Salzschaden an Hainbuche?

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nachtwanderer
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Salzschaden an Hainbuche?

Beitrag von nachtwanderer »

Hallo alle zusammen,

da dies mein erster Beitrag hier im BFF ist erstmal kurz etwas zu mir.
Ich heiße Robert, bin 29 Jahre alt, lebe und studiere in der schönen Südpfalz und lese nun seit schon ca. 1,5 Jahre hier mit. Zurzeit beschäftige ich mich hauptsächlich damit meine Pflanzen kennen zu lernen und sie Vital zu halten.
Zum Großteil sind das alles Jungpflanzen bis auf eine ältere Chinesische Ulme.

Nun aber zu meinen kleinen Problem.
Ich habe eine kleine Hainbuche, welche ich im Frühjahr günstig im Baumarkt erstanden habe. Kaum Zuhause angekommen habe ich die Hainbuche von der alten Erde befreit und in ein TPK, mit „Modernen Substrat“ nach Walter Pall, eingetopft. Dass Prozedere hat sie gut überstanden und trieb schon bald danach bereitwillig aus. Nachdem ich im Verlauf des Frühjahrs immer wieder mal ein paar Fraßfeinde absammeln musste bekam ich ende Mai Probleme mit Mehltau an meiner Hainbuche. Den Mehltau konnte ich aber erfolgreich bekämpfen mit einer Spritzmischung aus Backpulver, Milch, Wasser und Öl(habe ich in einem Thread hier im Forum gefunden).
Danach war erstmal wieder alles in Ordnung. Doch seit ca. 2 Wochen werden zunehmend die Blattränder bei meiner Hainbuche braun und trocken. Nun habe ich schon die SuFu hier im Forum benutzt und diverse Bücher gewälzt und kam zu dem Schluss da es sich entweder um einen Salzschaden oder evtl. auch einen Sonnenschaden handelt. Jedoch kann ich nicht zu 100 Prozent sagen was es nun ist.

Salzschaden sollte ja eigentlich nicht vorkommen, denn auch wenn ich mit Leitungswasser gieße sollte doch dank aggressiven Wässerns überschüssige Salze ausgespült werden. Meine Wasserwerte laut Energieversorger:

Wasserhärte bis 1,3 mmol/L bzw. bis 8,4°dH

Calcium 17,7 mg/L
Magnesium 1,9 mg/L
Natrium 2,3 mg/L
Kalium 2,5 mg/L
Chlorid 3,9 mg/L
Nitrat 2,7 mg/L
Sulfat 9,9 mg/L
Fluorid < 0,05 mg/L

Für Sonnenschaden würde sprechen das die Hainbuche ab ca. 12 Uhr, bis Abends, stark Sonnenexponiert ist und es die letzten Wochen trotz Regenunterbrechung meist sehr Warm, sonnig und trocken war. Außerdem weißt mein Shishigashira zwar nicht so stark, aber dennoch leichte braune Blattränder auf. Die sind auch nicht immer so die Fans von voller Sonne.

Ein paar Fotos hab ich auch geschossen und die Schäden besser beurteilen zu können. Ich hoffe ihr könnt mir helfen heraus zu finden was meine Hainbuche hat und was ich machen kann das es ihr wieder besser geht.

Falls ich noch etwas an Infos vergessen haben sollte fragt einfach nach und ich werde versuchen diese so schnell wie möglich nachzuliefern.
Vielen dank schon mal für eure Hilfe.

Grüße aus der Pfalz,
Robert

P.S.:
Der Fragebogen und die Bilder(ich hoffe gut bearbeitet)

Hast du schon Erfahrung mit Bonsai
[ ] Ja – seit
[X] Nein


Welchen Bonsai hast du und wie lange, ist der Name des Bonsai bekannt?
Hainbuche – Carpinus betulus

[ ] Indoor
[X] Outdoor


Wo steht dein Bonsai
Auf dem Balkon, S/W Ausrichtung.


Herkunft des Bonsai (Fachhandel, Baumarkt, Supermarkt, Geschenk)
Jungpflanze aus dem Baumarkt


Welches Substrat ist im Topf (wenn nicht bekannt, beschreib bitte wie es aussieht. Evtl Bild!)
“Modernes Substrat“ nach Walter Pall. (Lava:Torf 4:1)

Hast du den Baum schon mal umgetopft?
Ja. Im Frühjahr vor dem Austrieb.

Welchen Dünger verwendest du (flüssig, fest, ist der Name bekannt?)
Im Frühjahr 1x kräftig Organisch(fest), danach alle 14 Tage flüssig auf feuchtes Substrat.


Wie ist dein Gießverhalten (wie oft? Wie lange bleibt dein Substrat feucht/nass evtl. Fingerprobe? gießen oder tauchen)
1x Täglich, an heißen Tagen auch 2x Täglich reichlich und durchdringend.


Hat die Schale mindestens ein Wasserabzugsloch?

