Martin_S Blattläuse und andere

Alles andere was zu Bonsai passt.
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camaju +
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Martin_S Blattläuse und andere

Beitrag von camaju + »

Hallo zusammen! Alles im "grünen" Bereich??.
Passt ja irgendwo ganz gut zu Bonsai, oder?
Grüner Bereich. Haben Sie die grünen Bereiche bei Ihren Bonsai mal wieder unter die Lupe genommen? Wie sieht der denn so aus? Saftig grün, satter, kräftiger Austrieb?
Wenn ja, dann gut, wenn nein, dann sollten Sie mal untersuchen, woran das liegen könnte.

Wissen Sie schon, ja? Ach so! Schädlingsbefall! Womit?? Blattläuse? Kein Problem!
Diese und andere saugenden Insekten haben das Pech, dass uns Menschen da schon reichlich was in unseren modernen Forschungs- und Entwicklungslabors eingefallen ist oder gerade in den entsprechenden Unternehmen "in der Mache" ist.
Außerdem haben unsere Vorfahren da auch schon einiges durch die "Haushaltchemie" herausgefunden. Das geht bis zu 4500 Jahre vor (!) Christi zurück!
Wenn die Menschheit schon so lange gegen solche Plagen kämpft, ja, dann kriegen wir diese, ich nenne sie mal "Besucher", schon wieder weg, oder?

Da soll es ja Leute geben, die darauf schwören, den Baum kopfüber - Schale mit Alupapier umwickelt, damit nichts heraus fällt - in Seifenlauge zu tauchen.
Das geht auch, wenn der Befall eher gering ist, sozusagen im Entstehen. Sie sollten das dann aber auch drei Mal innerhalb von 12 Tagen auch so machen! Ist auch nicht schlecht bei Spinnenmilben (hier aber zusätzlich den Baum mindestens zwei Mal täglich mit Wasser sprühen. Die können sich bei einer Luftfeuchte von höher als 75% nicht mehr vermehren, und dies hilft bedingt auch bei Befall mit Wollläusen (schreibt man das wirklich mit drei l??).
Wobei es gegen Wollläuse bessere Mittel gibt.

Hans Kastner beispielsweise sprüht Brennspiritus dagegen!

Geniale Idee, da die wachsartige Schutzschicht der Wolllaus so "geknackt" wird.

Ist der Befall aber stärker, dann hilft am ehesten ein entsprechendes Pestizid.
Hier finden Sie in den Gartenbauabteilungen der Super- oder Baumärkte und natürlich in Gärtnereien allerhand Mittel, mit denen Sie der Plage zu Leibe rücken können. Ohne hier jetzt wirklich Werbung machen zu wollen: Metasystox R von Bayer ist seit langem mein persönlicher (!!) Favorit bei den synthetischen Spritzmitteln im Kampf gegen Blattlaus & Co. Uns ist jetzt klar, dass Sie solche Spritzmittel gemäß dem Aufdruck auf der Verpackung einsetzen und auch unsere eigene Gesundheit und die anderer hierdurch nicht unnötig gefährden.
Die fachgerechte Anwendung solcher meist hoch toxischer Substanzen, die bei falschem Gebrauch für den Menschen extrem gefährlich sein können, führte zu einer Statistik der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese weist aus, daß weltweit etwa 1 Millionen Menschen jährlich Vergiftungserscheinungen, bedingt durch den falschen Umgang mit diesen Präparaten, erleiden. Davon enden ca. 20000(!!) tödlich. Ja nun hören Sie mal! Da wollen wir beide uns doch nicht einreihen und den Mittelwert nach oben treiben, oder?
Also aufpassen und eben erst (auch wenn das oft schwerfällt) mal lesen, was zu tun ist, bevor Sie die "Pulle aufreißen" und gleich "Kimme und Korn" auf die Blattlaus anlegen?

