Interessanten Link zu den Lärchen gibts hier
allerdings werden die Alpen-Lärchen hier nochmal in 3 Gruppen geteilt.
Evtl. ist hier auch der Grund für das häufige Sterben der Lärchen aus Hochlagen zu finden.
Hybridläche vs L. decidua
Vor so viel geballter Fachkompetenz kann ich nur die Segel streichen.
Wo sind eigentlich die Botaniker hier im Forum geblieben?
Flu, was treibst Du Dich in Equador herum, wenn in Deutschlands Flachland die Larix decidua ausstirbt.
Evtl. kannst Du den Herren mal als Botaniker den Unterschied zwischen Hybridlärche und decidua erklären.
Wenn ich das mache, wird gleich der Besserossi rausgehängt.
"Was brauch ich Gentests ", sagte der Kriminalkomissar, " mein fachmännischer Blick erkennt auch so den Schurken."
Welche Baumarten sich in Aufforstung befinden ist in jedem Forstamt einzusehen. Bei den Lärchen ist das in erster Linie L. decidua, Hybridlärchen eher selten, im Osten vor der Wende nur auf Versuchsflächen beim Forstinstitut Graupa , wo ich mal gearbeitet habe.
Das Material kommt aus zertifizierten Betrieben und ist sortenrein.
Die geographische Herkunft der in den einzelnen Betrieben angebotenen Ware ist ebenfalls einsehbar. Für den Osten war das die Slowakei oder Polen.
Kein Mensch hat je bezweifelt , daß das beste Material aus dem Gebirge kommt doch darum, ich schreibe es nun zum dritten Mal , ging es gar nicht.
Es ging um die mit "fachmännischem Blick" aufgestellte Behauptung, es gebe keine decidua "in meiner Gegend" bzw. überhaupt im Flachland.
Das ist totaler Unsinn, der leicht zu widerlegen ist.
Auf die geographischen Kenntnisse will ich lieber nicht eingehen ,geschwiege denn auf die von völliger Unkenntnis und Unsachlichkeit getragenen Maulwurfhügeldiskussion (Ätsch, wir haben die höchsten Berge!).
Nur so viel, daß wir schon immer nach Westen geschaut haben und wußten , wo der Taunus, das Sauerland oder der Schwarzwald liegt.
So und nun noch mal zum eigentlichen Thema, der Lärche. Daß im unteren Bereich mit der wirklich schönen Borke kein Austrieb zu erwarten ist, dürfte klar sein, nur in den oberen jüngeren mit Pfeil gekennzeichneten Bereichen ist da, meiner laienhaften Meinung nach, durchaus was zu erwarten, weswegen die von Pandrator erwähnte Spitze sicher nicht die endgültige sein wird .
Wo sind eigentlich die Botaniker hier im Forum geblieben?
Flu, was treibst Du Dich in Equador herum, wenn in Deutschlands Flachland die Larix decidua ausstirbt.
Evtl. kannst Du den Herren mal als Botaniker den Unterschied zwischen Hybridlärche und decidua erklären.
Wenn ich das mache, wird gleich der Besserossi rausgehängt.
"Was brauch ich Gentests ", sagte der Kriminalkomissar, " mein fachmännischer Blick erkennt auch so den Schurken."
Welche Baumarten sich in Aufforstung befinden ist in jedem Forstamt einzusehen. Bei den Lärchen ist das in erster Linie L. decidua, Hybridlärchen eher selten, im Osten vor der Wende nur auf Versuchsflächen beim Forstinstitut Graupa , wo ich mal gearbeitet habe.
Das Material kommt aus zertifizierten Betrieben und ist sortenrein.
Die geographische Herkunft der in den einzelnen Betrieben angebotenen Ware ist ebenfalls einsehbar. Für den Osten war das die Slowakei oder Polen.
Kein Mensch hat je bezweifelt , daß das beste Material aus dem Gebirge kommt doch darum, ich schreibe es nun zum dritten Mal , ging es gar nicht.
Es ging um die mit "fachmännischem Blick" aufgestellte Behauptung, es gebe keine decidua "in meiner Gegend" bzw. überhaupt im Flachland.
Das ist totaler Unsinn, der leicht zu widerlegen ist.
Auf die geographischen Kenntnisse will ich lieber nicht eingehen ,geschwiege denn auf die von völliger Unkenntnis und Unsachlichkeit getragenen Maulwurfhügeldiskussion (Ätsch, wir haben die höchsten Berge!).
Nur so viel, daß wir schon immer nach Westen geschaut haben und wußten , wo der Taunus, das Sauerland oder der Schwarzwald liegt.
So und nun noch mal zum eigentlichen Thema, der Lärche. Daß im unteren Bereich mit der wirklich schönen Borke kein Austrieb zu erwarten ist, dürfte klar sein, nur in den oberen jüngeren mit Pfeil gekennzeichneten Bereichen ist da, meiner laienhaften Meinung nach, durchaus was zu erwarten, weswegen die von Pandrator erwähnte Spitze sicher nicht die endgültige sein wird .
