Hi,
kann mir jemand behilflich sein, wie ich diesen Ahorn am besten schneiden soll.
Er ist ca. 13 Jahre alt und wird jede 2. Woche mit einem organischen Streudünger gedüngt.
Ist mein erster Bonsai.
jap. Fächerahorn schneiden
- Josef Knieke
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Re: jap. Fächerahorn schneiden
Hi MEG
wäre gut, wenn du dein Bäumchen von mehreren Seiten fotografieren würdest. Hat du dich schon für eine Vorderseite entschieden??
Außerdem solltest du die Bilder so machen, dass man frontal auf das Bäumchen schaut und nicht von schräg oben.
Gruß
Josef
wäre gut, wenn du dein Bäumchen von mehreren Seiten fotografieren würdest. Hat du dich schon für eine Vorderseite entschieden??
Außerdem solltest du die Bilder so machen, dass man frontal auf das Bäumchen schaut und nicht von schräg oben.
Gruß
Josef
http://www.bonsai-arbeitskreis-hildesheim.de/
AK-Treffen jeden 2. Samstag im Monat
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Re: jap. Fächerahorn schneiden
Ich hoffe die Fotos sind nun besser.
Als Vorderseite würde ich Bild 1 oder 3 nehmen.
Als Vorderseite würde ich Bild 1 oder 3 nehmen.
Re: jap. Fächerahorn schneiden
Passt es wenn ich alle 6-8 Wochen von Mai bis September schneide?
Soll man knapp über dem Blattpaar schneiden oder ein Stück dran lassen?
Macht es einen Unterschied ob ich die mit der Hand zupfe, mit einer Gartenschere schneide oder braucht man da unbedingt eine Bonsaischere?
Soll man knapp über dem Blattpaar schneiden oder ein Stück dran lassen?
Macht es einen Unterschied ob ich die mit der Hand zupfe, mit einer Gartenschere schneide oder braucht man da unbedingt eine Bonsaischere?
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twotower
Re: jap. Fächerahorn schneiden
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Zuletzt geändert von twotower am 24.06.2014, 22:44, insgesamt 1-mal geändert.
Re: jap. Fächerahorn schneiden
Willst du jetzt schneiden, "weil es ein Bonsai ist und der ja geschnitten werden muss" oder was verfolgst du für ein Ziel?MEG_1 hat geschrieben:Passt es wenn ich alle 6-8 Wochen von Mai bis September schneide?
Soll man knapp über dem Blattpaar schneiden oder ein Stück dran lassen?
Macht es einen Unterschied ob ich die mit der Hand zupfe, mit einer Gartenschere schneide oder braucht man da unbedingt eine Bonsaischere?
Falls du den Baum erst neu hast: mach dich doch erstmal mit der Pflege vertraut und den Baum in Ruhe. Wenn das Laub im Herbst ab ist kann man mehr sehen und sich an einen richtigen Auslichtungsschnitt ran wagen. Bis dahin hättest du auch noch Zeit dich zu belesen, wie das geht, oder du schaust mal bei einem AK vorbei.
Schau mal hier: http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?t=20201
Mit dem ganzen Laub dran sieht an leider gar nix.
Gruß, Claudia
Re: jap. Fächerahorn schneiden
Ich pflege diesen Ahorn schon seit August. Da tat sich jedoch nicht sehr viel. Er wurde nur alle 2 Wochen bis September mit einem Bio Streudünger gedüngt und im Winter habe ich ihn mit samt der Schale in Torf eingesetzt.
Die neuen Austriebe heuer sind bereits bis zu 16 cm lang und in der Anleitung vom Verkäufer steht, dass ich ihn alle 6-8 Wochen schneiden soll.
Jedoch habe ich schon einiges gelesen, dass man ihn nur einmal im Jahr schneiden soll, damit der Stamm dicker wird.
Die neuen Austriebe heuer sind bereits bis zu 16 cm lang und in der Anleitung vom Verkäufer steht, dass ich ihn alle 6-8 Wochen schneiden soll.
Jedoch habe ich schon einiges gelesen, dass man ihn nur einmal im Jahr schneiden soll, damit der Stamm dicker wird.
Re: jap. Fächerahorn schneiden
Das wären die "normalen" Schnitte, wenn dein Ahorn mal ein Bonsai ist.MEG_1 hat geschrieben: Die neuen Austriebe heuer sind bereits bis zu 16 cm lang und in der Anleitung vom Verkäufer steht, dass ich ihn alle 6-8 Wochen schneiden soll
Das darst du mit oben nicht verwechseln. Wenn du Stammdicke willst, musst du wachsen lassen, reichlich gießen und düngen. Der Rückschnitt - einmal im Jahr - erfolgt dann im Herbst. Im nächsten Frühjahr wieder treiben lassen usw. usw. Das ganze optimal im Freiland, oder wenn nicht möglich in einem TPK.MEG_1 hat geschrieben: Jedoch habe ich schon einiges gelesen, dass man ihn nur einmal im Jahr schneiden soll, damit der Stamm dicker wird.
Ansonsten, wie oben schon geschrieben, lesen, lesen, lesen, und/oder einen AK in deiner Nähe suchen und dort lernen und schauen.
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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Re: jap. Fächerahorn schneiden
Hallo MEG,
willkommen im Forum und Glückwunsch zu Deinem Erstlingsprojekt, einem attraktiven, rotlaubigen Fächerahorn, wohl ein acer palmatum Deshoyo.
Als Beginner/in steckt man natürlich voller Tatendrang und möchte durch Schnippeln und Formen und weitere Pflegemaßnahmen in kurzer Zeit sich selbst und dem Publikum einen "fertigen" Bonsai präsentieren. Ich kritisiere das nicht, sondern stelle das nur fest, weil speziell in diesem Subforum und bei mir selbst in der Anfangszeit diese Unruhe immer wieder auftritt/auftrat.