Für die "Geruchsfesten" unter Ihnen, wie üblich in dieser Kolumne der Hinweis auf die Verwendung von Jinmittel. Super-Zeug auch im Kampf gegen saugende Insekten.

Für diejenigen unter Ihnen, die es lieber "Alternativ" haben (vom Jinmittel einmal abgesehen, das ist so was von Alternativ! Wenn es doch bloß nicht so stinken würde!), der Umwelt zuliebe, was heute immer mehr Gewicht gewinnt oder weil das synthetische Zeug so stark nach Chemie riecht und daher den Familienfrieden gefährdet, denen kann ich zum Extrakt aus dem Niembaum, dem sogenannten NIEMÖL raten, z.B. zum Ceraflor.
"Neemöl" bekommen Sie in Gärtnereien bzw. in Gartenbau-Abteilungen von Super- oder Baumärkten für ca. 10 Euro.
Das Zeug ist nach meiner Erfahrung echt nicht schlecht!
Wobei - ich will jetzt mal ehrlich sein (bin ich eigentlich immer) und Ihnen dazu sagen, dass es mir manchmal schwer fällt, so etwas auszuprobieren.
Neeee! STOP! Jetzt nicht denken: "...der Schillings erzählt uns hier einen und hats gar nicht ausprobiert..." - Das könnte ich nicht so stehen lassen!
Nur hier hat es mir einfach an "konkret" befallenen Bonsai,. . . ja wie soll ich das jetzt sagen, na, ich hatte das Öl, aber eben keinen Bonsai, der so richtig "verlaust" war.
Das liegt vornehmlich daran, dass ich meine Bonsai halt entsprechend oft und meist auch sehr sorgfältig begutachte.

Weil mich das Ausprobieren solcher Empfehlungen (TV, AK-Treffen, und durch das Internet bekommt mein auf Chemie geschultes Gehirn reichlich Input!) aber einfach interessiert, wie denn so z.B. dieses Neemöl wirkt, kaufe ich mal ein Fläschchen und warte darauf, daß ich irgendwo anders im Garten was Befallenes habe.
Z.B. die Lilien oder Levkojen meiner Frau (die sind so herrlich empfindlich und eignen sich daher gut als Probanden für die ein oder andere Testreihe!) oder sonst irgend was.

Ich biete schon mal Bekannten an, ihnen die Bonsai gesund zu pflegen, wenn sie denn mal ein Problem haben, nur um mal zu schauen, "wie das neue Zeug denn so wirkt" und ich diese Erfahrungen dann entsprechend "breit streuen" kann.
Keine Sorge! Ich mache die Bonsai der Bekannten dadurch nicht noch kränker.

Also, wenn ich jetzt hier schreibe: "Neemöl ist recht gut gegen saugende Insekten einsetzbar", weiß ich das nicht von einer Rotbuche, Dreispitz oder Kiefer auf dem Regal, sondern von den Primeln hinten links an der Hecke oder dem Rhododendron vorne rechts am Eingang zu unserem Garten.

Wo war ich? Ach ja. Neemöl. Erst mal ein bisschen was für Ihre Allgemeinbildung:
 
Man versteht darunter das durch kaltes Pressen gewonnene Öl aus den Samen des Niembaumes. Dieser Baum ist mal ein "Produkt" der Natur, das uns schnell lehrt, wer hier im Wettstreit um die eleganteren Innovationen beim Pflanzenschutz die Nase vorne hat. Beheimatet in Indien und Burma, wird der ausgesprochen anspruchslose, immergrüne Baum bis zu 30m hoch und satte 200 Jahre alt. Er kommt gut mit hohen Temperaturen zurecht (bis zu 50°C) und ist ausgesprochen anspruchslos im Bezug auf die Qualität des Bodens, auf dem er gedeiht.
Seine gelb-grünlichen Früchte gleichen von der Größe her der Olive. Weltweit existieren sehr viele Varietäten, die sich nicht so sehr durch ihr Äußeres, aber hinsichtlich ihrer Genetik deutlich unterscheiden.
Dabei enthalten diese unterschiedlichen Varietäten unterschiedliche Zusammensetzungen der für die Menschheit von Alters her interessanten Inhaltsstoffe. Dadurch eigenen sich nicht alle Niembaum-Extrakte für den gleichen Zweck.
Das heißt, die eine Sorte ist besser für den Pflanzenschutz geeignet, die anderen finden eher Einsatz in der Humanmedizin - hilft z.B. gegen einen Vielzahl von Krankheiten wie Pocken, Windpocken, aber auch gegen Warzen, Krätze und Herpes (gottlob brauche ich zur Zeit nur die Extrakte für den Planzenschutz).
Dies liegt an den bakteriellen, fungiziden und entzündungshemmenden Wirkstoffen der Niem-Extrakte.

