Pfaffenhütchen von Helmut

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
Antworten
Benutzeravatar
Erwin
Beiträge: 3286
Registriert: 03.03.2005, 19:01

Pfaffenhütchen von Helmut

Beitrag von Erwin »

Im Mai 2012 habe ich bei den Rebellen und Co. Schalen verkauft. Bei dieser Gelegenheit habe ich ein Pfaffenhütchen gegen eine Schale eingetauscht. Auf den ersten Blick nicht so prickelnd:
1-12.JPG
Gerader Stamm und dicke Knubbel. Zuhause habe ich mich dann damit beschäftigt, aber zuerst noch ein paar Highlights dieses Baumes:
2-12.JPG
3-12.JPG
4-12.JPG
5-12.JPG
Dann kam die Zange zum Einsatz: erstmal das lange gerade Stück mit dem Mordsknubbel weg:
6-12.JPG
Mal von Nahem:
7-12.JPG
Dann die anderen Knubbel weggeschnitten:
8-12.JPG
Benutzeravatar
Erwin
Beiträge: 3286
Registriert: 03.03.2005, 19:01

Re: Pfaffenhütchen von Helmut

Beitrag von Erwin »

Hier die Bilder nach dem Kahlschlag:
9-12.JPG
10-12.JPG
11-12.JPG
Das nächste Jahr:
1-13.JPG
2-13.JPG
So langsam wird der Baum wieder voller.
Diese Jahr ist er explodiert. Ob das mit dem Esslöffel Kalk zusammenhing?
Und Besuch von einer Unbekannten hatte er auch:
1-14.JPG
In voller Blüte:
2-14.JPG
Jetzt sitzt er voller Früchte und hat bereits den ersten Rückschnitt hinter sich.
Ich freu mich schon auf die Entwicklung im nächsten Jahr und hoffe, dass die Schnittstellen weiterhin eingermaßen zuwachsen.

Erwin
Benutzeravatar
achim73
Moderator
Beiträge: 10415
Registriert: 30.07.2006, 00:53
Wohnort: bochum
Kontaktdaten:

Re: Pfaffenhütchen von Helmut

Beitrag von achim73 »

hey erwin, super doku !
gerade für anfänger, die oft zu zaghaft beim rückschnitt sind :)
eine frage: der baum scheint ein ziemlich brauchbares nebari zu haben - warum hast du ihn so tief eingepflanzt ?
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Benutzeravatar
Bergi
Beiträge: 1460
Registriert: 21.07.2007, 12:36
Wohnort: westlich von München

Re: Pfaffenhütchen von Helmut

Beitrag von Bergi »

Hallo Erwin,
auch von mir einen dicken *daumen_new* !
Deine Unbekannte scheint eine Köcherfliege zu sein - harmlos und nett (und ein Gewässer in der Nähe anzeigend).
Der Pfaffenhut hat offenbar ganz gut Kallus um die Schnittränder gebildet - vielleicht magst du da noch mal eine Nahaufnahme reinstellen?
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Benutzeravatar
msa
Beiträge: 107
Registriert: 14.08.2006, 20:52
Wohnort: Greifswald

Re: Pfaffenhütchen von Helmut

Beitrag von msa »

Hallo Erwin,

schönes Pfaffenhütchen zeigst du hier. Ich hab seit einem Monat auch so einen bei mir. Kannst du mir das mit dem Kalk vlt. etwas näher erläutern. Welchen, in welcher Form wieoft verabreicht?
Grüsse von Mario
Benutzeravatar
Erwin
Beiträge: 3286
Registriert: 03.03.2005, 19:01

Re: Pfaffenhütchen von Helmut

Beitrag von Erwin »

so, jetzt bin ich wieder da.

@Achim: jetzt, wo Du es sagtest...wo war mein Nebari geblieben? Das habe ich kontrolliert und festgestellt, dass es durch Algenbewuchs fast unsichtbar geworden ist. Ein wenig tiefer habe ich das Nebari schon gesetzt, weil ich die rechte Wurzel in der Mitte gekappt habe, denn die war mir ohnehin zu lang und nach oben wachsen geht gar nicht. Ich habe die Hoffnung, dass sich ein paar Wurzeln bilden, die dann "vorschriftsmäßig" in "sanftem Winkel" in der Erde verschwinden und nicht waagerecht, fast auf dem Substrat wachsen und dann wie Krallen senkrecht nach unten abtauchen.
Hier ein paar Bilder, vorher und jetzt. Ganz sauber habe ich das auf die Schnelle allerdings nicht bekommen.
Nebari alt.JPG
Nebari jetzt.JPG
Nebari2.JPG
Nebari3.JPG
@Stefan: hier der Kallus, hat sich nach dem Nachschneiden im Frühjahr verhältnismäßig gut gemacht. Aber die Pfaffen sind schon seit jeher etwas langsam... :P
Kallus.JPG
@Mario: ich habe es mir mit dem Kalk einfach gemacht, habe einfach etwas von meinen Glasurrohstoffen genommen und auf das Substrat gestreut. Das heißt hier Kalkspat bzw. Kreide. Ist der reinste Kalk, den man kaufen kann. (im Fachhandel etwa 2,50 - 3,00 Euro/kg). Zum Einen habe ich den sowieso hier und zum Anderen traue ich dem im Handel erhältlichen "Dolomitkalk" nicht sonderlich. Dolomit ist nämlich was ganz anderes, zumindest sehr stark verunreinigt mit Stoffen, die man, zumindest beim Töpfern, nicht braucht. Zu dem sog. "Algenkalk" habe ich mehr Vertrauen, der hat mir mal im Garten den versauerten Boden in kürzester Zeit auf einen passablen ph-Wert gebracht. ich hoffe, das hilft Dir weiter. Ansonsten einfach melden.

Erwin
Antworten