Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
dieser hier stammt vom BFF Fest ( wenn ich daran zurückdenke, flippe ich gleich wieder aus ). Walter überlies mir den und jetzt wo das Laub runter ist, sieht man direkt..... Viel zu tun.
Aktuell 25cm.
Martin, du weißt das sicherlich, aber es lesen ja noch viele Andere mit.
Der Kyohime hat eine umgekehrte Apikaldominanz.
Das heißt die unteren Äste wachsen stärker als die oberen. Genau anders herum als bei normalen Bäumen.
Deshalb wächst der Baum automatisch in eine Besenform und ist quasi der ideale Baum für diese Stilform.
Leider bringt das mehrere Schwierigkeiten mit sich.
Wenn oben mal ein Ast abstirbt lässt sich der nur schwer ersetzen.
Von starken Rückschnitten im oberen Bereich sollte man deshalb Abstand nehmen.
Er ist für einen Fächerahorn besonders empfindlich bei Frost, besonders nach dem Austrieb.
Natürlich sterben bei einem Spätfrost die oberen Äste ab, was sich eben nur schwer beheben lässt.
Wie alle "hochgezüchteten" Fächerahorne ist er auch sehr anfällig für die Verticillium-Welke, besonders wenn der Baum schwach ist. (keine Angst, ich kenne den Baum schon einige Zeit aus Walters Garten und der ist topfit!)
Oh Wow!
Danke Andy, für die Infos.
Ja, an den Teilen muss man Spaß haben und auch ich weiß bereits, dass die nicht immer das machen was du gerne willst dass sie's machen sollen
Und! Ich mal wieder sicherlich vieles falsch gemacht, weil ich den baum stark zurückgeschnitten habe. Das mögen die nicht, aber bereits zwei andere haben mir das dann aber auch irgendwie verziehen und entwickeln sich. Wennauch mehr so "la la". Nun denn. Wenn er's tut, zeige ich ihn wieder.
M
Ja diese Art ist empfindlich. Ich kämpfe bei meinem schon seit zwei Jahren mit einem Astaufbau im oberen Bereich wo sich mal eine dicke Amsel niedergelassen hatte und mir einen Ast abbrach und dadurch ein Loch entstand.
Was Andy geschrieben hat, kann ich alles auch aus eigener Erfahrung und Beobachtung bestätigen.
Hinzu kommt, dass Kiyohime gewöhnlich ein eigenwilliges Nebari ausbildet, ziemlich stark verdickt und oft mit einer Art Knolle.
Aber mit den Eigenarten muss man eben umgehen und die Schönheit der Verzweigung und der kleinen Blätter wiegt auch manchen Nachteil wieder auf!
Liebe Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Finde gut was Andy über die Pflege geschrieben hat
Ich muss zugeben das mich die Sorte schon immer reizte, aber ich kenne auch die
Eigenheiten und die damit verbundenen Probleme, wie Andy gut beschrieben hat.
Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
Odoridori hat geschrieben:Finde gut was Andy über die Pflege geschrieben hat
Ich muss zugeben das mich die Sorte schon immer reizte, aber ich kenne auch die
Eigenheiten und die damit verbundenen Probleme, die Andy gut beschrieben hat.
Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
Ein up Date von heute. Ich habe ihn am Ende mit der Schere eher Hecken mässig beschnitten und die Krone um gut 1/3, vllt. etwas mehr zurückgeschnitten und dann aus dem Rest weitegehnd unnötiges herausgeschnitten.
Noch ein weiter Weg und ein Shohin ist aktuell eher unwahrscheinlich. Aber es gibt ja noch andere Größen , die mir auch gefallen.
LG
M
Martin_S hat geschrieben:....Ich habe ihn am Ende mit der Schere eher Hecken mässig beschnitten und die Krone um gut 1/3, vllt. etwas mehr zurückgeschnitten und dann aus dem Rest weitegehnd unnötiges herausgeschnitten.
...
, genau das hätte ich auch gemacht.
Der ganze Erfolg dieser Maßnahme kann aber erst im nackigen Zustand eingeschätzt werden, daher bitte Update im Nov./Dez.
Gruss,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!