Besonders interessant ist für uns natürlich der "Saft" aus dem Baum, der unseren geschädigten Bonsai wieder auf Vordermann bringt.
Alle Wirkstoffe, die den typischen Einsatz in der Medizin und dem Pflanzenschutz finden, gehören zu den Isoprenoiden, genauer gesagt zu den Limonoiden (nein, hat nix mit "Limo" zu tun!) aus der Gruppe der Mono- und Triterpenen.

Nur um hier mal ein bisschen zu zeigen, daß Ihre Steuergelder in mein Studium gut investiert waren: die Wirkstoffe, die den insektiziden Charakter des Niemöls hervorrufen, sind Nimbin, Nimbidin, das Nimbidiol, Azadirachtin, Salanin und ähhhhh? das Meliantropin!

Diese Wirkstoffkombination und die weniger bedeutenden anderen Stoffe zusammen genommen wirken gemäß der einschlägigen Literatur gegen über 500 (!!) unterschiedlichen Insekten. 500!
Glauben Sie mal, dass da Ihre Blattläuse auch dazu gehören.
Eine 0,01%ige Verdünnung reicht, um spezifisch auf die Insektenphysiologie zu wirken.
Dabei bleiben Menschen, Tiere und Pflanzen unbeeinträchtigt. Das Niemöl wird durch Sprühen auf die Pflanze gebracht und hält so Schädlinge zunächst einmal fern. Das ist natürlich für präventive Behandlungen von großem Vorteil.
Sollten aber mit Niemöl behandelte Pflanzenteile (auch der Saft, den zum Beispiel eben unsere Blattläuse so lieben) aufgenommen werden, so wirkt es auf den Fortpflanzungsprozess des entsprechenden Insektes. Durch Einflussnahme auf den Hormonhaushalt wird der Häutungsvorgang der Larven beeinträchtigt.
Das für diese Vorgänge vom Insekt produzierte Ecdyson ähnelt den bioaktiven Substanzen des Niemöls (ja, ja, schon gut. Stimmt, das mit den Hormonen habe ich "abgeschrieben"!).

Diese Substanzen reichern sich also im Insekt an und täuschen so vor, dass genügend von dem Ecdyson vorhanden ist - und das Insekt stellt daraufhin die körpereigene Produktion ein.
Grober Fehler! Denn die Substanzen aus dem Niemöl haben nicht die gewünschte Wirkung, und das Insekt kann sich nicht von der Larve zum ausgereiften Insekt ausbilden.
Die Population, besser das Wachstum der Nachkommenschaft, reißt damit ab - und der Kreislauf der Vermehrung ist unterbrochen.
Quasi läßt das Niemöl die Viecher auf Ihrem Bonsai einfach aussterben!

Jetzt ehrlich. Das ist doch genial!
Dabei sollte uns jetzt klar werden, dass das Niemöl nicht sofort einen sichtbaren Effekt haben kann, so wie mein Metasystox. Die Burschen kippen jetzt nicht gleich tot vom Baum, nur weil sie da gerade mit einer Ladung Niemöl drüber gerauscht sind!
Es dauert ca. 7 - 10 Tage, bis hier "Ruhe" einkehrt.

