heute brachte die DHL Frau ein nettes Paket... Sind von der Bucht und ich konnte nicht widerstehen.
Einmal "katsura" und einmal "deshojo" beides Importe aus Korea. Muss mir erstmal genau das Substrat angucken ob
das schon "beton" ist oder nicht bevor ich mir um Gestaltung weiter Gedanken mache. Aber beide haben solche
Y-Gabelungen mit gleichdicken Ästen...
Der kleine kann noch etwas stehen der große war betoniert und scheinbar nur etwas neues Substrat drüber gekippt -> Also umsetzen.
Bei der Gelegenheit mal Bilder vom Nebari.. Was meint ihr dazu? An der Narbe vom Draht mache ich direkt was...
Hallo,
also vom Nebari her find ich das 4. am ansprechendsten, weil es sich schön verteilt. Ich weiß natürlich nicht wie es sonst auf der Seite aussieht, aber man kann ja Mal schauen, ob sich da schon zwei oder mehr dickere Wurzeln gebildet haben, die man dann bevorzugt wachsen lässt und nach und nach aus der Erde holt. Mit der Zeit sähe dass besimmt super aus
Das ist dann auf der jetzigen Rückseite oder?
Aber auch das Nebari von Bild 1 find ich gut, auch wenn ich Bild 4 besser finde.
Wichtig ist natürlich immer, beim Umtopfen eine durchdachte Bearbeitung der Wurzeln durchzuführen. Die zu starken, langen Wurzeln an günstigen Stellen einzukürzen und die schwächeren unbeschnitten und wohlgeordnet in Ruhe zu lassen. Alles, was kreuz und quer verläuft entweder schneiden oder einordnen. Sonst wird das Nebari mit der Zeit immer schlechter und unausbalancierter, anstatt besser.
Die Drahtnarbe ist ärgerlich und überflüssig. Sie zeigt sehr gut, dass man Befestigungsdrähte besser nicht über die Nebariwurzeln führt und wenn doch, dann auf jeden Fall gut gepolstert mit Gummischlauch o.ä. Dann muss man auch gut drauf aufpassen, dass man die Drähte abschneidet, sobald der Baum gut eingewurzelt ist. Führt man die Befestigungsdrähte unter den Oberflächenwurzeln hindurch oder nur über den Feinwurzelteil, dann können sie bis zum nächsten Umtopfen dran bleiben.
Machen kann man an der Drahtnarbe im Grunde nichts, als darauf warten, dass sie wieder verwächst.
LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
genauso hab ich es gemacht. Alles gerade "gekämmt" was quer und unpassend war weggeschnitten. Ja ich denke mal, das die Koreaner auch nicht dachten, das der Baum so lange unbearbeitet steht das der Draht einwächst...die Drahtnarbe habe ich etwas angeritzt und mit Knete abgedeckt.(War das falsch?) In den zwei großen Löchern (Bild2+3) dachte ich dran evtl. an ablaktieren. Hab das glaube sogar bei dir gesehen mit den Jungpflanzen
Der andere Baum hat alles schön Strahlenförmig liegen, braucht aber noch ein Jahrzehnt
twitch hat geschrieben:die Drahtnarbe habe ich etwas angeritzt und mit Knete abgedeckt.
Wozu soll denn da jetzt noch eine künstlich erzeugte Wunde dienen? Das wird wohl eher keine Verbesserung bewirken.
twitch hat geschrieben:In den zwei großen Löchern (Bild2+3) dachte ich dran evtl. an ablaktieren. Hab das glaube sogar bei dir gesehen mit den Jungpflanzen
Bei Deinem Baum sind genug Wurzeln vorhanden, da brauchst Du nichts zu ablaktieren. Du musst nur die unterschiedlich starken Wurzeln ausbalancieren. Wie schon gesagt, die großen, dicken durch Kürzen bremsen, die kleinen schön wachsen lassen.
Schade, dass Du kein Foto nach der Wurzelbearbeitung gemacht hast. Sonst hätte man sagen können, ob das schon ausgereicht hat.
LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Mh, die Drahtstelle war doch aber schon "verheilt" ich dachte so MUSS es zuwachsen und man sieht danach nicht mehr diese Rille.
Wegen dem einkürzen/bremsen der dicken Wurzeln.. Hast du da vll mal ein ein vorher/nachher Beispiel parat?
Viel mehr als auf dem folgenden Bild hab ich nicht geschnitten. Nur die kleineren Ausläufer der dicken Wurzeln.
Nach unten hin ist nichts dickes gewachsen und nur feine Polster. (Nur der eine Schnitt als Beispiel)
Da war gar keine Wunde und die Delle vom Draht hätte sich einfach durch weiteres Dickenwachstum in ein - zwei Jahren aufgefüllt.