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Ich finde es relativ tragisch, daß ein so interessantes Thema wieder surch Rechthabereien verhackstückt werden muß, aber es geht wohl kein Weg dran vorbei.
Ich habe keine Ahnung, ob es in den ostdeutschen Gebirgen möglicherweise die ein oder andere Larix decidua geben kann. Es erscheint aber als möglich.
Jedenfalls weiß ich mit ziemlicher Sicherheit, daß es im Flachland keine gibt und daß auch in den Baumschulen L. kaempferi verkauft werden.
Der Grund ist tatsächlich in dem von Joerg angesprochenen Link zu finden. Lesen dürft ihr aber selber.
Und noch ein Hinweis habe ich zu bieten (dazu krame ich extra meine Pflanzenlexika aus der Lehre wieder aus, angemerkt sei Ausgabe von 1993):
Unter Nadelgehölze ist L. decidua gar nicht zu finden (Punkt)
Wohl aber unter Wildgehölze und da wird's dann interessant:
"Verbreitung:[...] ab 1600 bis 2000 m NN"
"Formen: sehr veränderlich; z.Z. werden mehrere ökologisch-geographische Rassen unterschieden, die sog. "Alpen-Lärche" als Rasse ist jedoch genetisch wiederum sehr uneinheitlich; einige Selektionen als Zierformen für den Siedlungsbereich sind bekannt, aber wenig gebräuchlich; Bastardbildungen mit L. kaempferi [...] sind bekannt als Larix x eurolepsis A. Henry forstlich verwendet;"
Soviel dazu. Aber eigentlich ging es dem Walter doch darum klar zu machen, daß es da einen erheblichen Pflegeunterschied gibt und ich nun weiß, daß ich auf meinem windgeschützten Südbalkon bestimmt keine L. decidua halten kann. Danke!
Ich habe keine Ahnung, ob es in den ostdeutschen Gebirgen möglicherweise die ein oder andere Larix decidua geben kann. Es erscheint aber als möglich.
Jedenfalls weiß ich mit ziemlicher Sicherheit, daß es im Flachland keine gibt und daß auch in den Baumschulen L. kaempferi verkauft werden.
Der Grund ist tatsächlich in dem von Joerg angesprochenen Link zu finden. Lesen dürft ihr aber selber.
Und noch ein Hinweis habe ich zu bieten (dazu krame ich extra meine Pflanzenlexika aus der Lehre wieder aus, angemerkt sei Ausgabe von 1993):
Unter Nadelgehölze ist L. decidua gar nicht zu finden (Punkt)
Wohl aber unter Wildgehölze und da wird's dann interessant:
"Verbreitung:[...] ab 1600 bis 2000 m NN"
"Formen: sehr veränderlich; z.Z. werden mehrere ökologisch-geographische Rassen unterschieden, die sog. "Alpen-Lärche" als Rasse ist jedoch genetisch wiederum sehr uneinheitlich; einige Selektionen als Zierformen für den Siedlungsbereich sind bekannt, aber wenig gebräuchlich; Bastardbildungen mit L. kaempferi [...] sind bekannt als Larix x eurolepsis A. Henry forstlich verwendet;"
Soviel dazu. Aber eigentlich ging es dem Walter doch darum klar zu machen, daß es da einen erheblichen Pflegeunterschied gibt und ich nun weiß, daß ich auf meinem windgeschützten Südbalkon bestimmt keine L. decidua halten kann. Danke!
Merkwürdig ... bei mir gelingt dasholgerb hat geschrieben:Aber eigentlich ging es dem Walter doch darum klar zu machen, daß es da einen erheblichen Pflegeunterschied gibt und ich nun weiß, daß ich auf meinem windgeschützten Südbalkon bestimmt keine L. decidua halten kann. Danke!
Bis bald!
K.
"Was machen Sie da?" wurde Herr K. gefragt. Herr K. antwortete: "Ich gestalte Bonsai."
K.
"Was machen Sie da?" wurde Herr K. gefragt. Herr K. antwortete: "Ich gestalte Bonsai."
Dann schau mal auf Deinem Forstamt vorbei und frage nach, was da so angepflanzt wird.holgerb hat geschrieben: Jedenfalls weiß ich mit ziemlicher Sicherheit, daß es im Flachland keine gibt
Für die Lausitz und den ehemaligen Osten ist es so daß, wenn da beispielsweise in den ehem. Braunkohlengebieten decidua aufgeforstet wurden aus, wie schon beschrieben zertifizierten Saatgut.
http://www.landesforsten.de/fileadmin/d ... l_2005.pdf
Die Polemik ergab sich aus der Behauptung, es gäbe bei uns keine L . decidua, man könne mit fachmännischem Blick den Unterschied zwischen L. decidua und Hybridlärche erkennen und mit Blick von der Bastei, sich ein Bild vom Osten machen.
