Umtopfen

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Roli_79
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Umtopfen

Beitrag von Roli_79 »

Hallo Zusammen
Ich hätte da 2 Fragen zum umtopfen.
1. darf mann frisch umgetofte Bäume an die Sonne stellen? Oder wie lang sollte man sie eher in den Schatten stellen?

2. ich möchte einen Wachholder umtopfen, der seht bis heute in einem normalen Substrat. Ich möche ein modernes substrat verwenden. Man sollte ja nie die ganze Erde auf einmal wechseln, oder? In diesem Fall wäre es dann etwas schwieriger mit dem Giessen. Ist es zuviel des Guten wenn ich dieses Jahr gestalte und umtopfe? Der Baum sieht sehr gesund aus!
Viele Grüsse
Bonsairatte
Beiträge: 4
Registriert: 11.03.2015, 16:03

Re: Umtopfen

Beitrag von Bonsairatte »

Hallo,

Meine Erfahrungen mit Wachholder beschränken sich auf eine Pflanze, dies vorweg.

Nach meiner Erfahrung sollte man eine Pflanze, die gerade umgotopft ist eher im Halbschatten/Schatten stehen lassen. Meist mache ich das zwischen 1 und 2 Wochen. In dieser Zeit kann sich zeigen, wie die Pflanze das neue Substrat annimmt. Direkte Sonne könnte probleme verursachen, ich glaube aber mit Halbschatten sollte es einigermaßen sicher sein und Verbrennungen vorbeugen.

Ob man das ganze Substrat tauschen sollte weiß ich leider nicht. Ich tausche meist alles auf einmal, was aber auch Glück gewesen sein könnte bisher.
Bezüglich des Umtopfen und Gestalten: Ich würde schauen, wie sich die Pflanze nach dem Umtopfen verhält. Wenn sie schwächelt würde ich sie nicht gestalten. Wenn sie die Prozedur und die Zeit danach gut übersteht, wüsste ich nicht, was dagegen sprechen sollte. Jede Pflanze verhält sich anders beim Umtopfen und in der Zeit danach.

Ich kann keine Gewähr darauf geben. Es sind eher Erfahrungswerte die ich bisher gesammelt habe. Meist hilft es die Pflanze zu beobachten und langsame Schritte zu gehen.
Liebe Grüße
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MarionS
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Re: Umtopfen

Beitrag von MarionS »

Ich topfe meine Bäume dann, wenn sie noch gar keine Blätter haben, nämlich je nach Art bevor oder wenn die Knospen schwellen. Auch schneide ich den Baum dann gleichzeitig oberirdisch mehr oder weniger stark zusammen, sodass möglichst das Gleichgewicht zwischen Wurzeln und Krone gewahrt bleibt.
Da das Ganze im Frühjahr oder zeitigen Frühjahr stattfindet, ist die Sonne nicht so schlimm, aber im Zweifelsfall lieber schattieren.

Wieviel ich vom Substrat tausche, ist ganz verschieden.
Heuer habe ich eine kleine Zierrose zerlegt, die ich kurz vorher erst eingekauft hatte. Eigentlich wollte ich ihr ein Jahr geben, sich zu akklimatisieren und Kraft zu tanken für weitere Schritte, aber das Substrat war mir nicht durchlässig genug. Also hab ich die drei Pflänzchen nur vorsichtig aus der umgebenden Erde gebrochen und den Ballen selbst mitsamt der Erde darin in eine Schale mit meiner üblichen Mischung gesetzt.
Bei etablierten, kräftigen Pflanzen kommt die große OP bis hin teilweise zum Ausspülen des Wurzelballens, um diesen in Augenschein nehmen und formen zu können. Gegebenenfalls sollte man hier aber auch dann vorsichtig sein, wenn man an der Pflanze einen Symbiosepilz angesiedelt hat, um diesen nicht zu sehr zu schädigen.
Bei älteren Pflanzen mit "fertigem" Wurzelteller wird der nur an den Rändern beschnitten und in der Mitte das Substrat bestenfalls etwas herausgeschüttelt, aber nicht ausgekämmt.
Gruß,
MarionS

Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
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