Vor 2 Wochen ist mir im Gartencenter unter anderem eine kleine Rose in den Einkaufswagen gehüpft. Es ist eine Kordes Rigo-Rose „Gärtnerfreude“ im 2L-Topf mit kleinen dunkelrosa Blüten, deren Triebe alle aus einem „Knubbel“ kommen. Dieser „Knubbel“ sah für mein Auge wie der obere Teil einer dicken Pfahlwurzel aus … und so wollte ich mal schauen, ob sich diese Rose nicht eventuell als Kandidat für eine Bonsai-Gestaltung eignen würde. Falls nicht würde sie als Beetrose in meinem Garten ein Zuhause finden.
Gestern Abend war es soweit: Ich nahm die Rose aus dem Topf und entdeckte dabei einen vor allem im unteren Bereich gut durchwurzelten Ballen. Dann entfernte ich nur mit den Fingern vorsichtig den oberen Erdbereich. Es ging sehr leicht, da dort nur sehr wenig Feinwurzeln vorhanden waren … eigentlich war da nur eine schöne, dicke Pfahlwurzel, die sich nach ca. 5-6 cm in 3-4 Wurzeln aufteilt, die zunächst noch dicht aneinander liegen.
Weiter habe ich nicht gegraben – ich wollte ja nur meine Neugier stillen und nicht „richtig“ umtopfen. Und so habe ich die Rose nun erst mal wieder in einen größeren Topf gesetzt um sie in Ruhe zu überwintern.
Zugegeben, ich habe sie 2-3 cm höher gesetzt als sie ursprünglich stand. Und heute Nacht kam mir der Gedanke, ob das wirklich eine gute Idee war? Ob ich sie nicht doch lieber wieder tiefer in den Topf setze für den Winter?
Das Gedankenkarussell drehte sich weiter: Aber wie wird das dann im nächsten Winter? Irgendwann muss/will ich doch den „Stamm“ freilegen – sonst wird das nie ein Bonsai. Wie wird bei Rosenbonsai eigentlich der „Stamm“ geschützt im Winter? Muss er überhaupt speziell geschützt werden?
Und kann man so einen Rosen-„Stamm“ eigentlich noch verdicken? Vielleicht indem man in einen Kübel pflanzt und durchtreiben lässt – wie bei anderen Bonsai?
Nein, ich sage Euch jetzt nicht wie lange ich darüber wach gelegen habe. Es war zumindest lang genug um mir für heute kleine Augen zu bescheren.
Bitte sagt mir: Habe ich in meiner Neugier eine Dummheit gemacht mit meiner Rose?
Liebe Grüße
Ingrid