Halt, halt, halt.
Okay, ich gestehe ja ein, im Flachland soll's die wohl auch geben. Ein Gespräch mit unserer hiesigen Baumschule ergab, daß sie sogar mehr L. decidua als L. kaempferi verkaufen, alledings nur auf Bestellung. Ein Kunde sogar 100 Stk. pro Jahr. Dieser pflanzt sie jedoch wegen des Holzes, oder vielleicht mal in Einzelstellung in einem Garten (was noch nicht bedeutet, daß die Pflanzung Sinn macht). Aha! Sollte ich also etwas falsch dargestellt haben, so berichtige ich das hiermit. Dennoch war das Hauptmerk darauf gerichtet, daß beide Pflanzen unterschiedliche Pflegeansprüche haben und sicherlich eine Lärche aus den Alpen anders aussieht als aus dem Riesengebirge oder so. Es ging doch im wesentlichen darum, daß L. decidua nicht aus dem alten Holz austreibt. Und das bestätigte mir auch der Baumschulist.
Unterscheidungsmerkmale sind sehr dürftig, das folgende habe ich gefunden:
bei L. decidua Nadeln hellgrün, höchstens 40 Nadeln pro Büschel; Zweige gelblichbraun;Schuppen der Zapfen am Rande nicht nach außen gerollt (dieses ist wohl das sicherste Kennzeichen)
bei L. kaempferi blaugrün, um oder mehr als 40 Nadeln pro Büschel; Zweige rotbraun; Schuppen der Zapfen rundlich und deutlich nach außen gerollt.
Wie gesagt halte ich die Zapfen und die Zweigfarbe als das sicherste Kennzeichen, die Anzahl der Nadeln pro Büschel als das unsicherste (keine Ahnung, wie streng sich die Natur an sowas hält)
Noch mal zum Schluß: Larix decidua gibt es wild nur in den Alpen (ersetze wild von mir aus gegen natürlicherweise) und um diese wilden geht es dem Yamadorisammler doch wohl. Alles andere ist forstlich angebaut!
Thomas, auch Du wirst Dich nicht gegen einschlägige (nicht überholte) Fachliteratur stellen können. Es will ja auch keiner den Osten oder sonst eine Region persönlich angreifen, es geht doch um was völlig anderes und da hilft es auch nichts, wenn Du dreimal schreibst, es ginge Dir auch um was anderes. Dazu habe ich dann nur noch eines:
Schönen Sonntag noch
Holger
Okay, ich gestehe ja ein, im Flachland soll's die wohl auch geben. Ein Gespräch mit unserer hiesigen Baumschule ergab, daß sie sogar mehr L. decidua als L. kaempferi verkaufen, alledings nur auf Bestellung. Ein Kunde sogar 100 Stk. pro Jahr. Dieser pflanzt sie jedoch wegen des Holzes, oder vielleicht mal in Einzelstellung in einem Garten (was noch nicht bedeutet, daß die Pflanzung Sinn macht). Aha! Sollte ich also etwas falsch dargestellt haben, so berichtige ich das hiermit. Dennoch war das Hauptmerk darauf gerichtet, daß beide Pflanzen unterschiedliche Pflegeansprüche haben und sicherlich eine Lärche aus den Alpen anders aussieht als aus dem Riesengebirge oder so. Es ging doch im wesentlichen darum, daß L. decidua nicht aus dem alten Holz austreibt. Und das bestätigte mir auch der Baumschulist.
Unterscheidungsmerkmale sind sehr dürftig, das folgende habe ich gefunden:
bei L. decidua Nadeln hellgrün, höchstens 40 Nadeln pro Büschel; Zweige gelblichbraun;Schuppen der Zapfen am Rande nicht nach außen gerollt (dieses ist wohl das sicherste Kennzeichen)
bei L. kaempferi blaugrün, um oder mehr als 40 Nadeln pro Büschel; Zweige rotbraun; Schuppen der Zapfen rundlich und deutlich nach außen gerollt.
Wie gesagt halte ich die Zapfen und die Zweigfarbe als das sicherste Kennzeichen, die Anzahl der Nadeln pro Büschel als das unsicherste (keine Ahnung, wie streng sich die Natur an sowas hält)
Noch mal zum Schluß: Larix decidua gibt es wild nur in den Alpen (ersetze wild von mir aus gegen natürlicherweise) und um diese wilden geht es dem Yamadorisammler doch wohl. Alles andere ist forstlich angebaut!
Thomas, auch Du wirst Dich nicht gegen einschlägige (nicht überholte) Fachliteratur stellen können. Es will ja auch keiner den Osten oder sonst eine Region persönlich angreifen, es geht doch um was völlig anderes und da hilft es auch nichts, wenn Du dreimal schreibst, es ginge Dir auch um was anderes. Dazu habe ich dann nur noch eines:
Schönen Sonntag noch
Holger





