Wenn man die Möglichkeit hat, den Schnitt verdeckt auszuführen, also unten, ist das von Vorteil. Wenn aber die dünnere Wurzel, auf die die dicke abgesetzt werden soll, dort unten abzweigt, geht das nicht. Eventuell kann man dann den Schnitt seitlich und schräg machen.
Oft hat man auch Wurzeln, die an der Oberseite einer anderen Wurzel entfernt werden müssen. Daran kann man dann nichts ändern, dass die Schnittstelle oben drauf liegt.
Schön glatt machen (scharfes Messer) und dann Wundknete drauftun, dann überwallen Schnittstellen im Wurzelbereich beim Ahorn in der Regel in einer bis zwei Saisons, je nach Größe und Wachstum.
Kohlepulver? Beim Ahorn? Habe ich noch nie gehört. Kohlestückchen unten im Substrat bei Kiefern schon, das soll ja gegen Wurzelfäule vorbeugen. Habe ich noch nie gemacht und habe trotzdem keine Wurzelfäule. Egal. Ahorne sind in der Regel ziemlich unkompliziert im Wurzelbereich und haben ein sehr starkes Wurzelwachstum, wenn sie vital und gut gepflegt sind.
Junge Ahornbonsai mit noch wenig entwickeltem Nebari und Wurzelballen kann man m.E. ruhig erstmal jährlich umtopfen, um jedesmal in die richtige Richtung arbeiten zu können.
Übrigens war der Artikel über die Fahrradschlauchmethode in der Bonsai-Art auch von mir.
LG, Heike


