bei der Kastanie würde ich es sogar empfehlen, denn sie mag in der Schale absolut keine heißen Füße.
Richtig, da war doch was. Ich hatte mal überlegt, den Korb mit Alufolie zu schützen oder weiß anzumalen, irgendsowas.
Aber ist die Kastanie ein filigraner Baum?
Ich halte die Kastanie da eher für einen groben Klotz, einen massigen kräftigen Baum mit starkem Stamm, dicken aufstrebenden Ästen und entsprechend kräftigem Wurzelwerk.
Gibts da verschiedene?
Ich hatte mich im Thread Kastanienschau schon gewundert, dass einige viel feiner aussehen als meine da, hatte es aber darauf geschoben, dass nicht viel dran ist und so alles in die wenigen Triebe geht. Bislang ist sie da mit einer Walnuss vergleichbar.
Sie ist insgesamt erst 24cm hoch, täuscht das vielleicht?
Den Erstrieb schneide ich wenn sich die ersten vier Blätter entwickelt haben auf das erste kurze Internodium zurück. Den Zweitaustrieb lasse ich dann um den Baum nicht zu schwächen wachsen.
Wenn du vor dem Austrieb die jeweiligen Spitzenknospen ausbrichst, lenkst du die Kraft schon in die darunter liegenden zwei schlafenden Knospen.
Ich breche die Spitzenknospen immer erst aus, wenn sie so richtig klebrig sind im Frühjahr. Dann geht es ganz leicht und die schalfenden Augen werden nicht beschädigt.
So habe ich das bislang immer gemacht.
Gruß,
MarionS

Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
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n-taucher
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Re: Junge Rosskastanie - wie weiter?

Beitrag von n-taucher »

Hallo Norbert,

ich habe gelesen, dass du die jeweils mittlere Knospe der Kastanie ausbrichst, um die gesamte Energie in die beiden dahinter liegenden Knospen zu leiten.

Das wollte ich auch gern bei meinem Kastanien-Sämling probieren.
Allerdings ist der Spitzentrieb zu weich, flexibel und klebrig, dass ich ihn nicht ausbrechen kann.

Bin ich zu früh dran? :?:
Soll ich den Spitzentrieb rausschneiden? :?:
Oder komplett die Spitze abschneiden und auf die darunterliegenden Triebe absetzen? :?:

Ich würde mich freuen, wenn du mir oder ein anderes Forumsmitglied mir einen Tipp geben würde, auch wenn es nicht mein Thread ist! :wink:

Mit besten Grüßen,
Nils
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Norbert_S
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Re: Junge Rosskastanie - wie weiter?

Beitrag von Norbert_S »

Nils, natürlich kannst du den Mitteltrieb herausbrechen.
Fasse ihn weiter unten an und dann geht das, bist schon spät dran.
Norbert

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Sullivan, 1924
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n-taucher
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Re: Junge Rosskastanie - wie weiter?

Beitrag von n-taucher »

Hallo Norbert,

vielen Dank! *daumen_new*

Werde es noch Mal probieren und mich richtig reinhängen! ;-)

Viele Grüße,
Nils
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Andreas R.
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Re: Junge Rosskastanie - wie weiter?

Beitrag von Andreas R. »

Hallo Marion,

meine beiden Rosskastanien stehen immer schon in der Sonne und es hat ihnen bisher nicht geschadet.
Was bei Rosskastanien sehr gut wirkt ist ein Blattschnitt. Bei meiner weniger weit entwickelten entferne ich im Frühsommer alle Blätter. Das bewirkt eine ungeahnte Rückknospung und man bekommt das Problem mit den langen, unverzweigten Trieben die eine Rosskastanie so gerne macht unter Kontrolle.
Die größere, die schon etwas weiter ist, wird wie alle anderen Laubbäume auch mit dem Heckenschnitt kultiviert. Dabei werden automatisch die größeren Blätter entfernt, weil die längere Stile haben und weiter nach außen wachsen.
Bei deinem Exemplar würde ich die beiden unteren Äste durchwachsen lassen, hier auch die Spitzenknospen nicht entfernen. Im oberen Teil dagegen regelmäßig zurückschneiden und dort auch Blattschnitt machen um die Verzweigung zu fördern.
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