Niemöl wirkt auch gegen an den Wurzeln fressende Fadenwürmer.
Dafür verwendet man jedoch den durch das Pressen gewonnen Presskuchen, der auch als hervorragender Dünger und als Viehfutter Verwendung findet. Dennoch könnte ich mir vorstellen, daß man mal schauen sollte, was passiert, wenn man eine mit Nematoden befallenen Pflanze damit gießen würde.
Vielleicht bekomme ich mal eine in die Hände, und dann schauen wir mal, was dabei heraus kommt.
Tolles Zeug! Probieren Sie es ruhig einmal aus.

Bevor wir aber anfangen, überhaupt irgend etwas zu spritzen, sollten wir uns im Klaren darüber sein, was für einen Schädlingsbefall wir überhaupt haben.

Dafür ist es ratsam, gerade für solche "Blindschleichen" wie mich (+ 5,5 Dioptrin auf der Brille!), eine Lupe griffbereit zu haben. Das kann was ganz Einfaches sein. Aus Plastik oder so eine einfache zum Briefmarken Anschauen - oder schauen Sie mal im Kinderzimmer rum. Die Kleinen haben da schon mal in der letzten Ausgabe der "Micky Maus" das komplette "Insektenbeobachtungs-Set" oder sonst irgend etwas Brauchbares.
Direkt "einsacken"!
Sie werden schnell feststellen, dass das ein wirklich guter Rat war.

Da gibt es oft in unseren Fachbüchern zum Thema Bonsai den Ratschlag, bei Verdacht auf Spinnenmilben, einen befallenen Zweig über einer weißen Unterlage (Blatt Papier, Tempo Taschentuch o.ä.) zu schütteln. Dann fallen die Burschen vom Baum wie die reifen Pflaumen im Herbst, und man hat sie so sichtbar gemacht. Kennen Sie, oder?
Habe ich früher auch gemacht - und dann habe ich da mit meinem Blatt gestanden und darauf gewartet, dass die Jungs sich mal bewegen.
Warum? Weil ich den Staub und andere "Verunreinigungen" auf dem Blatt nicht von den vermeitlichen Spinnenmilben unterscheiden konnte!
Jetzt habe ich das "Insektenbeobachtungsset" meiner Kleinen und ich kann so die Spinnmilbe vom "Dreck" unterscheiden.

Überhaupt will ich Ihnen da mal was erzählen, wo es mir letzthin mal wieder so richtig die Kinnlade auf den Boden gezogen hat:
In Frankreich (ich hatte mir mit meinen Leuten dort etwas Urlaub gegönnt) war ich mit einer Bekannten ein Insektizid kaufen, weil wir Tripse an ihrer Balkonbepflanzung "jagen" wollten (Urlaub kann ja manchmal so was von langweilig sein, da ist man richtig froh wenn man mal was "Sinnvolles" machen kann, nicht war?).
Wir also in ein Pflanzencenter rein, ein riesiges Ding. So ein Laden mit "allem Drum und Dran". Tolle Schädlingsbekämpfungsmittel - Abteilung. Gut sortiert. Wirklich interessant.

Aber was mich so beeindruckte, war, dass man hier bei einem Befall einen Zweig oder ein Blatt oder eine Blüte oder sonst was mitbringen kann, und die legen das unter ein Mikroskop. Daran angeschlossen ist eine Kamera und ein Computer.
Mensch, verstehen Sie? Die machen eine digitale Aufnahme und vergleichen mit den Bildern in der Datenbank des Computers. Wie so ein Polizei-Computer!
Ist der Schädling zweifelsfrei identifiziert, "hauen" die auf den Knopf - und schon spuckt dir die Kiste Folgendes aus: Was du brauchst, von wem das hergestellt wird, was es kostet UND! in welchem Regal du das in dem Pflanzencenter finden kannst! Wahnsinn.
Quasi eine Rasterfahndung mit direktem Lösungsvorschlag beim Ergreifen des Gesuchten.

