Hybridläche vs L. decidua

Alles andere was zu Bonsai passt.
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Die schöne Borke kommt ganz von selbst .........., wenn man eine Flachlandlärche mind. 34 Jahre regelmäßig / täglich am Stamm streichelt. :P

Soll ich dich von nun an nicht mehr ernst nehmen, Delamitri ODER kennst du den Unterschied zwischen "von oben" bzw. aus dem Flachland vielleicht doch :?: :wink:
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Delamitri hat geschrieben:10 cm Durchmesser ... :wink:
Lang gut für unter der Woche! :wink:
M
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. »

Walter Pall hat geschrieben:'
Da braucht man keine Zapfen zu sehen, das sieht der Fachmann sofort schon aus der Entfernung.
Warum sie so drauf rumreiten, weiß ich auch nicht.
Wenn Ihr fachmännischer Blick sagt, es ist keine L. decidua, werd ich meinen Rothmaler verbrennen.

Walter Pall hat geschrieben:'
Wenn sie aus Deiner Gegend kommen...
Die Gegend kennen sie offenbar nicht, denn da gibt es z.B. das Erzgebirge, das Riesengebirge, die Oberlausitz, das Isergebirge, das Elbsandsteingebirge.
Viele Grüße
Thomas Pallmer

Bonsai-Wandkalender 2019
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Thomas P. hat geschrieben:Die Gegend kennen sie offenbar nicht, denn da gibt es z.B. das Erzgebirge, das Riesengebirge, die Oberlausitz, das Isergebirge, das Elbsandsteingebirge.
Ich kenne die aufgelisteten Gebirge leider nicht, Thomas. :oops:
Aber es soll Gebirge geben, die eigentlich gar nichts mit Gebirgen zu tun haben, sondern nur bewaldete Maulwurfshügel sind. :P :wink: :lol:
Sorry. :wink:
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Höchste Erhebungen in den erwähnten Gebirgen:

Riesengebirge 1603 m
Erzgebirge 1244 m
Oberlausitz 793 m
Isergebirge 1127 m
Elbsandsteingebirge 723 m

Für die Zentralalpen wird die Grenze des geschlossenen Waldes mit 1600 m.ü.M. angegeben, die Baumgrenze mit 1900 m.ü.M.
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Stefan K.
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Beitrag von Stefan K. »

Wolfgang hat geschrieben: Ich kenne die aufgelisteten Gebirge leider nicht, Thomas. :oops:
Aber es soll Gebirge geben, die eigentlich gar nichts mit Gebirgen zu tun haben, sondern nur bewaldete Maulwurfshügel sind. :P :wink: :lol:
Sorry. :wink:
*lach*
Ich hab Spass !
grüsse aus tirol stefan
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Thomas,

eine Hainbuche und eine Rotbuche heissen beide Buchen. Nur die Rotbuche ist eine Buche. Nicht alles was Gebirge heisst ist auch Hochgbirge.

Hainbuche und Rotbuche: immer wieder meinen ganz schlaue Bonsaimenschen, dass beides Buchen sind und sich kaum unterscheiden. Der Unterschied in der Haltung ist sehr deutlich, wie jeder ernsthafte Bonsaimensch wissen sollte und die Verwechslung der beiden NICHT NAHE VERWANDTEN Arten ist grober Unfug und kann gefährlich sein.

Warum ich auf den Lärchen herumreite? Weil das WICHTIG ist. Ansonsten ist es mir nicht so wichtig, wie wer botanisch eine Art oder Unterart beschreibt. Z.B. wird in der franösischen und italienischen Literaur und teilweise in der deutschen festgestellt, dass Pinus uncinate und Pinus mugo zwei getrennte Arten sind. Ich schliesse mich da eher den Wissenschaftlern an, die von der Pinus mugo sprechn mit vielen Unterarten. Dabei auch Pinus mugo uncinata. Ich bin sogar überzeugt, dass es so ist. Aber wenn einer das Gegenteil behauptet, dann berührt mich das nicht besonders, weil die Haltung mehr oder weniger identisch ist. Es ist also für den Bonsailiebhaber egal wie er botaisch seine Bergkiefer nennt. Bei den Lärchen ist das NICHT so. Der Unterschied ist deutlicher als der zwischen Rotbuche und Hainbuche, 0obwohl beide Lärchen sehr nahe miteinander verwandt sind uns sich reglemässig kreuzen, Es geht also nicht darum, die Qualität Deiner Lärchen herabzusetzen, sondern es geht um wichtige Information für den Bonsaifreund. Und es geht um Wissen, über viele Jahre erarbeitet.