Unnötig und künstlich eine Wunde verursachen kann nun noch eine ungewollte Vernarbung zurücklassen, wenn Du Pech hast. Wenn Du Glück hast, wächst es unauffällig zu, aber verbessern wird es die Lage eher nicht.
Von meinen eigenen Bäumen habe ich aktuell kein Beispiel der Wurzelbearbeitung. Wenn ich es geahnt hätte, dass so etwas gebraucht wird, hätte ich Fotos machen können, als ich neulich meine Ahorne umgetopft habe. Sie sind aber jetzt alle schon fertig.
In Deinem Foto habe ich grün eingezeichnet, wo ich geschnitten hätte. Der rot eingezeichnete Schnitt nützt rein gar nichts.
LG, Heike
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K800_K800_neb1_v.JPG (91.08 KiB) 1517 mal betrachtet
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Von meinen eigenen Bäumen habe ich aktuell kein Beispiel der Wurzelbearbeitung. Wenn ich es geahnt hätte, dass so etwas gebraucht wird, hätte ich Fotos machen können, als ich neulich meine Ahorne umgetopft habe. Sie sind aber jetzt alle schon fertig.
In Deinem Foto habe ich grün eingezeichnet, wo ich geschnitten hätte. Der rot eingezeichnete Schnitt nützt rein gar nichts.
LG, Heike
an der von Heike grün eingezeichnetes Stelle die Wurzel schneiden und die Schnittstelle möglichst auf die Unterseite verlegen.
Das Ganze muss nach dem Umtopfen tiefer gesetzt werden, das Nebari sollte möglichst vollständig bedeckt sein oder mit Fahrradschlauch arbeiten (s. Suchfunktion)
Ich habe 1 Foto vom Umtopfen meines Fächerahorn gefunden. Das hänge ich mal an.
Auf dem Foto ist der Wurzelkranz entfernt und noch mehr Material in Richtung Ballenkern. Die wahren Kenner reduzieren noch viel deutlicher aber dazu fehlt mir (vorerst) noch der Mut.
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Stephans Hinweise sind durchaus berechtigt! Immer schön darauf achten, dass die Wurzeln bei der Bearbeitung nicht austrocknen. Und erst recht, wenn der Zeitpunkt schon so grenzwertig ist wie hier.
Heiners Ahorn zeigt natürlich schon ein Bilderbuch-Nebari. Ich habe gerade einige Ahorne umgetopft, deren Nebari noch unausgewogen und entwicklungsbedürftig ist. Daran hätte ich die ausgleichenden Schnitte an den zu langen und zu starken Wurzeln natürlich schön fotografieren können. Leider zu spät für dieses Mal.
Meiner Meinung nach muss man einen reiferen Ahorn nicht jedes Mal beim Umtopfen ganz hart rannehmen. Heiners Bild von den zurückhaltend bearbeiteten Wurzeln finde ich durchaus korrekt. Wichtig ist, dass zwischen den feinen Wurzeln kein verdichtetes altes Substrat verbleibt und das Wasser dort nach dem Umtopfen gut einsickern kann. Alle paar Jahre ist vielleicht mal ein etwas stärkerer Eingriff nötig.
Bei einem noch unreifen Baum, wie dem von Dario, ist normalerweise bis auf weiteres bei jedem Umtopfen ein sehr gründlicher, wohl durchdachter Wurzelschnitt nötig, um einen so guten Wurzelballen zu entwickeln wie in Heiners Beispiel. Aber wenn der Baum schon voll im Laub steht, geht das natürlich nicht kompromisslos.
Liebe Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Sorry, dass ich mich hier mal mit einklinke. Zum Thema Wurzelschnitt an STARKEN Wurzeln taucht bei mir immer wieder die unbeantwortete Frage auf: "Wie schneiden?"
Wie handhabt ihr das? Senkrecht zur Wurzel oder schräg? Schnittstelle nach oben oder unten (wie Heiner schrieb)???
Was sind die Vor- und Nachteile. Würde mich freuen, wenn die Experten dazu was sagen könnten. Danke!!!
Wow das Nebari sieht echt toll aus. Fahrradschlauchmethode kenn ich von Bonsai-Art!
@ Heike
Mist, dann hoffe ich das es unauffällig zuwächst... Und mir stellt sich jetzt eigentlich die selbe Frage wie Marco_H. Denn um ehrlich zu sein
steht in jedem Buch was anderes drin...
Also die größeren Wurzeln von schräg unten mit einer Wurzelzange (Gerade Schnittfläche) und dann evtl. noch Kohlepulver auf den Schnitt?
Jetzt steht er ja erstmal. Soll ich dann nächstes Jahr im Frühjahr wieder umtopfen?