Oh, ich liebe diese schöne neue Welt der elektronischen Datenverarbeitung.

So, jetzt noch schnell was über den Vorgang des Sprühens allgemein.
Denn was nutzt das beste Pestizid (alternativ oder synthetisch), wenn Sie das nicht in die Flasche rein oder wieder raus bekommen?

Daher im Folgenden noch ein paar Ratschläge, worauf Sie beim Sprühen achten sollten. Da mag jetzt der eine oder andere Tipp ein wenig lächerlich anmuten, aber beherzigen Sie ihn bitte trotzdem (lesen Sie noch mal den Abschnitt mit der Statistik der WHO)!
Grundsätzlich entsprechende Handschuhe tragen.
Verwenden Sie Flaschen, die dafür "gebaut" wurden! Ich will jetzt nichts gegen die "Meister-Proper-Glasrein" Sprühflasche sagen (habe selber welche), aber die tropfen gerne! Für so ein bißchen "nicht humantoxisches Biozeug" von beispielsweise Neudorf (Kalisalze entsprechender Fettsäuren) ist die gut genug, aber (!) nicht für die richtigen "Hämmerchen", wie beispielsweise das schon zitierte Metasystox R. Es sei denn, Sie wickeln da so ein bisschen Papiertücher drum UND tragen die Handschuhe.
Atmen Sie die Nebel nicht ein! (Das braucht man keinem zu sagen, ganz klar. Aber wenn Sie mal nach einer solchen "Sprühaktion" einen chemischen Geschmack im Mund haben, haben Sie hier nicht richtig aufgepasst!)
Wenn Sie fertig sind mit dem Sprühen, waschen Sie sich in jedem Fall mal die Hände mit Seife.
Halten Sie die Flasche sauber. Von außen anhaftenden Resten des Mittels genauso wie von innen! (mehrfaches Ausspülen mit Wasser).
Behandeln Sie die Dichtringe (wenn Sie an diese ran kommen) gelegentlich mit etwas Glycerin (hier können Sie auch den Frostschutz für Ihr Kühlwasser im Auto verwenden).
Wenn Sie eine Mischung angesetzt haben, geben Sie einen Tropfen Spülmittel dazu. Das senkt die Oberflächenspannung des Wassers und sorgt so für eine bessere Benetzung der zu behandelten Pflanzenteile.
Halten Sie eine dünne Nähnadel bereit, um eventuell auftretende "Verstopfer" in der Düse zu lösen. Das kann Ihnen schon mal passieren, wenn Sie beispielsweise Netzschwefel oder Euparen (gegen pilzliche Erkrankungen) ausbringen. Diese Fungizide sind fest und werden in Wasser suspendiert (aufgeschlämmt).
Nie gegen den Wind sprühen (eigentlich braucht man das auch nicht sagen, oder?
Kennt man von der letzten Bootstour, als einem so ein bisschen übel wurde. Was hat der Kapitän da noch mal gesagt?)
Bringen Sie, wenn das möglich ist, ein Etikett auf der Flasche an, oder beschriften Sie diese mit einem Fettstift (Edding), damit Sie wissen, was in der Flasche ist (Sie glauben ja gar nicht, wie vergesslich man sein kann!).
Setzen Sie nach Möglichkeit nicht mehr Spritzmittel an, wie Sie für die Dauer einer akuten Behandlung verbrauchen werden.
Wiederholen Sie die Behandlung! Mit ein Mal Einsprühen ist noch nie was endgültig geschafft worden! Mindestens drei Mal im entsprechenden Abstand sprühen (zwischen drei Tage bis einige Wochen, siehe Packungsbeilage).
Besorgen Sie sich einen kleinen Trichter!
(Haushaltswarenabteilung im Supermarkt) Das erleichtert Ihnen das Einfüllen und Ansetzen der Spritzbrühe ungemein! Gerade bei den "Haushaltsmengen", die unsere Sammlungen häufig benötigen.
Wenn Sie mal so etwas "Stinkiges" sprühen (meist sind es die Lösemittel, die streng riechen), warten Sie, bis Sie alleine sind! Denn zwischenmenschlicher Ärger kann auf Dauer genauso schädlich für Ihren Organismus sein, wie das Einatmen der Sprühnebel.

