Hallo Bonsaianer,
Streuobstwiesen-Apfelbäume haben, obwohl jahrzehntelang kein Schnitt erfolgte, viele breitausladende wagerechte und nach unten geneigte Äste, wohingegen die Besenform erst im oberen Bereich zunimmt und der Baum insgesamt eine Schirmform bildet.
Bei jungen Baumschulbäumen oder Jungplantagen finde ich meist nur die strenge Besenform, ziemlich steil nach oben.
Da sehe ich auch keine Drähte, die, die unteren Äste nach unten ziehen und nichts macht den Eindruck als ob jemals die Äste dies von alleine machen würden.
Wieso ist das bei alten Streuobstwiesen-Apfelbäumen so oder waren dies andere Baumsorten?
(wo wir weniger hätten drahten müssen?)
lieben Gruß Ria
Streuobstwiesen-Apfelbäume
Re: Streuobstwiesen-Apfelbäume
Streuobstwiesenbäume haben auch andere Lasten zu tragen.
Dort bricht Fruchtholz auch einfach mal weg-wenn die Äste im falschen Winkel stehen.
Bei jungen Bäumen baut man das Astgerüst erst auf.
Sie werden geschnitten,damit der Ast in die Horizontale kommt.
Die Erziehung von Obstbäumen ist eine andere Kunst als Bonsai.
Ein Obstbaumforum hilft Dir dort besser weiter.
Bei Streuobstbäumen gehört manchmal ein Stecken unter den Ast,damit er nicht abbricht.
Dort bricht Fruchtholz auch einfach mal weg-wenn die Äste im falschen Winkel stehen.
Bei jungen Bäumen baut man das Astgerüst erst auf.
Sie werden geschnitten,damit der Ast in die Horizontale kommt.
Die Erziehung von Obstbäumen ist eine andere Kunst als Bonsai.
Ein Obstbaumforum hilft Dir dort besser weiter.
Bei Streuobstbäumen gehört manchmal ein Stecken unter den Ast,damit er nicht abbricht.
Bonsai ist die Kunst,die Perle einer Muschel sichtbar zu machen ohne die Muschel zu zerstören.
Re: Streuobstwiesen-Apfelbäume
Hallo Undine,
besten Dank, habe jetzt schon einen zukünftigen Apfelbonsai, ich sehe mir immer "richtige" Bäume an um besser erkennen zu können, wo ich mit dem späteren Bonsai eventuell hinarbeiten will/muß.
(und dabei ist mir halt die Frage gekommen)
Werde also nicht den Fehler machen wollen, nächsten März bzw. um Johannis, zu wenig zu schneiden.
lieben Gruß Ria
besten Dank, habe jetzt schon einen zukünftigen Apfelbonsai, ich sehe mir immer "richtige" Bäume an um besser erkennen zu können, wo ich mit dem späteren Bonsai eventuell hinarbeiten will/muß.
(und dabei ist mir halt die Frage gekommen)
Werde also nicht den Fehler machen wollen, nächsten März bzw. um Johannis, zu wenig zu schneiden.
lieben Gruß Ria
Re: Streuobstwiesen-Apfelbäume
Nicht Böse gemeint, aber hast auch schon mal ernsthaft darüber nachgedacht, das die Äpfel die da dran hängen, ihr Eigengewicht haben und nicht leichter als Luft sind ?Ria hat geschrieben: viele breitausladende wagerechte und nach unten geneigte Äste,
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Re: Streuobstwiesen-Apfelbäume
Beziehst du dich auf Bonsaibäume oder "normale" Bäume? Die Sache mit dem Draht verwirrt mich etwas.
Der wird bei den Kulturäpfel nicht benutzt.
Also einfach mal einen Schwank aus dem Obstbau:
Bei Streuobstwiesen hat auf jeden Fall in den Anfangsjahren ein Schnitt stattgefunden. Der Leit- und Nebentriebe werden ausgerichtet und Äste ggf. horizontal abgespreizt. Fruchtholz, also die Zweige, an denen sich Blüten und dann auch Früchte bilden, bildet sich nur bei horizontalen Trieben. an senkrechtem Schossen bilden sich keine Blüten. Entsprechend muss man bei jungen Obstbäumen eine Grundlage schaffen und Äste in die Horizontale bringen. Später sorgt der Fruchtbehang für ein absenken von Trieben.
Bäume auf Streuobstwiesen haben genug Platz, ein Ertrag ist teilweise nur Nebensache und auch Schwankungen im Ertrag (Stichwort Alternanz) spielen keine Rolle. Die stehen da bis die umkippen.
Bei Obstplantagen werden die Jungbäume auch entsprechend ausgerichtet, zudem müssen die folgende Bedingungen erfüllen:
- nicht zu hoch, um eine problemlose Ernte zu ermöglichen
- nicht zu breit, damit der Gang für die Fahrzeuge nicht zuwächst
- möglichst viele Äpfel einer entsprechenden Größe, jedes Jahr
- so dicht wie nötig, so licht wie möglich für eine entsprechende Ausreifung der Äpfel
- Sind die aus einer bestimmten Form gewachsen oder zu alt/der Ertrag nicht mehr genug, werden die gerodet
Was heute auf den Plantagen steht, sind aber in der Tat andere Sorten als damals. Teilweise werden auch noch alte Sorten angebaut, diese haben aber in der Regel nicht die Eigenschaften, die heute wichtig sind (bestimme Lagerfähigkeit, Farbe, Geschmack, Anfälligkeit gegenüber Krankheiten usw.). Wenn man die neuen Sorten aber einfach auf eine Streuobstwiese aufpflanzen würde, würden die mit der Zeit sicher genauso aussehen wie die alten Sorten.