Aber so läuft das nicht!
Zum Schneiden hat Dir Jürgen (Camaju) wichtige Hinweise gegeben.
Du wirst Dich fragen, kann ich denn jetzt gar nichts tun? Doch, Du kannst!
Betrachte Deinen Baum, speziell die Stammform, mit seinem dezenten Schwung ( Foto 2 und 4 der letzten Serie) und die Aufzweigung in 2 Hauptäste, die etwas ungleich in der Kaliberstärke sind. Versuche Dich zu informieren, wie denn in etwa das Verteilungsmuster der oberen Wurzeln im Substrat ausfällt. Dazu vorsichtig etwas Substrat mit einem Schaschlikspiesschen wegkratzen. Sind diese Wurzeln in etwa gleichstark, entspringen sie in etwa auf der gleichen Höhe am Stammfuss? Drehe das Bäumchen und stelle fest, welches Wurzelverteilungsmuster (Nebari) von welcher Ansicht am ansprechendsten aussieht. Wenn dabei eine wichtige Hauptwurzel direkt auf den Betrachter weist, wäre das nicht so toll.
Die beiden Hauptäste (Substämme) sind etwas unterschiedlich stark. Da bietet sich an, den schwächeren als ersten Ast weiter aufzubauen und den stärkeren als Hauptstamm weiterlaufen zu lassen. Dazu wäre es günstig, wenn der Pflanzwinkel später etwas verändert werden könnte, konkret: Beim ersten Foto der letzten Serie, der Baum etwas nach rechts gekippt werden könnte. Verträgt sich das mit dem Nebari? Dabei ist aber wichtig, denn Stammschwung mit zu berücksichtigen. Vergleiche Deinen Baum mit einer Figur. Diese Figur soll ihren Bauch nicht dem Betrachter entgegenstrecken, die Stammbiegung soll also nicht direkt nach vorne weisen. Das würde unattraktiv, ja hässlich wirken.
Dieses alles ist am Anfang nicht einfach zu verstehen, aber wichtig, um nicht zu sagen entscheidend für die weitere Gestaltung.
Was Du jetzt also tun kannst, ist, Dir halbwegs klar werden, wie denn die Zukunft aussehen soll und das ist nicht wenig. Im Herbst, wenn alle Blätter gefallen sind und die Ast- und Verzweigungsstruktur besser sichtbar sein wird, wird dann festgelegt was mit der Schere oder Zange weg muss.
Aktionismus ist im Augenblick überhaupt nicht angesagt!
Beste Grüsse,
Heiner
willkommen im Forum und Glückwunsch zu Deinem Erstlingsprojekt, einem attraktiven, rotlaubigen Fächerahorn, wohl ein acer palmatum Deshoyo.
Als Beginner/in steckt man natürlich voller Tatendrang und möchte durch Schnippeln und Formen und weitere Pflegemaßnahmen in kurzer Zeit sich selbst und dem Publikum einen "fertigen" Bonsai präsentieren. Ich kritisiere das nicht, sondern stelle das nur fest, weil speziell in diesem Subforum und bei mir selbst in der Anfangszeit diese Unruhe immer wieder auftritt/auftrat.
Aber so läuft das nicht!
Zum Schneiden hat Dir Jürgen (Camaju) wichtige Hinweise gegeben.
Du wirst Dich fragen, kann ich denn jetzt gar nichts tun? Doch, Du kannst!
Betrachte Deinen Baum, speziell die Stammform, mit seinem dezenten Schwung ( Foto 2 und 4 der letzten Serie) und die Aufzweigung in 2 Hauptäste, die etwas ungleich in der Kaliberstärke sind. Versuche Dich zu informieren, wie denn in etwa das Verteilungsmuster der oberen Wurzeln im Substrat ausfällt. Dazu vorsichtig etwas Substrat mit einem Schaschlikspiesschen wegkratzen. Sind diese Wurzeln in etwa gleichstark, entspringen sie in etwa auf der gleichen Höhe am Stammfuss? Drehe das Bäumchen und stelle fest, welches Wurzelverteilungsmuster (Nebari) von welcher Ansicht am ansprechendsten aussieht. Wenn dabei eine wichtige Hauptwurzel direkt auf den Betrachter weist, wäre das nicht so toll.
Die beiden Hauptäste (Substämme) sind etwas unterschiedlich stark. Da bietet sich an, den schwächeren als ersten Ast weiter aufzubauen und den stärkeren als Hauptstamm weiterlaufen zu lassen. Dazu wäre es günstig, wenn der Pflanzwinkel später etwas verändert werden könnte, konkret: Beim ersten Foto der letzten Serie, der Baum etwas nach rechts gekippt werden könnte. Verträgt sich das mit dem Nebari? Dabei ist aber wichtig, denn Stammschwung mit zu berücksichtigen. Vergleiche Deinen Baum mit einer Figur. Diese Figur soll ihren Bauch nicht dem Betrachter entgegenstrecken, die Stammbiegung soll also nicht direkt nach vorne weisen. Das würde unattraktiv, ja hässlich wirken.
Dieses alles ist am Anfang nicht einfach zu verstehen, aber wichtig, um nicht zu sagen entscheidend für die weitere Gestaltung.
Was Du jetzt also tun kannst, ist, Dir halbwegs klar werden, wie denn die Zukunft aussehen soll und das ist nicht wenig. Im Herbst, wenn alle Blätter gefallen sind und die Ast- und Verzweigungsstruktur besser sichtbar sein wird, wird dann festgelegt was mit der Schere oder Zange weg muss.
Aktionismus ist im Augenblick überhaupt nicht angesagt!
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!