Ok. Bin ich mal wieder am Ende angelangt.
Ich hoffe, Sie hatten was davon und wünsche Ihnen bei Ihrer nächsten "Jagd" fette Beute und Weidmanns Heil!
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

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Marco_H
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Re: Martin_S Blattläuse und andere

Beitrag von Marco_H »

Danke Jürgen, für deine Mühe!!!

Habe mich beim Lesen wieder köstlich amüsiert. Und wertvolle Hinweise und Ratschläge wurden wieder ins Gedächtnis gerufen...gerade passend zur Jahreszeit!
Gruß aus dem Westerwald

Marco

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Martin_S
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Re: Martin_S Blattläuse und andere

Beitrag von Martin_S »

Freut mich, auch nach all den Jahren, wenn man da Spaß dran hat.
Muß gestehen, dass ich da manchmal selber noch grinse ;)

Eventuell "zieht" Jürgen hier mal noch einen Artikel hoch den ich damals für das alte Forum geschrieben hatte. Da geht es um die Reinigung von Werkzeugen.
M
Beste Grüße
Martin

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Re: Martin_S Blattläuse und andere

Beitrag von Marc Berenbrinker »

Hey Martin, nachdem ich mich ja schon köstlich beim lesen deines Textes amysiert habe, konnte ich vor 2 Tagen mit eben deiner beschriebenen Methode erfolgreich Ameisen in unserem Haus vertreiben. Es funktioniert wirklich und vor allem schnell.

Danke für diesen sehr sehr hilfreichen Tip *daumen_new* *daumen_new* *daumen_new*
http://www.mb-bonsaischalen.de
.....viele Grüße,
Marc
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Martin_S
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Re: Martin_S Blattläuse und andere

Beitrag von Martin_S »

[quote="Marc Berenbrinker"]....Es funktioniert wirklich und vor allem schnell.
....[quote]


Hey Marc!

du hattest jetzt aber nicht wirklich Zweifel daran, oder? :lol: :lol: :lol:
Danke für das positive Feedback. *daumen_new*

Erinnert mich ein wenig an meine Ausführungen zur Azalee und dem Aliette. Da habe ich sogar aus der Schweiz schon Bilder bekommen, wo einer den positiven Einfluss des Aluminiumforstesyls auf das Wachstum einer "kurz vor Tod" Azalee "fototechnisch dokumentiert" hatte.
Und dennoch schauen Leute ungläubig, wenn ich ihnen dazu rate *dance*
M
Beste Grüße
Martin

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Re: Martin_S Blattläuse und andere

Beitrag von Marc Berenbrinker »

nein Martin, ich habe natürlich nicht daran gezweifelt, aber................ ich dachte nur, die Viecher versuchen noch eine alternative Route zum Ziel, anstelle gleich aufzugeben :lol:
http://www.mb-bonsaischalen.de
.....viele Grüße,
Marc
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Martin_S
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Re: Martin_S Blattläuse und andere

Beitrag von Martin_S »

Sie sind in Summe fast blind. Daher auf Duftmarken angewiesen um ihren Bau wiederzufinden. Störst du den Geruch, durch zb Parfum oder Raumspray, dann müssen sie die Kollegen im Auge behalten. Alleine wird es schwer nach Hause zu kommen. Daher auch diese Effekt, dass sie in der Straße bleiben und nur wenige Kreuz und quer laufen.
Irgendein Schlaufuchs sprach von der chemischen Keule, die dem Baum schaden könne. Das ist natürlich Quatsch. Alternativer wie so, kannst'e garnicht mehr sein :)
M
Beste Grüße
Martin

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