Also einfach mal einen Schwank aus dem Obstbau:
Bei Streuobstwiesen hat auf jeden Fall in den Anfangsjahren ein Schnitt stattgefunden. Der Leit- und Nebentriebe werden ausgerichtet und Äste ggf. horizontal abgespreizt. Fruchtholz, also die Zweige, an denen sich Blüten und dann auch Früchte bilden, bildet sich nur bei horizontalen Trieben. an senkrechtem Schossen bilden sich keine Blüten. Entsprechend muss man bei jungen Obstbäumen eine Grundlage schaffen und Äste in die Horizontale bringen. Später sorgt der Fruchtbehang für ein absenken von Trieben.
Bäume auf Streuobstwiesen haben genug Platz, ein Ertrag ist teilweise nur Nebensache und auch Schwankungen im Ertrag (Stichwort Alternanz) spielen keine Rolle. Die stehen da bis die umkippen.
Bei Obstplantagen werden die Jungbäume auch entsprechend ausgerichtet, zudem müssen die folgende Bedingungen erfüllen:
- nicht zu hoch, um eine problemlose Ernte zu ermöglichen
- nicht zu breit, damit der Gang für die Fahrzeuge nicht zuwächst
- möglichst viele Äpfel einer entsprechenden Größe, jedes Jahr
- so dicht wie nötig, so licht wie möglich für eine entsprechende Ausreifung der Äpfel
- Sind die aus einer bestimmten Form gewachsen oder zu alt/der Ertrag nicht mehr genug, werden die gerodet
Was heute auf den Plantagen steht, sind aber in der Tat andere Sorten als damals. Teilweise werden auch noch alte Sorten angebaut, diese haben aber in der Regel nicht die Eigenschaften, die heute wichtig sind (bestimme Lagerfähigkeit, Farbe, Geschmack, Anfälligkeit gegenüber Krankheiten usw.). Wenn man die neuen Sorten aber einfach auf eine Streuobstwiese aufpflanzen würde, würden die mit der Zeit sicher genauso aussehen wie die alten Sorten.
Gruß, Claudia
Re: Streuobstwiesen-Apfelbäume
Streuobstwiesen wurden mit Sicherheit genau so regelmäßig bearbeitet, wie heut unsere Bonsai. Jetzt interessieren sich nur viele nicht mehr für ihre Bäume und lassen sie vergreisen. Es gibt wahrscheinlich mehr Literatur über Obstbaumschnitt als über Bonsai.Ria hat geschrieben: Streuobstwiesen-Apfelbäume haben, obwohl jahrzehntelang kein Schnitt erfolgte, viele breitausladende wagerechte und nach unten geneigte Äste, wohingegen die Besenform erst im oberen Bereich zunimmt und der Baum insgesamt eine Schirmform bildet.
Bei jungen Baumschulbäumen oder Jungplantagen finde ich meist nur die strenge Besenform, ziemlich steil nach oben.
Da sehe ich auch keine Drähte, die, die unteren Äste nach unten ziehen und nichts macht den Eindruck als ob jemals die Äste dies von alleine machen würden.
Wieso ist das bei alten Streuobstwiesen-Apfelbäumen so oder waren dies andere Baumsorten?
(wo wir weniger hätten drahten müssen?)
Heutige Unterlagen sind für Zwergenwuchs gezüchtet, von daher würden die Streuobstwiesen mit modernen Sorten sicher anders aussehen, aber es gibt ja Züchter und Vereine, die historische Sorten sichern und für den Privatgarten vermehren.
73 Anja
Re: Streuobstwiesen-Apfelbäume
Hallo zusammen,
Sorry, wenn man diese Bäume sieht, kann man tatsächlich auf die Idee kommen, besonders dann, wenn man Stadt geprägt ist. Jetzt ist alles klar.
lieben Gruß Ria
Danke für die Erhellung, dachte tatsächlich es hätte eine Baumsorte gegeben wo obige Maßnahmen nicht nötig gewesen wären, weil die eine andere natürliche Wuchsform gehabt hätten.Bei Streuobstwiesen hat auf jeden Fall in den Anfangsjahren ein Schnitt stattgefunden. Der Leit- und Nebentriebe werden ausgerichtet und Äste ggf. horizontal abgespreizt. Fruchtholz, also die Zweige, an denen sich Blüten und dann auch Früchte bilden, bildet sich nur bei horizontalen Trieben. an senkrechtem Schossen bilden sich keine Blüten. Entsprechend muss man bei jungen Obstbäumen eine Grundlage schaffen und Äste in die Horizontale bringen.
Sorry, wenn man diese Bäume sieht, kann man tatsächlich auf die Idee kommen, besonders dann, wenn man Stadt geprägt ist. Jetzt ist alles klar.
lieben Gruß Ria