[X] Ja
[ ] Nein
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Bonsai-Abbing
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Re: Salzschaden an Hainbuche?

Beitrag von Bonsai-Abbing »

Willkommen im Forum! :)
Ich würde auf einen Trockenschaden tippen. In den letzten Tagen war es sehr warm, da reicht einmal am Tag giessen mitunter nicht.
Liebe Grüße
Frank *up*

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camaju +
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Re: Salzschaden an Hainbuche?

Beitrag von camaju + »

Die Hainbuche ist von Haus aus Salzempfindlich.

Kennst du das schon ?

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 67&t=20189
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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Re: Salzschaden an Hainbuche?

Beitrag von berndschmidt »

Per Ferndiagnose wird man die Ursache kaum zu 100% ermitteln können.

Im Prinzip kann es auch eine Kombination verschiedener Faktoren sein.
Durch Hitze zu kurzfristig zu trockenes Substrat in Verbindung mit starker Düngung, Kalkhaltiges Gießwasser, saugende Insekten ...

Ich habe mehrere Hainbuchen in Pflege und ähnliche Bedigungen wie du.
Substrat ist ähnlich.
Im Sommer an heißen Tage gieße ich Morgens und Abends. Die Verdunstung ist sonst oft so hoch, das einmal Gießen schon zum austrocknen des Substrates führt und die ersten Blätter braune Ränder bekommen.
Die Verdunstung kann man auch durch Moospolster reduzieren. Allerdings sollten noch Lücken zum Gießen und Düngen ausgelassen werden, da das Moos einen Teil der Düngung filtert.

Substrat + Düngung + Wässern müssen immer als zusammenhängende Einheit betrachtet werden.
Da muß jeder die passende Abstimmung für seinen Standort heraus finden.
Falls es ein Trockenschaden ist, kann zweimal oder dreimal am Tag, an heißen Tagen, schon helfen.
Schöne Grüße

Bernd

Bonsai als Hobby
nachtwanderer
Beiträge: 2
Registriert: 06.04.2013, 15:00

Re: Salzschaden an Hainbuche?

Beitrag von nachtwanderer »

Hallo alle zusammen,

entschuldigt bitte das ich solang für eine Antwort gebraucht habe, ich hatte viel um die Ohren und bei dem gutem Wetter der letzten Tage bin ich doch lieber klettern gegangen. ;)

Vielen Dank für eure Antworten, die haben mir schon mal weitergeholfen.
Bonsai-Abbing hat geschrieben:Willkommen im Forum! :)
Danke :D
Bonsai-Abbing hat geschrieben:Ich würde auf einen Trockenschaden tippen. In den letzten Tagen war es sehr warm, da reicht einmal am Tag giessen mitunter nicht.
Das hab ich mir schon fast gedacht. Zwar gieße ich an den heißen Tage 2x, aber bei der Sonnenexponierten Lage wohl immer noch nicht genug.
Lösung => Ich habe die Hainbuche mal etwas geschützter aufgestellt. Nun bekommt sie erst am Spätnachmittag volle Sonne.
camaju hat geschrieben:Die Hainbuche ist von Haus aus Salzempfindlich.

Kennst du das schon ?

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 67&t=20189
Die Baumportaits hier im Forum kenne ich zwar und habe sie eigentlich auch für meine Bäume gelesen, jedoch muss ich das Portait für die Hainbuche irgendwie verpasst haben. Aber das habe ich gleich nachgeholt und mir der Artikel durchgelesen.
Dank dir für den Link. (Grüße nach LU aus LD ;) )
berndschmidt hat geschrieben:Per Ferndiagnose wird man die Ursache kaum zu 100% ermitteln können.

Im Prinzip kann es auch eine Kombination verschiedener Faktoren sein.
Durch Hitze zu kurzfristig zu trockenes Substrat in Verbindung mit starker Düngung, Kalkhaltiges Gießwasser, saugende Insekten ...
Eine Ferndiagnose ist natürlich immer schwer, jedoch kann ich zumindest Schädlinge ausschließen( keine gefunden, ich kontrollier regelmäßig). Das zu Kalkhaltige Gießwasser kommt eigentlich auch nicht in Frage, da meine eingangs beschriebenen Wasserwerte das ausschließen müssten.

Ich denke inzwischen das es wirklich die große Hitze in Verbindung mit Düngung, wie du es beschrieben hast, das Schadbild hervor gerufen hat.

Inzwischen treibt die Hainbuche nun wieder aus allen Knopflöcher neu aus. Jedoch weiß ich nicht was ich davon halten soll, da es ja nun doch schon später im Jahr ist. Hoffentlich wird der Neuaustrieb noch stark genug bis zum Herbst/Winter.
Falls Interesse besteht kann ich euch ja auf dem laufenden halten.

Vielen Dank für eure Hilfe und Meinung auf jeden Fall, ihr hab mir damit sehr weitergeholfen.

Gruß Robert

p.s.: Schon wieder so ein langer Post, sollte ich mich vielleicht kürzer fassen? :)
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