Die besagten 'Gebirge' kenne ich recht gut aus eigener Anschaung aus Zeiten, in denen Du noch ein kleines Kind warst, oder noch gar nicht da. Ich kann mich noch gut erinnern, dass im Elbsandsteingebirge auf jeder Bank und jedem Geländer lächerliche Hinweise andgebracht waren, welche Freiwilligenbrigade in wievielen Stunden im unermüdlichen Einsatz für die antifaschistische DDR und in engster Verbundeit mit dem Brüdervolk der Sowjetunion nun genau dieses Teil gebastelt hat um den Weltfrieden zu sichern. Ich war nämlich Anfang der siebziger Jahre Countymanger von IBM und für die gesamte DDR zuständig mit fast völliger Reisefreiheit über mehrere Jahre. Also geh' ruhig davon aus, dass ich im allgemeinen weiss wovon ich schreibe. Damals musst ich schon die Besserossis ertragen.
Joerg

Beitrag von Joerg »

Walter Pall hat geschrieben: Damals musst ich schon die Besserossis ertragen.
[offtopic]sorry aber frustriert waren die damals noch nicht oder?[/offtopic]

*lach*
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Naja Jörg,

das führt jetzt doch in eine ungute Richtung. Da könnte ich sehr viel und sehr lange darüber schreiben. Würde dir nicht alles gefallen. Aber das in einem anderen Forum. Lassen wir das.
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Andreas Ludwig hat geschrieben: Riesengebirge 1603 m
Erzgebirge 1244 m
Oberlausitz 793 m
Isergebirge 1127 m
Elbsandsteingebirge 723 m

Für die Zentralalpen wird die Grenze des geschlossenen Waldes mit 1600 m.ü.M. angegeben, die Baumgrenze mit 1900 m.ü.M.
Also müssten im Riesengebirge auf den letzten 3 Höhenmetern gute Yamadoris zu finden sein ......
Oder hab ich da was falsch verstanden :?: :P :wink:

PS: Die Politik lasst bitte lieber weg. :? - Vielen herzlichen Dank!
Joerg

Beitrag von Joerg »

Im Riesengebirge beginnt die Baumgrenze bei ca. 1200m und dann gehts ganz schnell, oberhalb von 1400 gibt`s keinen grünen Knüppel mehr.
Die Alpen sind zum Glück nicht der Maßstab für den Rest der Welt. :wink:
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Joerg

ich kenne die Gegend nicht und hab auch keine Vorurteile. Darum ganz schlicht gefragt: Hats da natürliche Lärchenvorkommen?
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Delamitri
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Beitrag von Delamitri »

Wir haben lesen können, dass die "echte" Larix decidua niemals aus altem Holz treibt und nie im Flachland angebaut wird. Die von mir gezeigten Stämme Nr. 1 und 4 gehören definitiv zu Lärchen aus dem Hochgebirge. Die anderen drei stammen aus Mittelgebirgen Deutschlands. Was sie alle fünf mit hoher Perfektion nicht tun ist, aus altem Holz zu treiben - keine von Ihnen zeigt eine derartige Neigung, nicht im Ansatz. Wäre dann nicht der Umkehrschluss zulässig, dass es sich bei allen um "echte" Larix decidua handeln könnte?
Bis bald!

K.

"Was machen Sie da?" wurde Herr K. gefragt. Herr K. antwortete: "Ich gestalte Bonsai."
Joerg

Beitrag von Joerg »

Andreas Ludwig hat geschrieben:Joerg

ich kenne die Gegend nicht und hab auch keine Vorurteile. Darum ganz schlicht gefragt: Hats da natürliche Lärchenvorkommen?

du findest dort die gesamte Palette alpinen Bewuchses, wenn auch Fichten und Kiefern dominieren aber Lärchen gibt`s auch.

einen kleiner Eindruck:


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mehr unter http://www.ergis.cz
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

' Wäre dann nicht der Umkehrschluss zulässig, dass es sich bei allen um "echte" Larix decidua handeln könnte?'

Delamitri,

den Umkehrschluss würde ich nicht unbedingt für richtig halten. Kann aber schon sein, ist aber sehr unwahrscheinlich. Es gibt Hybriden in jeder Schattierung, von Halb bis Viertel usw..

Übrigens ist es schon möglich, dass auf den Höhen der benannten Gebirge tatsächlich die sogenannte Tatralärche zu finden ist. Das ist eine Varietät der L. decidua. Aber auch nur ganz oben, wo es wohl ganz ungesetzlich ist, sie auszugraben.

Mir aber inzwischen egal. Wer mich verstehen will, der hat mich gleich verstanden.
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